DE583556C - Verfahren zur Herstellung von Bauplatten - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von BauplattenInfo
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Classifications
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Description
- Verfahren zur Herstellung von Bauplatten Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung. von Bauplatten, die aus Holzwolle und einem Bindemittel bestehen und zur Verwendung für Zwischenwände, Isolierungen, Decken u. dgl. geeignet sind.
- Es sind Bauplatten bekannt, bei denen Holzwolle, Torffasern oder ähnliche Stoffe mit Zement als Bindemittel hergestellt werden. Bei diesen bekannten Verfahren ist es jedoch erforderlich, besondere Zusätze chemischer Art, insbesondere ` Magnesiumsalze, Wasserglas o. dgl. zu verwenden, um den Zement zum schnelleren Erhärten zu bringen und dadurch eine maschinelleHerstellung der Platten zu ermöglichen. Man hat auch schon vorgeschlagen, von diesen Härtungsmitteln abzusehen und schnell erhärtenden Zement allein zu verwenden: Dabei ergibt sich jedoch immer noch eine Abbindezeit von drei Tagen, die eine maschinelle Herstellung der Platten im größeren Umfange sehr erschwert.
- Es ist ferner `bekannt, Holzfasern finit Gips zu überziehen und in Formen zu pressen. " Man hat auch schon vorgeschlagen, Holzfasern mit Gips und Zement einzubinden oder Holzfasern zunächst mit Bindemittelstaub zu überziehen und dann mit größeren Mengen des gleichen Bindemittels zu mischen und zu formen. Diese Verfahren sind meist recht umständlich und ergeben Bauelemente von nur geringer Festigkeit. Wenn ferner, wie fast allgemein üblich, künstliche Härtemittel für das Bindemittel verwendet werden, sind die Platten wasseranziehend und auch gegen Wasser nicht widerstandsfähig. Die Verwendung dieser Platten ist deshalb beschränkt.
- Die vorliegende Erfindung vermeidet diese Mängel dadurch, daß sie als Bindemittel ausschließlich Gips und Zement verwendet,. und zwar derart, daß zunächst der Gips und dann der Zement zur Verwendung kommt. Das Verfahren wird in der Form durchgeführt,. daß die -mit Wasser getränkten Holzfasern, üblicherweise Holzwolle, zunächst mit Gips eingestreut werden.
- Bevor dann der Gips abgebunden hat, wird ohne Unterbrechung des Arbeitsvorganges die Holzwolle sofort unter entsprechender Wasserzugabe mit Zement vermengt und dann zu Platten geformt. In diesen Formen werden die Platten gepreßt, und zwar in der an sich bekannten Weise soweit, daß die einzelnen Fasern der Holzwolle einen gewissen Abstand voneinander behalten, so daß Lufträume in der gewünschten Weise in der Platte eingeschlossen bleiben.
- In dieser Preßform bleibt nun die Platte so lange, bis der Gips im wesentlichen abge- Bunden hat, also je nach Art des Gipses etwa 5 bis 30 Minuten. Durch das Abbinden des Gipses erhält die Platte eine. genügende Steifigkeit, so daß sie aus der Form herausgenommen und außerhalb der Presse aufgestapelt werden kann. Die Platte kann dann entsprechend der Abbindezeit des Zementes in natürlicher Weise abbinden, während die Maschine selbst zur Herstellung der nächsten Platte frei ist. -Das Verfahren kann also mit ziemlich großer Geschwindigkeit durchgeführt werden, so daß die teure Presse gut ausgenutzt werden kann.
- Die vorläufig .durch den Gips zusammengehaltene Platte bleibt bei schnellbindendem Zement etwa 3 bis q. Tage, bei normal abbindendem Zement io bis 14 Tage auf Lager und erlangt während dieser Zeit eine außerordentlich hohe Festigkeit. Diese Festigkeit ist nach vorgenommenen Versuchen größer als bei Platten bekannter Art, weil der Zement infolge des Fortfalles des künstlichen Härtemittels natürlich abbinden kann, wodurch er bekanntlich wesentlich größere Festigkeit-erhält als durch das künstliche Erhärten mittels Wasserglas oder ähnlicher Zusätze.
- Die Festigkeit der Platte ist auch deshalb größer als bei den bekannten Platten, weil der Gips ebenfalls als Versteifungsmittel wirkt, während die künstlichen Härtemittel bei den bekannten Verfahren nicht versteifend wirken.
- In dem vorliegenden Verfahren hat der Gips noch eine besondere Wirkung insofern, als er infolge seiner feinkörnigen Form tief in die einzelnen Poren der Holzwolle .eindringt. Er haftet dort genügend fest und bietet seinerseits dem Zement eine gute Anhaftfläche.
- Ein wesentlicher .Vorteil der vorliegenden Platte besteht auch darin, daß sie infolge des Fehlens chemischer Zusätze nicht wasseranziehend und sogar widerstandsfähig gegen Wasser ist, während die bekannten Platten bei feuchter Witterung nasse Flecke zeigen und in Wasser zerfallen.
- Als Bindemittel kann man handelsüblichen Gips und Zement- jeder Art verwenden. In besonderen Fällen empfiehlt es sich, schnell härtenden Zement zu benutzen, um die während der Abbindezeit zu lagernde Menge der fertigen Platten nicht zu groß werden zu lassen. Man kann diese Bindemittel auch in beliebiger Form mit Asbestabfällen o. dgl. vermengen.
- Als Holzwolle kann die handelsübliche Holzwolle dienen. Man .kann sie auch durch Stroh, Schilf, Kokosfasern o. dgl. ganz oder teilweise ersetzen.
- Die so hergestellten Platten entsprechen in ihrer äußeren Form und in ihrer Verwendbarkeit den üblichen Platten dieser Art. Irrfolge ihrer höheren Festigkeit kann man sie jedoch besser als die bekannten Platten für Deckenkonstruktionen usw: verwenden. Auch für Außenwände sind sie geeignet, weil sie aus den dargelegten Gründen wasserfest und gegen Witterungseinflüsse unempfindlich sind.
- Im übrigen sind die Platten in gleicher Weise wie die bekannten Platten säg- und nagelbar und können infolge ihrer rauhen Struktur leicht mit Mörtel geputzt werden. Sie haben .eine gute Schall- und Wärmeisolation und eine genügende Feuersicherheit, so daß ihre weitgehende Verwendung im Baugewerbe gegeben ist.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung von Bauplatten unter Verwendung von langfaserigen Füllstoffen, insbesondere von Holzwolle o. dgl. und von Zement als Bindemittel, dadurch gekennzeichnet, daß als Bindemittel nur Gips und Zement dienen, wobei- die mit Wasser getränkten Füllstoffe zunächst mit Gips vermengt und nach weiterer Wasserzugabe sofort mit vorteilhaft schnellhärtendem Zement vermischt und zu Platten gepreßt werden.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| CH583556X | 1930-10-31 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE583556C true DE583556C (de) | 1933-09-05 |
Family
ID=4521659
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEW85967D Expired DE583556C (de) | 1930-10-31 | 1931-05-17 | Verfahren zur Herstellung von Bauplatten |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE583556C (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE854256C (de) * | 1942-11-05 | 1952-11-04 | Arthur Friebe | Fuellstoff fuer Fuellplatten od. dgl. |
| DE885826C (de) * | 1950-10-25 | 1953-08-10 | Ludwig Steinbrecher | Herstellung von Leichtbeton |
-
1931
- 1931-05-17 DE DEW85967D patent/DE583556C/de not_active Expired
Cited By (2)
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|---|---|---|---|---|
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| DE885826C (de) * | 1950-10-25 | 1953-08-10 | Ludwig Steinbrecher | Herstellung von Leichtbeton |
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