DE655660C - Tonkochgeschirr - Google Patents

Tonkochgeschirr

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DE655660C
DE655660C DEO22415D DEO0022415D DE655660C DE 655660 C DE655660 C DE 655660C DE O22415 D DEO22415 D DE O22415D DE O0022415 D DEO0022415 D DE O0022415D DE 655660 C DE655660 C DE 655660C
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    • AHUMAN NECESSITIES
    • A47FURNITURE; DOMESTIC ARTICLES OR APPLIANCES; COFFEE MILLS; SPICE MILLS; SUCTION CLEANERS IN GENERAL
    • A47JKITCHEN EQUIPMENT; COFFEE MILLS; SPICE MILLS; APPARATUS FOR MAKING BEVERAGES
    • A47J36/00Parts, details or accessories of cooking-vessels
    • A47J36/02Selection of specific materials, e.g. heavy bottoms with copper inlay or with insulating inlay
    • A47J36/04Selection of specific materials, e.g. heavy bottoms with copper inlay or with insulating inlay the materials being non-metallic

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Food Science & Technology (AREA)
  • Cookers (AREA)

Description

  • Tonkochgeschirr Die Erfindung betrifft die Herstellung feuerfester Tonkochgeschirre.
  • Bisher ist es noch nicht gelungen, feuerfeste Tonkochgeschirre herzustellen, die allen Anforderungen im Gebrauch gewachsen sind. Alle Fabriken schreiben für die Benutzung ihrer Tonkochgeschirre auf offenem Feuer in ihren Gebrauchsanweisungen Asbestteller oder sonstige Isoliermittel vor.
  • Zwar sind schon porösbrennende Tongeschirre bekannt, die einen feuerfesten Scherben ergeben. Die hieraus gefertigten Kochgeschirre haben aber erhebliche Nachteile und sind nicht als vollwertig anzusehen. Die Glasur auf diesen Töpfen ist nämlich haarrissig, und Flüssigkeiten können daher vom dem porösen Ton aufgesaugt werden. Falls z. B. Reis in einem solchen Topf gekocht werden soll, in dem vorher Sauerkraut gekocht worden ist, kann es vorkommen, daß der Reis nach Sauerkraut schmeckt. Selbst durch gründliche Reinigung kann dieser Übelstand nicht beseitigt werden.
  • In gesundheitlicher Beziehung sind daher nur Tongeschirre .einwandfrei, die:e'.nen dichten Scherben und Porzellancharakter haben. Mit der Feuerbeständigkeit sieht es indes bei solchen Geschirren wenig gut aus. Wenn er nicht mit der vorgeschriebenen Vorsicht gehandhabt wird, springt der Topf bei ungleichmäßiger Erwärmung. Nur wenn die Erwärmung des Topfes langsam und gleichmäßig erfolgt, springt der Topf nicht, da die Spannungen, die bei der Erwärmung in den verschiedenen Schichten auftreten, Zeit haben, sich auszugleichen.
  • Die Tongeschirre bestehen bekanntlich aus der Masse des Scherbens und der Masse der Glasur, die beide natürlich verschiedene Ausdehnungskoeffizienten haben. Es ist aber- vor allen Dingen die Außenglasur, welche das Springen der Geschirre verursacht. Bei der Erwärmung entstehen nämlich nicht nur Spannungen zwischen der Glasur und dem Scherben, sondern auch zwischen den dem Feuer ausgesetzten äußeren und den dem Feuer abgewendeten inneren Tonschichten. Bei der Erwärmung dehen sich die äußeren Tonschichten aus und zerreißen dabei die inneren Schichten, die bei der niederen Temperatur diese Ausdehnung nicht mitmachen. je höher die Qualität des Scherbens ist (muschelig), desto sicherer ist das Zubruch,-gehen des Geschirres. Weiches, poröses, also minderwertiges Geschirr überwindet die Spannungsunterschiede leichter. Andererseits je gröf-er die Fläche, desto größer ist auch die Gefahr des Zerreißens.
  • Das Neue und Erfinderische besteht nun darin, daß dort, wo die Spannungen zuerst und am größten auftreten, nämlich an der Außenseite des Geschirres, Einschnitte angebracht werden. Im Anfangszustand bei der Herstellung, solange das Geschirr noch weich ist, ist dies durch Einschneiden der Außenschicht z. B. mittels einer Rasierklinge o. dgl. sehr einfach auszuführen. Die Einschnitte können um den ganzen Umfang des Topfes angeordnet werden. Durch die Anordnung der Einschnitte, wodurch die Oberfläche sozusagen in viele kleine Segmente zerlegt wird, wird erreicht, daß die Spannungen, die dijrc''' Erwärmung in der äußeren Tonschicht stehen, sich ausgleichen können und dadurch den Spannungen die Mö.gliclikt '" genommen wird, zerstörend auf die inneren'' Tonschichten einzuwirken. Jedes Segment kann sozusagen sich in sich selbst ausdehnen. Vorteilhaft ist es, die Einschnitte senkrecht oder annähernd senkrecht zur Bodenfläche und über die Bodenfläche hinaus nach der Mitte des Topfes verlaufen zu lassen. Im allgemeinen ist die Gefahr des Zerreißens dort .am stärksten, wo die senkrechten Wandungen auf den waagerechten Boden stoßen. Die kreisförmigen Zerreißlinien: bei zersprungenen Töpfen lassen dies deutlich erkennen.. Es entsteht durch die Rißbildung die Gefahr, daß der Boden sich von den Wandungen löst.
  • Durch die Anordnung der Einschnitte wird erreicht, daß, wenn tatsächlich einmal der Topf z. B. ohne Wasser auf das Feuer gestellt wird, die Rißbildung durch die Linienführung beeinflußt wird. Vorteilhaft ist es auch, die Einschnitte nur auf der unteren Hälfte des Topfes anzubringen. Da die Risse sich nämlich erfahrungsgemäß nur auf den unteren Teil des Topfes beschränken, weil der Topf hier zuerst der größten Erwärmung ausgesetzt ist, so ist er weiter gebrauchsfähig, weil der obere rißfreie Teil des Topfes gewissermaßen den unteren Topf umklammert. Ein solcher Topf hat sogar trotz der Risse im unteren Teil beim Aufschlagen noch :einen hellen klaren Ton. Die Einschnitte ^"rauchen durch die Glasur nicht verdeckt zu sein, da das Fehlen der Glasur an, den Ein-:Sehnitten keinen Nachteil hat. Die Einschnitte können aber auch mit Glasur oder einer anderen Masse ausgefüllt sein, da eine Einkerbung des Scherbens auch dann noch erreicht ist. Die Anzahl der Einschnitte richtet sich nach der Größe des Topfes und den verwendeten Werkstoffen. Die Einschnitte können auch durch eine besondere Vorrichtung, in welche die einzelnen Messer eingespannt werden, erzeugt werden, so daß der ganze Topf sogar alle Einschnitte durch einen einzigen Arbeitsvorgang erhalten kann.
  • In der Zeichnung sind zwei Ausführungsbeispiele der Erfindung schematisch dargestellt; a ist das Kochgeschirr, und b sind die Einschnitte.

Claims (2)

  1. PATEN, TA:isPRücIIr-: i. Tonkochgeschirr, dadurch gekennzeichnet, daß das Geschirr (a) auf seiner äußeren Oberfläche mit Einschnitten (b) versehen ist.
  2. 2. Tonkochgeschirr nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Einschnitte (b) senkrecht zur Bodenfläche auf denn unteren Teil des Geschirrs angeordnet sind und sich unter dem Boden nach der Mitte. zu fortsetzen.
DEO22415D 1936-06-06 1936-06-06 Tonkochgeschirr Expired DE655660C (de)

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