CH293156A - Verfahren zum Prüfen geometrischer Abmessungen an elastischen bzw. durch Druck leicht verformbaren Gegenständen, sowie Einrichtung zum Ausüben des Verfahrens. - Google Patents

Verfahren zum Prüfen geometrischer Abmessungen an elastischen bzw. durch Druck leicht verformbaren Gegenständen, sowie Einrichtung zum Ausüben des Verfahrens.

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Description


  



  Verfahren zum Prüfen geometrischer Abmessungen an elastischen bzw. durch Druck leicht verformbaren Gegenständen, sowie Einrichtung zum Ausüben des Verfahrens.



   Die Prüfung elastiseher oder   dureh    Druekleicht verformbarer Gegenstände auf   Toleranz-      haltigkeit    ihrer geometrischen Abmessungen bietet im allgemeinen erhebliche Schwierigkeiten dadurch, dass zur   Feststellung der Ab-      messungen Prüfgeräte    zur   Verwendung kom-    men, die auf den zu prüfenden Gegenstand mechanische Kräfte ausfüben. die eine zu starke Verformung des Gegenstandes zur Folge haben können.



   Zweck vorliegender Erfindung ist die Be  seitigung des geschilderten Übelstandes.    Sie betrifft ein Verfahren zum Prüfen geometri  seher Abmessungen an elastisehen    bzw. durch Drcuk leicht verformbaren Gegenständen, sowie eine Einrichtung zum Ausüben des Ver  falrens.   



   Das erfindungsgemässe Verfahren besteht larin, dass zum Abtasten des   Prüflings    eine Hilfsvorrichtung verwendet wird, deren Messfläehe mit einer der Deformierbarkeit der zu prüfeden Gegenstände entsprechend geringen Kraft an den Prüfling angelegt wird und lass das Prüfergebnis dieser Hilfsvorrichtung rückwirkungsfrei durch eine Messeinrichtung mit grösserer Tastkraft abgenommen wird.



   Die Einrichtung zum Ausüben des Verfahrens ist gekennzeichnet durch ein in bezug auf eine   feststehende Tastfläche bewegliches      Pühlorgan    zum Abtasten des   Prüflings    und clureh ein mit dem Fühlorgan in Wirkver  jindung    stehendes   bewegliehes    Organ der    Hilfsvorrichtung und durch Mittel zum rück-      wirkungsfreien    Abnehmen des Prüfergebnisses von der Hilfsvorrichtung.



   Das Verfahren gemäss der Erfindung wird im folgenden an Hand der Fig.   1    der beigefügten Zeiehnung beispielsweise erläutert.



  Die Zeichnung zeigt ferner eine beispielsweise Ausführungsform der Einrichtung zum Prüfen elastischer und leicht verformbarer   Gegen-    stände und eine Variante derselben in schematischer Darstellung. Es zeigt :
Fig.   1    einen Teil einer Einrichtung zur Ausübung des Verfahrens gemäss ss dem Patent  ansprueh    I von der Seite gesehen und teilweise im senkrechten Schnitt,
Fig. 2 eine analoge Darstellung eines Aus  i'ührungsbeispiels    der Einrichtung gemäss dem Patentanspruch   II,   
Fig. 3 einen Schnitt nach der Linie III-III in Fig. 2,
Fig.   4    eine Teilvariante der in Fig. 2 gezeigten Einrichtung in Verbindung mit einer elektrischen Toleranz-Kontaktlehre.



   Die in Fig.   1    gezeigte Einrichtung weist einen im wesentlichen U-formigen Ständer 1 auf, dessen einer Schenkel eine innere Tastfläche 2 und eine dazu parallele äussere Messfläche 3 besitzt. Im andern Schenkel des Ständers ist ein zylindrischer Taststift 4 längsversehiebbar derart gelagert, dass seine   End-    flächen 5 und 6 parallel zu den   Messflächen    2 und 3 stehen. Der Stift 4 geht durch eine Querbohrung eines in der Lä. ngsrichtung des betreffenden Schenkels des Ständers verschieb bar untergebrachten Bolzens 7 hindureh, der einen über das Ende des Sehenkels vorspringenden Gewindeansatz 8 trägt.

   Eine Rändelmutter 9 ist auf den Gewindeansatz   8    aufgeschraubt und liegt unter Zwischenschal  tung    einer Scheibe 10 an der Stirnfläehe des betreffenden Schenkels des Ständers 1 an.



  Beim Anziehen der Mutter 9 wird der Bolzen 7 in Fig. l nach links   versehoben und    der Taststift 4 dadurch festgeklemmt und gegen   TTersehiebung    arretiert.



   Die Gebrauehs-und Wirkungsweise der beschricbenen Einrichtung ist wie folgt :
Während der Taststift 4 in einer in Fig.   1    nach oben geschobenen Lage mittels der Arretiervorrichtung 7 bis 10 festgeklemmt ist, wird ein zu prüfender Gegenstand P, der aus elastisehem oder durch Druck leieht deformierbarem Material besteht, auf die innere Tastfläche 2 des Ständers   l    gelegt, worauf der Taststift 4 mit seiner untern Endfläehe 5 druch sein Eigengewicht mit dem   Prüfling    P in Berührung gebracht wird. Das Gewicht des Stiftes 4 ist so bemessen, dass es auf den Prüfling nur einen minimalen Druek ausübt, der praktiseh ohne Einfluss auf die Form des Gegenstandes P bleibt. Dann wird der Taststift druch die   Arretiervorriehtung    7 bis 10 unverrückbar mit dem Ständer 1 verbunden.



  Mit Hilfe einer gebräuehliehen Messlehre, wie beispielsweise   Mikrometerlehre,    Messuhr, Re  chenlehre usw.,    wird naehher das Mass E, welches die Distanz der äussern   Messfläehe 3    des Ständers 1 zur Endfläehe 6 des Taststiftes 4 ist, gemessen. Die das   Prüfergeb-    nis bildende Abmessung d des   Prüflings      P    ist dann gleich E-a-b, wobei a der Abstand der   beiden Messflächen    2 und 3 voneinander und   b    die Länge des Taststiftes 4 ist, welche Masse unveränderlich sind und als bekannt vorausgesetzt werden können.

   Die Ermittlung des Masses E kann mit üblichen und höheren Messkräften erfolgen, ohne dass eine   Rückwir-      kung    auf den   Prüfling    P stattfindet, weil der Stift 4 arretiert ist.



   Aus dem Gesagten geht hervor, dass die Ermittlung des Prüfergebnisses in zwei Phasen vor sich geht, wobei in der ersten Phase das zu ermittelnde Mass unter Verwendung von der gewünschten Genauigkeit    der Mes-    sung und der Deformierbarkeit der zu prüfenden Gegenstände entsprechend geringen   Messkräften mittels    des Tastorgans einer Hilfsvorrichtung abgetastet wird, welche die beiden   Messflächen    3 und 6 aufweist, von welcher Hilfsvorriehtung 1 bis 10 in der zweiten Phase der Prüfung das Ergebnis unter Vermeidung einer Rückwirkung auf den Prüfling ittels einer weiteren Messeinrichtung mit stärkeren Messkräften abgenommen wird.



   Das in Fig. 2 und 3 gezeigte Ausführungsbeispiel der Einrichtung weist auf einem als Unterlage dienenden Ständer 11 wieder eine ebene Tastfläehe   2 zum Auflegen des Prüf-    lings P auf. Ein mit einer Tastfläche 12 versehenes   Fühlorgan      13    hat   winkelförmige Ge-      stalt und ist mit Hilfe eines Lenkers 14 nnd    des einen Armes eines Hebels   15    in der Hohe zu sieh parallel verschiebbar an einer Säule 16 des   Ständers 11 geführt,    so dass die Tast Fläche   12    des   Fühlorgans    13 stets parallel zur   Tastfläche 2    des Ständers bleibt.

   Der Hebel 15 weist einen nach rückwärts verlängerten Arm auf, an dessen Ende ein Kopf 17 vor  handen    ist. der sieh   zwisehen    zwei   Führungs-    teilen 18 des   Ständers auf-und abbewegen    kann. Der eine dieser Führungsteile 18 besitzt einen angenähert senkreeht   verlaufenden    Sehlitz   19,. dureh welelien    ein am Kopf 17    befestigter Gewindeansatz 20 hindurehragt.   



  Mit Hilfe einer auf den Gewindeansatz   20    aufgesehraubten Rändelmutter 21 kann der Hebel 15 unverrückbar mit dem Ständer 11 verbunden werden. Eine Zugfeder   22 greift    mit dem einen Ende am rückwärtigen Arm des Hebels   15 und    mit dem andern Ende an einem mittels einer Mutter 23 verstellbar an einem Ausleger der Säule 16 gehaltenen   Schraubenbolzen      24    an und hat das Bestreben, den Hebel 15 so zn schwenken, dass sich die beiden   Tastflächen    2 und 12 einander nähern.

   Die Kraft der Feder   22    ist jedoch der Deformierbarkeit der zu prüfenden ge  genstände    entsprechendf bemessen, so dass ein   zwisehen    die Flächen 2 und 12   hineingeseho-      bener Prüfling P höchstens    eine die ge wünschte Genauigkeit der Messung nicht beeinträchtigende Deformation erleidet. Oberhall) des Kopfes 17 des Hebels 15 ist eine Messuhr 25 mit Hilfe einer Säule starr mit dem Ständer 11 verbunden. Der Fühler 27 der Messuhr arbeitet mit der obern Stirnfläehe eines in den Kopf 17   eingesetzten Messbolzens    8 zusammen, und er kann mit Hilfe eines Griffes 29 nach oben gehoben werden.

   Der   l'ühler      27    der Messuhr 25 steht unter dem   Hintluss einer in    der Zeichnung nieht scihtbaren Feder, die ihn nach unten auf den   Mess-      bolzen 28 schiebt,    so dass sieh bei gelöster Schraube 21 die Tastfläehe 12 nmach oben be  wegt    und von einem   Prüfling    P abhebt.



   Soll die Dicke des   Prüflings    P ermittelt werden, so hebt man von Hand mit Hilfe des Griffes 29 den Fühler   27    der Tastuhr 25 alngsam hoch, so dass der Hebel 15 unter der Wirkung der Feder 22 so schwenken kann. dass sie die Tastfläche 12 des Fühlorgans 13 dem   Prüfling    nähert. Der Fühler   27    wird   aufdieseWeise    so weit nach oben bewegt. bis er sieh gerade von   der Messfläche    des   Bolzens 28 ablosen will. Das    ist dann der Fall, das Fiihlorgan 13 mit dem Prüfling P zur Anlage kommt.

   An der Messuhr 25 kann nun die momentane Lage des Fühlers   27    abftelesen werden, ohne dass eine Rückwirkung   auf den Prüfling stattfindet    und welche Lage   das'Prüfergebnis    bildet. Das REsulta kann bei entsprechender Eichung der Messuhr   dirent    abgelesen werden. Im andern Fall isrt es mit der Ablesung in bestimmter Weise   in Zusammenhang, welcher    beispielsweise   gra-    phisch mittels einer Eichkurve festgelegt sein kann.



   Beim Anheben des Fühlers 27 ist es wegen der   beschriebenen Ausbildung des Hebels    15 ummöglich, auf den Prüfling einen   grosseren    I) ruck auszuiiben, als er durch die Feder   22    ? hervorgerufen wird. Die Prüfung kann in einfacher Weise auch so durchgeführt werden,   (1iP)    der Fühler der   WIeRuhr    mit Hilfe des Griffes 29 zunächst ganz hochgehoben wird.



   Der Kopf 17 des Hebels 15 wird dieser Bewegung nur so weit folgen, bis das Fühlorgan   1 mit dem Prüfling    in Berührung kommt.



  Nun arretiert man den Hebel 15 durch Anziehen der Rändelmutter 21, worauf der Fühler der Messuhr 25 auf die   Messfläche    des Bolzens 28 abgesenkt und die Anzeige der Messuhr abgelesen werden kann. Durch das Festklemmen des Hebels 15 ist jede   Rückwir-    kung auf den   Prüfling    P vermieden, und es ist so nicht nötig, den Moment des Loslösens des Fühlers 27 vom Bolzen 28 zu beobachten.



   Die Prüfung erfolgt auch hier in zwei Phasen, die dem ersten Beispiel analog sind.



  Die Hilfsvorrichtung, von welcher das Mass in der zweiten Phase mit Hilfe der Messuhr   25    abgenommen wird, weist ein druch den Hebel 15 gebildetes, bewegliches Organ auf, das in der ersten Phase der Prüfung durch den Prüfling mittels des Führlogans 13 beaufschlagt wird. Der Fühler 27 der Messuhr 25 kann auch als Betätigungselement für das bewegliche Organ der Hilfsvorrichtung betrachtet werden, da das bewegliche Organ sich nur entsprechend der Freigabe durch das Be  tätigungselement    bewegen kann, bis das   Full-    organ 13 mit dem   Prüfling    zum Anschlag kommt.



   Gemäss einer nicht dargestellten Variante kann die Einrichtung nach Fig. 2 und 3 auch ohne   Arretiervorrichtung 20, 21 rückwirkungs-    frei arbeiten. Zu diesem Zweeke würde die   Mess-    uhr 25 elektrisch isoliert auf dem Ständer 11 abgestützt. Der   Messbolzen    28 und der Fühler 27 würden dann je ein Kontaktelement eines elektrisehen Kontaktes bilden, der bei der Berührung dieser beiden Teile miteinander geschlossen und im andern Falle geöffnet wäre.

   Beim langsamen Anheben des Fühlers   27    mit Hilfe des Griffes 29 würde der Kontakt in dem   Augenbliek    geöffnet, da das Fühlorgan 13 mit dem   Prüfling      P    zur Anlage gelangt und eine Relativbewegung zwischen dem   Messbolzen    28 und dem Fühler 27 beginnt. Dadurch kann ein Stromkreis unterbrochen werden, wodurch gegebenenfalls mit Hilfe von Relais ein blitzartiges Aufleuchten einer Stroboskoplampe   herbeiführbar    ist, welehe die Skala der Messuhr 25 vorübergehend grell beleuchtet. Die Messuhr kann während der Beleuchtung abgelesen werden, wobei diese Ablesung wie vorher dem Prüfergebnis entspricht.

   Die   elektrisehe Sehaltung kann    so ausgebildet sein, dass dieser   Vorgang'm    raseher Folge hintereinander mehrmals wiederholbar ist, indem der Fühler 27 der Messuhr mehrmals auf- und abewegt wird. Bei jedem   Aufblitzen    der Lampe befindet sieh dann der Zeiger   der Messuhr 25    an derselben Stelle, und er scheint wegen der stroboskopartigen Beleuchtung an dieser Stelle   stillzta-    stehen. Die   Able, sung    des   Prüfergebnisses    ist in diesem Fall besonders bequem. Die elektrisehe Schaltung kann auch so ausgebildet sein, dass die Lampe beim Schliessen des Kontaktes bei der Abwärtsbewegung des Fühlers aufleuehtet, also o am Ende der Relativbewe  glmg    zwischen dem Fühler und dem Messbolzen 28.



   Eine weitere Ausführugsvairnte zum zweitbesehriebenen Beispiel ist in Fig 4 sche  matis,    dargestellt, wobei die gegenüber Fig. 2 unveränderten Elemente weggelassen sind.



  Die Einrichtung gemäss dieser Variante be  notigt    ebenfalls keine Arretiervorrichtung für das   beweglicheOrgan    der Hilfsvorrichtung im vorliegenden Fall für den Hebel 15. An Stelle einer Messuhr   2.    ist jetzt oberhalb des Kopfes 17 des Hebels 15 eine elektrisehe   Toleranz-hontaLtlehre    30 befestigt, welche    einen vertikal verschiebbaren Fühler 31 be-    sitzt, der unter der Wirkung einer Feder 32 naeh unten   gedrüekt    wird. Ein Kontakthebel 33 ist bei   34    schwenkbar gelagert und steht unter dem Einfluss einer Zugfeder 34, welche das Bestreben hat, den Kontakthebel 33 nach oben zu schwenken.

   Der Fühler 31 arbeitet mit dem Kontakthebel 33 zusammen, indem ein Anschlag 35 des Fühlers sich von oben an den Hebel 33 anlegt, so dass derselbe durch die Kraft der stärkeren Feder 32, entgegen der Wirkung der Feder 34, nach untern geschwenkt wird. Das bewegliche Ende des   lEÇon-      takthebels    35 befindet sich zwichsen zwei feststehenden, jedoch in vertikaler Richtung einzeln verstellbaren Kontaktelementen 36 und 37, die abwechslungsweise mit dem Hebel 33 elektrischen Kontakt machen können.

   Ein mit dem Fühler verbundener Griff 29 dient zum Anheben des Fühlers   31.    Die Kontaktlehre   30    oder wenigstens deren Fühler 31 ist von der übrigen Einrichtung elektrisch isoliert, so dass der Fühler 31 das eine und der   Messbolzen    28 des Hebels 15 das andere Kon  taktelement    eines elektrischen Kontaktes sein können.



   Die elektrisehe Schaltung der Einrichtung ist im einfachsten Fall gemäss Fig. 4 wie folgt; Der Fühler 31 ist an den Minuspol einer Stromquelle 38   angesehlossen,    deren anderer Pol über die   WicklungeinesRelais    39 mit   dem Messbolzen 28 in Verbindung      steht. Über einen Buhekontakt    des Relais 39 ist der Pluspol der Stromquelle 38 an drei    Signallampen 40, 41 und 42 angeschlossen,    die anderseits mit dem   Minuspol der Strom-    quelle, bzw. dem einen Kontaktelement 36 bzw. dem   ändern Kontaktelement 37 der Kon-    takt. lehre   30    in Verbindung sind. Der Kon  takthebel    33 liegt elektrisch am Minuspol der Stromquelle 38.



   Das eisntelbare Kentaktelement 36 wird so eingestellt, dass in der tiefsten Stellung des Taststiftes 31 (das ist diejenige Stellung, bei welcher der Hebel 33 das Kontaktelement 36 berührt), der Hebel 15 so weit   herunterge-      driiekt    wird, dass der Abstand zwischen Tastfläehe   2    und Tastschneide 12 gerade der Übermassgrenze der zu prüfnden Teile entspricht.

   Das Kontaktelement 37 wird so eingestellt, dass beim Hocheben des Taststiftes 31 durch den Griff   29    der Kontakt des Hebels 33 das Kontaktelement 37 gerade berührt, wenn der   Messbolzen      28    dem Taster 31 so weit geforlgt. ist, dass der Abstand zwisdhen der   Tastfläehe 2    und der   Tastschneide      12    gerade der   Untermassgrenze    des zu prüfenden Teils entspricht.



   Bevor der   Prüfling    auf die   Tastfläehe    2 gelegt wird. wird von Hand die   Tastsehneide    12   hoehgehoben.    Nachdem der Prüfling auf die Tastfläehe 2 gebracht ist. wird die Tast  sehneide    12 langsam losgelassen. Durch die Wirkung der schwachen Feder   22    bewegt sich dabei die   Tastsehneide      12    in Richtung auf den   Prüfling.    Ist dabei das Mass des Prüflings zu gross, so wird die Schnide   12      sich an den Prüfling anlegen, bevor der Mess-    bolzen 28 mit dem Taststift 31 Berührung hat. Als Folge davon bleibt der Stromkreis des Relais 39 geöffnet.

   Dadruch brennen die Lampen 40 und   41.    Durch das Brennen dieser beiden Lampen wird angezeigt, dass der   Prüf-    ling zu gross ist.



   War dagegen das Mass des   Prüflings    innerhalb der Toleranzgrenze, so wird beim Loslassen der Schneide 12 diese scih auf den   Prüfling    zu bewegen, bis sich der Messbolzen   28    an den Taststift 31 angelegt hat. Durch das Anlegen des Hebels 28 an den Taststift   31,    wird der Stromkreis des Relais 39 geschlossen. Dieses zieht dadurch seinen Anker an und unterbrieht den Stromkreis zu den   Lampen 40    und 41. Wird nun durch den Griff 29 der Taster 31 nach oben bewegt, so öffnet sich der Kontakt zwisehen dem Hebel 33 und dem Kontaktelement 36. Gleichzeitig folgt der Hebel 15 unter der Wirkung der schwachen Feder 22 der Bewegung des Taststiftes 31.

   Dadurch nähert sich die Schniede   12    dem   Prüfling    und legt sich schliesslich an diesem an. In diesem Augenblick öffnet sich hei Weiterbewegung des Taststiftes 31 die Verbindung zwischen dem Messbolzen 28 und dem Taststift 31. Das Relais 39 wird dadurch stromlos. Es sehliesst den Stromkreis zu der Lampe 40. Der Stromkreis zu der Lampe 41 bleict   eöfinet,    weil der Kontakthebel 33 keine Verbindung mehr mit dem Element 36 hat.



     Das Aufflammen    der Lampe 40 allein zeigt somit die          CTut  -Lage des Prüflings    an.



   Lag dagegen das Mass des   Prüflings    unterhalb der Untermassgrenze, so folgt der Messbolxzen 28 dem Taster 31 noch, nachdem der   Kontaktliebel    33 sieh an das Kontaktelement 37 angelegt hat. Bleibt schliesslich beim Berühren der schneide 12 an dem Prüfling der   Messbolzen    28 stehen, so dass der Kontakt zwischen dem Messbolzen   28    und dem Taststift 31 unterbrochen wird, so wird nach Abfallen des Relais 39 sowohl die Lampe 40 als die Lampe 42 brennen. Das gleichzeitige Brennen dieser beiden Lampen zeigt an, dass das Mass des   Prüflings    auf Untermass liegt.



   Es ist klar, dass bei der gezeigten Schaltung durch weitere Aufwärtsbewegung des Fühlers 31 nach dem Öffnen des Kontaktes 28, 31 die Verhältnisse wieder geändert werden können und andere als dem Prüfergebnis entsprechende Signallampen zum Leuchten kommen können. Dieser Nachteil kann unter Zuhilfenahme von weiteren Relais und durch geeignete Schaltung beseitigt werden, so dass das der Lage des Fühlers im Augenblick des Öffnens des Kontaktes 28, 31 entsprechende Prüfresultat mindestens vorübergehend   fest-    gehalten bleibt, auch wenn der Fiihler noch weiter angehoben wird. Es gehört jedoch nicht in den Rahmen der vorliegenden Erfindung, dies zu zeigen.



   Bei der   besehriebenen,    auf elektrischem Wege erzielten Anzeige des   Prüfergebnisses,    entsteht trotz des Weglassens einer Arretiervorrichtung für das bewegliche Organ der Hilfsvorrichtung keine Rückwirkung auf den elastischen oder unter Druck deformierbaren   Prüfling.   



   Das Bewegen des Fühlers 27 (Fig. 2 und   3)    bzw. 31 (Fig. 4) oder allgemein des Betätigungselementes kann anstatt von Hand gegebenenfalls auch mechanisch selbsttätig erfolgen.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE : I. Verfahren zum Prüfen geometrischer Abmessungen an elastischen bzw. durch Druck leicht verformbaren Gegenständen, dadurch gekennzeichnet, dass zum Abtasten des Prüflings eine Hilfsvorriehtung verwendet wird, deren Messfläche mit einer der Deformierbar- keit der zu prüfenden Gegenstände entspreehend geringen Kraft an den Prüfling angelegt wird, und dass das Prüfergebnis dieser Hilfsvorriehtung rückwirkungsfrei durch eine Messeinrichtung mit grösserer Tastkraft abgenommen wird.
    II. Einrichtung zum Ausüben des Verfahrens nach Patentanspruch I, gekennzeichnet durch ein in bezug auf eine feststehende Tastfläche bewegliches Fühlorgan zum Abtasten des Prüflings und durch ein mit dem Fühlorgan in Wirkverbindung stehendes be wegliches Organ der Hilfsvorrichtung und durch Mittel zum rückwirkungsfreien Ab nehmen des Prüiergebnisses von der Hilfsvorrichtung.
    UNTERANSPRÜCHE: 1. Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch gekennziechnet, dass ein Taststift (4) unter der Wirkung seines Eigengewichtes am Prüfling zur Anlage kommt.
    2. Einrichtung naeh Patentanpruch II, gekennzeichnet durch eine Arretiervorrich- tung (19 bis 21) zum Blockieren des bewegliehen Organs (15) der Hilfsvorriehtung.
    3. Einrichtung nach Patentanspruch II und Unteranspruch 2, gekennzeichnet durch eine Messlehre (25) zum Abfühlen des beweglichen Organs der Hilfsvorriehtung.
    4. Einrichtung nach Patentanspruell II. gekennzeichnet durch ein mit dem beweglichen Organ der Hilfsvorrichtung zusammenarbei- tendes Betätigungselement und durch eine das bewegliche Organ (15) nach Massgabe des Betätigungselementes beeinflussende Feder (22).
    5. Einrichtung nach Patentansprueh II und Unteranspruch 4, dadurch gekennzeich- net, dass das Betätigungselement derart angeordnet ist, dass es in zur Wirkung der Feder (22) entgegengesetzter Weise auf das bewegliche Organ (15) einwirkt.
    6. Einrichtung nach Patentanspruch II und Unteransprüehen 4 und 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Feder (22) bestrebt ist, das bewegliche Organ (15) so zu verschieben, dass das Fühlorgan (13) mit dem Prüfling zur Anlage kommt, wogegen mit Hilfe des Betätigungselementes das Fühlorgan vom Prüfling abhebbar ist.
    7. Einrichtung nach Patentanspruch II und Unteranspruch 4, dadurch gekennzeich- net, dass dem Betätigungselement eine Vorrichtung (25) zum Anzeigen seiner momentanen Lage zugeordnet ist.
    8. Einricutng nach Patentansprueh II und Unteransprüchen 4 und 7, dadruch gekennzeiehnet, dass die Hilfsvorrichtung wenigstens einen elektrischen Kontakt aufweist, mit dessen Hilfe auf mindestens teilweise elektrischem Wege die momentane Lage des Be tatigungselementes (31) im Augenblick des Anliegens des Fühlorgans (13) an den Prüf- ling erkennbar gemacht ist.
    9. Einrichtung nach Patentanspruch II und Unteransprüchen 4, 7 und 8, dadruch gekennzeichnet, dass das eine Kontaktelement mindestens eines elektriselien Kontaktes am beweglichen Organ (15) und das andere Kon taktelement am Betätigungselement (31) angeordnet ist, so dass durch Relativbewegung des Betätigungselementes in bezug auf das bewegliche Organ der Kontakt betätigbar ist.
    10. Einrichtung nach Patenianpsoruch II und Unteransprüehen 4 und 7 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass zum Anzeigen der momentanen Lage des Betätigungselementes (31) demselben eine Skala zugeordnet ist, welche im Augenbliek des Beginnes der Relativbewegung kurzzeitig elektrisch beleuchtbar ist.
    11. Einrichtung nach Patentanspruch II und Unteranspriiehen 4 und 7 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass zum Anzeigen der mo mentanen Lage des Betätigungselementes demselben eine Skala zugeordnet, ist. welche im Augenbliek des Endes der Eelativbewegung kurzzeitig elektrisch beleuehtbar ist.
    12. Einrichtung nach Patentansprueh II und Unteransprüehen 4, 7 und 8, dadurch gekennzeiehnet, dass das Betätigungselement (31) der Fühler einer elektrisehen Toleranz- Kontaktlehre (30) ist, dessen Lage auf elek trischem Vege erkennbar gemacht ist.
    13. Einriehtung nach Patentansprueh IT und Unteransprüchen 4, 7 bis 9 und 12, dadurch gekennzeiehnet, dass eine Anzeigevor- richtung für das Prüfergebnis der Toleranz- Kontaktlehre mit dem druch die Relativbewegung des Betätigungselementes in bezug auf das bewegliehe Organ der Hilfsvorriehtung betätigten Kontakt in Verbindung steht, derart, dass im Augenblick des Arbeitens dieses Kontaktes das von der Kontaktlehre erfasste Zlasswenigstensvorübergehencl elektriseh festhaltbar ist.
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