DE653073C - Verfahren zur Darstellung von Alkylaminoalkylaethern des Apochinins - Google Patents

Verfahren zur Darstellung von Alkylaminoalkylaethern des Apochinins

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DE653073C
DE653073C DES119862D DES0119862D DE653073C DE 653073 C DE653073 C DE 653073C DE S119862 D DES119862 D DE S119862D DE S0119862 D DES0119862 D DE S0119862D DE 653073 C DE653073 C DE 653073C
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07DHETEROCYCLIC COMPOUNDS
    • C07D453/00Heterocyclic compounds containing quinuclidine or iso-quinuclidine ring systems, e.g. quinine alkaloids
    • C07D453/02Heterocyclic compounds containing quinuclidine or iso-quinuclidine ring systems, e.g. quinine alkaloids containing not further condensed quinuclidine ring systems
    • C07D453/04Heterocyclic compounds containing quinuclidine or iso-quinuclidine ring systems, e.g. quinine alkaloids containing not further condensed quinuclidine ring systems having a quinolyl-4, a substituted quinolyl-4 or a alkylenedioxy-quinolyl-4 radical linked through only one carbon atom, attached in position 2, e.g. quinine

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  • Organic Chemistry (AREA)
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Description

  • Verfahren zur Darstellung von Alkylaminoalkyläthern des Apochinins Es wurde gefunden, daß den bisher unbekannten Alkylaminoäthern des Apochinins eine hervorragende Wirkung gegen Pneumococceninfektion zukommt.
  • Alkyläther des Apochinins wurden ebenso wie Alkyläther und Oxy alkyläther des Hydrocupreins schon zur Bekämpfung der Pneumonie vorgeschlagen. Die Verbindungen dieser Klasse erfüllen aber am lebenden Organismus nicht die Erwartungen, die man an sie auf Grund ihrer Wirkung gegen Pneumococcen in vitro knüpfen zu dürfen glaubte. Demgegenüber entfalten die erfindungsgemäß darzustellenden Alkylaminoäther des Apochinins nicht nur in vitro, sondern auch in vivo eine ganz außerordentliche und überraschende Wirksamkeit. So kann man mit einer einmaligen Injektion der dosis tolerata von z. B. Diäthylaminopropylapochinin, also mit o,z bis 0,25 mg pro Gramm Versuchstier, mit Pneumococcen infizierte Mäuse in roo°Jo der Fälle heilen, während selbst bei mehrmaliger Injektion der dosis tolerata von z. B. Äthylhydrocuprein (o,25 bis 0,5 mg pro Gramm Versuchstier) unter sonst gleichen Bedingungen noch mehr als die Hälfte der Versuchstiere der Infektion erliegt.
  • Man erhält die neuen Verbindungen, deren Alkylgruppen im übrigen verzweigt oder nicht verzweigt und auch durch andere Gruppen substituiert sein können, indem man Apochinin bzw. dessen Salze oder Alkyläther nach üblichen Arbeitsweisen in Aminoalkyläther überführt. Dies kann beispielsweise dadurch geschehen, daß man Apochinin in Gegenwart von basischen Mitteln mit Aminoalkylhalogeniden oder Estern der entsprechenden Aminoalkohole umsetzt oder umsetzungsfähige Alkyläther des Apochinins, wie insbesondere seine Halogenalkyläther, mit aliphatischen Aminen behandelt. Die Aminogruppe kann dabei einmal oder doppelt durch Alkylreste substituiert sein; in letzterem Fall können wiederum die Alkylreste gleich oder auch verschieden. sein. Beispiele r. 4,6 g Natrium werden in 5o g Alkohol gelöst und zu einer alkoholischen Lösung von 31 g Apochinin (über das kristallisierte Bioxalat gereinigt nach Journal of the Chemical Society, London, 1934, S. 1923) gegeben. Es werden dann -r7 g Diäthylaminochloräthylhydrochlorid zugegeben, worauf die Lösung 5 bis 6 Stunden zum Kochen erhitzt wird. Der Alkohol wird abdestilliert und der Rückstand mit der erforderlichen Menge Salzsäure versetzt. Dann wird mit Tierkohle geschüttelt und das ß-Diäthylaminoäthylapochinin mit verdünntem Alkali ausgefällt. Durch Ausschütteln oder Extrahieren mit organischen Lösungsmitteln wird die neugewonnene Base von überschüssigem Apochinin befreit. Die mit Kaliumcarbonat getrocknete Lösung . wird mit der berechneten Menge Salzsäure versetzt und bei Unterdruck zur Trockne ein-. gedampft. Es hinterbleibt das Trihydrochlorid des Diäthylaminoäthylapochinins als amorphes, gelbliches Pulver, das in Wasser und Alkohol äußerst leicht löslich ist. Analyse 3,044 mg Sbst.: 0;2=4 ccm N, (22', 750 mm).
  • Berechnet auf: CZ,H3sO.,N.Cl3 N - 8=ogo/o Gefunden = K03' ,1o 2. 3,6 g Natrium werden in 4o g Alkohol aufgelöst und zu einer alkoholischen Lösung von 50 g Apochinin gegeben. Dann werden 30 g Diäthylaminopropylchlorid zugefügt und gemäß Beispiel i zur Umsetzung gebracht. Die Aufarbeitung erfolgt, wie in Beispiel i beschrieben. Das Trihydrochlorid des Diäthylaminopropylapochinins wird als fast farbloses Pulver erhalten.
  • 3. Zu 34,6 g Apochininhydrochlorid vom F. 236°, welche in 8o g Alkohol gelöst sind, wird unter guter Kühlung eine Lösung von 4,6 g Natrium in Alkohol zugegeben. Nach Abfiltrieren des ausgeschiedenen Natriumchlorids wird mit 18,6 g Diäthylaminopropylchlorid versetzt und das Umsetzungsgemisch 5 bis 6 Stunden auf dem Wasserbad erwärmt. Das entstandene Diäthylaminopropylapochinin wird, wie in Beispiel i beschrieben, aufgearbeitet und als Trihydrochlorid erhalten.
  • 4. 37 g Chloräthylapochiriin werden in Zoo ccm Äthylalkohol gelöst; zu dieser Lösung werden 18 g Methyläthylamin gegeben, worauf das Umsetzungsgemisch 18 Stunden auf ioo° erhitzt wird. Nach Erkalten werden i2o ccm io°foige Natronlauge zugegeben; der Alkohol wird abdestilliert, der Rückstand in iooo ccm Ätheraufgenommen, die ätherische Lösung mit Wasser gewaschen und mit Kaliumhydroxyd getrocknet. Beim Abdestillieren des Äthers hinterbleibt nach Trocknen bei 1o5° das Methyläthylaminoäthylapochinin als ein Harz, welches sich zu einem feinen Pulver zerreiben läßt.
  • Berechnet auf: C,4H33NaO, N = io,63 °/o Gefunden - zo,2o °/o 5. In 150 ccm Alkohol werden 4,6 g Natrium gelöst; man gibt 31 g Apochinin und 30,7 g salzsaures Diäthylaminoätliyltoluolsulfonat (hergestellt gemäß amerikanischer Patentschrift 1 752 617) dazu und kocht io Stunden am Rückflußkühler. Dann wird der Alkohol abdestill.iert und der Rückstand mit verdünnter Natronlauge ausgekocht. Das Umsetzungsgut wird in verdünnter Salzsäure aufgenommen und die saure Lösung mit Äther geschüttelt. Man fällt mit überschüssiger Natronlauge, nimmt in Äther auf, wäscht die ätherische Lösung mit verdünnter ;-Läuge, trocknet sie mit Kaliumhydroxyd, °.tlest111iert den Äther ab und trocknet den '_ Rückstand bei ioo°. Man erhält so das Diäthylaminoäthylapochinin als helles Harz, welches zu einem feinen Pulver zerrieben werden kann.
  • Berechnet auf: C,5 H3, N3 O N = xo,24 °/o Gefunden = 9,»7o'/" 6. 6,7 g Apochininnatrium werden mit wenig Alkohol und i,6 g Glycolchlorhydrin 2o Stunden lang im Bombenrohr auf go° erhitzt. Nach dem Erkalten wird vom entstandenen Natriumchlorid abgetrennt. Nach Abdampfen des Alkohols erhält man 7,o g rohes Oxyäthylapochinin, welches durch Um_kristallisieren gereinigt wird.
  • 3,5 g dieser Verbindung werden in Alkohol gelöst und mit 2,2 g Dirnethylamin 2 Stunden auf i2o° im Bombenrohr erhitzt. Nach Beendigung der Umsetzung wird mit Natronlauge versetzt und das Dimethy lamin durch Wasserdampfdestillation entfernt. Der Rückstand enthält das Dimethylaininoäthylapochi-' nin, welches, wie in Beispiel 4 beschrieben, abgesondert wird.
  • 7. 3,7 g Chloräthylapochinin werden in 2o ccm Alkohol gelöst und mit 3,6 g Methylbenzylamin im Autoklaven i8 Stunden auf ioo° erhitzt. Nach Erkalten werden 12 ccin io°foige Natronlauge zugegeben und dann der Alkohol sowie das Methylbenzylamin durch Destillation, zuletzt im Vakuum, entfernt. Der Rückstand wird in einem organischen Lösungsmittel aufgenommen, die Lösung mit Wasser gewaschen und mit Alkalihydroxyd getrocknet. Beim Abdampfen des Lösungsmittels hinterbleibt das Benzylmethylaminoäthylapochinin in Form eines zu einem Pulver zerreibbaren, hellen Harzes.
  • B. 31 g Apochinin werden mit 30 g Äthylalkohol und 30 g 3o°foigem Wasserstoffperoxyd zusammengebracht, das Gemisch wird bei einer Temperatur von 4o° C sich selbst überlassen. Dann setzt man Wasser zu bis zur beginnenden Trübung. Das entstandene Apochininoxyd wird abfiltriert, in 240 ccm Alkohol, dem 4 g Kaliumhydroxyd zugefügt sind, gelöst und mit 20 g Äthylenchlorid im Autoklaven 20 Stunden auf 1o5° erhitzt. Nach dem Erkalten fügt man 6o g N atriumsulfit zu, macht mit Schwefelsäure kongosauer und erwärmt im Autoklav en 2 Stunden auf 8o°. Man läßt erkalten, destilliert den Alkohol ab und extrahiert das Chloräth)#lapochinin mit Äther. Dieses wird dann mit Methyläthylamin gemäß Beispiel 4 zu Methyläthylaminoäthylapochinin umgesetzt. 9. 7,5 g Chlöräthylapochinin werden in 30 ccm Athylalkohol gelöst und mit 3,6 g Äthylamin versetzt. Hierauf wird das Umsetzungsgemisch im Autoklaven 8 Stunden auf ioo° erhitzt. Nach dem Erkalten werden zu dem Umsetzungsprodukt 15 ccm io°roige Natronlauge gegeben. Dann werden der Alkohol und das überschüssige Äthylamin durch Destillation entfernt. Der Rückstand wird mehrmals mit Äther ausgezogen; die vereinigten Ätherauszüge werden mit Wasser gewaschen und mit Kaliumhydroxyd getrocknet. Nach Abdampfen des Äthers erhält man das Äthylaminoäthylapochinin als helles, sprödes Harz, welches in verdünnter Salzsäure leicht löslich ist.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: p Verfahren zur Darstellung von Alkylaminoalkyläthern des Apochinins, dadurch gekennzeichnet, daß man Apochinin bzw. dessen Salze oder Allcyläther nach üblichen Arbeitsweisen in Alkylaminoalkyläther überführt.
DES119862D 1935-09-25 1935-09-25 Verfahren zur Darstellung von Alkylaminoalkylaethern des Apochinins Expired DE653073C (de)

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