DE65205C - Schleif- und Polirscheiben und Wetzsteine aus Schleifpulver in Cellulosemasse - Google Patents

Schleif- und Polirscheiben und Wetzsteine aus Schleifpulver in Cellulosemasse

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DE65205C
DE65205C DENDAT65205D DE65205DA DE65205C DE 65205 C DE65205 C DE 65205C DE NDAT65205 D DENDAT65205 D DE NDAT65205D DE 65205D A DE65205D A DE 65205DA DE 65205 C DE65205 C DE 65205C
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Germany
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DENDAT65205D
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L. JESSERNIGG in Hetzendorf bei Judenburg, Steiermark
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B24GRINDING; POLISHING
    • B24DTOOLS FOR GRINDING, BUFFING OR SHARPENING
    • B24D18/00Manufacture of grinding tools or other grinding devices, e.g. wheels, not otherwise provided for

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Manufacturing & Machinery (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Polishing Bodies And Polishing Tools (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAM
Diese Erfindung betrifft die Herstellung von Schleif- und Polirscheiben und Wetzsteinen, wie solche zum Schleifen und Poliren von Gegenständen aus Glas, Holz, Metall und anderen Materialien verwendet werden, und hat den Zweck, einen billigen und gut brauchbaren Ersatz für die Schmirgelscheiben und die am Umfang meistens mit Leder überzogenen Holzscheiben, auf welche das Schleifoder Polirpulver (Schmirgel, Hammerschlag, Bimsstein, Feuerstein, Glas, Quarzsand, Kalk, Polirroth etc.) aufgetragen wird, sowie für die Wetzsteine (Handschleifsteine) zu schaffen.
Der Erfindung gemäfs geschieht das in der Weise, dafs man Scheiben oder Körper von der Form der Wetzsteine aus Holzschliff von gedämpftem oder nicht gedämpftem Holz oder aus Cellulose herstellt, welchen Materialien das in Pulver oder Körnerform gebrachte Schleifoder Polirmittel während der Formgebung auf die im Nachstehenden beschriebene Weise beigemengt wird.
Zur Verarbeitung von Holzschliff oder Cellulose in die den Gegenstand der Erfindung bildenden Scheiben oder wetzsteinförmigen Körper bedient man sich in allen Fällen in erster Linie einer Cylinderpappemaschine, wobei der Vorgang ein zweifacher sein kann.
Die erste Vorgangsweise besteht darin, dafs man auf die sogen. Formatwalze der Pappemaschine, auf welcher sich das fertige Product bildet, so lange Stoff auflaufen läfst, bis eine Schicht von solcher Dicke gebildet erscheint, dafs man daraus die gewünschten Scheiben oder wetzsteinförmigen Körper stanzen' kann. Behufs Vermengung des pulverförmigen oder gekörnten Schleif- oder Polirmaterials mit dem Holzschliff oder der Cellulose wird über der Stoffbahn — etwa auf halbem Wege zwischen der Entwässerungstrommel und der Formatwalze ■— eine Aufstreuvorrichtung angeordnet, welche dieses Material gleichmäfsig auf der dünnen, breiförmigen Stoffschicht vertheilt. Wie leicht begreiflich, wird auf diese Weise zwischen je zwei Schichten Holzschliff oder Cellulose eine Schicht des pulverförmigen oder gekörnten Schleif- oder Polirmaterials eingeschlossen und durch Verfilzung der Fasern beider Schichten festgehalten.
Die zweite Vorgangsweise zur Herstellung von Scheiben besteht darin, dafs man die Formatwalze durch eine dünne Welle ersetzt, auf welcher eine Anzahl Holzwalzen von kleinem Durchmesser angebracht sind. Entsprechend den Zwischenräumen zwischen den Holzwalzen ist die Entwässerungstrommel von Leinwandstreifen umgeben, längs welcher kein Ansaugen von Holzschliff oder Cellulose stattfindet, so dafs dann auf dem endlosen Filz der Pappemaschine nur den Walzen entsprechende getrennte Stoffbahnen entstehen. Diese Stoffbahnen rollen sich dann spiralig auf den dünnen Walzen auf, was man so lange vor sich gehen läfst, bis der gewünschte Durchmesser der auf diese Weise gebildeten Scheiben erreicht ist. Die Vorrichtung zum Aufstreuen des pulverförmigen oder gekörnten Schleif- oder Polirmittels wird in diesem Falle in analoger Weise wie der Entwässerungscylinder mit undurchlässigen Abschnitten versehen, welche an den betreffenden Stellen das Durchfallen des Materials verhindern. Die Scheiben werden dann in cylindrische Formen eingelegt, auf deren durchlochten Boden ein starker Filz aufruht und welche in der Mitte einen Zapfen zur Bildung des Nabenloches be-

Claims (2)

  1. sitzen. In diesen Formen setzt man die Scheiben einem starken axialen Druck aus, welcher ihre Höhe auf etwa Y3 reducirt. Schliefslich werden auch die auf diese Weise hergestellten Scheiben getrocknet, was an der Luft oder in geheizten Räumen geschehen kann.
    Beiliegende Zeichnung stellt eine zur Ausführung der Erfindung eingerichtete Cylinderpappemaschine durch Fig. ι im Aufrifs und durch Fig. 2 im Grundrifs dar.
    α ist die Siebtrommel, welche im Trog b langsam in der Pfeilrichtung rotirt und sich dabei mit Stoff bedeckt, während aus ihrem Innern das Wasser durch einen Heber abgeleitet wird. Die Siebtrommel α übergiebt den Stoff an den mittelst der Gautschwalze 1 angedruckten endlosen Filz c, welcher über die Walzen 2, 3 und 4 nach der Formatwalze d läuft, welche die Stoffschicht abnimmt. Ueber die Walzen 5, 6, 7, 8, 9, 10 und 11 läuft dann der endlose Filz wieder nach der Siebtrommel α zurück.
    Während das bisher Beschriebene der bekannten Einrichtung der S tr ο bei'sehen Cylinderpappemaschine entspricht, weist die Formatwalze d gegenüber dieser Maschine folgende Abweichungen auf: Ihr Durchmesser ist bedeutend gröfser als der übliche; statt der gewöhnlich vorhandenen zwei einander diametral gegenüberstehenden Längsnuthen besitzt sie deren eine gröfsere Anzahl, und während bei gewöhnlichen Cylinderpappemaschinen die verschiebbaren Lager d1 mit einer Belastungsvorrichtung verbunden sind, sind sie hier ausbalancirt.
    Die Vorrichtung zum Ausbalanciren besteht in den zweiarmigen Hebeln <i2, von welchen ein Arm durch eine Zugstange ds mit dem betreifenden Lager verbunden ist, während der andere Arm ein verschiebbares Gewicht d* trägt.
    Der gröfsere Durchmesser der Formatwalze d im Verein mit der gröfseren Anzahl von Nuthen hat den Zweck, weniger stark gekrümmte Stoffplatten zu erzielen; längs der Nuthen, welche mit Blech gefüttert sind, wird nämlich die Stoffschicht, nachdem sie gehörige Dicke erlangt hat, zerschnitten.
    Das Ausbalanciren der Walze wird durch deren gröfseres Gewicht und durch das grofse Gewicht der darauf befindlichen Stoffschicht nothwendig gemacht. Der durch dieses Gewicht verursachte starke Druck an einer Stelle des Umfanges der Formatwalze würde nämlich eine Ausdehnung der Stoffschicht in die Breite und folglich eine Vergröfserung des Durchmessers derselben und ihr Lostrennen von der Walze zur Folge haben.
    Da der nasse Stoff in dicken Schichten auch nicht genügende Cohäsion besitzt, auf dafs dem Reifsen der Schicht mit Sicherheit vorgebeugt sei, läfst man nach je 30 bis 40 Stofflagen eine Schicht weitmaschigen Gewebes (Organtin) einlaufen. Dieses Gewebe wird in Stücke zerschnitten, deren Länge und Breite der Länge und dem Umfang der Formatwalze entsprechen, und diese Stücke werden oberhalb der Gautschwalze 1 von Arbeitern aufgelegt, so dafs der endlose Filz c sie mitnimmt.
    Zunächst der Gautschwalze 1 wird über dem endlosen Filz c eine Vorrichtung zum Aufstreuen des pulverförmigen oder gekörnten Schleif- oder Polirmaterials angebracht. Diese Vorrichtung kann aus einem Schüttelsieb bestehen oder aus einem Trichter f mit Speisewalze y1, wie die Zeichnung zeigt. Der Schieber f1 wird so nahe an die Walze f1 angestellt , dafs zwischen beiden Scheiben ein enger Spalt freibleibt, und die von der Gautschwalzenwelle aus angetriebene Speisewälze f1 befördert das im Trichter f befindliche gepulverte oder gekörnte Material beständig durch den Spalt, so dafs er auf die durch den Filz c fortbewegte Stoffschicht, fällt.
    Aus solchen Holzschliff- oder Celluloseplatten mit beigemengtem Schleif- oder Polirmaterial werden dann Scheiben oder wetzsteinförmige Körper gestanzt, welche man schliefslich prefst und trocknet.
    Pat ε nt-Ansprüche:
    ι . Schleif- und Polirscheiben und Handschleifsteine (Wetzsteine), bei welchen zwischen dünnen Schichten von Holzschliff oder Cellulose pulverförmiges oder gekörntes Schleif- oder Polirmaterial durch die verfilzten Zellstofffasern festgehalten wird.
  2. 2. Ein Verfahren zur Herstellung der unter 1. angegebenen Schleif- und Polirscheiben und Handschleifsteine, darin bestehend, dafs man auf der Formatwalze d einer Cylinderpappemaschine, welche zwischen Gautschwalze ι und Formatwalze d eine Aufstreuvorrichtung fflf2 für pulverförmiges oder gekörntes Schleif- oder Polirmaterial trägt, so viele mit diesem Material bestreute Stoffschichten und zeitweise eine Zwischenschicht weitmaschigen Gewebes auflaufen läfst, dafs aus der von der Formatwalze abgenommenen Platte die Scheiben oder Wetzsteine gestanzt werden können, wobei Scheiben auch durch spiraliges Aufrollen entsprechend schmaler, mit Schleif- oder Polirmaterial bestreuter Stoffbahnen auf eine dünne Walze hergestellt werden können.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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