DE653534C - Rangieranzeiger - Google Patents
RangieranzeigerInfo
- Publication number
- DE653534C DE653534C DEW97301D DEW0097301D DE653534C DE 653534 C DE653534 C DE 653534C DE W97301 D DEW97301 D DE W97301D DE W0097301 D DEW0097301 D DE W0097301D DE 653534 C DE653534 C DE 653534C
- Authority
- DE
- Germany
- Prior art keywords
- shunting
- speed
- indicator
- indicator according
- slip
- Prior art date
- Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
- Expired
Links
- 230000003137 locomotive effect Effects 0.000 claims description 4
- 230000000903 blocking effect Effects 0.000 claims description 3
- 230000007246 mechanism Effects 0.000 claims description 3
- 230000036962 time dependent Effects 0.000 claims description 2
- 210000003608 fece Anatomy 0.000 claims 1
- 238000004080 punching Methods 0.000 claims 1
- 238000000034 method Methods 0.000 description 2
- 230000008569 process Effects 0.000 description 2
- 230000009471 action Effects 0.000 description 1
- 230000008901 benefit Effects 0.000 description 1
- 230000005540 biological transmission Effects 0.000 description 1
- 230000008859 change Effects 0.000 description 1
- 230000000994 depressogenic effect Effects 0.000 description 1
- 238000013461 design Methods 0.000 description 1
- 238000010586 diagram Methods 0.000 description 1
- 230000002401 inhibitory effect Effects 0.000 description 1
- 238000012423 maintenance Methods 0.000 description 1
- 238000012544 monitoring process Methods 0.000 description 1
- 238000012360 testing method Methods 0.000 description 1
Classifications
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B61—RAILWAYS
- B61L—GUIDING RAILWAY TRAFFIC; ENSURING THE SAFETY OF RAILWAY TRAFFIC
- B61L17/00—Switching systems for classification yards
- B61L17/02—Details, e.g. indicating degree of track filling
- B61L17/023—Signalling; Signals with multiple indicating means
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Mechanical Engineering (AREA)
- Time Recorders, Dirve Recorders, Access Control (AREA)
Description
Gegenstand der Erfindung ist ein Rangieranzeiger auf dem Führerstand der Lokomotive
zum Anschluß an elektrische Achszähleinrichtungen in Verbindung mit einem Geschwindigkeitsanzeiger
ohne Uhrwerk oder andere zeitabhängige Antriebe.
Das Abstoßen von Güterzügen auf Ablaufbergen erfolgt meist auf Grund sog. Rangierzettel,
die Anzahl und Art der Wagen angeben. Es ist bereits bekannt, entsprechend der Reihenfolge der Abstöße diese in einem
besonderen Geschwiidigkeitsschaubild festzulegen. So sind hierfür eine Reihe von Aufzeichnungseinrichtungen
bekannt, bei denen eine Trommel oder ein Streifen zeit- oder wegabhängig bewegt wird und die außer dem
Zeit-Weg-Schaubi'.d noch zusätzliche Marken für Zählung der Achsen oder überfahrene
Signale erhalten, Aus den Schaubildern läßt sich meist die Fahrtgeschwindigkeit nur errechnen.
Für den praktischen Gebrauch ist dies zu zeitraubend. Ferner ist die Unterhaltung
der zu dem Antrieb benötigten Uhrwerke sehr kostspielig, so daß eine Ausführung ohne
Uhrwerk den Erfahrungen des Betriebes besser entsprechen würde. Für die Aufzeichnung
ist es ferneit bekannt, Elektromagnete zur Betätigung eines Schlagstempels zu benutzen.
Die Erfindung besteht nun darin, daß ein mit einem Gelenk versehener Zeigerhebiel des
Geschwindigkeitsanzeigers und ein über den ganzen Weg des Zeigerhebels wirksamer
E'ektromagnet angeordnet ist, unter dessen Einfluß der Zeigerhebel einen senkrecht zur
Geschwindigkeitshewe^tmg g:richtelen Schlag
zur Durchstechung des in die Führung des Anzeigers eingespannten, mit den Angaben
des Wagenablaufes versehenen und an einem Beobachtungsfenster -vorbeibewegten Rangierzetteis
mittels einer Spitze oder Schneide ausführt, so daß, entsprechend dem Ablauf der Achsen, durch die von dem Achszählwerk
kommenden Stromstöße auf dem Rangierzettel bei jedem Abstoß eine Aufzeichnung der Höchstgeschwindigkeit erzielt ist.
Mit der Einrichtung ist eine einfache Überwachung möglich, und die Geschwindigkeit
des Abstoßes wird so festgehalten, daß ohne besondere Prüf streif en ο. dgl. der Vorgang
und die Art der Wagen erkennbar bleibt.
Dies bedeutet gegenüber der bisher bekannten Geschwindigkeitsaufzeichnung auf einem
besonderen Streifen einen großen Vorteil, well der zeitraubende Vergleich durch Auszählen
der Achsen mit dem Rangierzettel fortfällt.
Die Erfindung ist in den Abbildungen näher erläutert, und zwar zeigt
Abb. ι eine schaubiidliche Darstellung der ganzen Anlage mit einem Schreibstift, 6c
Abb. 2 eine Anordnung mit einer Nadel an Stelle des Schreibstiftes,
Abb. 3 die Anordnung nach Abb. 2 in Draufsicht,
Abb. 4 den Antrieb des Rangierzettels mit
einer Verzögerungseinrichtung,
Abb. S die Anordnung eines Sperrkontaktes für den Papiervorschub sowie eines Massenpendeis
für die Geschwindigkeitsauf zeichnung,;;' Die Lokormotivachse ι treibt in bekanntSrt:
Weise einen Fliehkraftgeschwindigkeitsanzei· ger 2 über eine ausrückbare Kupplung 3 an.
Der Ausrücker derselben ist mit einem Hilfskontakt 4 versehen, der auch die übrigen
elektrischen Teile der Einrichtung abtrennt, damit die Ein- bzw. Ausschaltung der gesamten
Einrichtung mit einem Bedienungsgriff erfolgen kann.
Der Geschwindigkeitsanzeiger 2 bewegt über Hebel oder andere bekannte Zwischenglieder
einen Zeiger 5 über dem Rangierzettel 6, der in der Führung 7 gleitet. Der Rangierzettel 6
wird von den von der Achszähleinrichtung kommenden Stromstößen durch das Elektromagnetsystem
8 mit Hilfe des Klinkwerkes 9 schrittweise bewegt. Der Zeiger 5 gibt infolge dieser Anordnung jeweils auf den den
Wagen betreffenden Teilen die Geschwindigkeit an, die durch Anwendung eines Schreibstiftes
aufgezeichnet wird. Der laufende bzw. kommende Wagen wird durch den Zeiger 10
angezeigt.
Da eine dauernde Aufzeichnung der Fahrgeschwindigkeit
nicht erforderlich ist und auch- wegen der" empfindlichen Schreibvorrichtung
auf der Lokomotive unnötige Unterhaltungskosten verursachen würde, ist nach Abb. 2 der Zeiger 5 nicht mit einem Schreibstift,
sondern mit einer verstellbaren Spitze versehen, die von einem Elektromagneten b'ei
jeder gezählten Achse einmal kurz niedergedrückt wird und durch Einstechen eines
Loches in den Rangierzettel eine Keniizeichnung liefert, die nicht verändert werden kann.
Außer den hierfür bekannten Fallbügelanordnungen kann hierzu eine Einrichtung Anwendung
finden, - die durch ein für den vorliegenden Zweck besonders geeignetes Ausf ührungsbeispiel
in Abb. 2 Tind 3 schematisch dargestellt
ist. - ■ ■ Der Zeigerhebel 11 ist um die Achse 12
drehbar gelagert 'und trägt an dem um den ablaufenden Streifen herumgekröpften Teil 13
den Zeiger 5, der als Spitze ausgebildet ist. Der Hebel n ist ferner mit einem Gelenk 14
versehen, das jedoch durch die Feder 15 in einer Stellung gehalten wird, die es dem
Rangierzettel 6 ermöglicht, frei unter dem Zeiger 5 hindurchzugleiten. Wird jedoch der
Elektromagnet: 6 erregt, so zieht dieser seinen Anker 17 an, der Hebel 11 wird im Gelenk 14
geknickt, und der Zeiger 5 sticht ein Loch in den Rangierzettel 6 ein. Aus Abb. 3 ist zu
ersehen, daß der Anker 17 breiter sein muß als der Polabstand des Elektromagneten 16,
damit auch bei stark seitlicher Lage des Zeigers 5 eine Anziehung möglich ist.
Der Antrieb des Rangierzettels besteht aus
-.dem Klinkwerk 9 und dem von der Achszählt
einrichtung angetriebenen E'eklromagneten 8, '! "zwischen die, wie in Abb. 4 dargestellt, noch
.' eine Verzögerungseinrichtung eingeschaltet wird, die den schlagartigen Papiervorschub
mildert. Der Elektromagnet 8 zieht seinen Anker 18 bei jedem Stromstoß von der Achszählung
her an und überträgt diese Bewegung durch die Feder 19 auf den Hilf sanker 20,
dessen Bewegung durch den Radteil 21 und
den Windfang 22 verzögert wird. Der Hilfsanker 20 bewegt den Rangierzettel 6 mit Hilfe
der Sperrklinke 23 und des Sperrades 24 fort, an dem die geriffelte Papierwalze 25 befestigt
ist. Der Rangierzettel 6 wird durch die Gegenrolle 26 unter der Wirkung der Feder 27
angedrückt. Man kann· die Verzögerung zwischen dem Rad 24 und der Walze 2 5 auch
derart anordnen, daß diese miteinander durch eine Feder beweglich verbunden sind und die
Hemmungsteile 21 vnd 22 mit der Walze 25
oder einer dazwischen eingefügten Zwischenübersetzung kraftschlüssig sind.
Weiter kann ein Sperrkontakt 28 an dem Anker 29 angebracht werden, der mit Hilfe
des Isolierstückes 30 so lange geöffnet bleibt, wie die Verzögerung des Ankers 20 andauert.
Dieser Kontakt ist in den Stromkreis des Elektromagneten 16 eingeschaltet, damit der
Elektromagnet nicht anziehen und den Rangierzettel festhalten kann, während dieser
weiterbewegt werden soll.
Die Betätigung des Elektromagneten 16 kann durch ein Massenpendöl 31 entsprechend
Abb. 5 erfolgen, das infolge seiner Trägheit bei jeder stärkeren Geschwindigkeitsänderung
einen seiner Kontakte 32 schließt und damit über den Kontakt 28 den Stromkreis der Batterie
33 schließt. Es ist aber auch möglich, die Aufzeichnung bei jedem Achszählimpuls vorzunehmen,
wenn der Elektromagnet 16 dem Elektromagneten 8 über den Kontakt 28
parallel geschaltet wird. Ferner kann der Elektromagnet 8 für diesen Zweck durch einen
vom Anker 18 betätigten Arbeitskontakt auch als Schaltrelais dienen.
Claims (5)
- Patentansprüche:ι . Rangieranzeiger auf dem Führerstand der Lokomotive zum Anschluß an elektrische Achszähleinrichtungen in Verbin- dung mit einem Geschwindigkeitsanzeiger ohne Uhrwerk oder andere zeitabhängige Antriebe, dadurch gekennzeichnet, daß ein mit einem Gelenk (14) versehener Zeigerhebel (11) des Geschwindigkeitsanzeigers (2) und ein über den ganzen Weg des - Zeigerhebels (11) wirksamer Elektro-magnet (ι6) angeordnet ist, unter dessen Einfluß der■ Zeigerhebel (ii) einen senkrecht zur Geschwindigkeitsbewegung ge-, richteten Schlag zur Durchstechung des in die Führung (7) des Anzeigers eingespannten, mit den Angaben des Wagenablaufes versehenen und an einem Beobachtungsfenster vorbeibewegten Rangierzettels (6) mittels einer Spitze oder Schneide ausführt, so daß, entsprechend dem Ablauf der Achsen, durch die von dem Ac'.:s.ählwerk kommenden S.romstoße auf dem Rangierzettel (6) bei jedem Abstoß eine Aufzeichnung der Höchstgeschwindigkeit erzielt ist.
- 2. Rangieranzeiger nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der aus Sperrrad (24) und Sperrklinke (23) bestehende Antrieb des Rangierzettels (6) durch ein an sich bekanntes Verzögerungswerk (19, 20, 21, 22) gehemmt ist, do daß einschlagartiger Papiervorschub vermieden ist.
- 3. Rangieranzeiger nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Geschwindigkeitsaufzeichnung durch ein träges Massenpendel (31) bei Geschwindigkeitsänderungen erfolgt.
- 4. Rangieranzeiger nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Geschwindigkeitsaufzeichnung durch einen Sperrkontakt (28) während des Papiervorschubes gesperrt ist und nur beim Zählen der Achsen erfolgt.
- 5. Rangieranzeiger nach Anspruch 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß eine von Hand ausrückbare Kupplung (3) angeordnet ist, durch die mit Hilfe eines Kontaktes (4) der Papiervorschub, eine Beleuchtungslampe und die Lochvorrichtung gemeinsam ausschaltbar sind.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEW97301D DE653534C (de) | 1935-10-09 | 1935-10-09 | Rangieranzeiger |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEW97301D DE653534C (de) | 1935-10-09 | 1935-10-09 | Rangieranzeiger |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE653534C true DE653534C (de) | 1937-11-26 |
Family
ID=7614730
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEW97301D Expired DE653534C (de) | 1935-10-09 | 1935-10-09 | Rangieranzeiger |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE653534C (de) |
-
1935
- 1935-10-09 DE DEW97301D patent/DE653534C/de not_active Expired
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| DE653534C (de) | Rangieranzeiger | |
| DE479232C (de) | Ablaufschalterwerk | |
| DE405071C (de) | Sicherung fuer Eisenbahnzuege | |
| DE253304C (de) | ||
| DE539810C (de) | Einrichtung zur Fernbeeinflussung eines Streckenstromkreises vom Zuge aus | |
| DE899671C (de) | Zugbeeinflussung mittels an der Strecke angeordneter Beeinflussungspunkte | |
| DE227497C (de) | ||
| DE657708C (de) | Einrichtung zum Verschliessen und Freigeben von Fahrstrassen | |
| DE331968C (de) | Registrierapparat fuer den Eisenbahnsicherungsdienst | |
| DE504169C (de) | Verfahren zur UEbertragung eines Haltsignals auf ein Fahrzeug, bei welchem fuer die Betaetigung der Bremse oder eines Signals auf dem Fahrzeug ein Strom in Abhaengigkeitvom Haltsignal geaendert wird | |
| DE3502115C2 (de) | Steuerungseinrichtung für Zentralstellwerk | |
| DE504865C (de) | Einrichtung zur selbsttaetigen Verhinderung des UEberfahrens von Haltsignalen | |
| DE495262C (de) | Einrichtung zur Anzeige der Fahrtrichtung eines Zuges | |
| DE571974C (de) | Induktive Fahrsperre in Verbindung mit Tageslichtsignalen | |
| DE374557C (de) | Einrichtung zur Herstellung eines selbsttaetigen Zugmeldebuches fuer Blockstationen o.dgl | |
| DE564763C (de) | Einrichtung zum Verschliessen von Weichen oder Signalen mit elektromotorischem Antrieb | |
| DE962971C (de) | Einrichtung zum Anzeigen von Zugnummern od. dgl. bei Eisenbahnstellwerken mit Gleistafeln | |
| DE229915C (de) | ||
| DE528247C (de) | Sicherheits- und Anzeigevorrichtung fuer Drahtseibahnen | |
| DE485379C (de) | Vorrichtung zur Ausloesung, Betaetigung oder Sperrung von Sicherheitseinrichtungen oder Stellvorgaengen, insbesondere Relais, durch Kurzschliessen von zwei isolierten Schienenteilstrecken | |
| DE660835C (de) | Zugmeldeeinrichtung zwischen zwei Bahnhoefen oder Streckenpunkten | |
| DE32642C (de) | Elektrischer Kontrol- und Registrir-Apparat für Eisenbahnzüge | |
| DE381595C (de) | Einrichtung zur selbsttaetigen Anzeige der Stationen in fahrenden Zuegen | |
| DE656882C (de) | Schaltung fuer Relais o. dgl. im Eisenbahnsicherungswesen | |
| DE579661C (de) | Asynchroner Fernschreibempfaenger |