DE650086C - Verfahren zur Herstellung von Salzen, insbesondere von Natriumnitrat, unter Anwendung von basenaustauschenden Stoffen - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Salzen, insbesondere von Natriumnitrat, unter Anwendung von basenaustauschenden Stoffen

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DE650086C
DE650086C DEN35454D DEN0035454D DE650086C DE 650086 C DE650086 C DE 650086C DE N35454 D DEN35454 D DE N35454D DE N0035454 D DEN0035454 D DE N0035454D DE 650086 C DE650086 C DE 650086C
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C01INORGANIC CHEMISTRY
    • C01DCOMPOUNDS OF ALKALI METALS, i.e. LITHIUM, SODIUM, POTASSIUM, RUBIDIUM, CAESIUM, OR FRANCIUM
    • C01D9/00Nitrates of sodium, potassium or alkali metals in general
    • C01D9/08Preparation by double decomposition
    • C01D9/12Preparation by double decomposition with nitrates or magnesium, calcium, strontium, or barium

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Description

  • Verfahren zur Herstellung von Salzen, insbesondere von Natriumnitrat, unter Anwendung von hasenaustauschenden Stoffen Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von Salzen mittels hasenaustauschender Stoffe.
  • Es ist bekannt, daß gewisse wasserhältige Salze der Kieselsäure mit Tonerde und Alkali-oder Erdulkalibasen, besonders Minerale der Zeolithgruppe, sowie die künstlich hergestellten Salze derselben Art die Eigenschaft besitzen, daß sie ihre Alkali- oder Erdalkalibasen gegen andere Basen auswechseln, wenn sie mit Lösungen neutraler Salze dieser Basen in Berührung kommen. Diese Eigenschaft bei den erwähnten hasenaustauschenden Stoffen ist dazu ausgenutzt worden, hartes Wasser weich zu machen, Trinkwasser von gewissen Basen zu befreien, sowie zur Reinigung von Salzlösungen.
  • Das wichtigste Merkmal bei allen diesen Verfahren ist, daß man eine Salzlösung bzw. das Wasser, das gereinigt werden soll, durch eine Schicht von hasenaustauschendem Stoff von passender Korngröße hindurchgehen läßt, wodurch ein Basenaustausch stattfindet.
  • Es ist auch bekannt, bei der Herstellung von Salzen aus Salzpaaren hasenaustauschende Stoffe zu verwenden, indem man als Basenaustauscher geeignete Silicate, z. B. Zeolithe, Glaukonite, mit dem einen der beiden Salze sättigt, auf den so vorbereiteten Basenaustauscher eine Lösung des zweiten der umzusetzenden Salze in langsamem Strom bzw. stufenweise in solchen Mengen durchtreten läßt, daß die aus dem Basenaustauscher austretende Lösung nur Kationen des Salzes enthält, mit dem die Sättigung des Basenaustauschers erfolgte, und dann wieder äquivalente Mengen der ersten Salzlösung im Gegenstrom durchrieseln läßt und diesen Vorgang beliebig wiederholt, wobei die einzelnen gewonnenen Lösungen in bekannter Weise aufgearbeitet werden.
  • Nach diesem Verfahren werden chemisch reine Salzlösungen erhalten, die verhältnismäßig dünn sind und deren Eindampfung deshalb hohe Kosten verursacht, wodurch das Verfahren unwirtschaftlich wird.
  • Die Erfindung betrifft ein Verfahren, bei welchem dieser Nachteil vermieden wird und außerdem in kontinuierlicher Arbeitsweise konzentrierte Salzlösungen erhalten werden.
  • Bei diesem Verfahren wird zunächst ebenso wie bei dem erwähnten bekannten Verfahren durch den hasenaustauschenden Stoff unmittelbar nacheinander eine Lösung eines Salzes mit demselben Kation wie das herzustellende Salz, reines Wasser, eine Lösung eines Salzes mit demselben Anion wie das herzustellende Salz und wieder reines Wasser geleitet, rund werden dieselben Maßnahmen kontinuierlich wiederholt, jedoch erfindungsgemäß mit der Maßgabe, daß der hasenaustauschende Stoff stets von Flüssigkeit bedeckt ist und die zu benutzenden Flüssigkeiten vor der Anwendung so weit von Luft befreit werden, z. B. in der Weise, daß sie zeitweise unter Vakuum gesetzt werden, daß später in der Apparatur sich keine Luft ausscheiden kann. Hierauf werden die das zu gewinnende Salz enthaltenden Salzlösungen in bekannter Weise auf feste Salze verarbeitet.
  • Unter reinem Wasser ist gewöhnliches Süßwasser zu verstehen. Doch können an Stelle von reinem Wasser im Rahmen des vorliegenden Verfahrens auch dünne Lösungen verwendet werden, insbesondere solche, die man im Prozeß erhält.
  • Der hasenaustauschende Stoff befindet sich in einem Behälter, zweckmäßig auf einem Siebboden ruhend. Die Flüssigkeiten gehen während des Betriebes immer in derselben Richtung . durch den hasenaustauschenden Stoff.
  • Zur praktischen Ausführung des Verfahrens benutzt man zweckmäßig ein System von zwei oder mehreren Behältern, wobei gegebenenfalls die Regeneration des hasenaustauschenden Stoffes in mehreren -Behältern gleichzeitig -vor sich gehen kann.
  • Um die Löslichkeit des hasenaustauschenden Stoffes herabzusetzen und somit Verluste zu vermeiden, setzt man zweckmäßig den zu benutzenden Flüssigkeiten, vorzugsweise dem Wasser, vor der Anwendung ein lösliches Silicat, z. B. Natriumsilicat, in geringer Menge zu. Der Silicatzusatz kann auch in anderer Weise geschehen, beispielsweise indem man ein festes Silicat in die Apparatur. _1n passender Menge und Verteilung einbringt.
  • Als Alxsgangsstoffe kann man natürlich vorkommende Lösungen benutzen, die gegebenenfalls vorher angereichert werden können. So kann man beispielsweise bei der Herstellung von Natronsalpeter als Natriumsalzlösung Meerwasser benutzen, wodurch das Verfahren besonders wirtschaftlich wird.
  • Zur Veranschaulichung des Verfahrens ist nachstehend seine Anwendung auf die Herstellung von Natriumnitrat aus Natriumchlorid und Calciumnitrat beschrieben.
  • Man geht von einer Calciumnitratlösung und einer Natriumchloridlösung sowie von einem mit Natriumsalz gesättigten Permutit (geschütztes. Warenzeichen), also einem Natriumpermutit, aus. Der Basenaustauscher, der für Flüssigkeit möglichst durchdringlich und in gleichmäßiger Korngröße sein soll, ist in einem einige Meter hohen Turm enthalten, wo er auf einem Siebboden ruht. Der wesentlichste Teil des Volumens des Turmes ist vom Basenaustauscher eingenommen, dessen Oberfläche horizontal ist. In dem oberen Teil des Turmes befinden sich Einrichtungen für die Zufuhr von Flüssigkeit und unten für den Ablauf.
  • Der Turm wird mit möglichst luftfreiem Wasser gefüllt, bis dieses etwas über der Oberfläche des Permutits steht. Diese erste Füllung geschieht in üblicher Weise am besten so, daß das Wasser langsam von unten durch die Permutitschicht. gepreßt wird,' wodurch erreicht wird, daß die Luft aus dem Permutit entfernt wird.
  • Um nun zu verhindern, daß während des Betriebes im Turm Luftblasen entstehen, werden erfindungsgemäß alle dem Turm zuzuführenden Flüssigkeiten vorher möglichst von Luft befreit, und zwar z. B. dadurch, daß sie eine Zeitlang unter Vakuum gesetzt werden.
  • Es wird dafür gesorgt, daß sich das Flüssigkeitsniveau die ganze Zeit, während des Betriebes, in derselben Höhe hält,'nämlich ein wenig über der Oberfläche des. Basenaustauschers. Für die Zufuhr von Flüssigkeit während des Betriebes sind im oberen Teil des Turmes Verteiler angeordnet, die etwas über der Oberfläche der Permutitschicht, jedoch unter dem Flüssigkeitsspiegel, münden.
  • Nachdem der Turm mit Wasser gefüllt ist, wird dem mit Natriumsalz gesättigten Basenaustauscher durch die Verteiler eine konzentrierte Calciumnitratlösung zugeführt. Die Lösung sinkt langsam nach unten, indem sie ein entsprechendes Volumen Wasser verdrängt, das vom Boden des Turmes abfließt. Hierdurch geht Calcium aus der Nitratlösung unter Bildung von Calciumpermutit allmählich in den Basenaustauscher über, während Natrium in äquivalenten Mengen unter Bildung von Natriumnitrat aus dem Basenaustauscher verdrängt wird.
  • Im Turme befindet sich in diesem Stadium eine Nitratlösung oben und Wasser unmittelbar unter derselben. Die Grenze zwischen der Lösung und dem Wasser bewegt sich allmählich nach unten durch den Basenaustäuscher. Die Zufuhr von Calciumnitratlösung wird beendet, und anstatt dieser wird durch die Verteiler Wasser zugeführt. Es entstehen nunmehr drei verschiedene Schichten, die nach unten durch den Basenaustauscher sinken, und zwar ganz oben Wasser, in der Mitte die Nitratlösung und unten Wasser. Da die Nitratlösung dauerhd mit nicht umgesetztem Natriumpermutit in Berührung kommt, wird sie nach und nach an Natriumnitrat angereichert, während die Calciumnitratmenge abnimmt. Die Zuführung von Wasser wird nach kurzer Zeit gesperrt, und es wird nun eine Natriumchloridlösung zugeführt, die zur Aufgabe hat, den gebrauchten Basenaustauscher zu regenerieren. Da die Regeneration möglichst vollständig sein muß, wird ein beträchtlich größeres Volumen. von dieser Lösung als von der Nitratlösung benutzt. Es 'können hierbei auch entsprechend berechnete Mengen einer verdünnten Natriumchloridlösung, z: B. Meerwasser, verwendet werden.
  • Bei Anwendung eines genügend hohen Turmes findet man nunmehr im Basenaustauscher folgende Flüssigkeitsschichten von oben nach unten vor: Chloridlösung, Wasser, Nitratlösung, Wasser.
  • Während sich die Lösungen durch den Basenaustauscher bewegen, wachsen die Ca-Menge in der Chloridlösung' und die Na-Menge in der Nitratlösung. Nachdem das Wasser vom Boden des Turmes abgelaufen ist, fließt die Nitratlösung ab, die gesammelt und eingedampft wird, wodurch das Natriumnitrat auskristallisiert. Die Mutterlauge dieser Kristallisation, die im wesentlichen Calciumnitrat enthält, wird, gegebenenfalls unter Beimischung neuer Mengen Calciumnitrat, von neuem im Verfahren verwendet.
  • Die nach der Regeneration des Basenaustauschers erhaltene Chloridlösung wird ebenfalls für sich gesammelt und eingedampft.
  • Wird zu der Regeneration Meerwasser benutzt, so ist die Lösung so dünn, daß man sie im allgemeinen als wertlos abfließen lassen kann.
  • Nachdem die Natriumchloridlösung oben im Turme so lange zugeführt wurde, daß der Basenaustauscher regeneriert ist, wird abermals Wasser zugeführt, danach wieder Calciumnitratlösung, Wasser, Natriumchloridlösung usw., wie oben beschrieben. Beispiel Ein zylindrischer Turm mit einem inneren Durchmesser von 1,5 m ist mit einem unter dem Namen Permutit im Handel befindlichen Basenaustauscher gefüllt. Die Höhe des Basenaustauschers im Behälter beträgt 6,4 m, das Bruttovolumen desselben ist also 11,3 m3.
  • Bei Beginn des Verfahrens ist der Basenaustauscher mit Natriumsalz gesättigt. Der Turm wird mit Wasser gefüllt, das gerade den Basenaustauscher bedeckt.
  • Zuerst werden oben im Turm 2,11 m3 Calciumnitratlösung zugeführt, 52g Ca (N03)2 auf ioo cm3, also insgesamt iioo kg' Ca (N03)2 enthaltend, wobei 2,11 m3 Wasser' vom Boden des Turmes abfließen. Unmittelbar nach der Nitratlösung werden oben 1,45 ms Wasser zugeleitet, unmittelbar danach 4,75 m3 Kochsalzlösung, 26 g Na Cl auf ioo cm3 enthaltend, insgesamt also 123o kg NaC1, unmittelbar danach i,6 m3 Wasser, unmittelbar darauf wieder 2,i i m3 Kalksalpeterlösung usw. Die oben im Turm zugeführten Flüssigkeiten fließen durch den Basenaustauscher mit einer linearen Geschwindigkeit von etwa 5 m pro Stunde.
  • Man beginnt die aus dem Turm unten abfließende Flüssigkeit aufzusammeln, wenn 8,325 m3 Wasser abgelaufen sind.
  • Die Zeichnung veranschaulicht schematisch den Zustand im Turm in dem Augenblick, wo das Aufsammeln der Nitratlösung beginnt.
  • Die aufgesammelte Nitratlösung (3,56 m3) enthält 728 kg Na N 03, 312 kg Ca (N O3)2 sowie 7 kg Na Cl. Etwa 70 °1o der Nitratmenge besteht somit aus Natriumnitrat. Ungefähr 5 °/o der zugeführten Nitrationen sind auf Grund der Diffusion verlorengegangen.
  • Bei Eindampfen der erhaltenen Nitratlösung erhält man durch Kristallisation etwa 9o°/, der Natriumnitratmenge. Die Mutterlauge wird als Nitratcharge im Verfahren aufs Neue verwendet.
  • Unmittelbar nach der Nitratlösung werden als Chloridlösung o,725xn3+ 4,75m'+ 725m' = 6,2 m3 aufgesammelt.
  • Die Wassermenge; welche nach der Natriumchloridlösung zugeführt wird, kann größer als 1,6 m3 sein. Dies ist besonders günstig, wenn man wünscht, möglichst chlorfreies Nitrat herzustellen.
  • Wenn man große Wassermengen zwischen den Lösungen zuführt, läßt man den mittleren salzfreien Teil des Wasseivolumens in den Ablauf gehen, während nur der erste und letzte Teil zusammen mit den angrenzenden Salzlösungen aufgesammelt wird.
  • Anstatt eines Turmes kann man zwei oder mehr verwenden. Dies ist besonders vorteilhaft, wenn man als Natriumchloridlösung Meerwasser verwendet. In diesem Falle sind ziemlich große Mengen Meerwasser zur Regeneration erforderlich. Man kann das Verfahren dann zweckmäßig so durchführen, daß die Regeneration während des Betriebes vor sich geht, in der Weise, daß Meerwasser durch die betreffenden Türme mit einer um ein Vielfaches so großen Geschwindigkeit geleitet wird als der, mit welcher die Lösungen die übrigen Türme passieren.
  • Bei der Verwendung mehrerer Türme werden größere Konzentrationen des Nitrats erzielt, wenn man nur den mittleren, am meisten konzentrierten Teil der von einem Turm erhaltenen Lösung sammelt und die weniger konzentrierten Teile als Zusatz in einem anderen Turm vor und nach einer neu zugeführten konzentrierten Nitratlösung anwendet. Dadurch kann man erzielen, daß praktisch kein Nitrat verlorengeht.
  • Wenn man mehrere Türme hat, kann man außerdem die Umsetzung dadurch erhöhen; daß man in folgender Weise verfährt: Die einem Turm zugeführte Menge Nitratlösung wird z. B. zwei- oder dreimal so groß gewählt als die, welche bei Anwendung nur eines einzigen Turmes geeignet ist. Nur der vorderste, am meisten umgesetzte Teil der Lösung wird nach der Umsetzung im Turm als fertige Lösung gesammelt, worauf der Rest einem anderen Turm mit regeneriertem Basenaustauscher zugeführt wird. Diesem Turm wird unmittelbar danach eine unumgesetzte konzentrierte Calciumnitratlösung zugeführt.
  • Dasselbe kann ein- oder mehrmals wiederholt werden.
  • Durch eine Kombination der beiden letztgenannten Verfahren wird sowohl eine höchstmögliche Konzentration als auch ein größtmöglichster Umsatzgrad für die aufgesammelten fertigen Nitratlösungen erzielt.
  • Im Gegensatz zu den bekannten Verfahren kommt es bei dem vorliegenden Verfahren nicht darauf an, einen Gesamtumsatz durch den Basenaustausch zu erhalten. Für eine wirtschaftliche Arbeitsweise reicht eine etwa 6oprozentige Umsetzung vollkommen aus.
  • Das Verfahren kann zur Herstellung einer Reihe verschiedener Salze benutzt werden. So kann man z. B. unter Verwendung von Ammoniumcarbonat Soda herstellen, indem man eine 'Lösung von Ammoniumcarbonat durch einen mit Natriumsalz gesättigten Basenaustauscher hindurchgehen läßt.
  • Beispielsweise kann man folgendermaßen verfahren: Man geht von reinem Wasser und 66o Volumen einer 300 g Na N 03 j e Liter enthaltenden Lösung und 630 Volumen einer 300 g (NH4)2C03 je. Liter enthaltenden Lösung aus. Außer 575 Volumen: Waschwasser, je Liter 45,2, g (N H4)2 C03 und 4,55 g Na N03 enthaltend, werden nach dem Durchgang der Flüssigkeiten durch den Basenaustauscher folgende Lösungen aufgesammelt: 750 Volumen Ammoniumnitratlösung, je Liter 228 g NH4N03, 9,6 g NaN03 und 6,o g (NH4)2C03 enthaltend, 730 Volumen Sodalösung, je Liter- 155 g Nag C 03, 76,8 g (N H4) 2 C 03 und 9,3 g Na N 03 enthaltend.
  • Beim Kochen dieser Sodalösung wird Ammoniumcarbonat ausgetrieben und Soda auskristallisiert.
  • Wenn diese Sodaherstellung mit der Absorption von nitrosen Gasen verknüpft ist, kann die Sodalösung zweckmäßig als Absorptionsflüssigkeit bei der alkalischen Absorption dienen.
  • Aus Calciumnitrat und Kaliumchlorid kann man mittels des beschriebenen Verfahrens ein Produkt herstellen, das - wegen Doppelsalzbildung - aus Kaliumnitrat und Calciumnitrat besteht und als vorzügliches Düngemittel verwendet werden kann.
  • Hierbei kann z. B. wie folgt gearbeitet werden: 834 1 einer Kaliumchloridlösung, je Liter 25o g KCl enthaltend, werden durch einen Basenaustauscher, wie beschrieben, geleitet. Hierauf wird der Behälter des Basenaustauschers mit so viel reinem Wasser gefüllt, daß gerade der Basenaustauscber bedeckt ist. Alsdann werden 883 1 einer Calciumnitratlösung, je Liter 4oo g Ca (\7Ö3)2 enthaltend, durch . den Basenaustauscher geleitet. Nach dem Durchgang der Flüssigkeiten durch den Basenaustauscher wurden folgende Lösungen aufgesammelt: 10341 Chloridlösung, je Liter 146 g Ca C12, 2,89 g K Cl und 2,93 g K N 03 enthaltend; 1o881 Nitratlösung, je Liter 2545g KN03, 117g Ca (N 002 und 1,53g Ca- C12 enthaltend. .
  • Die Nitratlösung wird verdampft, wodurch je Liter der Lösung (bezogen auf das Volumen vor dem Verdampfen) durch Kristallisation 185 g K N 03 erhalten werden.
  • Durch 'weiteres Verdampfen der Mutterlauge, die jetzt ebenso viele Mol K N 0" wie Ca (N O3)2 enthält, kann man die ganze zurückbleibende Salzmenge als kristallwasserhaltiges Doppelsalz Ca (N03)2, KN03#nH20, insgesamt ungefähr 186 g wasserfreies Salz je Liter der Lösung (bezogen auf das Volumen vor -dem Verdampfen) gewinnen.
  • Um Magnesiumnitrat durch das Zeolithverfahren herzustellen, geht man zweckmäßig von Magnesiumchloridlösung und Kalksalpeterlösung aus. Anstatt reines Magnesiumnitrat aus der erhaltenen Nitratlösung auszukristallisieren, kann auch Calciummagnesiumnitrat erhalten werden, ein Düngemittel, das insbesondere bei der Herstellung von Volldüngern von Bedeutung ist.
  • In sämtlichen Beispielen müssen die zu benutzenden Flüssigkeiten erfindungsgemäß vor der Anwendung von Luft befreit werden.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung von Salzen, insbesondere von Natriumnitrat, unter Anwendung von . basenaustauschenden Stoffen, wobei durch den hasenaustauschenden Stoff unmittelbar nacheinander eine Lösung eines Salzes mit demselben Kation wie das herzustellende Salz, reines Wasser, eine Lösung eines Salzes mit demselben Anion wie das herzustellende Salz und wieder reines Wasser geleitet und dieselben Maßnahmen kontinuierlich wiederholt werden, dadurch gekennzeichnet, daß der hasenaustauschende Stoff stets von Flüssigkeit bedeckt ist und die zu benutzenden Flüssigkeiten vor der Anwendung von Luft befreit werden, z. B. in der Weise, daß sie unter Vakuum gesetzt werden, worauf die das zu gewinnende Salz enthaltenden Salzlösungen in bekannter Weise auf feste Salze verarbeitet werden.
DEN35454D 1933-06-22 1933-07-09 Verfahren zur Herstellung von Salzen, insbesondere von Natriumnitrat, unter Anwendung von basenaustauschenden Stoffen Expired DE650086C (de)

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DE (1) DE650086C (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE958019C (de) * 1952-01-19 1957-02-14 Stamicarbon Verfahren zur doppelten Umsetzung von in Loesung vorhandenen Ionenbildnern

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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DE958019C (de) * 1952-01-19 1957-02-14 Stamicarbon Verfahren zur doppelten Umsetzung von in Loesung vorhandenen Ionenbildnern

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