DE65288C - Eiskeller und Eisschränke mit Obereis und eiserner Zwischendecke - Google Patents

Eiskeller und Eisschränke mit Obereis und eiserner Zwischendecke

Info

Publication number
DE65288C
DE65288C DENDAT65288D DE65288DA DE65288C DE 65288 C DE65288 C DE 65288C DE NDAT65288 D DENDAT65288 D DE NDAT65288D DE 65288D A DE65288D A DE 65288DA DE 65288 C DE65288 C DE 65288C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
ice
air
sheet metal
cellar
iceboxes
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired - Lifetime
Application number
DENDAT65288D
Other languages
English (en)
Original Assignee
L. biber, Stadtzimmermeister in Wien X., Steudelgasse 9
Publication of DE65288C publication Critical patent/DE65288C/de
Anticipated expiration legal-status Critical
Expired - Lifetime legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F25REFRIGERATION OR COOLING; COMBINED HEATING AND REFRIGERATION SYSTEMS; HEAT PUMP SYSTEMS; MANUFACTURE OR STORAGE OF ICE; LIQUEFACTION SOLIDIFICATION OF GASES
    • F25DREFRIGERATORS; COLD ROOMS; ICE-BOXES; COOLING OR FREEZING APPARATUS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • F25D3/00Devices using other cold materials; Devices using cold-storage bodies
    • F25D3/02Devices using other cold materials; Devices using cold-storage bodies using ice, e.g. ice-boxes
    • F25D3/04Stationary cabinets

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Combustion & Propulsion (AREA)
  • Physics & Mathematics (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Thermal Sciences (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Building Environments (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAM
Die vorliegende Erfindung soll in Aufbewahrungsräumen, welche durch Eis gekühlt werden, ein beständiges Zuströmen durch das Eis gekühlter Luft bei gleichzeitiger Verdrängung und Ausströmung der vorhandenen, durch ihre Berührung mit den zu kühlenden Gegenständen wärmer gewordenen Luft bewirken.
Der Erfindung gemäfs erhalten die zu kühlenden Räume, deren Wände aus schlecht leitendem Material hergestellt sind, oben einen Abschlufs aus Blech, über welchem das Eis auf einem Rost ruht. Unter dieser Blechquerwand , welche infolge ihres guten Leitungsvermögens beständig sehr niedrige Tempe-' ratur besitzt, sind geschlossene Hohlräume mit Blechwänden angesetzt, welche vorzugsweise in der Richtung von Norden nach Süden verlaufen und sich -in dieser Richtung von einer Seitenwand des Raumes bis zur anderen erstrecken. Die Sohle dieser Hohlräume besitzt einen starken Fall gegen Süden, wobei das Nordende jedes Hohlraumes durch eine enge Oeffrmng mit der äufseren Luft communicirt, während sich am Südende der Sohle eine Verbindungsöffnung nach dem zu kühlenden Raum befindet. Aufserdem sind knapp unterhalb der Nordenden dieser Hohlräume in der Wand des zu kühlenden Raumes an die Aufsenluft führende enge Schlitze angebracht.
Infolge dieser Anordnung wird die in den Hohlräumen befindliche Luft bedeutend abgekühlt und fliefst längs der geneigten Sohle zu der am tiefsten Punkt befindlichen Ausströmungsöffnung, durch welche sie. in den zu kühlenden Raum stürzt, während gleichzeitig durch die Oeffnung im höchsten Theil des Hohlraumes frische Luft von aufsen eingesaugt wird. Die kalte Luft sammelt sich auf der Sohle des zu kühlenden Raumes an und verdrängt die dort vorhandene wärmere Luft nach oben, so dafs diese durch die erwähnten Schlitze nach aufsen entweichen mufs.
Die Blechwand unter dem Eise wird behufs Vergröfserung der kühlenden Oberfläche vorzugsweise aus Wellblech hergestellt und erhält behufs langsamer Ableitung des Schmelzwassers einen schwachen Fall im gleichen Sinne wie die erwähnten Sohlen der Hohlräume. Vom tiefsten Theile der Blechwand gehen Ableitungsrohre mit hydraulischen Verschlüssen zu einer Ableitungsrinne, in welche auch die unter den fallenden Sohlen der Hohlräume angebrachten Sammelrinnen für das Condensationswasser einmünden. Auf diese Weise ist der Eisraum vom Kühlraum vollständig getrennt und dem Abtropfen von Condensationswasser in den Kühlraum vorgebeugt.
Die Zeichnung stellt die Ausführung der Erfindung an einem gemauerten Eiskeller dar, und zwar ist:
Fig. ι ein Verticalschnitt des Eiskellers in der Längenrichtung der Hohlräume zur Luftkühlung.
Fig. 2 stellt diese Hohlräume in gleicher Weise in gröfserem Mafsstabe dar;
Fig. 3 und 4 sind Querschnitte nach X-X1 und Y^Y1 der Fig. 2.
Der dargestellte Eiskeller wird, wenn möglich, so angelegt, dafs von zwei einander gegenüberstehenden Seitenwänden die eine α gegen Norden und folglich die andere CL1 gegen Süden gewendet ist. Auf diese Weise vermeidet man die Erwärmung der Wand, in welcher sich die Lufteinströmungsöffnungen befinden, durch die Sonne. Um eine möglichst gute Isolirung des Eiskeller-Innenraumes gegen die äufsere Luft zu erzielen, besitzen die
Umsohliefsungswände Hohlräume b und' bly von welchen die inneren b mit Luft, die äufseren bv mit schlecht leitendem Material, z. B. künstlichem Tuffstein, oder auch nur mit Luft gefüllt sind.
Die den oberen oder Eisraum A abschhefsende, undurchlässige Decke kann, wie dargestellt, aus Doppel-T-Trägern c, einer Lage künstlichen Tuffsteins bu einer Schicht Schutt b2, Beton b3, Asphalt bi und Schotter f>5 bestehen.. :
Bei der den Eisraum A vom Kühlraum B trennenden und das Eis d tragenden Decke sind ebenfalls Doppel-T-Träger ein Anwendung gebracht, welche in der Richtung Nord-Süd angeordnet sind. Behufs Herstellung der eingangs erwähnten Hohlräume mit Blechwänden und fallender Sohle zur Kühlung der Luft ist auf jedem Doppel-T-Träger c eine keilförmige Holzlasche f aufgelegt, und zwischen je zwei solcher Laschen wird dann eine Blechrinne g eingesetzt, welche auf diese Weise den erforderlichen Fall erhält. . Das obere Ende jeder solchen Rinne g ist durch eine angelöthete Blechwand gl geschlossen, welche an die Mauerwerkswand α anliegt und in welche ein durch die .Wand α an die äufsere Luft reichendes Rohr g2 dicht eingesetzt ist; statt dieses Rohres g2 kann auch ein Schlitz vorhanden sein.
Auf die Laschen f kommen nun zunächst Blechkappen h zu liegen, welche dichten Abschlufs sichern, und hierauf die keilförmigen Ausgleichslaschen fx. Je zwei Ausgleichslaschen Z1 tragen ein Blech oder vorzugsweise Wellblech z, welches die obere Wand des betreffenden Hohlraumes zur Abkühlung der Luft bildet, an Blech wand g·, gelöthet ist und einen schwachen Fall im gleichen Sinne wie die Rinnen g erhält, wie aus Fig. 3 ersichtlich ist. Das tiefer liegende Ende jedes Hohlraumes wird endlich durch eine fünfeckige schräge Blechkappe gs abgeschlossen, welche oben an das Wellblech i gelöthet und mit ihren Seitenrändern an die Ausgleichslaschen fx genagelt und an die Enden der Rinne g gelöthet ist. Am tiefsten Punkt der Rinne g befindet sich die Abfallöffnung gA für die kalte Luft, welche kleineren . Querschnitt besitzt als das Einströmungsrohr g2, so dafs die Luft in dem von Rinne g, Wellblech i und den Endwänden gl begrenzten Hohlräume gestaut und auf diese Weise an das kalte Blech i angedrückt und gezwungen wird, längere Zeit mit demselben in Berührung zu bleiben.
Ueber die Ausgleichslaschen J1 kommen zunächst wieder Blechkappen h zu liegen, welche das Eindringen von Schmelzwasser in die hölzernen Laschen verhindern, und dann werden die zum Tragen des Eises d bestimmten Rostbalken J quer über die Laschen fx gelegt.
Das auf das Wellenblech i gelangende kalte Schmelzwasser fliefst vermöge des geringen Falles dieses Bleches längsam gegen den tiefsten Punkt hin, von welchem aus in jedem zwischen zwei Trägern c liegenden Felde ein Abflufsrohr k nach unten reicht. Unter allen Abflufsrohren k ist an der Wand α, des Eiskellers eine Sammelrinne / angebracht, welche das Schmelzwasser in ein nach aufsen führendes Abflufsrohr leitet. Die Abflufsrohre k besitzön an ihren unteren Enden, wie ersichtlich, hydraulische Verschlüsse A1, und das Gleiche gilt auch für das in der Zeichnung nicht ersichtliche Abflufsrohr für Rinne /.
In die Sammelrinne /, welche zur Vermeidung des Ansetzens von Condensationswasser aus Holz hergestellt und nur mit Blech gefüttert ist, münden auch die in gleicher Weise hergestellten Rinnen m und n. Die ersteren m sind unter deri die Lüftkühlungs-Hohlräume bildenden Rinnen g angeordnet, um das sich an denselben niederschlagende und abfliefsende Condensationswasser aufzunehmen, die letzteren η sind zum gleichen Zweck in entsprechend fallender Lage an die Doppel-T-Träger c gehängt. Durch diese Einrichtung wird dem Abtropfen von Condensationswasser auf den Boden des Kühlraumes B gänzlich vorgebeugt.
Für den Austritt der erwärmten Luft, welche durch die aus den Oeffnungen g 4 herabstürzende und sich am Böden des Kühlraumes ansammelnde kalte Luft gehoben und verdrängt wird^ sind unter den Oberenden der Rinnen g Schlitze 0 mit Holzfutter in der Mauer α ausgespart. Die durch die Schlitze 0 hinausgedrängte Luft, welche in der Regel noch bedeutend niedrigere Temperatur besitzt als die Aufsenluft, fällt an der Aufsenfläche der Mauer α zu Boden.
Die Ausführung dieser Einrichtung bei Eisschränken ist im wesentlichen die gleiche.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Eiskeller und Eisschränke, gekennzeichnet durch eine dichte Scheidewand zwischen dem oberen Eisraum A und dem unteren Kühlraum B, welche Scheidewand durchaus oder theilweise aus geschlossenen Blechhohlkörpern g, i mit stark fallender Sohle hergestellt ist, wobei am tiefsten Punkte jedes Blechhohlkörpers eine Absturzöffnung gi für die kalte Luft und im höchsten Theil eine Verbindung g% mit der äufseren Luft vorhanden ist, während die Kühlraumwand unterhalb der oberen Enden der Blechhohlkörper Austrittsöffnungen ο für die von der einströmenden kalten Luft gehobene und verdrängte. wärmere Luft besitzt.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
DENDAT65288D Eiskeller und Eisschränke mit Obereis und eiserner Zwischendecke Expired - Lifetime DE65288C (de)

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE65288C true DE65288C (de)

Family

ID=339093

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DENDAT65288D Expired - Lifetime DE65288C (de) Eiskeller und Eisschränke mit Obereis und eiserner Zwischendecke

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE65288C (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE2116954C2 (de) Überdachtes Speicherbecken für flüchtige Flüssigkeiten
CH647289A5 (de) Haus.
DE3600230C2 (de)
DE65288C (de) Eiskeller und Eisschränke mit Obereis und eiserner Zwischendecke
DE4428482C2 (de) Rinnenstein
DE876322C (de) Waermeisoliertes Gebaeudedach
EP3258049B1 (de) Vorrichtung zum abdecken des äusseren bereichs der unteren begrenzung einer gebäudeöffnung
CH636429A5 (de) Klimaanlage fuer wohnhaeuser.
AT306333B (de) Profil-Fassung für Fensterscheiben
DE3904262A1 (de) Insbesondere in zusammenarbeit mit einer biogasanlage zu betreibende schlammtrocknungsanlage
DE579733C (de) Obereiskuehlanlage mit zwangslaeufiger Luftumwaelzung
DE1900258A1 (de) Fensterscheibenfassungsprofil mit einer Kondenswasserfangrinne
DE2254145A1 (de) Einrichtung zum abschmelzen von auf einem dach liegenden schnee
DE2735353A1 (de) Gliederheizkessel aus guss
DE2517551C3 (de) Einrichtung zum wahlweisen Belüften und Beheizen von Räumen
DE4108560C2 (de) Kühlraum-Anlage mit einem Lagerzwecken dienenden Kühlraum
DE60111136T2 (de) Anordnung einer Hohlwand
EP0357704B1 (de) Rahmen für die herstellung von wänden aus glasbausteinen
AT331000B (de) Becken mit einem beckenumgang
AT302587B (de) Becken mit einem Beckenumgang
DE2239186A1 (de) Anlage zum speichern grosser waermemengen
DE183186C (de)
DE2952746C2 (de) Anordnung zum Auffangen von zum Berieseln mehrerer Tanks verwendetem Wasser
DE1559277C (de) Teilstuck einer zu hmterfullenden Rinne, insbesondere einer Stau oder Schwemmrinne fur Stalle
CH501797A (de) Ziegeldach