DE65533C - Verfahren zur Herstellung von Masse für Tintenlöscher, sowie für Schreib- und Tintenlösch-Unterlagen - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Masse für Tintenlöscher, sowie für Schreib- und Tintenlösch-Unterlagen

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DE65533C
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DENDAT65533D
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M. VON KALKSTEIN in Heidelberg
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B43WRITING OR DRAWING IMPLEMENTS; BUREAU ACCESSORIES
    • B43LARTICLES FOR WRITING OR DRAWING UPON; WRITING OR DRAWING AIDS; ACCESSORIES FOR WRITING OR DRAWING
    • B43L17/00Blotters
    • B43L17/02Blotters for blotting-paper sheets
    • B43L17/04Blotters for blotting-paper sheets hand held

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Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Zur Herstellung dieses neuen Tintenlöschapparates bezw. der Schreiblösch - Unterlage dient eine gufsfähige poröse Mineralmasse, welche wie folgt erhalten wird:
ι Gewichtstheil Kieselsäure, . 1 Gewichtstheil kohlensaure Magnesia, 1 Gewichtstheil schwefelsaurer Kalk werden zusammen zu einem feinen Pulver gemahlen und gehen durch ein Sieb von 5000 Maschen auf das Quadratcentimeter.
Das so gewonnene staubfreie Pulver wird - mit ι Y4 Gewichtstheil Wasser zu einer Paste angerührt und durchgeknetet, in Broden von etwa 20 cm Länge, 10 cm Breite und 10 cm Höhe geformt und in einen Raum gebracht, welcher auf ca. 1400 C. erhitzt ist, worin das Material 2 Stunden verbleibt. Alsdann wird dasselbe herausgenommen und in heifsem Zustande wiederum gemahlen und entweder so belassen oder mit irgend einem passenden Theerfarbstoff bezw. einer Erd- oder Metallfarbe gefärbt. Hiermit ist die Herstellung des Rohmaterials zur Anfertigung des neuen Tintenlöschapparates bezw. der Schreiblösch - Unterlage für den Büreaugebrauch beendet.
3 Gewichtstheile des auf diese Weise erhaltenen Pulvers werden zur Herstellung der Löschwiege mit 1Y8 Gewichtstheil 25 ° C. warmen Wassers angerührt und in Metallformen gegossen. Das Gufsstück wird nach der Erhärtung aus der Form genommen, mit einem in Wasser getauchten Schwamm ge-, waschen und in einen Ofen gebracht, in welchem ein Luftstrom von ungefähr 8o° C. etwa 4 Stunden über dasselbe hinweggeleitet wird, in welcher Zeit die Trocknung vollzogen ist.
Der ganze Tiritenlöschapparat besteht, wie Fig. ι bis 3 zeigen, aus folgenden Theilen:
I. Der Löschwiege α aus gegossener Mineralmasse von ungefähr 20Y2 cm Länge und 7 cm Breite. Die Wiege beginnt an beiden Enden mit einer Stärke von 1 cm und hat in der Mitte eine Stärke von 5 '/2 cm.
II. Einem länglich viereckigen Blech b von ungefähr 6Y2 cm Länge, 5 cm Breite und 2 mm Dicke, in dessen Mitte eine Schraube b1 von Eisen mit Holz- oder Metallgewinde befestigt bezw. eingelöthet ist.
III. Einer ungefähr Y2 cm starken, 20 cm langen und 7Y2 cm breiten Gummi-, Filzoder Wolläuflage c mit einer Oeffnung in der Mitte.
IV. Einer diese Auflage deckenden, aus Metall, Holz oder anderem Material hergestellten Deckplatte d, gleichfalls mit Oeffnung in der Mitte.
V. Einem gedrehten Holz- oder Metallknopf e, welcher durch ein in ihm befindliches Schraubenmuttergewinde im Stande ist, die Theile II, III und IV mit der Löschwiege I durch Aufschrauben fest zu verbinden.
Während die Masse der Löschwiege α noch weich ist, wird die unter II. beschriebene Platte b so eingesetzt, dafs die Schraube 3 cm aus der oberen horizontalen Fläche der Löschwiege mit dem Gewinde hervorsteht. Die dann aufgelegte Gummi-, Filz- oder Wollauflage c dient dazu, den Tintenlöschapparat
elastischer im Druck zu gestalten. Nachdem dann die unter IV. erwähnte Platte d aufgelegt ist, wird der Knopf e aufgeschraubt, wodurch sämmtliche Theile fest zusammengehalten werden.
Die Vortheile, welche ein derartig hergestellter, immerwährender Tintenlöschapparat besitzt, sind, abgesehen von seiner Billigkeit, folgende:
ι. Ein Ueberspannen des Tintenlöschapparates mit Löschpapier und die damit verbundene Arbeit, sowie die Kosten für die laufende Beschaffung des Fliefspapiers fallen fort.
2. Das Abtupfen der Tinte vom Papier mit dem neuen Apparat geht wesentlich schneller von statten als bisher.
3. Eine Verschmierung des Papiers bei dicker Schrift oder wie es beim vollgesaugten Löschpapier der Fall ist, fällt bei Anwendung des Tintenlöschapparates ebenfalls vollständig fort.
Zur Herstellung der Schreiblösch-Unterlagen (Fig. 4) giefst man aus der aus 3 Gewichtstheilen des wie beschrieben hergestellten Pulvers und ι Y8 Gewichtstheil 25 ° C. warmen Wassers erhaltenen Paste Platten f von ungefähr ι cm Dicke, 36 cm Länge und 25 bis 26 cm Breite. Diese Platten f werden auf der Rückseite mit einer 4 mm starken glatten.. Pappe g beklebt; letztere erhält dann einen Ueberzug h von Leder, Leinewand, Papier, Wachstuch oder Metall.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Ein Verfahren zur Herstellung von Masse für Tintenlöscher, sowie Schreib- und Tintenlösch-Unterlagen, darin bestehend, dafs man ein staubfeines inniges Gemisch aus etwa gleichen Gewichtstheilen Kieselsäure, kohlensaurer Magnesia und schwefelsaurem Kalk mit Wasser zu einer Paste anrührt, letztere mehrere Stunden auf ca. 1400 C. erhitzt, die erhaltene Masse in heifsem Zustande mahlt, event, mit Farbstoffen mischt, und nun, mit Wasser angerührt, mehrere Stunden einem auf ca. 8o° C. erhitzten Luftstrom aussetzt.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
DENDAT65533D Verfahren zur Herstellung von Masse für Tintenlöscher, sowie für Schreib- und Tintenlösch-Unterlagen Expired - Lifetime DE65533C (de)

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