DE29302C - Bewegungsvorrichtung für Draisinen und ähnlicbeFuhrwerke - Google Patents

Bewegungsvorrichtung für Draisinen und ähnlicbeFuhrwerke

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DE29302C
DE29302C DENDAT29302D DE29302DA DE29302C DE 29302 C DE29302 C DE 29302C DE NDAT29302 D DENDAT29302 D DE NDAT29302D DE 29302D A DE29302D A DE 29302DA DE 29302 C DE29302 C DE 29302C
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carriage
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DENDAT29302D
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English (en)
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R. SCHERZER in Berlin, Manteuffelstrafse 87
Publication of DE29302C publication Critical patent/DE29302C/de
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Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B62LAND VEHICLES FOR TRAVELLING OTHERWISE THAN ON RAILS
    • B62MRIDER PROPULSION OF WHEELED VEHICLES OR SLEDGES; POWERED PROPULSION OF SLEDGES OR SINGLE-TRACK CYCLES; TRANSMISSIONS SPECIALLY ADAPTED FOR SUCH VEHICLES
    • B62M1/00Rider propulsion of wheeled vehicles
    • B62M1/14Rider propulsion of wheeled vehicles operated exclusively by hand power

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Combustion & Propulsion (AREA)
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  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Handcart (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 63: Sattlerei und Wagenbau.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 10. Mai 1884 ab.
Auf beiliegender Zeichnung ist der Bewegungsmechanismus dargestellt.
Es zeigt Fig. 1 eine Seitenansicht, . Fig. 2 eine Oberansicht, Fig. 3 eine Vorderansicht des Wagens.
Der Wagen besteht aus zwei Haupttheilen, dem Hintertheil A mit den Hinterrädern r und dem Wagenkasten bezw. Wagensitz w, sowie dem Vordertheil B mit dem grofsen Triebrad r und dem Mechanismus zum Fortbewegen, Lenken und Anhalten des Wagens. Beide Theile sind durch eine Schraube s drehbar mit einander verbunden.
Der Vordertheil B des Wagens ist in folgender Weise construirt. Eine Platte, durch welche die Verbindungsschraube s geht, ist mittelst zweier Balken b mit dem Triebrade r fest verbunden, indem die beiden Balken um die Achse des Triebrades herumgreifen. Auf dieser Achse sitzen zu beiden Seiten des Triebrades zwei kleine Scheiben t, welche je einen excentrischen Zapfen ζ tragen. Um diese Zapfen greifen die beiden Arme g einer Rudergabel herum, welche an ihrem anderen Ende auf einem Bolzen c drehbar angebracht ist. Der Bolzen c ist mit den Armen hl eines Hebels h in einem bestimmten Abstand vom Drehpunkt des Hebels fest verbunden, und letzterer findet sein drehbares Auflager P auf zwei zu diesem Zweck auf Platte / beiderseits errichteten Lagerböcken /. - -
Der Wagensitz w ist so angeordnet, dafs der Fahrende bequem mit seinen Händen den Hebel h erfassen und auf- und niederbewegen kann. Diese Bewegung des Hebels h wird durch Bolzen "c auf die Gabel g, den Zapfen z, die Scheiben t und endlich auf das Triebrad τλ übertragen.
Um dem Wagen während des Fahrens jede beliebige Richtung geben zu können, ist folgende Lenkvorrichtung vorgesehen.
Auf dem Hintertheil des Wagens sind beiderseits zwei Böcke I1 angebracht, welche zur Aufnahme des Wagendeckvordertheiles, der Laternen oder dergleichen dienen. Diese tragen zwei Oesen o, durch welche ein Reifen / hindurchgeht. Der Reifen ist an der dem Triebrade zugekehrten Seite nicht ganz geschlossen, sondern aufgebogen und mit seinen Enden / fest mit dem Verbindungsbalken b verbunden. Innerhalb des Wagens liegt der Reifen unmittelbar vor dem Fahrenden, so dafs derselbe ihm bequem eine Rechts- oder Linksbewegung geben kann, wodurch der Vordertheil B des Wagens entsprechend links oder rechts abgelenkt wird. Während der Fahrt selbst wirkt die Lenkvorrichtung bedeutend leichter als beim Stillstehen, so dafs ein schnelles und sicheres Ausweichen ermöglicht wird. Da man beim Anfahren nicht sogleich weifs, ob man den Hebel niederzudrücken oder zu heben hat, um nach vorwärts zu fahren, da je nach der augenblicklichen Stellung des Zapfens ζ ebensogut eine Rückwärtsbewegung erfolgen kann, so ist folgende Vorrichtung angebracht. Auf der Achse des Triebrades z1 und mit diesem fest verbunden sitzt ein Zahnrad tx mit zugehörigem Sperrkegel. Dieser Sperrkegel dreht sich um einen Zapfen k', der fest an einem der beiden Balken b sitzt. Mit dem Sperrkegel ist eine Zugstange i drehbar verbunden. Die Zugstange ist mehrfach gekröpft, geht durch eine an dem Lager-
bock / angebrachte Oese ο hindurch und trägt an dem dem Wagensitz zugekehrten Ende einen Handgriff i\
Beim Anfahren wird die Zugstange nach vorn gestofsen, so dafs der Sperrkegel k in die Zähne des Zahnrades t eingreift; dadurch wird eine Rückwärtsbewegung des Wagens unmöglich, , und nach kurzem Probiren hat man es sofort im Gefühl, ob man beim Anfahren den Hebel nach oben oder nach unten drücken mufs. Will man halten und eventuell eine Rückwärtsbewegung ausüben, so löst man den Sperrkegel durch Vorziehen der Zugstange aus den Zähnen aus und kann nun durch entgegengesetzten Druck mit dem Hebel h den Wagen zur rückläufigen Bewegung zwingen.

Claims (1)

  1. Patent-Ansprüche:
    An ein- und mehrsitzigen Kutsch- und ähnlichen Wagen:
    der Mechanismus zum Fortbewegen des Wagens, bestehend aus den auf der Triebradachse sitzenden Scheiben t, den excentrischen Zapfen z, der Rudergabel g und dem auf Lagerböcken / drehbar gelagerten Hebel h;
    der Mechanismus zum Lenken des Wagens, bestehend aus dem durch Oesen ο hindurchgehenden Reifen/, welcher einerseits durch die an Backen / festsitzenden Oesen ο mit dem Hintertheil, andererseits durch seine aufgebogenen Enden f1 mit dem Balken b bezw. dem Vordertheile des Wagens verbunden ist;
    der Arretirmechanismus zur Vermeidung eines unbeabsichtigten Rückwärtsfahrens, bestehend aus dem Zahnrad t1, dem Sperrkegel k und der durch Oese ο hindurchgehenden, mit Handgriff versehenen Zugstange i.
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
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