DE655239C - Verfahren zur Herstellung eines Farbtonfilmes - Google Patents

Verfahren zur Herstellung eines Farbtonfilmes

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DE655239C DEG81188D DEG0081188D DE655239C DE 655239 C DE655239 C DE 655239C DE G81188 D DEG81188 D DE G81188D DE G0081188 D DEG0081188 D DE G0081188D DE 655239 C DE655239 C DE 655239C
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    • GPHYSICS
    • G03PHOTOGRAPHY; CINEMATOGRAPHY; ANALOGOUS TECHNIQUES USING WAVES OTHER THAN OPTICAL WAVES; ELECTROGRAPHY; HOLOGRAPHY
    • G03CPHOTOSENSITIVE MATERIALS FOR PHOTOGRAPHIC PURPOSES; PHOTOGRAPHIC PROCESSES, e.g. CINE, X-RAY, COLOUR, STEREO-PHOTOGRAPHIC PROCESSES; AUXILIARY PROCESSES IN PHOTOGRAPHY
    • G03C7/00Multicolour photographic processes or agents therefor; Regeneration of such processing agents; Photosensitive materials for multicolour processes
    • G03C7/22Subtractive cinematographic processes; Materials therefor; Preparing or processing such materials
    • G03C7/24Subtractive cinematographic processes; Materials therefor; Preparing or processing such materials combined with sound-recording

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  • Physics & Mathematics (AREA)
  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Silver Salt Photography Or Processing Solution Therefor (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung eines Farbtonfilmes Es ist bereits bekannt, die Herstellung eines farbenkinematographischen Bildes mit einem Tonbild zu verbinden, jedoch haben diese Methoden verschiedene Mängel. Es ist versucht worden, Bild und Tonbild gleichzeitig in ein Farbstoffbild umzuwandeln, meistens durch Beizen- oder Gerbungsverfahren mit nachfolgender Einfärbung oder durch Absaugeverfahren. Es hat sich aber bei genauer Untersuchung gezeigt, daß die Tonungs-, Färbe-oder Absaugmethoden den Anforderungen des Tonfilmes nicht genügen, da weder die Schärfe ausreicht noch die Intensität proportional der Schwärzung bzw. Silbermenge ist. Auch die Tbnungsniethoden (Eisenblau, Vanadiumeisen oder Uran) sind sehr ungenau und grobkörnig und geben keine feinen Abstufungen und reinen Weißen. Es mußte daher der Tonstreifen durch umständliche Maßnahmen gegen Einfärbung oder Umwandlung geschützt bleiben. Die Mängel der obenerwähnten Methode können nach vorliegender Erfindung beseitigt werden.
  • Die Erfindung fußt auf der Feststellung, daß man zu einem kornlosen Bild von mikroskopischer Schärfe gelangt, wenn man ein Bild, welches aus einem Metallniederschlag oder dessen Umwandlungsprodukt besteht und gleichmäßig mit einem Farbstoff gefärbt ist, mit solchen farbstoffzerstörenden Bädern, die in Abwesenheit von Silber den Farbstoff nicht angreifen, wie z. B. saure Thiocarbamidlösung oder wirkungsgleichen Behandlungsbädern, behandelt. Die durch die örtliche Zerstörung - des Farbstoffes entstehenden Farbstoffbilder sind proportional zur Dichte des ursprünglichen Silberbildes. Es wurde gefunden, daß sich diese Herstellungsweise von farbigen Bildern besonders gut für die Herstellung von Lichttonbildern eignet.
  • Erfindungsgemäß gelangt man zu ganz korrekten Ergebnissen, wenn man Farbstoffe benutzt, welche nicht diffundieren. Dies wird erreicht, indem man die Farbstoffe in bekannter Weise durch Beizen-, Lack- oder Niederschlagsbildung in der Schicht fixiert oder die Gelatine mit sauren oder substantiven Farbstoffen anfärbt und die selektive Zerstörung der Farbstoffe bei Anwendung der letzteren in saurem, Medium vornimmt oder bei Benutzung basischer Farbstoffe, wenn diese in unfixiertem Zustande in der Schicht vorhanden sind, diese in neutralem oder alkalischem Medium zerstört.
  • Die geschilderten Methoden eignen sich zur Herstellung von Tonbildern gleichwohl nach dem Intensitäts- und auch nach dem Transversalverfahren. Für das letztere- Verfahren sind die Farbstoffbilder dem Silberbilde deswegen überlegen, weil ein völlig kornloses Bild resultiert. -Die Herstellung der zur korrekten Tonwiedergabe notwendigen Charakteristik der Schicht läßt sich erfindungsgemäß sehr leicht durch Änderung der Belichtung, Entwicklungszeit, Farbkonzentration und auch der Einwirkungsdauer der farbstoffzerstörenden Mittel beeinflussen. Man ist daher bei der Ausführung des vorliegenden Verfahrens in der Lage, die charakteristische Kurve des Tonbildes beliebig zu gestalten (je nach den Erfordernissen), um eine verzerrungsfrei.:: Tonwiedergabe zu erzielen. Es genügt aber=*' auch, wenn man z. B. nur zwei der oben=.-erwähnten Falttoren variiert und beispielsweise die Konzentration der Farbe und die weise Einwirkungsdauer des farbstoffzerstörenden Mittels konstant hält. Man ist daher ohne weiteres wie beim gewöhnlichen schwarzweißen Tonkopieren in der Lage, lediglich durch Änderung der Belichtung und Entwicklungsdauer eine bestimmte Charakteristik der Kopie zu erhalten. Zur Probe -bzw,. Ausmessung oder Kontrolle wird entweder ein Keil oder eine Stufenskala kopiert und diese bei zur Farbe des Tonstreifens komplementärem Lichte finit der Kopiervorlage verglichen. Bei komplementärem Licht sind beide schwärz, oder es wird erfindungsgemäß nicht mit dem Auge, sondern mit einer Photozelle mit der Schwarz-Weiß-Kopiervorlage bzw. Kontrollkeil öder Stufenkeil verglichen bzw. vergleichend gemessen. Da die Empfindlichkeit des Auges von der der Photozelle verschieden ist, wird man erfindungsgemäß die Kontrolle mit der zur Tonwiedergabe bestimmten Photozelle bestimmen und die Kopiervorlage bzw. schwarzweiße Skalenstufe und das resultierende Farbstofftonbild miteinander vergleichen.
  • Das Farbbild wird erfindungsgemäß in einem lichtempfindlichen Material hergestellt, welches den Farbstoff bereits in der Schicht enthält oder bei dem der Farbstoff -in diese nachträglich hereingebracht worden ist. Diese Schicht kann auch aus zusammengesetzten Schichten, aus mehreren übereinändergegossenen, verschieden gefärbten und verschieden empfindlichen Teilschichten bestehen und auf einer oder beiden Seiten des Schichtträgers aufgetragen sein. Verwendet man z. B. übereinandergegossene, verschieden. farbenempfindliche Halogensilberschichten, so empfiehlt es sich, die einzelnen gefärbten Teilschichten für Lichtstrahlen zu sensibilisieren, für welche die zur Anfärbung der Schichten benutzten Farbstoffe und die oberen Schichten durchlässig sind, wobei die unterste Teilschicht vorzugsweise für Rot oder Infrarot sensibilisiert wird. Bei Zweifarbenfilmen kann man auch einen doppelt beschichteten, von vornherein gefärbten- Film. benutzen, oder man kann einen farblosen Schwarz-Weiß-Film nach dem Entwickeln und Fixieren mit dem Farbstoff nachträglich diffus anfärben und nachher den Film in den obenerwähnten farbstoffzerstörenden Bädern behandeln. Das Tonbild kann sich erfindungsgemäß auf ein oder mehrere Teilbilder oder Teilschichten erstrecken und in beliebiger Farbe gehalten sein. Man ist demnach in der Lage, Tonbilder herzustellen, welche der Empfindlich-#keit der verschiedensten Photozellen angepaßt -sind. Liegt z: B. das Empfindlichkeitsmaxi--.mam der Photozelle im Blau, so wird man '!ein gelbes Tonbild benutzen. Das Tonbild kann in einer Färbe hergestellt sein oder auch ein Gemisch von mehreren Farben bildAn," evtl. auch ein substraktives Schwarz ergeben. Bei dem Intensitätsverfahren ist es erfindungsgemäß vorzuziehen, daß man sich möglichst auf eine Schicht bzw. Teilschicht oder Farbe beschränkt, um eine genaue Abstimmung zu erreichen. Zu diesem Zwecke kann man im gleichen Bade oder vorher die Farben der übrigen Schichten bzw. Teilschichten an der Stelle der Tonspur bzw. in den Teilschichten, welche die Tonaufzeichnung überdecken, jedoch selbst keine Tonaufzeichnung enthalten, ausbleichen, d. h. zerstören, indem man an den Stellen in den Schichten, in welchen kein Tonbild erzeugt und der Farbstoff nachfolgend durch gleiche oder ähnliche Mittel zerstört wird, die- die Farbstoffzerstörung vermittelnde Silbermenge gleichzeitig oder nachträglich durch Belichten evtl. mit entsprechend farbigem Lichte lokalisiert. Man kann aber die übrigen Farben auch in der Schicht belassen. Hat man beispielsweise einzweiseitig beschichtetes Material, bei welchem die vordere Schicht einen roten Farbstoff enthält, so läßt man diesen an der Stelle der Tonspur unverändert und erzeugt das Tonbild in der hinteren blau gefärbten Schicht. Zur Wiedergabe wird man in diesem Falle eine Photdzelle benutzen, deren Empfindlichkeitsmaximum mit dem Absorptionsmaximum des Farbstoffes zusammenfällt oder nahe ]legt, beispielsweise im Rot liegt.
  • Es ist bereits vorgeschlagen worden, zur nachträglichen Einfärbung von ausgebleichten Silberbildern Farbstoffe zu benutzen, welche solche Strahlen durchlassen, für die die Photozelle am empfindlichsten ist. Bei dem vorliegenden Verfahren ist es jedoch möglich, unabhängig von den chemischen Eigenschaften die Farbstoffe sehr genau der Empfindlichkeit der Photozelle anzupassen.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE:. z. Verfahren zur Herstellung eines Farbtonfilmes, dadurch gekennzeichnet, daß auf eine photographische Schicht, insbesondere diejenige eines mehrschichtigen Materials, die mit einem die Photozelle beeinflussendes Licht absorbierenden Farbstoff diffus gefärbt ist oder wird, einTonbild aufkopiert und dann das Tonbild durch Behandlungsbäder, z. B. eine saure Thiocarbamidlösung, erzeugt wird, die den Farbstoff in Abwesenheit von Silber nicht angreifen, sondern nur am Ort des Metallniederschlages ausbleichen. z. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß das Farbstoffbild des Tonbildes auf einem doppelseitig begossenen Film hergestellt wird. 3. Verfahren nach Anspruch i und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Farbe des Tonbildes durch eine beliebige andere Farbe, welche die anderen oder die gleiche Schicht diffus färbt, ergänzt wird. q.. Verfahren nach Anspruch i bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß man an den Stellen bzw. in den Teilschichten des mehrfarbigen Bildes, welche die Tonaufzeichnung überdecken, jedoch selbst keineTonaufzeichnung enthalten, durch diffuses Belichten und nachfolgendes Entwickeln eine die Farbstoffzerstörung vermittelnde Silbermenge erzeugt und den Farbstoff nachfolgend durch gleiche oder ähnlich wirkende Mittel zerstört. Verfahren nach Anspruch i bis 4., dadurch gekennzeichnet, daß man die Zerstörung der sauren oder substantiven Farbstoffe in saurer und die Zerstörung der basischen Farbstoffe in neutraler oder alkalischer Lösung vornimmt.
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