DE65155C - Maschine zum Brechen, Schwingen und Hecheln von Flachs und anderen Pflanzenfasern - Google Patents
Maschine zum Brechen, Schwingen und Hecheln von Flachs und anderen PflanzenfasernInfo
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- DE65155C DE65155C DENDAT65155D DE65155DA DE65155C DE 65155 C DE65155 C DE 65155C DE NDAT65155 D DENDAT65155 D DE NDAT65155D DE 65155D A DE65155D A DE 65155DA DE 65155 C DE65155 C DE 65155C
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Classifications
-
- D—TEXTILES; PAPER
- D01—NATURAL OR MAN-MADE THREADS OR FIBRES; SPINNING
- D01B—MECHANICAL TREATMENT OF NATURAL FIBROUS OR FILAMENTARY MATERIAL TO OBTAIN FIBRES OF FILAMENTS, e.g. FOR SPINNING
- D01B5/00—Hackling or heckling machines
- D01B5/02—Details
- D01B5/04—Apparatus for feeding, holding, or conveying materials to or in machines
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Mechanical Engineering (AREA)
- Textile Engineering (AREA)
- Paper (AREA)
Description
KAISERLICHES PATENTAMT
KLASSE 76: Spinnerei.
Vorliegende Erfindung- bezieht sich auf eine Maschine, in welcher Flachs oder andere
ähnliche faserhaltige Pflanzen nach einander verschiedenen Operationen unterworfen werden,
wodurch erzielt wird, dafs alle holzigen Theile entfernt werden und am Ende der Maschine
nur die reinen, dichten, geraden Fasern zum Vorschein kommen. Zu diesem Zwecke werden
die Pflanzen zunächst durch seitliche Kettenführungen, regelmäfsig einer Brechvorrichtung
zugeführt und hier gebrochen, hierauf von einer Kette ohne Ende aufgenommen und zwischen einer Reihe von Schwingmessern
hindiirchgeführt, welche alle holzigen Theile von den Fasern entfernen. Schließlich werden
die Fasern durch weitere Schwingmesser, die am Ende der Maschine angeordnet sind,
von allen Unreinigkeiten, die sie etwa noch mitführen, befreit und verlassen dann in vollständig
fertigem Zustande die Maschine, so dafs sie sofort in Strähne oder Bündel zusammengelesen
werden können.
Beiliegende Zeichnungen stellen die neue Maschine dar, und zwar zeigt:
Fig. ι dieselbe in der Seitenansicht,
Fig. 2 dieselbe im. Grundrifs,
Fig. 3 einen Theil der Brechvorrichtung im
Schnitt, '
Fig. 4 eines der Schwingmesser im Schnitt,
Fig. 5 einen Querschnitt durch die Führung im mittleren Theil der Maschine,
Fig. 6 eine schematische Ansicht der Kettenführüngen,
;
Fig. 7 einen Grundrifs des Getriebes zur
Regulirung des Zuführungs- und Brechmechanismus;
Fig. 8, 9 und ι ο sind Details eines Schwingmessers;
Fig. 11 und 12 zeigen ein Glied der Führungskette'in Seiten- und Endansicht;
Fig. 13 zeigt die Antriebsvorrichtung für die
einzelnen Schwingmesser in der Vorderansicht, Fig. 15 dieselbe in der Seitenansicht;
Fig. 14 ist eine perspectivische Ansicht eines
Theiles der Führungskette, der Führungsstange . und zeigt, in welcher Weise die Fasern durch
die Maschine geführt werden.
Den wesentlichsten Theil der Maschine bildet die Vorrichtung, vermittelst welcher das
zu bearbeitende Material durch die Maschine hindurchgeführt wird. Diese Vorrichtung setzt
sich aus drei Theilen zusammen: einer Führungsstange G, die sich von einem Ende
der Maschine zürn anderen erstreckt und auf ihrer Oberfläche mit einer Nuth versehen ist,
einer Führungskette B3 deren einzelne Glieder auf der unteren Seite mit Ansätzen b* versehen
sind, die in der Nuth der Führungsstange G gleiten und auf der oberen Seite Zähne b·'
besitzen, und einer Prefsstange C, die auf ihrer unteren Fläche mit einer Nuth versehen ist,
die zur Führung der Zähne b5 der Führungskette B dient (s. Fig. 5, 6, 11, 12 und 14).
Federn cc1 halten die Prefsstange über der
Führungskette fest. Die Führungskette B lauft über ein Treibrad bx am hinteren Ende der
Stange G und über ein Rad b am vorderen
Ende der Maschine; beide Räder bbx sind mit
Nuthen zur Aufnahme der Kette versehen und* das hintere Rad b1 besitzt aufserdem noch
Stifte auf seiner Peripherie, vermittelst deren es als Treibrad dient, indem es in die Ansätze
b* der Kette eingreift.
Am vorderen Ende der Maschine ist eine Brechvorrichtung angebracht.
Auf jeder Seite des vorderen Endes der Prefsstange C befindet sich ein durchbrochener
Tisch D3, welcher mit einer diagonalen Oeffnung versehen ist (Fig. 2).
In dieser Oeifnung sind die unteren Backen al
der Brechvorrichtung angeordnet (Fig. 3).
Ein jeder dieser Backen a1 besteht aus zwei
parallelen Stücken, welche mit den Seiten der Oeffnung im Tische D3 sechs scharfe Kanten
bilden, über welche die Fasern beim jedesmaligen Niedergange der eingekerbten oberen
Brechbacken A gebrochen werden (Fig. 3). Obere und untere Backen sind beide an ihrem
vorderen Ende umgebogen, so dafs sie eine kurze Strecke parallel zur Führungskette B
liegen. Der Haupttheil der Brechbacken ist jedoch gegen die Kette B geneigt, so dafs
beim Vorrücken des zu bearbeitenden Materials die Brechvorrichtung beständig auf einen Theil
des Materials einwirkt, welcher weiter von der Kette B entfernt ist und von einem Punkte,
an welchem das Material gehalten wird, bis alles Material von der Mitte aus bis zu den
Enden nach und nach durch die Brechbacken gebrochen worden ist.
Die Zuführung des zu bearbeitenden Materials erfolgt mittelst zweier seitlich angeordneter
Ketten DD1, deren einzelne Glieder mit
Zähnen versehen sind," welche etwas über die Oberfläche des Zuführungstisches D2 hervorragen.
Die Ketten kufen auf Rädern ddl, welche
am Maschinengestell angebracht sind (Fig. 1 und 2).
Direct hinter der Brechvorrichtung sind rotirende Schwingmesser oder Kämme FF1
angebracht, welche ihre Umdrehung von der im Gestell der Maschine gelagerten Hauptwelle
M vermittelst Treibketten f1/2 erhalten
(Fig. 13). Die Schwingmesser sind an Zahnrädern befestigt, welche im Gestell der Maschine gelagert sind, und rotiren so, dafs jedes
Messer bei jeder Umdrehung des Zahnrades dicht an der Führungskette B vorbeigeführt
wird und hierbei die Enden des nach den Seiten der Kette herausragenden Materials ausschwingt.
Durch diesen Procefs werden alle Schaben
und holzigen Theile von den Fasern entfernt.
Die vorderen Enden der Messer sind durch eine konische Haube geschützt (Fig. 1, 2
.und, 15), so dafs sich die Fasern nicht in den
Messern fangen und sich nicht auf sie oder auf die Zapfen derselben aufwickeln können.
Die, einander gegenüberstehenden Messer drehen sich nach entgegengesetzter Richtung,
so dafs beide Enden des zwischen Kette B und Prefsstange C geführten Materials nach
einer ,Richtung geschwungen werden, entweder auf- oder abwärts.
Vorzugsweise wird mit den ersten Messern FF aufwärts, und mit den übrigen Messern F1F1
abwärts geschwungen. Damit das Material genau zwischen die ersten Messer eingeführt
werden kann, ist der Tisch D- mit Vorsprüngen d3 versehen (Fig. 2), welche sich bis
zum geraden Theile der Messer erstrecken. Der hintere Theil der Messer F ist derart gebogen,
dafs die Enden des gebrochenen Materials gleich unter die Messer der zweiten Reihe von
Schwingmessern F1F1 fallen können.
Im allgemeinen werden vier Serien von Schwingmessern genügen, um die Fasern vollkommen
zu schwingen.
Da es jedoch immer noch vorkommen kann, dafsUnreinigkeiten an den Fasern haften bleiben,
so wird vortheilhaft noch eine weitere Serie von Schwingmessern F2 angeordnet, und demgemäfs
auch noch eine zweite Führungskette B1, welche die Fasern beim Verlassen
der ersten Führungskette B erfafst und sie an den Messern F2 vorbei dem Ende der Maschine
zuführt.
Die Kette B1 ist in derselben Weise angeordnet wie die Kette B; sie läuft auf Rädern
b2 b3, welche am Maschinengestell angebracht
sind, und wird von einer Tragstange G1 und einer Prefsstange C1 geführt. Federn c2 c3
halten die Prefsstange über der Kette B1 fest.
Behufs Regulirung der Zuführung am vorderen Ende der Maschine ist folgende Vorkehrung
getroffen. Am Ende der Welle <i4, welche die
Zuführungskettenräder d1 trägt, ist ein Schaltrad
H angebracht (Fig. 1 und 2). Zwei radiale Arme /, welche auf der Nabe dieses
Rades sitzen, sind an ihrem äufseren Ende mit Schaltklinken h h verseilen, welche in die Zähne
des Schaltrades H eingreifen.
Auf·den radialen Armen /gleiten Stangen i i,
welche in einem excentrischen Bügel A1 am
oberen Theile einer Stange A2 eingehängt sind. Diese Stange A" gleitet- an ihrem unteren
Ende auf der Nabe des Schaltrades H. Die oscillirende Bewegung des Bügels A1 wird auf
diese Weise durch die Schaltklinken h h in eine rotirende Bewegung des Schaltrades H
umgewandelt.
Die beiden Stangen i i können der Stange ä1
vermittelst einer ihre unteren Enden verbindenden Schraube L mit Rechts- und Linksgewinde
symmetrisch angepafst werden, d. h. der Winkel zwischen den Stangen i i, kann
entsprechend geändert werden, was eine mehr
oder weniger starke Hemmung des Schaltrades und folglich auch der Welle d* zur Folge hat.
An dem vorderen Ende der Hauptwelle M ist ein geeignetes Getriebe angeordnet, welches
die oberen Brechbacken A bethätigt. Als vor-1
theilhaft hat sich die in Fig. 7 dargestellte ■ Vorrichtung erwiesen. Vermittelst konischer
Ra'der mnilm2 werden die Kurbelscheiben JJ
in Umdrehung versetzt und diese ertheilen durch Kurbelstangen K, Fig. 1, den Brechbacken
A, welche durch Stangen e e scharnierartig bei E gelagert sind (Fig. 2), eine Auf-
und Abwartsbewegung. Die Brechbacken können, anstatt sich in einem gemeinsamen
Punkte zu treffen, parallel zu einander angeordnet werden, oder sie können quer über
den- ganzen Tisch D3 fortlaufend angebracht
werden.
Die'Wirkungsweise der vorstehend in ihren einzelnen Theilen beschriebenen Maschine ist
folgende:
Der auf den Zuführungstisch D'1 gelegte Flachs oder dergleichen wird von der seitlichen
Kettenführung D Dx zu der Brechvorrichtung geführt. Hier wird er sofort von der
Kette B ergriffen und dann zwischen dieser •und dem Ende der Prefsstange C so lange
festgehalten, bis alles -Material von diesem Punkte aus bis zu den Enden durch die Brechbacken
Aa1 gebrochen ist. Die Kette B führt
das gebrochene Material mit sich und bringt es zu den Schwingmessern hin.
Nach Verlassen des Brechtisches D3 senken sich die Enden der Flachsfasern und nehmen
die in Fig. 14 veranschaulichte Lage ein. So werden sie den Schwingmessern FF1 zugeführt,
wo sie von allen holzigen Theilen befreit werden.
Nachdem sie dann von den letzten Schwing- ' messern F2 nochmals gründlich gereinigt worden sind, verlassen sie in fertigem Zustande
die Maschine.
Claims (2)
1. Eine Maschine zum Brechen, Schwingen
und, Hecheln von' Flachs· und ähnlichen
Pflanzenfasern, gekennzeichnet durch eine von einem Ende des Maschinengestelles
• zum anderen sich erstreckende Führung, bestehend aus einer endlosen Kette (B),
deren Glieder an ihrer unteren Fläche mit Ansätzen (b*) versehen sind, die in den
Nuthen einer durch Federn (cc1) niedergedrückten Prefsstange (C) bezw. einer
Tragstange (G) geführt wird, in Verbindung mit einer zu beiden Seiten des
vorderen Endes der Kette (B) angeordneten Brechvorrichtung und einer Anzahl
von zu beiden Seiten des mittleren Theiles der Kette (B) angeordneten Schwingmessern
(FF1), so dafs die durch die seitliche
Kettenführung eingebrachten Fasern zuerst gebrochen und dann geschwungen werden und somit in vollständig fertigem Zustande
die Maschine verlassen.
2. Bei der in Anspruch 1. gekennzeichneten Maschine die specielle Construction der
Brechvorrichtung, bestehend aus unteren und oberen Brechbacken, von welchen die ersteren (a1) in zwei diagonalen OefFnungen
in dem durchlochten Tische (D3) fest angeordnet sind, während die letzteren (A)
durch ein mit der Hauptantriebswelle (M) passend verbundenes Getriebe in Auf- und
Abwärtsbewegung versetzt werden.
Hierzu 3 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE65155C true DE65155C (de) |
Family
ID=338968
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT65155D Expired - Lifetime DE65155C (de) | Maschine zum Brechen, Schwingen und Hecheln von Flachs und anderen Pflanzenfasern |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE65155C (de) |
-
0
- DE DENDAT65155D patent/DE65155C/de not_active Expired - Lifetime
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