DE65205C - Schleif- und Polirscheiben und Wetzsteine aus Schleifpulver in Cellulosemasse - Google Patents
Schleif- und Polirscheiben und Wetzsteine aus Schleifpulver in CellulosemasseInfo
- Publication number
- DE65205C DE65205C DENDAT65205D DE65205DA DE65205C DE 65205 C DE65205 C DE 65205C DE NDAT65205 D DENDAT65205 D DE NDAT65205D DE 65205D A DE65205D A DE 65205DA DE 65205 C DE65205 C DE 65205C
- Authority
- DE
- Germany
- Prior art keywords
- fabric
- roller
- grinding
- layer
- format
- Prior art date
- Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
- Expired - Lifetime
Links
- 238000000227 grinding Methods 0.000 title claims description 12
- 238000005498 polishing Methods 0.000 title claims description 12
- 229920002678 cellulose Polymers 0.000 title claims description 7
- 239000001913 cellulose Substances 0.000 title claims description 7
- 239000000843 powder Substances 0.000 title description 2
- 239000004744 fabric Substances 0.000 claims description 17
- 239000000463 material Substances 0.000 claims description 13
- 229920001131 Pulp (paper) Polymers 0.000 claims description 6
- 238000004519 manufacturing process Methods 0.000 claims description 2
- 239000002184 metal Substances 0.000 claims description 2
- 238000000034 method Methods 0.000 claims description 2
- 239000004575 stone Substances 0.000 claims description 2
- 229920003043 Cellulose fiber Polymers 0.000 claims 1
- UFHFLCQGNIYNRP-UHFFFAOYSA-N Hydrogen Chemical compound [H][H] UFHFLCQGNIYNRP-UHFFFAOYSA-N 0.000 claims 1
- 238000001035 drying Methods 0.000 claims 1
- 239000008187 granular material Substances 0.000 claims 1
- 239000012254 powdered material Substances 0.000 claims 1
- 238000000926 separation method Methods 0.000 claims 1
- XLYOFNOQVPJJNP-UHFFFAOYSA-N water Substances O XLYOFNOQVPJJNP-UHFFFAOYSA-N 0.000 claims 1
- 239000002023 wood Substances 0.000 description 3
- 239000003795 chemical substances by application Substances 0.000 description 2
- 229910001651 emery Inorganic materials 0.000 description 2
- 239000011521 glass Substances 0.000 description 2
- 235000008733 Citrus aurantifolia Nutrition 0.000 description 1
- 239000006004 Quartz sand Substances 0.000 description 1
- VYPSYNLAJGMNEJ-UHFFFAOYSA-N Silicium dioxide Chemical compound O=[Si]=O VYPSYNLAJGMNEJ-UHFFFAOYSA-N 0.000 description 1
- 235000011941 Tilia x europaea Nutrition 0.000 description 1
- 239000000835 fiber Substances 0.000 description 1
- -1 flint Substances 0.000 description 1
- 239000010985 leather Substances 0.000 description 1
- 239000004571 lime Substances 0.000 description 1
- 239000008262 pumice Substances 0.000 description 1
- 238000007493 shaping process Methods 0.000 description 1
Classifications
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B24—GRINDING; POLISHING
- B24D—TOOLS FOR GRINDING, BUFFING OR SHARPENING
- B24D18/00—Manufacture of grinding tools or other grinding devices, e.g. wheels, not otherwise provided for
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Manufacturing & Machinery (AREA)
- Mechanical Engineering (AREA)
- Polishing Bodies And Polishing Tools (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAM
Diese Erfindung betrifft die Herstellung von Schleif- und Polirscheiben und Wetzsteinen,
wie solche zum Schleifen und Poliren von Gegenständen aus Glas, Holz, Metall und
anderen Materialien verwendet werden, und hat den Zweck, einen billigen und gut brauchbaren
Ersatz für die Schmirgelscheiben und die am Umfang meistens mit Leder überzogenen
Holzscheiben, auf welche das Schleifoder Polirpulver (Schmirgel, Hammerschlag, Bimsstein, Feuerstein, Glas, Quarzsand, Kalk,
Polirroth etc.) aufgetragen wird, sowie für die Wetzsteine (Handschleifsteine) zu schaffen.
Der Erfindung gemäfs geschieht das in der Weise, dafs man Scheiben oder Körper von
der Form der Wetzsteine aus Holzschliff von gedämpftem oder nicht gedämpftem Holz oder
aus Cellulose herstellt, welchen Materialien das in Pulver oder Körnerform gebrachte Schleifoder
Polirmittel während der Formgebung auf die im Nachstehenden beschriebene Weise beigemengt
wird.
Zur Verarbeitung von Holzschliff oder Cellulose in die den Gegenstand der Erfindung bildenden
Scheiben oder wetzsteinförmigen Körper bedient man sich in allen Fällen in erster Linie
einer Cylinderpappemaschine, wobei der Vorgang ein zweifacher sein kann.
Die erste Vorgangsweise besteht darin, dafs man auf die sogen. Formatwalze der Pappemaschine,
auf welcher sich das fertige Product bildet, so lange Stoff auflaufen läfst, bis eine
Schicht von solcher Dicke gebildet erscheint, dafs man daraus die gewünschten Scheiben
oder wetzsteinförmigen Körper stanzen' kann. Behufs Vermengung des pulverförmigen oder
gekörnten Schleif- oder Polirmaterials mit dem Holzschliff oder der Cellulose wird über
der Stoffbahn — etwa auf halbem Wege zwischen der Entwässerungstrommel und der
Formatwalze ■— eine Aufstreuvorrichtung angeordnet, welche dieses Material gleichmäfsig
auf der dünnen, breiförmigen Stoffschicht vertheilt. Wie leicht begreiflich, wird auf diese
Weise zwischen je zwei Schichten Holzschliff oder Cellulose eine Schicht des pulverförmigen
oder gekörnten Schleif- oder Polirmaterials eingeschlossen und durch Verfilzung der Fasern
beider Schichten festgehalten.
Die zweite Vorgangsweise zur Herstellung von Scheiben besteht darin, dafs man die
Formatwalze durch eine dünne Welle ersetzt, auf welcher eine Anzahl Holzwalzen von
kleinem Durchmesser angebracht sind. Entsprechend den Zwischenräumen zwischen den
Holzwalzen ist die Entwässerungstrommel von Leinwandstreifen umgeben, längs welcher kein
Ansaugen von Holzschliff oder Cellulose stattfindet, so dafs dann auf dem endlosen Filz
der Pappemaschine nur den Walzen entsprechende getrennte Stoffbahnen entstehen. Diese Stoffbahnen rollen sich dann spiralig
auf den dünnen Walzen auf, was man so lange vor sich gehen läfst, bis der gewünschte
Durchmesser der auf diese Weise gebildeten Scheiben erreicht ist. Die Vorrichtung zum
Aufstreuen des pulverförmigen oder gekörnten Schleif- oder Polirmittels wird in diesem Falle
in analoger Weise wie der Entwässerungscylinder mit undurchlässigen Abschnitten versehen,
welche an den betreffenden Stellen das Durchfallen des Materials verhindern. Die
Scheiben werden dann in cylindrische Formen eingelegt, auf deren durchlochten Boden ein
starker Filz aufruht und welche in der Mitte einen Zapfen zur Bildung des Nabenloches be-
Claims (2)
- sitzen. In diesen Formen setzt man die Scheiben einem starken axialen Druck aus, welcher ihre Höhe auf etwa Y3 reducirt. Schliefslich werden auch die auf diese Weise hergestellten Scheiben getrocknet, was an der Luft oder in geheizten Räumen geschehen kann.Beiliegende Zeichnung stellt eine zur Ausführung der Erfindung eingerichtete Cylinderpappemaschine durch Fig. ι im Aufrifs und durch Fig. 2 im Grundrifs dar.α ist die Siebtrommel, welche im Trog b langsam in der Pfeilrichtung rotirt und sich dabei mit Stoff bedeckt, während aus ihrem Innern das Wasser durch einen Heber abgeleitet wird. Die Siebtrommel α übergiebt den Stoff an den mittelst der Gautschwalze 1 angedruckten endlosen Filz c, welcher über die Walzen 2, 3 und 4 nach der Formatwalze d läuft, welche die Stoffschicht abnimmt. Ueber die Walzen 5, 6, 7, 8, 9, 10 und 11 läuft dann der endlose Filz wieder nach der Siebtrommel α zurück.Während das bisher Beschriebene der bekannten Einrichtung der S tr ο bei'sehen Cylinderpappemaschine entspricht, weist die Formatwalze d gegenüber dieser Maschine folgende Abweichungen auf: Ihr Durchmesser ist bedeutend gröfser als der übliche; statt der gewöhnlich vorhandenen zwei einander diametral gegenüberstehenden Längsnuthen besitzt sie deren eine gröfsere Anzahl, und während bei gewöhnlichen Cylinderpappemaschinen die verschiebbaren Lager d1 mit einer Belastungsvorrichtung verbunden sind, sind sie hier ausbalancirt.Die Vorrichtung zum Ausbalanciren besteht in den zweiarmigen Hebeln <i2, von welchen ein Arm durch eine Zugstange ds mit dem betreifenden Lager verbunden ist, während der andere Arm ein verschiebbares Gewicht d* trägt.Der gröfsere Durchmesser der Formatwalze d im Verein mit der gröfseren Anzahl von Nuthen hat den Zweck, weniger stark gekrümmte Stoffplatten zu erzielen; längs der Nuthen, welche mit Blech gefüttert sind, wird nämlich die Stoffschicht, nachdem sie gehörige Dicke erlangt hat, zerschnitten.Das Ausbalanciren der Walze wird durch deren gröfseres Gewicht und durch das grofse Gewicht der darauf befindlichen Stoffschicht nothwendig gemacht. Der durch dieses Gewicht verursachte starke Druck an einer Stelle des Umfanges der Formatwalze würde nämlich eine Ausdehnung der Stoffschicht in die Breite und folglich eine Vergröfserung des Durchmessers derselben und ihr Lostrennen von der Walze zur Folge haben.Da der nasse Stoff in dicken Schichten auch nicht genügende Cohäsion besitzt, auf dafs dem Reifsen der Schicht mit Sicherheit vorgebeugt sei, läfst man nach je 30 bis 40 Stofflagen eine Schicht weitmaschigen Gewebes (Organtin) einlaufen. Dieses Gewebe wird in Stücke zerschnitten, deren Länge und Breite der Länge und dem Umfang der Formatwalze entsprechen, und diese Stücke werden oberhalb der Gautschwalze 1 von Arbeitern aufgelegt, so dafs der endlose Filz c sie mitnimmt.Zunächst der Gautschwalze 1 wird über dem endlosen Filz c eine Vorrichtung zum Aufstreuen des pulverförmigen oder gekörnten Schleif- oder Polirmaterials angebracht. Diese Vorrichtung kann aus einem Schüttelsieb bestehen oder aus einem Trichter f mit Speisewalze y1, wie die Zeichnung zeigt. Der Schieber f1 wird so nahe an die Walze f1 angestellt , dafs zwischen beiden Scheiben ein enger Spalt freibleibt, und die von der Gautschwalzenwelle aus angetriebene Speisewälze f1 befördert das im Trichter f befindliche gepulverte oder gekörnte Material beständig durch den Spalt, so dafs er auf die durch den Filz c fortbewegte Stoffschicht, fällt.Aus solchen Holzschliff- oder Celluloseplatten mit beigemengtem Schleif- oder Polirmaterial werden dann Scheiben oder wetzsteinförmige Körper gestanzt, welche man schliefslich prefst und trocknet.Pat ε nt-Ansprüche:ι . Schleif- und Polirscheiben und Handschleifsteine (Wetzsteine), bei welchen zwischen dünnen Schichten von Holzschliff oder Cellulose pulverförmiges oder gekörntes Schleif- oder Polirmaterial durch die verfilzten Zellstofffasern festgehalten wird.
- 2. Ein Verfahren zur Herstellung der unter 1. angegebenen Schleif- und Polirscheiben und Handschleifsteine, darin bestehend, dafs man auf der Formatwalze d einer Cylinderpappemaschine, welche zwischen Gautschwalze ι und Formatwalze d eine Aufstreuvorrichtung fflf2 für pulverförmiges oder gekörntes Schleif- oder Polirmaterial trägt, so viele mit diesem Material bestreute Stoffschichten und zeitweise eine Zwischenschicht weitmaschigen Gewebes auflaufen läfst, dafs aus der von der Formatwalze abgenommenen Platte die Scheiben oder Wetzsteine gestanzt werden können, wobei Scheiben auch durch spiraliges Aufrollen entsprechend schmaler, mit Schleif- oder Polirmaterial bestreuter Stoffbahnen auf eine dünne Walze hergestellt werden können.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE65205C true DE65205C (de) |
Family
ID=339017
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT65205D Expired - Lifetime DE65205C (de) | Schleif- und Polirscheiben und Wetzsteine aus Schleifpulver in Cellulosemasse |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE65205C (de) |
-
0
- DE DENDAT65205D patent/DE65205C/de not_active Expired - Lifetime
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| DE69009284T2 (de) | Verfahren und Vorrichtung zum Erzeugen eines verschlissenen Aussehens von Textilien sowie so hergestellte Materialien. | |
| CH368740A (de) | Verfahren und Anlage zur Herstellung von Baukörpern | |
| DE65205C (de) | Schleif- und Polirscheiben und Wetzsteine aus Schleifpulver in Cellulosemasse | |
| DE10122971A1 (de) | Streugutanlage zum Streuen von Streugut, insbesondere von Holzspänen, Holzfasern o. dgl. auf einen Streubandförderer | |
| DE3325669A1 (de) | Verfahren und vorrichtung zur herstellung von faservliesbahnen | |
| DE102005022746A1 (de) | Verfahren und Anlage zum Aufstreuen von Spänen | |
| DE2228407C3 (de) | Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von Belagmasse für den bituminösen Straßenbau | |
| DE460600C (de) | Zerkleinerungsmaschine, insbesondere fuer Erze und unhaeltiges Gut | |
| DE819668C (de) | Verfahren zur Herstellung von Platten aus Schuettgut | |
| EP1149671B1 (de) | Vorrichtung zum Streuen von Streugut auf eine kontinuierlich bewegte Unterlage | |
| DE3024477C2 (de) | ||
| DE10122965B4 (de) | Streugutanlage zum Streuen von Streugut, insbes. von Holzspänen, Holzfasern o. dgl. auf einen Streubandförderer | |
| DE4311204C2 (de) | Vorrichtung zur Abscheidung plastischer Schadstoffe, insbesondere Ton, bei der Kiesaufbereitung | |
| AT93779B (de) | Verfahren zur mechanischen Scheidung des Hausmülls. | |
| DE153869C (de) | ||
| AT220465B (de) | Verfahren zur Herstellung von oberflächenveredelten Gegenständen, insbesondere Platten | |
| DE2853716A1 (de) | Schleifstein zum herstellen von holzschliff | |
| EP0725715B1 (de) | Verfahren und anlagen zur herstellung von aus fasern und hydraulischem bindemittel bestehenden produkten | |
| DE2424980A1 (de) | Vorrichtung zur herstellung von holzschliff | |
| DE430030C (de) | Teigformwalzwerk mit einem zwischen Formwalze und einem Saugzylinder gefuehrten endlosen Entleerungstuch | |
| DE44396C (de) | Maschine zum Bearbeiten von Stoffen jeglicher Art, in Sonderheit Getreide | |
| DE557287C (de) | Verfahren zur Herstellung einer Kunststeinmasse | |
| DE579560C (de) | Vorrichtung zum Zerkleinern von Holzstuecken, Holzabfall u. dgl. | |
| DE75434C (de) | Schälmaschine für Getreide und Hülsenfrüchte | |
| DE673866C (de) | Maschine mit umlaufender, mit Krempeldraehtchen besetzter Walze |