DE400535C - Verfahren zur Herstellung von Loeschblocks - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Loeschblocks

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DE400535C
DE400535C DEE29045D DEE0029045D DE400535C DE 400535 C DE400535 C DE 400535C DE E29045 D DEE29045 D DE E29045D DE E0029045 D DEE0029045 D DE E0029045D DE 400535 C DE400535 C DE 400535C
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B43WRITING OR DRAWING IMPLEMENTS; BUREAU ACCESSORIES
    • B43LARTICLES FOR WRITING OR DRAWING UPON; WRITING OR DRAWING AIDS; ACCESSORIES FOR WRITING OR DRAWING
    • B43L17/00Blotters
    • B43L17/10Blotters using blotting material other than paper

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  • Paper (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung von Löschblocks. Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von Löschblocks aus Zellulosemasse für Tintenlöscher, und es kommt dabei in erster Linie darauf an, daß ein dünner Brei, von fein gemahlenem Papier, Papierabfällen oder Papierzeug beliebiger Art mit einem Verdickungsmittel, wie Gips, und gegebenenfalls mit feinen Holzsägespänen innig vermengt, in Formen gegossen und nach dem Erstarren gegebenenfalls in der Hitze ausgetrocknet wird. Zweckmäßig kann dabei der Masse vor dem Erhärten eine kräftig wirkende Säure, wie vorzugsweise Salzsäure, zugesetzt werden.
  • Man erhält auf diese Weise einen Löschblock, der sich gegenüber den bekannten Löschblocks durch die große Billigkeit der Herstellung auszeichnet, insbesondere da ganz geringwertige Papierabfälle dafür benutzt und nur so viel Gips o. dgl. zugesetzt zu werden braucht, wie als Verdickungsmittel und zur Versteifung der Masse erforderlich ist. Gegenüber den bekannten Dauerlöschern aus mineralischer Masse zeichnet sich der nach dem vorliegenden Verfahren hergestellte auch durch sein viel geringeres Gewicht aus. Durch den Gehalt an Holzsägespänen wird die Porosität und Saugfähigkeit der Löschmasse wesentlich erhöht, insbesondere weil die Holzsägespäne unter dem Einfluß des zunächst, vorhandenen Wassers quellen und dann durch Austreiben des Wassers nach dem Erstarren in dem durch die Quellung verursachten hochporösen. Zustande in der Masse verbleiben. Durch den Säuregehalt der blasse wird ein Verhärten der aufgesogenen Tinte und damit ein Verstopfen der Poren der Löschmasse durch diese verhindert. Der nach dem vorliegenden Verfahren hergestellte Löschblock übertrifft infolgedessen nicht nur die bisher bekannten, sondern auch das gewöhnliche Löschpapier erheblich an Saugfähigkeit und kommt dem Löschpapier bezüglich der Weichheit gleich, dem es auch in der Beschaffenheit der Oberfläche sehr nahe steht.
  • Die Ausführung des Verfahrens kann z. B. in folgender Weise geschehen: Papierabfälle werden in heißem Wasser geweicht, fein gemahlen und zu einem dünnen Brei gerührt. Zu dieser Papiermasse werden ganz fein gesiebte Kiefernsägespäne in einer Menge hinzugegeben, die etwa dem vierten Teil der angewandten Papierabfälle . entspricht. Die ganze Masse wird dann innig verrührt, bis sie ganz fein verteilt ist. Hierauf schüttet man unter stetem Rühren oder Quirlen so viel Gips hinzu, daß ein dicker Brei entsteht. Diesen gießt man dann in eine geeignete Form, vorzugsweise in eine solche, die dem Löschblock die gebräuchliche Form mit gekrümmter Löschfläche gibt.
  • Auf Wunsch kann man noch gewisse Mengen einer kräftig wirkenden flüssigen Säure, z. B. verdünnte Salzsäure o. dgl., der Masse bei der Herstellung zusetzen.
  • Nachdem die Masse in der Form erhärtet ist, wird sie herausgenommen und in einem Trockenofen bei mäßiger Hitze gut ausgetrocknet. Alsdann kann erforderlichenfalls die Löschfläche mit feinem Schmirgelleinen o. dgl. in an sich bekannter Weise abgerieben oder abgeschliffen werden. Die Löschfläche erhält dann ein Aussehen, welches demjenigen der Löschpapierfläche täuschend ähnlich sieht.
  • Der so geschaffene Löschblock kann entweder für sich verwendet und unmittelbar mit einem geeigneten Handgriffe versehen werden oder auch mit einer Deckplatte ähnlich der bei den gebräuchlichen Tintenlöschern verwendeten aus Holz, Schwarzglas, Marmor oder beliebigem anderen Material versehen und mit einem Handgriff beliebiger Form und Art ausgestattet werden.
  • Der neue Löschblock hat eine viel größere Saugfähigkeit als Löschpapier und kann jahrelang unverändert gebraucht werden. Auch bei dem wiederholten Löschen mit derselben Stelle der Löschmasse wird die Tinte ohne Verwischen der Schrift aufgesogen.
  • Wenn nach langem Gebrauch die Saugfähigkeit der Löschfläche des Löschblocks nachläßt, braucht man die Löschfläche nur tnit feinem Schmirgelleinen o. dgl. abzureiben, um den Löschblock wieder vollkommen gebrauchsfähig zu machen. Auch kann man zum gleichen Zweck die Löschfläche mit Wasser gut auswaschen, den Löschblock dann wieder trocknen und hierauf die Löschfläche mit Schmirgelleinen glattreiben.
  • An Stelle der Papierabfälle kann man für die Herstellung des Löschblocks auch andere Papiermasse, evtl. auch Papierzeug aus den Papierfabriken direkt benutzen; jedoch wird die Herstellung bei Verwendung von Papierabfällen natürlich besonders billig. An Stelle der Kiefernspäne kann man evtl. auch Sägespäne anderer Herkunft benutzen, obwohl sich Kiefernspäne als besonders geeignet erwiesen haben. Der Gips kann auf Wunsch auch durch ein anderes geeignetes Verdickungs-und Härtungsmittel, wie Zement o. dgl., ersetzt werden.

Claims (1)

  1. PATENT-AN SPRü cHE: i. Verfahren zur Herstellung von Löschblocks aus Zellulosemasse für Tintenlöscher, dadurch gekennzeichnet, daß ein dünner Brei von fein gemahlenem Papier, Papierabfällen oder Papierzeug mit einem Verdickungsmittel, wie Gips, und gegebenenfalls mit feinen Holzsägespänen innig vermengt, in Formen gegossen und nach dem Erstarren gegebenenfalls in der Hitze ausgetrocknet wird. z. Verfahren zur Herstellung von Löschblocks nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß der Masse vor dem Erhärten eine kräftig wirkende flüssige Säure, vorzugsweise Salzsäure, zugesetzt wird.
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