DE44396C - Maschine zum Bearbeiten von Stoffen jeglicher Art, in Sonderheit Getreide - Google Patents
Maschine zum Bearbeiten von Stoffen jeglicher Art, in Sonderheit GetreideInfo
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Classifications
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B02—CRUSHING, PULVERISING, OR DISINTEGRATING; PREPARATORY TREATMENT OF GRAIN FOR MILLING
- B02B—PREPARING GRAIN FOR MILLING; REFINING GRANULAR FRUIT TO COMMERCIAL PRODUCTS BY WORKING THE SURFACE
- B02B3/00—Hulling; Husking; Decorticating; Polishing; Removing the awns; Degerming
- B02B3/04—Hulling; Husking; Decorticating; Polishing; Removing the awns; Degerming by means of rollers
Landscapes
- Adjustment And Processing Of Grains (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
Das Schälen des Getreides, d. h, das gleichmäfsige Abarbeiten seiner äufseren Hülle, womöglich
bis auf den mehlhaltigen Kern, ist lange, aber bisher erfolglos angestrebt worden. Wie
auch immer ausgeführt, war das Ergebnifs ungleichmäfsig und von Bruch- und Mehlverlust
begleitet. Wenn man das Getreide zu diesem Behufe in waagrecht drehenden Trommeln über
deren gerauhte Innenfläche rollen und unter sich reiben läfst, findet das Abarbeiten der
Schale noch am gleichmäfsigsten, jedoch nur in sehr geringem Mafse statt. Bei dem geringen
specifischen Gewicht der Getreidekörner fehlt der zur energischen angreifenden Abarbeitung
erforderliche Druck auf die Arbeitsbezw. Reibungsfläche. Andere Körper von gröfserer specifischer Schwere werden z. B. bei
solcher Behandlung stärker angegriffen, weil ihre eigene Last auf einander und auf die
Trommelwand sie abnutzungsfähiger macht. Beschleunigt man nun die Umdrehung der Trommel, so legt sich zwar das Getreide in
dem Mafse der zunehmenden Umdrehungsgeschwindigkeit auch mit stärkerem Druck auf
die innere Trommelwand, es hört dagegen jede reibende und rollende Bewegung der Körner unter einander und an der Trommelwand
und damit auch jede Arbeit und Bearbeitung schliefslich gänzlich auf. Das Getreide
bildet alsdann vielmehr eine an der Trommelwand anhängende, durch Schleuderkraft
bewegte, aber gegenüber der Trommelwand für sich in diesem Zustande unbewegliche
Masse. Dennoch mufste es möglich sein, in diese so bewegte und dadurch unter erheblichem
Druck gesetzte Masse eine solche Bewegung (Verschiebung, Rollen) eintreten zu lassen, um diese zur Arbeitsleistung benutzen
zu können.
Dieser Gedanke liegt vorliegender Erfindung zu Grunde.
Bei dieser ist die rollende, reibende Wirkung der sich langsam drehenden Trommel mit der
durch Schleuderkraft erzeugten, den Druck bewirkenden bezw. erhöhenden Bewegung vereinigt,
und dadurch erreicht, dafs das Getreide unter diesem nach Bedürfnifs künstlich erzeugten
Drucke in der sich drehenden Trommel bearbeitet und bis zu einem wünscbenswerthen
Grade geschält werden kann. Die Trommel wird zu diesem Zwecke mit ihrem Inhalt zunächst
um die eigene Achse gedreht, jedoch gleichzeitig noch, und zwar in entgegengesetzter
Richtung um einen aufser Mitte zu ihrer Achse gelegten Drehungspunkt geschwungen, so dafs
das Getreide sich stets gegen den jeweilig von der Schwingungsachse entferntesten Theil der
inneren Trommelwand, entsprechend der Umfangsgeschwindigkeit, andrückt und also unter
beliebigem Druck, vermöge der entgegengesetzten Drehung der Trommel um ihre eigene
Achse, auf deren Innenfläche eine beständige Verschiebung erleidet, welche theils durch
Reibung an der rauhen Fläche, theils durch Reibung der Körner unter sich scheuernd und
schälend wirkt.
Die hiernach angeordnete Maschine besteht, Fig. ι und 2, aus den zur Aufnahme des Getreides
bestimmten Trommeln A, welche zweckentsprechend gelagert und so angeordnet sind,
dafs sie unter Vermittelung der Stirnräder m η und ο oder auch, wie in Fig. 6 angegeben,
Claims (1)
- durch ein Rad mit innerer Verzahnung oder wie sonst ausführbar, einerseits um ihre eigene Achse C drehen und aufserdem noch in entgegengesetzter Richtung um die parallel, jedoch aufser Mitte zu C gelegene Achse (bezw. Rad m) mit gröfserer Umfangsgeschwindigkeit schwingen bezw. geschleudert werden. In dieser planetenartigen Bewegung können zwei oder mehr oder auch nur eine Trommel angeordnet werden, wie in Fig. 3 bis 5 angedeutet ist.Statt die Trommeln symmetrisch und parallel um ihre gemeinschaftliche Schwingungsachse anzuordnen, können dieselben auch hinter einander gelegt werden, wie in Fig. 7 angegeben, wobei die Schwingungsachse der Trommeln und diese selbst gewissermafsen wie durch eine mehrfach gekröpfte Welle vereinigt, bewegt werden. Die Trommeln können cylindrisch, eckig, kugelförmig oder sonst wie als Hohlkörper gestaltet sein. Die Arbeit kann unter Benutzung bekannter Einrichtungen mit Unterbrechungen oder fortdauernd stattfinden, wobei das Getreide durch Schöpfbecher (wie in Fig. ι und 2 durch c c angedeutet) oder durch hohl gehaltene Achsen eingeführt werden und in ähnlicher Weise austreten kann. Die Trommeln sind stellenweise mit gelochtem Blech oder mit Gewebe versehen, wodurch die abgeriebenen Theile heraustreten können.In solchen Trommeln lassen sich nach Angabe des Erfinders Getreidekörner enthülsen und stufenweise abarbeiten und abrunden, so dafs dadurch Getreide jeder Art, Reis u. dergl.nicht nur gereinigt und geschält für die weitere Vermahlung vorbereitet oder zu Graupenform verarbeitet, sondern sogar schichtenweise von aufsen nach innen zu Mehl zerkleinert werden kann. Für diese Verarbeitung mufs die innere Fläche der Trommel zweckentsprechend griffig sein, sei es, dafs sie aus rauhem Stoff, wie Porcellan, Steingut, Schmirgel, Stein etc., hergestellt ist, oder aus Metall besteht, welches geriffelt oder feilenartig aufgehauen oder aus kantigen Theilen zusammengesetzt ist. Versieht man diese innere Fläche mit scharfkantigen Stiften, Warzen, so wirkt dieselbe auf das Getreide zerstückelnd, Gries bildend.In gleicher Weise wie Getreide können auch andere Gegenstände in solchen Trommeln an ihrer Oberfläche abgearbeitet, abgeschliffen, abgerundet werden, z. B. Schrot, Nadeln, Perlen, Knöpfe u. dergl. Die Bearbeitung kann trocken oder, unter Zuflufs von Flüssigkeiten, nafs erfolgen. Die Anordnung der Trommeln kann sowohl mit senkrechten, wie mit waagrechten Achsen stattfinden.Patenτ-Anspruch:Eine Maschine zum Bearbeiten von Stoffen jeglicher Art, in Sonderheit Getreide, bestehend aus Hohlkörpern, welche planetenartig sowohl um ihre eigene Achse, als auch gleichzeitig in entgegengesetzter Drehungsrichtung, um eine zu dieser Achse aufser Mitte gelagerte Achse gedreht werden.Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE44396C true DE44396C (de) |
Family
ID=319634
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT44396D Expired - Lifetime DE44396C (de) | Maschine zum Bearbeiten von Stoffen jeglicher Art, in Sonderheit Getreide |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE44396C (de) |
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