DE654266C - Verfahren zur Sputumdesinfektion - Google Patents

Verfahren zur Sputumdesinfektion

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DE654266C
DE654266C DESCH101046D DESC101046D DE654266C DE 654266 C DE654266 C DE 654266C DE SCH101046 D DESCH101046 D DE SCH101046D DE SC101046 D DESC101046 D DE SC101046D DE 654266 C DE654266 C DE 654266C
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DE
Germany
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cresol
sputum
disinfecting
procedure
mixtures
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DESCH101046D
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Schuelke and Mayr GmbH
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Schuelke and Mayr GmbH
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    • AHUMAN NECESSITIES
    • A01AGRICULTURE; FORESTRY; ANIMAL HUSBANDRY; HUNTING; TRAPPING; FISHING
    • A01NPRESERVATION OF BODIES OF HUMANS OR ANIMALS OR PLANTS OR PARTS THEREOF; BIOCIDES, e.g. AS DISINFECTANTS, AS PESTICIDES OR AS HERBICIDES; PEST REPELLANTS OR ATTRACTANTS; PLANT GROWTH REGULATORS
    • A01N31/00Biocides, pest repellants or attractants, or plant growth regulators containing organic oxygen or sulfur compounds
    • A01N31/08Oxygen or sulfur directly attached to an aromatic ring system

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  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
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Description

  • Verfahren zur Sputumdesinfektion Die Erfindung betrifft ein, kresolhaltige.s Sputumdesinfektionsmittel.
  • Nach den Angaben der Literatur soll die bakterizide Wirksamkeit der drei isomeren Kresole (o-, m- und p-Kresol) praktisch ungefähr gleich sein. Die Unterschiede, die festgestellt worden sind, liegen fast immer gerade innerhalb der Grenze der Meßbarkeit, so daß man berechtigt ist, von einer praktisch gleichen Wirksamkeit der Kresole zu sprechen. Im allgemeinen besteht die Ansicht, daß das m-Kresol am besten wirkt.
  • Rapp (Desinfektion, igog, S.643) kam auf Grund seiner Untersuchungen zu dem Schluß, daß im allgemeinen das m-Kresol dem o-Kresol etwas überlegen ist, während das p-Kresol schwächer wirke.
  • Schneider ist (Archiv für Hygiene, Bd. 67, S. i bis 34) bei seinen Untersuchungen zu dem Ergebnis gekommen, daß die Unterschiede in der Desinfektionswirkung der isomeren Kresole bei Gegenwart von Leinölseifen so gering sind, daß ihnen keine erhebliche praktische Bedeutung zukommt, und er ist auf Grund seiner Untersuchungen der Meinung, daß im Trikresol das günstigste Mischungsverhältnis vorliege und dieses gleichmäßiger und etwas besser wirke als die einzelnen Kresole. .
  • Auch Untersuchungen, die seitens der Erfinderin noch besonders angestellt worden sind, haben zu dem gleichen Ergebnis geführt, daß nämlich gegenüber Bakterien normaler Art, wie Coli und Staphylokokkus pyogenes aureus, @ ein wesentlicher Unterschied in der Wirksamkeit der drei isomeren Kresole nicht festzustellen ist, und zwar gleichgültig, ob diese in wäßriger Lösung, in Seife oder in Alkali zur Anwendung kamen.
  • Man wußte zwar auch schon, daß alkalische seifenhaltige Kresolpräparate brauchbare Mittel zur Desinfektion tuberkulösen Auswurfs sind. Die Desinfektionsmittel sollen in 5o/oiger Lösung angewandt werden. Nach 4stündiger Einwirkungszeit soll damit eine sichere Desinfektion des tuberkulösen Auswurfs erreicht «>erden. Bei der Prüfung der verschiedenen Desinfektionsmittel wurde stet der äußerst strenge lleerschweinchenversuch angewandt, der schon dann positiv ausfällt, wenn nur ganz wenige Tuberkelbazillen sich der Desinfektion entzogen haben. Eine weitere Verschärfung der Prüfungsbedingungen liegt darin, daß nach beendeter Desinfektionszeit die ungelösten Sputumballen aus dem Geinisch herausgefischt und auf Meerschweinchen verimpft werden sollen.
  • Entgegen allen Erwartungen, die man auf Grund der über die Gleichartigkeit der Wirksamkeit der drei isomeren Kresole im allgemeinen getroffenen Feststellungen' hegen mußte, hat sich nun überraschenderweise ergeben, daß das o-Kresol die beiden anderen Kresole sowie auch Gemische dieser bei der Desinfektion von Sputum weit übertrifft. Es hat sich nämlich gezeigt, daß alkalische, seifenhaltige Desinfektionsmittel, die als wesentlichen wirksamen Bestandteil o-Kresol enthalten, ganz besonders gut lösende Eigenschaften gegenüber dem tuberkulösen Auswurf haben und daß auch unter den schärfsten Reaktionsbedingungen niemals Versager, beobachtet werden. Einzelheiten ergeben sich'aus der nachfolgenden Tabelle. Die bei deh Prüfung verwandten verschiedenen Präparate besaßen sämtlich die gleiche Zusatntnensetzung und den gleichen Gesamtgehalt an Kresolen, unterschieden sich dagegen in der Be-."@thaffenheit des Kresols.
  • ,.`,Als geeignete Präparate kann man z. B. 'ehe verwenden, die in an sich bekannter "Weise einen Gehalt von 651110 Kresol und 4,5°,/a freiem Alkali besitzen. Aber auch
    Versuch Nr. I 11 111 IV
    Beschaffenheit Sehr zäh, Mittelmäßig zäh, Mittelmäßig zäh, Sehr dickballig,
    des Sputums dickballig, viel TB. sehr reichlich TB. reichlich TB.
    reichlich TB.
    Art des Kresols:
    _. a-Kresol Ms 1I IoI G Ms ii I66 O
    Ms 11731 O
    11I02 O 1I I67 0 11 732 C
    111030 11 I68 rJ 11733 0
    117340
    117350
    11736 O
    2. m-Kresol Ms 11 104 O Ms 11752+
    11105+ 11753+
    ii io6 + 11754+ .
    3. p-Kresol Ms 11737+
    11738+
    11739+
    1174o+
    4. o- und m-Kresol Ms II iio + Ms 11 169 +
    (50:50) il III + 11170+
    IIII2+ III7I+
    5. m- und p-Kresol Ms 11157+ Ms 11748+
    (5,0:50) 11158+ 11749+
    11159+ 11750+
    11751+
    6. o- und p-Kresol Ms 11742+
    (50:50) 11743+
    11744+
    7. o- und m- und Ms 11 16o +
    p-Kresol ii i61 +
    (33 `/a : 331;a :33'1a) 11162 +
    B. Trikresol, Ms 11154+ Ms 11744+
    technisch 11155+ 11745+ 11156+ 11746+
    anders zusammengesetzte Präparate können Verwendung finden. Als Alkali kann dabei nicht nur Ätznatron, sondern auch Ätzkali benutzt werden. Die Art der für'die Herstellung der Lösungen benutzten Seifen ist beliebig, man ist also nicht etwa auf die An-«-endung von Leinölseife für diesen Zweck beschränkt.
  • Während bei den in der Tabelle angegebenen Versuchen mit reinem, ioo%igem o-Kresol gearbeitet worden ist, kann man entsprechende Wirkungen aber auch erzielen mit Gemischen, die einen geringeren Gehalt an o-Kresol besitzen, z. B. i;o bis go 0/0. Wesentlich ist, daß, wie die Angaben der Tabelle gleichfalls erkennen lassen, bei Anwendung von Kresolgemischen deren Gehalt an o-Kresol 5o0/, übersteigt. Gegebenenfalls kann man das o-Kresol auch im Gemisch mit anderen desinfizierend wirkenden Stoffen, z. B. den Kresolhomologen, darunter besonders auch den orthosubstituierten, wie o-Yvlenol, verwenden. Die Angaben der Tabelle beziehen sich auf die Verwendung 50joiger Lösungen bei d.stÜndiger Einwirkungsdauer. Es wurden stets i Teil Sputum auf 2 Teile Desinfektionslösung angewandt. In allen mit -!- bezeichneten Fällen «-aren die Meerschweinchen (Ms) an stark ausgedehnter Tuberkulose erkrankt bzw. gestorben.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zur Sputumdesinfektion, gekennzeichnet durch die Verwendung von o-Kresol in alkalischer Lösung. Abänderung des Verfahrens nach Anspruch i, gekennzeichnet durch die Verwendung von Gemischen aus o-Kresol und Phenolhornologen, deren Mischungsverhältnis derart gewählt ist, daß der o-Kresolgehalt über So % beträgt. 3. Verfahren nach Anspruch :2, gekennzeichnet durch die Verwendung von Kresolgemischen, welche über 500Jo o-Kresol enthalten.
DESCH101046D 1933-04-23 1933-04-23 Verfahren zur Sputumdesinfektion Expired DE654266C (de)

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