DE652423C - Fuehrungseinrichtung an Blechwalzwerken - Google Patents

Fuehrungseinrichtung an Blechwalzwerken

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DE652423C
DE652423C DESCH109403D DESC109403D DE652423C DE 652423 C DE652423 C DE 652423C DE SCH109403 D DESCH109403 D DE SCH109403D DE SC109403 D DESC109403 D DE SC109403D DE 652423 C DE652423 C DE 652423C
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DESCH109403D
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Schloemann AG
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Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B21MECHANICAL METAL-WORKING WITHOUT ESSENTIALLY REMOVING MATERIAL; PUNCHING METAL
    • B21BROLLING OF METAL
    • B21B39/00Arrangements for moving, supporting, or positioning work, or controlling its movement, combined with or arranged in, or specially adapted for use in connection with, metal-rolling mills
    • B21B39/02Feeding or supporting work; Braking or tensioning arrangements, e.g. threading arrangements
    • B21B39/04Lifting or lowering work for conveying purposes, e.g. tilting tables arranged immediately in front of or behind the pass

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Registering, Tensioning, Guiding Webs, And Rollers Therefor (AREA)

Description

  • Führungseinrichtung an Blechwalzwerken Blechwalzwerke, insbesondere für Feinbleche, haben zur Erleichterung des überhebens und Rückführung der Bleche gewöhnlich auf der Austrittsseite eine Führungseinrichtung, welche aus unmittelbar hinter dem Abstreifer angeordneten schräg aufwärts gerichteten und zumeist an einer Querachse gelagerten Leisten besteht. Über diese Leisten laufen die Bleche hoch,. bis sie die Walzen verlassen haben. Ihr vorderes Ende, mit dem sie inzwischen über die Leisten hinausgelaufen sind, wird dann von dem Hinterwalzer abwärts gedrückt, wodurch das rückwärtige Blechende zur Auflage auf die Oberwalze kommt und von dieser auf die Anstichseite des Walzwerks zurückgebracht wird.
  • Bei diesem Vorgang erhalten die Bleche eine - stark ausgeprägte Krümmung in der Durchlaufrichtung, da sie auf den Leisten hochlaufen, während ihr rückwärtiges Ende noch zwischen den Walzen ist. Diese Krümmung haben auch die das Walzwerk nach dem letzten Stich verlassenden Bleche, da diese ebenfalls erst auf den Leisten hochlaufen müssen, bevor sie zu dem hinter dem Gerüst liegenden Rolltisch gelangen. Diese Krümmung wirkt sich nun bei der weiteren Behandlung und Verarbeitung der Bleche sehr störend aus. So ist es z. B. nicht möglich, Bleche mit dieser starken Krümmung einwandfrei zu besäumen.
  • Gegenstand der Erfindung ist eine Führungseinrichtung an Blechwalzwerken, die so ausgebildet ist, daß diese störenden Erscheinungen vermieden werden. Zu diesem Zweck werden die Leisten so eingerichtet, daß sie um ihre Tragachsen in einer unwirksamen Lage oberhalb der Walzebene hochschwenkbar sind. Man kann daher die Leisten im Bedarfsfall außer Wirksamkeit setzen. Hiervon macht man nach dem letzten Walzstich Gebrauch, so daß die Bleche nicht mehr auf den Leisten hoch zu laufen brauchen, sondern unter diesen durch in gerader Richtung auf den Ablegetisch auslaufen können. Die Bleche, die bei ihrem Durchgang durch die Walzen ihre vorherige Krümmung verloren haben und gerade= gerichtet worden sind, können daher in dieser Form auch das Walzwerk verlassen. Der Antrieb der Schwenkleisten kann pneumatisch, hydraulisch, elektrisch oder andersartig sein und wird durch Steuerglieder bedient, die auf der Anstichseite des Walzwerks vorgesehen sind.
  • Als besonderer Vorteil des Erfindungsgegenstandes ist anzusehen, daß er sich ohne weiteres und ohne erhebliche Kosten an be-. stehenden Walzwerken anbauen läßt.
  • In den Zeichnungen ist der Erfindungsgegenstand in einem Ausführungsbeispiel dargestellt.
  • Abb. i ist ein Aufriß und Abb.2 ein Grundriß eines mit der Führungseinrichtung -nach der Erfindung ausgestalteten Duo-Walzwerks.
  • Das Walzwerk besteht in herkömmlicher Weise aus einer Oberwalze i und einer Unterwalze 2, die in den Ständern 3 gelagert sind. Vor und hinter dem Walzwerk ist je ein Rolltisch 4 und 5 vorgesehen. Auf der Austrittsseite des Walzwerks-ist unmittelbar hinter dem Abstreifer 6 eine Hilfsvorrichtung zum Überheben und Rückführen, der Bleche angeordnet, welche aus zwei schräg aufwärts gerichteten Leisten 7 besteht, die a@if einer gemeinsamen Tragachse 8 sitzen. Di-Tragachse 8 ist an den Ständern 3 des Walz-Werkes gelagert. Erfindungsgemäß ist diese Führungseinrichtung hochschwenkbar eingerichtet. Hierfür dient ein gleichfalls an den Ständern 3 angebrachter hydraulischer oder pneumatischer Antrieb 9, der an einem auf der Tragachse 8 sitzenden Hebel io angreift und die Leisten-7 von der in Abb. i ausgezogenen- Linien dargestellten Lage in die punktiete Lage oder zurück verschwenkt. Der Antrieb 9 hat ein Steuerventil ii auf der Anstichseite des Walzgerüsts, das von einer dort vorgesehenen Tretleiste 12 bedient wird.
  • Gewöhnlich befindet sich die Führungseinrichtung in der in Abb. i mit ausgezogenen Linien wiedergegebenen Tieflage, in der die Leisten 7 sich an den Abstreifer 6 anschließen. Die aus den Walzen i und 2 austretenden Bleche laufen somit auf den Leisten 7 hoch und erhalten dadurch eine dem Steigungswinkel der Leisten 7 entsprechende Krümmung. Sobald das rückwärtige Ende ,der Bleche von den Walzen freigegeben und ihr -vorderes Ende über die Leisten 7 hinausgelaufen ist, wird das Blech von dem Hinterwalzer nach unten gedrückt, so daß sein rückwärtiges Ende nach oben geht und zür Anlage an die Oberwalze i kommt, die das Blech zur Anstichseite zurückfördert. In dieser Weise ..wird bis einschließlich zum vorletzten Walzstich gearbeitet. Ist dieser beendet und hat dis Blech die Leisten 7 verlassen, so .wird die 7etleiste 12 von dem Vorderwalzer bedient Yund dadurch mittels des Ventils i i der Antrieb 9 so umgesteuert, daß die mit diesem Antrieb verbundenen Leisten 7 von der Walzebene abgehoben und in die in punktierten Linien dargestellte Lage verschwenkt werden. Beim letzten Stich können nunmehr die Walzen i und 2 unbehindert ihre Richtwirkung ausüben, da die Bleche in gerader Richtung auf den Rolltisch 5 auslaufen können, ohne an den Leisten 7 hochlaufen zu müssen.

Claims (2)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Führungseinrichtung an Blechwalzwerken, bestehend aus auf der Blechwalzwerken, des Walzwerks angeordneten schräg aufwärts gerichteten Leisten zur Erleichterung der Obergabe der Bleche auf die Anstichseite, dadurch gekennzeichnet, daß die Leisten (7) um ihre Tragachsen (8) in eine unwirksame Lage oberhalb der Walzebene hochschwenkbar eingerichtet sind.
  2. 2. Führungseinrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Steuerglieder (Tretleiste 12) für den Antrieb (9) der Schwenkleisten auf der Anstichseite des Walzwerks vorgesehen sind.
DESCH109403D 1936-03-04 1936-03-04 Fuehrungseinrichtung an Blechwalzwerken Expired DE652423C (de)

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