DE650456C - Vorrichtung zum Bearbeiten oder Zerkleinern von Gut aller Art, insbesondere zum Schaelen von Getreide - Google Patents

Vorrichtung zum Bearbeiten oder Zerkleinern von Gut aller Art, insbesondere zum Schaelen von Getreide

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DE650456C
DE650456C DEZ22902D DEZ0022902D DE650456C DE 650456 C DE650456 C DE 650456C DE Z22902 D DEZ22902 D DE Z22902D DE Z0022902 D DEZ0022902 D DE Z0022902D DE 650456 C DE650456 C DE 650456C
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Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B02CRUSHING, PULVERISING, OR DISINTEGRATING; PREPARATORY TREATMENT OF GRAIN FOR MILLING
    • B02BPREPARING GRAIN FOR MILLING; REFINING GRANULAR FRUIT TO COMMERCIAL PRODUCTS BY WORKING THE SURFACE
    • B02B3/00Hulling; Husking; Decorticating; Polishing; Removing the awns; Degerming

Landscapes

  • Adjustment And Processing Of Grains (AREA)

Description

  • Vorrichtung zum Bearbeiten oder Zerkleinern von Gut aller Art, insbesondere zum Schälen von Getreide Es sind Maschinen mit parallel auf einer Welle befestigten schrägen Scheiben bekannt, welche Getreide entweder mit den Seitenflächen hin und her werfen oder mit den Umfangsflächen an einem Mantel abrollen und auf diese Weise schälen. Es ist auch bekannt, daß die Hälfte der Scheiben die gleiche, aber entgegengesetzte Neigung aufweist. Hierdurch sollen Schwingungen in axialer Richtung beseitigt werden. Dies wird aber nur unvollkommen erreicht. Die schrägstehenden Scheiben haben nämlich keine kreisrunde, sondern eine ovale Form, wodurch ungleiche Schwungmassen entstehen. Wenn die schrägen Scheiben mit einem Mantel zusammenarbeiten und die Hälfte der Scheiben gleiche, aber entgegengesetzte Neigung aufweist, ergeben sich weitere Schwierigkeiten. Die beiden mittleren Scheiben bilden gewissermaßen eine Schaufel, mit der sie die unten.im Mantel befindlichen Körner bei jeder Umdrehung ruckartig erfassen, wodurch wiederum Erschütterungen entstehen. Außerdem kann bei einer derartigen Anordnung der Scheiben nicht die ganze Mantelfläche mit den Scheibenumfangsflächen bestrichen werden. Hierdurch entsteht eine ungenügende Bearbeitung der an der nicht bestrichenen Mantelfläche liegenden Körner und eine ungleichmäßige Abnutzung des Mantels.
  • Alle diese Nachteile werden durch die Erfindung beseitigt, deren Wesen darin liegt, daß die schrägstehenden Scheiben ,so gegeneinander verdreht auf einer Welle angeordnet sind, daß in ihrer Lage zur Welle gleiche Stellen der Scheiben auf einer Schraubenlinie liegen.
  • Durch die spiralförmige Verdrehung der schrägen Körper wird gleichzeitig erreicht, daß die Körner in einer Richtung in dem die Scheiben umgebenden Mantel weiterbefördert werden. Die Körner werden also nicht nur durch die Taumelbewegung hin und her bewegt, sondern gleichzeitig in einer Richtung weitergeschoben. Dies hat den großen Vorteil, daß der Zu- und Ablauf ununterbrochen erfolgen kann, wodurch die sonst notwendigen Abschlußv orrichtungen und das dazugehörige sehr umständliche Uhrwerk nebst den Ausgleichsbehältern überflüssig werden.
  • Die - Steigung der Schraubenlinie kann regelmäßig oder unregelmäßig, gleichbleibend, zunehmend oder abnehmend sein, je nachdem man das Gut mit regelmäßiger oder unregelmäßiger, gleichbleibender, zunehmender oder abnehmender Geschwindigkeit weiterbefördern will.
  • Das Vibrieren der Maschinen wird am vollkommensten beseitigt, wenn die Verdrehung der Scheiben gleichmäßig erfolgt und wenn die Summe der Verdrehungen von einem Wellenende zum andern 36o° oder ein Mehrfaches davon beträgt.
  • In den Zeichnungen ist der Erfindungsgegenstand dargestellt. Abb. i zeigt sechs schräge Scheiben I bis VI, die parallel zueinander- auf einer Welle 4 angebracht . sind. Abb. 2 zeigt dieselben Scheiben, wobei Scheibe II gegenüber dem ursprünglichen Zustand um 6o°, Scheibe 11-1-UM 12o°, Scheibe IV um i8o°,' Scheibe V 4xi ; 24o°, Scheibe VI um 300° und Scheibe I uni-36o° bzw. o° verdreht sind. Die sechs Scheiben sind also je um 6o°, d. h. zusammen um 36o° gegeneinander verdreht.
  • Die Neigung der schrägen verdrehten oder parallelen Scheiben zur Welle kann verschieden sein.
  • Es ist zwecks Vermeidung von Erschütterungen und zwecks Verbilligung der Herstellung am zweckmäßigsten, wenn alle schrägen Scheiben einer Maschine dieselbe Form aufweisen. Zweckmäßigerweise wählt man eine regelmäßige Form, außer Scheiben I also z. B. Ringe, Scheibensegmente oder Ringsegmente. Die Umfangsfläche der schrägen Körper kann beliebig geformt sein. Sie kann glatt, gerauht, gezahnt (Abb. 5a) oder mit sonstigen Erhöhungen oder Vertiefungen versehen sein. In Abb. i sind die Umfangsflächen der Scheiben parallel zu dem zylindrischen, in Abb. 3 parallel zu dem kegeligen Mantel abgedreht. Verbessert wird diese Grundform (Abb. 4. Scheibe I) für gewisse Verwendungszwecke, wenn man die Kanten am Umfang bricht (Abb. 4 Scheibe II) oder abrundet (Abb. 4 Scheibe III) oder die Umfangsfläche etwas wölbt (Abb. 4 Scheiben IV und- V). Beim Schälen von Getreide wird hierdurch vermieden, daß einzelne Körner an den Kanten zerschlagen werden.
  • Die Seitenflächen der schrägen Körper können beliebig sein, sie rönnen glatt oder gerauht sein, sie können Erhöhungen oder Vertiefungen aufweisen. Die Körper können durchweg gleich dick sein, wie in Abb. 4 die Scheiben I bis V, sie können aber auch gegen die Mitte zu dünner werden; wie in Abb.4 Scheibe VI, oder am Rand eine Verstärkung aufweisen, wie in Abb. 4 Scheibe VII.
  • Zwecks besserer Abkühlung der Maschinen und zur Erleichterung des. Absaugens der Zerkleinerungserzeugnisse hat es sich als zweckmäßig erwiesen, die Körper mit einer Anzahl Löcher 3 zu versehen. Abb. 5 zeigt eine schräge Scheibe, die außer dem Loch für die Welle 4 runde Aspirationslöcher 3 aufweist. Die Anzahl der Löcher und ihre Form kann beliebig sein.
  • Die schrägen Körper können aus beliebigem Stoff, z. B. Schmirgel, Stahl, Eisen, Aluminium, Holz, Filz, Borsten o. dgl. bestehen. Sie können auch an ihrer Oberfläche ganz oder zum Teil mit anderen Stoffen als der Kern, z. B. Schmirgel, Stahl, Leder, Filz, Borsten o. dgl. versehen sein. Der Abstand. der schrägen Körper voneinander kann verschieden groß sein. Es hat sich jedoch als zweckmäßig erwiesen, ihn nur so groß zu wählen, daß die von den Umfangsflächen der schrägen Körper bestrichenen Flächen sich mindestens berühren.
  • ' Die Form des Mantels, mit dem die schrägen Körper zusammenarbeiten, kann zylindrisch, kegelig oder vieleckig usw. sein. In der Regel wird sie zylindrisch -oder kegelig sein. In Abb. i ist der Mantel 5 zylindrisch, in Abb. 3 ist er kegelig.
  • Auch der OOuerschnitt des Mantels kann beliebig sein. In der Regel wird die Grundform des Querschnitts rund oder vieleckig sein. Wenn' man die Maschine zwecks Abkühlung aspirieren oder wenn man die Zerkleinerungserzeugnisse durch einen Luftstrom absaugen will, kann man auch einen ovalen oder eiförmigen oder ausgebuchteten Querschnitt wählen. In Abb.6 sind die auf der Welle 4 angebrachten Scheiben i von einem Mantels mit eiförmigem Querschnitt umgeben, damit oben genügend Luft parallel zur Achse durchziehen und durch die an einer Stirnseite angebrachte Öffnung 6 abgesaugt werden kann. Abb. 7 zeigt eine ähnliche Ausführung. Um die Luft auf die ganze Maschinenbreite senkrecht zur Welle heraussaugen zu können, kann man auch den Querschnitt, wie aus Abb. 9 ersichtlich ist, sclinehkenförmig gestalten.
  • Der Mantel kann außer Mahl- oder Reihflächen auch Sieb- oder Bürstflächen oder Sieb- und Bürstflächen 7, 8 haben. Er braucht nicht geschlossen zu sein. Ein Teil von ihm kann fehlen oder aufgeklappt sein. In Abb. 8 besteht der Mantel aus einer Schmirgelfläche 5. einer Bürstfläche 7 und einer Siebfläche B. Letztere ist aufgeklappt und steht senkrecht, damit sich das Sieb ä nicht so -leicht verstopft.
  • Der Abstand der Umfangsflächen der schrägen Körper von der Innenfläche des Mantels kann am ganzen Umfang gleich groß oder, wie z. B. in den Abb. 6 bis 9, an einzelnen- Stellen größer sein. Dieser Abstand kann auch verstellbar sein, indem man entweder den ganzen Mantel verschiebbar macht oder einzelne Mantelteile den Umfangsflächen der schrägen Körper näherbar anordnet. Bei kegeliger Grundform des Mantels kann man den Abstand zwischen der Innenfläche des Mantels und den Umfangsflächen der schrägen Körper auch durch axiales Verschieben der Welle gegen den Mantel oder des Mantels gegen die Welle verstellen (Abb. 3).
  • Der Abstand zwischen den Umfangsflächen der schrägen Körper und den Innenflächen des Mantels kann auch dadurch verkleinert oder vergrößert werden, daß man die schräg stehenden Körper in mehrere, gegen die Welle oder den Mantel verstellbare Teile zerlegt.
  • Der Mantel kann feststehen oder um eine Achse drehbar sein.
  • In Abb. io ist ein Längsschnitt und in Abb. i i ein Querschnitt durch eine derartige Getreideschälmaschine dargestellt. Die Maschine besteht aus einem Gehäuse 9, einem feststehenden Mantel io, einer umlaufenden Welle ii und gegeneinander gleichmäßig verdreht angeordneten Scheiben i. Der Zulauf erfolgt durch ein am Anfang des Mantels befindliches Rohr 1a, der Auslauf durch ein am Ende des Mantels befindliches Rohr 13. Der Mantel io besteht aus einer Schälfläche r.4, einer Bürstfläche 15 und einer Siebfläche 16. Die Schalen fallen durch das Sieb 16 und den Kanal 17 in die Sammelschnecke 18. Zur weiteren Schälurig oder zum Rollen des Getreides gelangt es in einen zweiten feststehenden Mantel i9, in dem sich der Schälvorgang wiederholt. Das in diesem Mantel anfallende bessere Futtermehl gelangt durch das Sieb 2o und den Kanal 2r in die Sammelschnecke 22.
  • Während des Schälens oder Bürstens kann auch Feuchtluft oder Dampf in den Schälraum eingeführt werden, damit sich die abzuschälenden Schalen oder Kleienteilchen besser vom Mehlkorn lösen. Die Schälkörper können auch in eineili Wasserbad laufen.
  • Sollten mit der Maschine große Gegenstände bearbeitet, z. B. gereinigt, poliert oder zerkleinert werden, dann werden diese den sich drehenden schrägen Körpern zweckmäßigerweise auf einem festen Tisch oder auf einem Schlitten genähert. Bei derartigen Verwendungszwecken ist es von großem Wert, daß die von den einzelnen Körpern bestrichenen Flächen sich mindestens berühren oder noch besser teilweise überdecken. Der Vorschub auf dem Tisch oder dem Schlitten kann von Hand oder automatisch, z. B. mit verstellbaren Walzen, erfolgen, wie dies bei Holzbearbeitungsmaschinen üblich ist.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Vorrichtung zum Bearbeiten oder Zerkleinern von Gut aller Art, insbesondere zum Schälen von Getreide, mit auf einer umlaufenden Welle schräg angeordrieten scheibenförmigen Körpern, dadurch gekennzeichnet, daß die schräg stehenden Scheiben so gegeneinander verdreht auf der umlaufenden Welle angebracht sind, daß in ihrer Lage zur Welle gleiche Stellen der Scheiben auf einer Schraubenlinie liegen. Vorrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Steigung der Schraubenlinie von einem Wellenende zum andern zunimmt oder abnimmt. 3. Vorrichtung nach den Ansprüchen i und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Summe der Verdrehungen von einem Wellenende zum andern 36o° oder ein Mehrfaches davon beträgt. .4. Vorrichtung nach den Ansprüchen i bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Umfangsfläche der schrägen Scheiben etwas gewölbt ist oder ihre Kanten abgeschrägt oder abgerundet sind. 5. Vorrichtung nach den Ansprüchen i bis .i, dadurch gekennzeichnet, daß die Dicke der Scheiben gegen ihre Mitte zu abnimmt oder die Scheiben am Rand eine Verstärkung aufweisen. 6. Vorrichtung nach den Ansprüchen i bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die schrägen Scheiben (i) seitlich mit beliebig geformten Luftlöchern (3) versehen sind. 7. Vorrichtung nach den Ansprüchen i bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß der Abstand der schrägen Scheiben (i) voneinander nur so groß ist, daß die von ihren Umfangsflächen bestrichenen Flächen sich mindestens berühren. B. Vorrichtung nach den Ansprüchen i bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß der Mantel ovalen, eiförmigen, ausgebuchteten oder schneckenförmigen Querschnitt hat. 9. Vorrichtung nach den Ansprüchen i bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Scheiben nicht mit einem Mantel zusammenarbeiten, sondern daß eine feste Auflage oder quer zur Welle bewegliche Vorschubv orrichtung angeordnet ist, auf der das Gut gegen die Scheiben bewegt wird. io. Vorrichtung nach den Ansprüchen i bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß statt Scheiben ring- oder segmentförmige Körper angeordnet sind.
DEZ22902D 1935-11-30 1935-11-30 Vorrichtung zum Bearbeiten oder Zerkleinern von Gut aller Art, insbesondere zum Schaelen von Getreide Expired DE650456C (de)

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