DE655007C - Verfahren zur Herstellung von Chromkomplexverbindungen von o-Oxyazofarbstoffen - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Chromkomplexverbindungen von o-Oxyazofarbstoffen

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DE655007C
DE655007C DEC48818D DEC0048818D DE655007C DE 655007 C DE655007 C DE 655007C DE C48818 D DEC48818 D DE C48818D DE C0048818 D DEC0048818 D DE C0048818D DE 655007 C DE655007 C DE 655007C
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    • C09DYES; PAINTS; POLISHES; NATURAL RESINS; ADHESIVES; COMPOSITIONS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; APPLICATIONS OF MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • C09BORGANIC DYES OR CLOSELY-RELATED COMPOUNDS FOR PRODUCING DYES, e.g. PIGMENTS; MORDANTS; LAKES
    • C09B45/00Complex metal compounds of azo dyes
    • C09B45/48Preparation from other complex metal compounds of azo dyes

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Description

  • Verfahren zur Herstellung von Chromkomplexverbindungen von o-Oxyazofarbstoffen Beim Behandeln von o-Oxvazofarbstoffen mit chromabgebenden Mitteln kann man im allgemeinen zwei Stufen der Farbstoffuinwandlung beobachten.
  • i. Die meisten o-Oxyazofarbstoffe bilden zunächst in Wasser sehr leicht lösliche Chromverbindungen, die durch eine ausgezeichnete Affinität zur tierischen Faser gekennzeichnet sind, aber im allgemeinen den Nachteil aufweisen, daß sie sehr säureempfindlich sind. Die mit diesen Farbstoffen erhaltenen Färbungen sind im allgemeinen kräftig, fallen aber oft ungleichmäßig und stumpf aus.
  • Diese Farbstoffe werden am leichtesten in neutraler oder in sehr schwach saurer Lösung erhalten.
  • Im folgenden werden diese Farbstoffe mit dein Ausdruck primäre Chromverbindungen bezeichnet.
  • z. Bei der weiteren Einwirkung von chromabgebenden Mitteln und insbesondere, wenn diese Mittel viel saure und wenig salzartige Verbindungen enthalten, gehen diese primären Chromverbindungen in andere Chromverbindungen über, die sich besonders durch ihre große Widerstandsfähigkeit gegenüber sauren Mitteln aller Art auszeichnen.
  • Verglichen mit den primären Farbstoffen bieten diese Farbstoffe den Vorteil, daß sie lebhaftere Farbtöne und :gleichmäßigere Färbungen liefern; sie sind auch im allgemeinen lichtechter.
  • Diese Verbindungen werden im folgenden mit dem Ausdruck sekundäre Chromverbindungen bezeichnet.
  • Erfindungsgemäß werden Gemische von primären Chromverbindungen von o-Oxyazofarbstoffen in stark saurem Mittel erhitzt, wobei neue, einheitliche Farbstoffe entstehen, die durch Mischen der entsprechenden, gesondert hergestellten sekundären Chromverbindungen nicht erhalten werden können. Die Minderwertigkeit derartiger Mischungen zeigt sich insbesondere dann, wenn die beiden Farbstoffbestandteile außer den verschiedenen Farbtönen auch noch sehr verschiedene physikalische und chemischeEigenschaften aufweisen. Wenn man z. B. einen leicht löslichen Farbstoff mit einem schwer löslichen Farbstoff mischt, so erhält man nur schwer gleichmäßige Färbungen, ebenso wenn die beiden Bestandteile der Mischung ungleiche Affinität zu den Textilfasern aufweisen. Diese Nachteile fallen bei den nach dem vorliegenden Verfahren erhaltenen Farbstoffen fort; und die Eigenarten der einzelnen Färbstoffbestandteile verschwinden. Diese Tatsache war nicht vorauszusehen.
  • Das Erhitzen in stark saurem Mittel kann z. B. unter Anwendung von Schwefelsäure oder von anderen Mineralsäuren, von organischen Säuren, von aromatisclren Sulfonsäuren; von sauren Salzen oder von Säure abspalten-. den- Verbindungen sowie auch von Gemischen dieser Verbindungen erfolgen.
  • Man kann auch in Gegenwart von Terbindangen arbeiten, die nicht unmittelA4r, an der~@ Umsetzung der Säuren mit den Färbeoffen teilnehmen. So ist es z. B. möglich, das vor- -liegende Verfahren durchzuführen, ohne daß man die Farbstoffe aus ihrer ersten Chromierun,gsstufe abzuscheiden braucht.
  • .Das Verfahrenkann unter allen Temperatur-, Raum- oder Druckbedingungen, gegebenenfalls auch in Gegenwart von organischen Lösungsmitteln, durchgeführt werden.
  • Im Vergleich zu den bekannten Verfahren zur Herstellung von gemischten chromhaltigen Farbstoffen bietet das Verfahren der vorliegenden Erfindung den Vorteil, daß man hiernach einheitlichere und besser egalisierende chromhaltige Farbstoffe erhält.
  • Beispiel Man bereitet in neutraler oder schwach saurer Lösung die primären Chromverbindungen der o-Oxyazofarbstoffe a) i-Amino-2-oxynaphthalin-4-sulfonsäure ---->- i-Phenyl-3-methyl-5-pyrazolon und b) i-Amiiio-2 oxybenzo1-q.-sulfionsäure --r 2-Oxynaphthalin. Alsdann mischt man 42.5 kg der primären 'Chromverbindung des Farbstoffes a mit 5 kg der primären Chromverbindung des Farbstoffes b und behandelt die Mischung im Oruckautoklaven bei 12o° C mit 4oo 1 Wasser und 8 kg Schwefelsäure von 66° Be: Man erhält eine Lösung, aus der man durch Aassalzen und Abfiltrieren einen einheitlichen, chromhaltigen Farbstoff abtrennt.
  • Dieser Farbstoff ist viel weniger säureempfindlich als die primären Chromverbindungen, die als Ausgangsfarbstoffe dienten; letztere können in dem neuen Farbstoff nicht mehr nachgewiesen werden.
  • Der so erhaltene neue chromhaltige ö-Oxyazofarbstoff färbt tierische Fasern gut gleichmäßig bordeauxrot.
  • Mit den beiden @entsprechenden, gesondert hergestellten und nachträglich erst zusammengemischten sekundären Chromverbindungen von o-Oxyazofarbstoffen läßt sich dieselbe Wirkung nicht erreichen; die Gleichmäßigkeit der Färbung ist vielmehr mangelhaft.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung von Chromkomplexverbindungen von o-Oxyazofarb-Stoffen, dadurch gekennzeichnet, daß man Gemische von Chromkomplexverbinclungen von Oxyazofarbstoffen in stark saurem Mittel erhitzt.
DEC48818D 1933-12-02 1934-02-07 Verfahren zur Herstellung von Chromkomplexverbindungen von o-Oxyazofarbstoffen Expired DE655007C (de)

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