DE655186C - Antriebsvorrichtung fuer Geraete zur Aufnahme oder Wiedergabe von Tonfilmen mit mehreren parallel und abwechselnd entgegengesetzt laufenden Tonaufzeichnungsreihen - Google Patents
Antriebsvorrichtung fuer Geraete zur Aufnahme oder Wiedergabe von Tonfilmen mit mehreren parallel und abwechselnd entgegengesetzt laufenden TonaufzeichnungsreihenInfo
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- G11B15/18—Driving; Starting; Stopping; Arrangements for control or regulation thereof
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- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F16—ENGINEERING ELEMENTS AND UNITS; GENERAL MEASURES FOR PRODUCING AND MAINTAINING EFFECTIVE FUNCTIONING OF MACHINES OR INSTALLATIONS; THERMAL INSULATION IN GENERAL
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- F16F15/00—Suppression of vibrations in systems; Means or arrangements for avoiding or reducing out-of-balance forces, e.g. due to motion
- F16F15/20—Suppression of vibrations of rotating systems by favourable grouping or relative arrangements of the moving members of the system or systems
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- G—PHYSICS
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- G03B—APPARATUS OR ARRANGEMENTS FOR TAKING PHOTOGRAPHS OR FOR PROJECTING OR VIEWING THEM; APPARATUS OR ARRANGEMENTS EMPLOYING ANALOGOUS TECHNIQUES USING WAVES OTHER THAN OPTICAL WAVES; ACCESSORIES THEREFOR
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf eine Antriebsvorrichtung des Filmbandes bei der
Aufnahme bzw. Wiedergabe von Tonfilmen mit einer Anzahl paralleler, abwechselnd entgegengesetzt
laufender Tonaufzeichnungen.
Bei Geräten dieser Art wird das Band abwechselnd hin und her gespult, während der
Tonabnehmer nach jeder Umschaltung der Laufrichtung des Films um eine Tonspurbreite
senkrecht zum Film verschoben wird. Die Umschaltung der Filmlaufrichtung kann derart erfolgen, daß nach dem Abspielen der
einen Tonspur die Antriebsvorrichtung des Films stillgesetzt wird, die Abtastvorrichtung
um die Tonspurbreite verschoben wird und
nun die Antriebsvorrichtung den Film in der entgegengesetzten Laufrichtung transportiert.
Das Stillsetzen, Umschalten und Wieder-
• anlaufenlassen der Antriebsvorrichtung erfordert jedoch beträchtliche Zeit, so daß die
Schalldarbietung merklich unterbrochen wird. Um diesen Ubelstand zu beseitigen, hat man
bereits vorgeschlagen, das Filmband abwechselnd durch eine von zwei sich entgegengesetzt
drehenden, ihre Drehrichtung ständig beibehaltenden Antriebsrollen befördern zu lassen. Es behalten also die Antriebsorgane
mit großem Trägheitsmoment, wie Motor oder etwaige mit den Antriebsrollen gekuppelte
Schwungmassen, ihre Drehrichtung ständig bei. Aber auch bei einer derartigen Vorrichtung
treten noch erhebliche Zeitverluste beim Umschalten auf, da infolge der vorgesehenen
Filmführung der gesamte zwischen den Filmspulen befindliche Film und die Filmspulen
selbst ihre Laufrichtung ändern. Außerdem ist die Beanspruchung des Filmmaterials
nicht unerheblich, wenn plötzlich die eine Antriebsrolle an den in entgegengesetzter Richtung
laufenden Film angreift.
Diese Nachteile werden durch die Erfindung vermieden. Erfindungsgemäß erfolgt
der Transport des Films über die Tonsteuerstelle in an sich bekannter Weise durch eine
die Tonsteuerstelle enthaltende Filmantriebsrolle, die wechselweise mit einer von zwei
ständig in entgegengesetzter Richtung angetriebenen Schwungmassen gekuppelt werden
kann. Der Film selbst bildet dabei vor und nach der Antriebsrolle eine Schleife. Bei
der Umschaltung der Laufrichtung wird also im ersten Augenblick nur die Filmantriebsrolle
von der einen Schwungmasse auf die andere umgeschaltet. Dadurch wird die Laufrichtung
des Films zwischen den beiden Schleifen ebenfalls umgedreht. Man erreicht auf diese Weise, daß sich die Laufrichtung
des Filmbandes innerhalb von Bruchteilen
*) Von dem Patentsucher sind als die Erfinder angegeben worden:
Dr. John Eggert in Leipzig und Dr- Richard Schmidt in Klein Machnow, Kr. Teltow.
einer Sekunde ändert. Derartige kurze Unterbrechungen sind aber für die Aufnahme oder
Wiedergabe unschädlich.
Gleichzeitig mit der Umsteuerung des Films an der Abtaststelle muß natürlich eine
Umsteuerung der übrigen Filmbandführungselemente, wie Vor- und Nachwickelzahntrommeln,
und der Filmvorrats- und Aufwickelspulen erfolgen. Die Umsteuerung dieser
ίο Teile braucht jedoch nicht mit der Schnelligkeit
zu erfolgen wie die Umsteuerung an der Abtaststelle. Es können hierzu an sich bekannte
Umsteuervorrichtungen benutzt werden. Die relative Verzögerung dieser Umsteuerung
gegen die Umsteuerung der Filmantriebsrolle und des Filmbandes zwischen
den beiden Schleifen wird durch die Schleifenbildung
des Films ausgeglichen.
In der Abbildung ist eine Ausführungsförm der Erfindung dargestellt. 1 und 2 sind zwei
Schwungscheiben, die lose auf der Welle 8 umlaufen. Sie sind auf Kugellagern 6 gelagert.
Der Motor 3 treibt über das Reibrad 5 und die Andruckflächen 4 die Schwungscheiben
an, und zwar in verschiedenem Umdrehungssinne. Auf der Welle 8 gleitet mit Nut und Feder ein Zylinder 7, der zwei Kupplungsscheiben
9 und 10 trägt. Der Zylinder 7 mitsamt den Kupplungsscheiben 9 und 10
wird durch die Gabel 11, die eine Drehachse 12 und eine Führung 13 besitzt, auf der
Welle 8 auf und ab geschoben. In der in der Abbildung bezeichneten Stellung liegt die
Kupplungsscheibe 10 an der unteren Schwungscheibe 2 an, so daß die Welle 8 und damit
die Antriebsrolle 16 entgegengesetzt der Uhrzeigerrichtung mitgenommen wird. Die Antriebsrolle
16 nimmt in bekannter Weise in ihrem Inneren die Photozelle auf.. Soll die
Umsteuerung des Filmbandes erfolgen, so wird mit der Hilfe der Gabel 11 der Zylinder
7 nach oben geschoben. Kupplungsscheibe 10 und Schwungscheibe 2 kommen
außer Eingriff, dagegen wird jetzt die Kupplungsscheibe 9 von der im Uhrzeigersinn umlaufenden
Schwungscheibe 1 mitgenommen. Da die Massen der Filmantriebsrolle 16,
zweckmäßigerweise wird man diese aus Leichtmetall herstellen, und der von der Umsteuerung
zunächst erfaßten Filmschleife (nicht gezeichnet) vor und hinter der Filmführungsrolle
16 gering sind im Vergleich zu den Schwungmassen, erfolgt die Abbremsung der
Rolle 16 und die Annahme der neuen Drehbewegung innerhalb außerordentlich kurzer
Zeit. Da der Film fest auf der Führungsrolle 16 aufliegt, stellt diese Umschaltung
keine besondere Beanspruchung für das Filmmaterial dar. Die Umsteuerung der Kupplung
kann zum Beispiel auf elektromagnet!- schem Wege bewirkt werden. In bekannter
Weise wird zum Beispiel der Filmränd durch einen Fühlhebel abgetastet. Ein Ausschnitt
im Film bewirkt das Schließen eines Kontaktes, der je nachdem den Magneten 14 oder
betätigt und damit die Verschiebung der Kupplung bewirkt. Die Kupplung kann in jeder geeigneten Weise, zum Beispiel als
Konuskupplung, elektromagnetische Kupplung o. dgl., ausgebildet sein.
Für die Umsteuerung der übrigen Filmführungselemente, die in der Zeichnung nicht dargestellt
sind, ergeben sich keine Schwierigkeiten, da die Umsteuerung innerhalb einer
verhältnismäßig langen Zeit vor sich gehen darf.
Claims (3)
- Patentansprüche:
- i. Antriebsvorrichtung für Geräte zur Aufnahme oder Wiedergabe von Tonfilmen mit mehreren parallel und abwechselnd entgegengesetzt laufenden Tonaufzeichnungsreihen, bei der das Umsteuern der Laufrichtung des Tonfilmbandes unter Beibehaltung der Drehrichtung der schweren Antriebsorgane (Schwungscheibe, Motor) erfolgt, dadurch gekennzeichnet, daß der Transport des Films über die Tonsteuerstelle in an sich g0 bekannter Weise durch eine die Tonsteuerstelle enthaltende Filmantriebsrolle (16) erfolgt, die wechselweise mit einer von zwei ständig in entgegengesetzter Rieh' tung angetriebenen Schwungmassen kuppelbar ist, und daß der Film selbst vor und nach der Antriebsrolle Schleifen bildet. ■ 2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß als Schwungmassen zwei lose auf der Achse der Filmantriebsrolle (16) laufende Schwungscheiben (1, 2) vorgesehen sind, die wechselweise durch eine auf der Achse der Antriebsrolle (16) sitzende Kupplung (9, 10) mit der Rollenachse (8) kuppelbar sind.
- 3. Vorrichtung nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Schwungscheiben (1/ 2) mit den einander zugekehrten Flächen (4) mit einem gemein- n0 samen Reibrad (5) des Motorgetriebes in Eingriff stehen.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEI50706D DE655186C (de) | 1934-10-07 | 1934-10-07 | Antriebsvorrichtung fuer Geraete zur Aufnahme oder Wiedergabe von Tonfilmen mit mehreren parallel und abwechselnd entgegengesetzt laufenden Tonaufzeichnungsreihen |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEI50706D DE655186C (de) | 1934-10-07 | 1934-10-07 | Antriebsvorrichtung fuer Geraete zur Aufnahme oder Wiedergabe von Tonfilmen mit mehreren parallel und abwechselnd entgegengesetzt laufenden Tonaufzeichnungsreihen |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE655186C true DE655186C (de) | 1938-01-10 |
Family
ID=7192890
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEI50706D Expired DE655186C (de) | 1934-10-07 | 1934-10-07 | Antriebsvorrichtung fuer Geraete zur Aufnahme oder Wiedergabe von Tonfilmen mit mehreren parallel und abwechselnd entgegengesetzt laufenden Tonaufzeichnungsreihen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE655186C (de) |
Cited By (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE891029C (de) * | 1941-11-29 | 1953-09-24 | Klangfilm Gmbh | Tonfilmgeraet mit Vor- und Ruecklauf und abschaltbarer Schwungmasse |
| DE920036C (de) * | 1942-11-04 | 1954-11-11 | Lorenz C Ag | Antriebsvorrichtung fuer Maschinen zur magnetischen Tonaufzeichnung |
| DE1136503B (de) * | 1957-06-04 | 1962-09-13 | Boelkow Entwicklungen Kg | Antriebsvorrichtung fuer das in einer Kassette gleichachsig angeordnete Spulentellerpaar eines Magnettongeraetes |
-
1934
- 1934-10-07 DE DEI50706D patent/DE655186C/de not_active Expired
Cited By (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE891029C (de) * | 1941-11-29 | 1953-09-24 | Klangfilm Gmbh | Tonfilmgeraet mit Vor- und Ruecklauf und abschaltbarer Schwungmasse |
| DE920036C (de) * | 1942-11-04 | 1954-11-11 | Lorenz C Ag | Antriebsvorrichtung fuer Maschinen zur magnetischen Tonaufzeichnung |
| DE1136503B (de) * | 1957-06-04 | 1962-09-13 | Boelkow Entwicklungen Kg | Antriebsvorrichtung fuer das in einer Kassette gleichachsig angeordnete Spulentellerpaar eines Magnettongeraetes |
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