DE64942C - Zugstange für Pferdebahnwagen - Google Patents
Zugstange für PferdebahnwagenInfo
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- DE64942C DE64942C DENDAT64942D DE64942DA DE64942C DE 64942 C DE64942 C DE 64942C DE NDAT64942 D DENDAT64942 D DE NDAT64942D DE 64942D A DE64942D A DE 64942DA DE 64942 C DE64942 C DE 64942C
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- Expired - Lifetime
Links
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Classifications
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B61—RAILWAYS
- B61H—BRAKES OR OTHER RETARDING DEVICES SPECIALLY ADAPTED FOR RAIL VEHICLES; ARRANGEMENT OR DISPOSITION THEREOF IN RAIL VEHICLES
- B61H11/00—Applications or arrangements of braking or retarding apparatus not otherwise provided for; Combinations of apparatus of different kinds or types
- B61H11/02—Applications or arrangements of braking or retarding apparatus not otherwise provided for; Combinations of apparatus of different kinds or types of self-applying brakes
Landscapes
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT,
PATENTSCHRIFT
. KLASSE 20: Eisenbahnbetrieb.
ADOLF KOHN und FR. ADLER in PRAG.
Zugstange für Pferdebahnwagen.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 16. August 1891 ab.
Vorliegende Erfindung bezweckt bei Strafsenbahnen den Pferden das Anziehen zu erleichtern
und das Bremsen der Laufräder selbsttätig
und kräftig zu bewirken, sobald der Zug an der Wagendeichsel nachläfst.
In beiliegender Zeichnung ist Fig. 1 eine
Oberansicht eines mit der Vorrichtung ausgerüsteten Wagenuntergestelles, Fig. 2 ein Längsschnitt
durch dasselbe. .
An den Stirnseiten des Untergestelles befindet sich je ein Querholm a, unter welchem eine
in der Längsrichtung des Wagens bewegliche,
• in je zwei Führungsleisten b geführte Zugstange c angebracht ist.· Diese Zugstange c
trägt an dem inneren Ende eine Führungsrolle e, mittels welcher oder sonstwie geeigneter
Vorrichtung dieselbe unter der die Längsverstrebung des Untergestelles bewirkenden
Stange L geführt wird. An der unteren Seife und nahe der Führungsrolle trägt die Zugstange
eine Zahnstange d, an der oberen Seite, nahe dem vorderen Rande, rechtwinklig zur Wagenrichtung
angeordnete Kerben f. An der Stirn-
»seite des Querholms α, oberhalb der Zugstange,
ist auf einer Platte g mit Traggabel i eine Sperrklinke h drehbar angebracht, welche durch
einen Ausschnitt von g hindurch in die Kerben / der Zugstange derart eingreift, dafs eine
Vorwärtsbewegung der Zugstange nur bei ausgeschalteter Klinke h möglich ist.
Die mit fest aufgeprefsten Rädern \ versehenen Achsen tragen an einer Stelle, jedoch
nicht in der Mitte, einen abgesetzten Bund ρ und ein lose aufgeschobenes Zahnrad I mit
fester Muffe m. Die Muffen m sind an einer . Seite mit schräg nach hinten gerichteten, zahnartigen
Ausschnitten n, Fig. 1, versehen, in welche ein in der Achse k festgeschlagener
Mitnehmerstift N eingreift und dadurch Zahnrad / und Achse k derart zusammenkuppelt,
dafs das Zahnrad / kraftübertragend wirkt, wenn ein Zug auf die Zugstange ausgeübt wird, dagegen
federnd ausspringt und ausgekuppelt wird, wenn bei gebremsten Rädern die Zugstange
zurückgestofsen wird oder die Räder sich weiter drehen* und die Zugstange durch
die Pferde zurückgestofsen wird. Eine Druckfeder 0, welche sich mit einem Ende an den
auf der Achse k befestigten Bund ρ legt, drückt das Zahnrad I derart gegen den Mitnehmerstift
N, dafs dasselbe beim Vorvvärtsdrehen in einer Verticalebene mit den Zähnen d der Zugstange
c gehalten wird, während es beim Rückwärtsgang seitlich nach der Richtung des Bundes
ρ ausweicht und den Stift N freigiebt, durch
die Feder wieder vorgeprefst wird, wieder ausweicht Ui s. f. Unterhalb des mittleren Querholmes
q des Untergestelles befindet sich in der Mitte desselben ein durch eine Druckfeder
w in bestimmter Lage gehaltener, drehbarer doppelarmiger Hebel s, welcher an beiden
Enden mit je einem an der betreffenden Seite des Untergestelles befestigten anderen doppelarmigen
Hebel r1 verbunden ist, dessen freier Schenkel eine Anschlagfläche r" trägt.
Der Hebel s bewirkt durch seine Drehung vermittelst 'der starren Verbindungen t das Anpressen
bezw. Abheben der an dem Gestell durch die Leisten κ aufgehängten und durch
die Querstangen paarweise mit einander verbundenen Bremsklötze v.
Die Wirkungsweise der beschriebenen Theile äufsert sich in folgender Weise:
Beim Beginn der Fahrt löst der Kutscher durch einen Druck mit dem Fufsc die Sperrklinke
Ii aus, worauf sich die Zugkraft der Zugthiere zuerst auf die Zugstange c aufsern
wird. Diese, nach vorn gezogen, greift mit den auf der unteren Seite angebrachten Zahnen
rf in das Zahnrad / ein, dadurch dieses und durch Vermittelung des Mitnehmerstiftes N
die Achse k in Umdrehung versetzend. Die Zugstange c gleitet nun weiter nach vorn, bis
dieselbe anschlägt, wodurch der Zug direct dem durch oben geschilderten Vorgang bereits
in Bewegung versetzten Wagen übertragen wird. Es ist klar, dafs bei dieser Anordnung
zum Anziehen eine wesentlich geringere Kraft erforderlich ist, als bisher. Um zu bremsen,
hält der Kutscher die Pferde etwas zurück bezw. ganz an, wodurch die Zugstange c zurückgedrückt wird. Dieselbe stöfst zunächst mit
der Zahnstange d gegen das Zahnrad /; dieses ist jedoch, wie erwähnt, auslösbar mit der
Achse k verkuppelt, und es wird dadurch, dafs die Zahnstange d der weiteren Vorwärtsdrehung
des Zahnrades entgegenwirkt, der Mitnehmerstift N, statt das Zahnrad in Umdrehung zu
versetzen, an der Gehrung des sägezahnförmigen Ausschnittes η entlang gleiten und das Zahnrad
dadurch seitlich verschieben. Da dieser Ver-* Schiebung die Druckfeder ο entgegenwirkt, so
wird der Stift N in den nächsten Ausschnitt einschnappen und so fort, bis der letzte Zahn
der Zahnreihe d das Zahnrad passirt hat. Daraufhin stöfst das innere Ende der Zugstange'c
gegen die Anschlagfläche r" des doppelarmigen Hebels r1 und drückt dadurch 'die
Bremsklötze ν durch Vermittelung des Hebels s und der Verbindung t gegen die Laufräder,
und zwar werden alle vier Laufräder gleichzeitig gebremst, nicht etwa nur die vorderen.
Gleichzeitig hat sich die Sperrklinke Ii in die Kerben f der Zugstange c gelegt, und bleibt
der Wagen daher so lange gebremst, bis die Klinke· h ausgelöst ist und die Zugstange c nach
vorn gleitet, worauf der Hebel s durch die Feder w vorgedreht wird und dadurch die
Bremsklötze ν von den Rädern \ abzieht.
Claims (1)
- Patent-Anspruch:Eine Zugstange für Pferdebahnwagen, welche beim Anziehen der Pferde durch die Zähne rf unter Vermittelung des federnd auf der Radachse verschiebbaren und dieselbe durch den Stift ΛΓ und die Zähne η mitnehmenden Zahnrades / den Antrieb der Räder bewirkt, dagegen; beim Zurückhalten der Pferde mit ihrem hinteren Ende auf den Hebel r1 drückt und dadurch die Bremsen anzieht.Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE64942C true DE64942C (de) |
Family
ID=338774
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT64942D Expired - Lifetime DE64942C (de) | Zugstange für Pferdebahnwagen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE64942C (de) |
-
0
- DE DENDAT64942D patent/DE64942C/de not_active Expired - Lifetime
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