DE652495C - Verfahren zum Entchloren von durch Chlor gebleichten vegetabilischen Faserstoffen - Google Patents

Verfahren zum Entchloren von durch Chlor gebleichten vegetabilischen Faserstoffen

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DE652495C
DE652495C DEU12503D DEU0012503D DE652495C DE 652495 C DE652495 C DE 652495C DE U12503 D DEU12503 D DE U12503D DE U0012503 D DEU0012503 D DE U0012503D DE 652495 C DE652495 C DE 652495C
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    • DTEXTILES; PAPER
    • D06TREATMENT OF TEXTILES OR THE LIKE; LAUNDERING; FLEXIBLE MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • D06LDRY-CLEANING, WASHING OR BLEACHING FIBRES, FILAMENTS, THREADS, YARNS, FABRICS, FEATHERS OR MADE-UP FIBROUS GOODS; BLEACHING LEATHER OR FURS
    • D06L4/00Bleaching fibres, filaments, threads, yarns, fabrics, feathers or made-up fibrous goods; Bleaching leather or furs
    • D06L4/30Bleaching fibres, filaments, threads, yarns, fabrics, feathers or made-up fibrous goods; Bleaching leather or furs using reducing agents

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  • Textile Engineering (AREA)
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Description

  • Verfahren zum Entchloren von durch Chlor gebleichten vegetabilischen Faserstoffen Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Beseitigung von Resten aktiven Chlors, die sich nach der Durchführung des Bleichvorganges auf vegetabilischen Faserstoffen oft noch vorfinden und empfindliche Faserschwächungen und sonstige bekannte Störungen hervorrufen.
  • Um diese Entchlorung zu erreichen, sind verschiedenartige Mittel, wie gründliches Absäuern, lange ausgedehntes und gründliches Waschen mit viel Wasser u. dgl., im Gebrauch. Ferner wurden auch verschiedene chemische Zusätze zur Vernichtung der Chlorreste vorgeschlagen (siehe z. B. Kind, »Das Bleichen der Pflanzenfasern«, 1932, S. 149 ff.). Alle diese Mittel verlängern aber den Bleichvorgang und bringen auch sonst Mißstände mit sich, z. B. Geruchsbelästigung bei den meistens verwendeten Bisulfiten oder gelegentliche Schwefelausscheidung bei Verwendung von Thiosulfaten, falls vorher die Ware nicht von allen Säureresten befreit war, oder Vergilbungsgefahr usw.
  • Auch die Katalytschäden sind besonders bei der gntchlorung mit Wasserstoffsuperoxvd oder Persalzen oft nicht zu verhüten.
  • Weiterhin können einige der zum Entchloren empfohlenen Zusätze, darunter auch Wasserstoffsuperoxyd und die Persalze, nur jene Teile des aktiven Chlors vernichten, Gvelche aus den unterchlorigsauren Bleichflotten stammen. Sie vermögen aber das Eiweißchlor, das sich durch Einwirkung des Chlors auf die Stickstoffverbindungen der Faser bildet, nicht zu entfernen. Diese Chloramine sind auch für den berüchtigten Chlorgeruch gebleichter Ware verantwortlich zu machen, und daher ist ihre Entfernung ein besonderer Wunsch sowohl der Bleicher als auch der Verbraucher gebleichter Stoffe.
  • Andere Stoffe, besonders gewisse Alkalien, vermögen wieder zwar die Chloramine, jedoch nicht das aktive Chlor aus unterchlorigsauren Lösungen zu entfernen.
  • Es kann daher im allgemeinen nur ein Entchlorungsmittel befriedigen, das beide Arten des Chlors in einfachster Arbeitsweise zu beseitigen vermag, ohne daß hierbei Störungen anderer Art sich ergeben können.
  • Alle angeführten Entchlorungsmiftel, die zur Vernichtung beider Chlorarten Anwendung finden können, erfordern aber eine gesonderte Behandlung mit folgender gründlicher Nachwäsche, so daß der an und für sich lange dauernde Bleichvorgang hierdurch weiter verlängert und durch Zeit-, Arbeits-und besonders auch stark erhöhten Wasseraufwand erheblich verteuert wird.
  • Alle diese angedeuteten Übelstände bei der Beseitigung von Chlorresten werden vermieden, wenn man nach der vorliegenden Erfindung phosphorige oder unterphosphorige Säure oder ihre Salze verwendet. Am vorteilhaftesten haben sich phosphorige Säure und die Phosphite erwiesen. Ihre Wirksäm:. keit beruht auf ihrer Oxydation, wobei:die@ hierbei entstehenden `Stoffe niemals sclcl ,, sind. . '-Das. Entfernen des Restehlors gelingt such bei Anwendung ganz verdünnter Lösungen= im raschen Arbeitsgange. Eine besondere Arbeitsstufe braucht nichteingeschaltet zu wer- ,, den, sondern es genügt, wenn man dem letzten Waschwasser eine kleine Menge Phosphit zugibt und die Ware damit tränkt. Das gebildete Phosphat wird auf der .Ware angetrocknet, wobei etwa nicht verbrauchte kleine Phosphitmengen, die übrigens bald in Phosphate übergehen, nicht stören. Das auf der Faser antrocknende Phosphat hindert durch seinen Kristallwassergehalt das Übertrocknen und erweist sich dadurch als nützlich. Es ist ohne weiteres möglich, bei dieser Schlußbehandlung gleichzeitig auch sonstige Zusätez, wie Bläuungsmittel, Schimmel verhütende Mittel und andere übliche Zusätze, der Faser einzuverleiben. Beispiel Die gebleichte, chlorgebleichte, gesäuerte zünd gewaschene Baumwollstückware -wird durch den Wasserkalander zwecks Entwässe-#r.ün-gg geführt.' Dem Chassis des Wasserkä.landers, durch das die Ware läuft, bevor sie den Ausquetschwalzen zugeführt wird, "wird unter entsprechender Regelung des Preß-.druckes aus einem Behälter ständig eine Flotte zugeführt, die im Liter o,5 g Natriumphosphit und z g Natriumflitorid als Schimmel verhütendes Mittel enthält. Die entwässerte Ware wird mit dem entstandenen .Phosphat und mit dem allenfalls nicht oxydierten Phosphitreste sowie mit dem Fluorid ohne Nachwäsche getrocknet.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zum Entchloren von durch Chlor gebleichten vegetabilischen Faserstoffen, dadurch gekennzeichnet, daß die Textilstoffe mit einer wäßrigen Lösung von phosphoriger oder unterphosphoriger Säure oder deren Salzen behandelt werden.
DEU12503D 1934-01-15 1934-02-23 Verfahren zum Entchloren von durch Chlor gebleichten vegetabilischen Faserstoffen Expired DE652495C (de)

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