DE65057C - Tempera- und Majolika-Malverfahren. (1 - Google Patents

Tempera- und Majolika-Malverfahren. (1

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DE65057C
DE65057C DENDAT65057D DE65057DA DE65057C DE 65057 C DE65057 C DE 65057C DE NDAT65057 D DENDAT65057 D DE NDAT65057D DE 65057D A DE65057D A DE 65057DA DE 65057 C DE65057 C DE 65057C
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DENDAT65057D
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Freiherr A. von PEREIRA, Legations-Secretär der Oesterr.-Ungar. Gesandtschaft in Stuttgart
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C09DYES; PAINTS; POLISHES; NATURAL RESINS; ADHESIVES; COMPOSITIONS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; APPLICATIONS OF MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • C09DCOATING COMPOSITIONS, e.g. PAINTS, VARNISHES OR LACQUERS; FILLING PASTES; CHEMICAL PAINT OR INK REMOVERS; INKS; CORRECTING FLUIDS; WOODSTAINS; PASTES OR SOLIDS FOR COLOURING OR PRINTING; USE OF MATERIALS THEREFOR
    • C09D5/00Coating compositions, e.g. paints, varnishes or lacquers, characterised by their physical nature or the effects produced; Filling pastes
    • C09D5/06Artists' paints

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Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
j ■'■■'-
KLASSE 2£: Farbstoffe, Firnisse, Lacke
Freiherr ALFONS von PEREIRA in STUTTGART. Tempera- und Majolika-Malverfahren.
Zusatz zum Patente No. 54511 vom 17. November
Patentirt im Deutschen Reiche vom 20. October 1891 ab. Längste Dauer: 16. November 1904.
Alle mit Temperafarben begonnenen Gemälde können auf zwei Arten vollendet werden. Entweder vollendet man dieselben vollständig mit Temperafarben unter nachträglichem Ueberziehen mit einem besonderen Firnifs zur Erhöhung der Haltbarkeit und Leuchtkraft, wie im Haupt-Patent angegeben, oder man übermalt die mit Temperafarben untermalten Bilder noch mit OeI- oder Harzfarbe, ohne befürchten zu müssen, dafs sich mit der Zeit Risse und Sprünge bilden, wie dies bei ausschliefslich mit Oelfarbe gemalten Bildern häufig der Fall ist.
Beim Uebermalen mit OeI oder Oelharzfarbe leidet jedoch immerhin die Transparenz des Bildes, da die Oelfarbe oder die Oelharzfarbe mit der Zeit stumpf wird.
Zur Beseitigung dieser Uebelstände werden nach vorliegender Erfindung die mit Temperafarben begonnenen Gemälde durch Uebermalen mit reiner, von fetten Oelen freier Harzfarbe vollendet. Ein so behandeltes Gemälde dunkelt weder nach, noch reifst dasselbe, auch büfst es an seiner Leuchtkraft nicht ein.
. Die Mischung, mit welcher diese neuen Harzfarben angerieben werden, besteht aus:
325 g Copaivabalsam,
25 g Lavendelessenz,
. ι 5 g Mastix,
15 g Damarharz.
Es verbindet diese Zusammensetzung die Sprödigkeit der Harze mit der Geschmeidigkeit und Weichheit des Copaivabalsams, ohne die eine oder andere dieser Eigenschaften in den damit hergestellten Farben hervortreten zu lassen. Diese Harzfarben trocknen, selbst wenn sie dick aufgetragen werden, in ca. 24 Stunden vollkommen auf und besitzen eine viel gröfsere Klarheit, Adhäsionskraft und Beständigkeit als OeI oder andere Harzfarben, wie Proben auf der Glasplatte zeigen. Dieselben eignen sich auch, ganz allein für sich verwendet, für Malerei auf Glas und Metall.
Bei Verwendung dieser neuen Harzfarben zur Temperamalerei kann man anstandslos wieder mit Tempera auf derselben weiter malen, da es gleich ist, ob man auf fixirte bezw. gefirnifste Temperafarben, wie das im Haupt-Patent angegebene Verfahren vorschreibt, wieder mit Temperafarben malt und diese wieder durch Fixatif oder Firnifs auf der Leinwand zu Harzfarben umwandelt, oder ob man mit Harzfarben, welche mit dem Firnifs in vollkommener Uebereinstimmung stehen, übermalt.
Die trockene Temperafarbe wird im ersten Falle erst auf der Leinwand mit Harz getränkt, während hier 'der Farbstoff mit Harzlösung bereits angerieben verwendet wird.
Wird ein matter Glanz für die Bildfläche gewünscht, so setzt man den Harzfarben etwas
OeI zu; denn es ist für die Beständigkeit und Klarheit der Töne und die Haltbarkeit der Gemälde nicht gleichgültig, ob der Farbstoff mit OeI angerieben ist, oder ob die mit einer ätherischen Harzlösung angeriebene Farbe mit etwas OeI verdünnt wird, in welchem Falle viel weniger OeI <in das Gemälde kommt.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Als Ergänzung des im Patent No. 54511 beschriebenen Tempera- und Majolika-Malverfahrens die Verwendung von reinen, ohne Zusatz von fetten OeIen hergestellen Harzfarben zum Uebermalen von mit Temperafarben untermalten Bildern.
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