DE647251C - Verfahren zur Herstellung von im Gesenk zu Scherenschenkeln zu schlagenden Vorwerkstuecken aus Rundstaeben - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von im Gesenk zu Scherenschenkeln zu schlagenden Vorwerkstuecken aus Rundstaeben

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DE647251C
DE647251C DESCH107161D DESC107161D DE647251C DE 647251 C DE647251 C DE 647251C DE SCH107161 D DESCH107161 D DE SCH107161D DE SC107161 D DESC107161 D DE SC107161D DE 647251 C DE647251 C DE 647251C
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scissors
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B21MECHANICAL METAL-WORKING WITHOUT ESSENTIALLY REMOVING MATERIAL; PUNCHING METAL
    • B21HMAKING PARTICULAR METAL OBJECTS BY ROLLING, e.g. SCREWS, WHEELS, RINGS, BARRELS, BALLS
    • B21H7/00Making articles not provided for in the preceding groups, e.g. agricultural tools, dinner forks, knives, spoons
    • B21H7/10Making articles not provided for in the preceding groups, e.g. agricultural tools, dinner forks, knives, spoons knives; sickles; scythes

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  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Agronomy & Crop Science (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Forging (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung von im Gesenk zu Scherenschenkeln zu schlagenden Vorwerkstücken aus Rundstäben Beim üblichen Schlagen auf kaltem Wege der Scherenrohlinge aus im Querschnitt kreisrunden Stäben wird das eine Ende eines solchen Stabes zunächst abgeflacht und daraus eine dem Auge entsprechende, durch Schweißung geschlossene Schleife gebogen und dann der Stab im Gesenk geschlagen. Dabei bildet sich .ein derart starker Grad, auch Bart genannt, daß dieses Verfahren nur für kleine Scheren brauchbar ist. Auch :entstehen keine sauberen, voll ausgeprägten Formstücke, weil die Werkstoffverteilung entgegen der Preßrichtung erfolgen muß. Es ist auch nicht möglich, die Pressung so weit durchzuführen, daß -der Grad dünnwandig wird, vielmehr behält dieser eine erhebliche Stärke. Dieser starke Grad muß dann abgeschnitten werden. Der Scherenrohling besitzt infolgedessen rauhe Gradkanten, die durch Schleifen besonders entfernt werden müssen. Hierdurch wird die Herstellung :erheblich erschwert und auch verteuert; denn nicht nur das Nacharbeiten ist in dieser Beziehung nachteilig, sondern auch der ganz erhebliche Werkstoffverlust, da nur ungefähr die Hälfte des Werkstoffes im Scherenrohling verbleibt.
  • Gegenstand der Erfindung ist nun ein Verfahren, durch das diese Herstellung von Scherenrohlingen wesentlich vereinfacht und verbilligt wird. Das neue Verfahren besteht darin, daß der Rundstab zunächst an beiden Enden, von der Mitte her nach den Enden zunehmend, durch Streckung abgeflacht wird, und zwar so, daß die Abflachung an dem einen Ende senkrecht zur Abflachung am anderen Stabende liegt. Alsdann wird das eine abgeflachte Stabende zum Scherenauge umgebogen und verschweißt, wobei infolge der Abflachung das Auge ;eine geringe Wandstärke besitzt, die das Maß am fertigen Rohling nur wenig übersteigt. Hierauf wird der Rohling in der-üblichen Weise geschlagen. Der mittlere Teil des Stabes, dessen Querschnitt unverändert rund geblieben ist, dient zur Bildung des Gewerbes am Scherenschenkel. Durch die günstige Werkstoffverteilung kann der Scherenrohling so weit geschlagen werden, daß sich ein sehr dünnwandiger Grad ergibt, der durch Ausstanzen leicht entfernt werden kann, worauf durch Rommeln an dem Rohling glatte Flächen und Kanten ohne irgendeinen Schliff erzielt werden.
  • Die Werkstoffersparnis gegenüber den bekannten Verfahren beträgt ungefähr ein Drittel.
  • Eine Vorrichtung zur Ausübung des Verfahrens ist auf der Zeichnung dargestellt. ,Fig. i zeigt :eine Seitenansicht in schematischer Darstellung der Vorrichtung.
  • Fig. a bis 9 zeigen Einzelheiten und Teile der Vorrichtung in schematischer Darstellung in ihrer Arbeitsweise.
  • Fig. io bis 16 zeigen das Werkstück nach den einzelnen Arbeitsvorgängen. Der Rundstab oder Draht i läuft durch Rollensätze 2, 3, wo er gerichtet wird. Von hier gelangt er zwischen Förderwalzen 4, die mittels eines Kurbeltriebes 5 in einer Dreh- . richtung ruckweise angetrieben werden. Die Kurbel dreht sich fortlaufend gleichförmig, wobei die Kurbelstange 6 einen Klinkentrieb 7 pendelnd hin und her bewegt. In der einen Richtung läuft der Klinkenantrieb frei, in der anderen Richtung nimmt er eine der Förderwalzen 4. mit. Der Hub der Walzen .i ist so bemessen, daß mit jedem Hub das Werkstück i in der erforderlichen Länge vorgeschoben und dabei durch die Rollensätze 2, 3 gezogen und gerichtet wird. Es gelangt dann durch eine Schere S bis zu einem Anschlag 9. Sobald der Rundstab i gegen den Anschlag stößt, hört der Antrieb der Rollen 4 auf, und mittels einer Kurvenscheibe io, die auf eine Rolle i i einwirkt, wird durch den Lenker 12 die Schere S bedient, die das erforderliche Stück Rundstab abschneidet. Dieses Stück fällt vor einem in Führungen sich bewegenden Dorn 13, der nun mittels eines Armes 14 vorgestoßen wird. Der Arm 1 4. ist schwenkbar gelagert und mit einer Rolle 15 verbunden, die von einer Nockenscheibe 16 schnell angehoben wird, so daß der Arm 14 geschwenkt wird urd dabei den Dorn 13 vorstößt, der das abgeschnittene Werkstück weiterfördert. Dieses gelangt dadurch in ein Führungsrohr 17, das vorn eine Reibklemme i S zum genauen Halten und Führen des Werkstückes trägt. Der Dorn 13 drückt das Werkstück so weit vor, daß dieses etwas mehr als zur Hälfte durch ein Kaliberwalzenpaar i9 hindurchgefördert wird. Dabei hält die Klemme iol das Werkstück. Nun senkt sich die obere Kaliberwalze i9 abwärts, bis' das Werkstück erfaßt wird (Fig.2). Diese Bewegung der Walze wird durch einen Hebel 2o bewirkt, der durch eine Kurvenscheibe 21 gedreht wird, wobei er einen Hebel 2z schwenkt, der auf das verschiebbare Lager 23 der oberen Kaliberwalze drückt. Die Kurve 21 ist so gestaltet, daß die V orschubbewegung der Walze i9 gleichmäßig so lange erfolgt, wie das Werkstück zwischen den Walzen sich befandet (Fig.3). Das Walzwerk wird dauernd gleichförmig in der Richtung angetrieben, daß das Werkstück von der Mitte her nach dem rechten Ende hin ausgewalzt wird. Das Werkstück bewegt sich also nach links hin und wird dabei aus der Klemme iS herausgezogen. Die Fig. 5 bis S zeigen den allmählichen Vorschub der oberen Kaliberwalze i g. Es ist daraus erkennbar, daß der Querschnitt des Werkstückes (Fig. i o i nach dem Ende hin allmählich flacher wird. Das Werkstück wird bei seinem Vorschub von einer Zange 24 erfaßt, die an einem Schlitten 25 sitzt. Die Zange ist in der Höhenlage etwas nachgiebig mittels Federn gelagert, so daß das Werk-.stück sich entsprechend dem Kalibermittel-.punkt des WaInverkes einstellen kann. Sobald das Werkstück das Walzwerk i c) verlassen `,hat, fördert die Zange das Werkstück zu einem zweiten U'alzwerk, dessen Kaliberwalzen 26 in einer Ebene liegen, die senkrecht zu denen der Walzen i9 liegt. Dieses zweite Walzwerk ist genau so ausgebildet wie das Walzwerk ig bis 23. Also auch hier wird die obere Walze mittels einer Kurvenscheibe allmählich vorgeschoben. Das Werkstück wird auch hier bis fast zur Mitte zunächst eingeschoben (Fig. 4) und dann beim Walzen rückwärts bewegt, so daß das Walzen nach dem Ende hin erfolgt, wobei durch den Vorschub der oberen Walzen auch hier ein allmählich sich abflachender Querschnitt gebildet wird. Dabei bewegt sich die Zange 24 mit, die durch ein Getriebe 27 mit der geeigneten Geschwindigkeit in Bewegung gesetzt wird. Sobald das Werkstück die Walzen 26 verlassen hat, öffnet sich die Zange 24 selbsttätig, und das Werkstück fällt in einen Sammelbehälter. Inzwischen hat schon der Vorschub und das Abschneiden des neuen Werkstückes begonnen, so daß ein ununterbrochenes Arbeiten erzielt wird. Die so hergestellten Werkstücke (Fig. io) werden dann am einen Ende zum Scherenauge geschlossen (Fig. i i), hierauf geschweißt und geschlagen, so daß das angebogene Ende mit dem übrigen Teil in einer Ebene liegt (Fig. 12). Nun wird dieses Werkstück in an sich bekannter Weise im Gesenk geschlagen (Fig.13), wobei infolge der guten Werkstoffverteilung am Werkstück nur ein geringer Grad entsteht, der so dünn geschlagen werden kann, daß er leicht in der Stanze sich entfernen läßt (Fig. 14 bis 15). Der auf diese Weise gebildete fertige Scherenrohling (Fig. 16) braucht nur noch gerommelt zu werden. Ein Schleifen des Auges und des Gewerbes ist nicht nötig. Es ist nur das Anschärfen der Schneidfacette erforderlich.
  • Alle Teile der Vorrichtung werden zwangsläufig von einem Zahnrad 3o angetrieben, so daß ein richtiges Zusammenarbeiten der Walzwerke, Zange, Schere usw. gewährleistet ist.
  • Die Vorrichtung eignet sich auch zur Herstellung anderer ähnlich gestalteter Werkstücke.

Claims (2)

  1. PATENT -1NSPRÜCHE: t. Verfahren zur Herstellung von im Gesenk zu Scherenschenkeln zu schlagenden Vorwerkstücken aus Rundstäben, dadurch gekennzeichnet, daß beide Enden des Rundstabes, z. B. durch Walzen, von einem den Gelenkteil ergebenden Mittelteile ab nach den Enden allmählich zunehmend abgeflacht werden, und zwar das zum Auge zu biegende Ende in bekannter Weise senkrecht zur Augenebene, dagegen das das Scherenblatt ergebende Ende parallel zur Blattebene.
  2. 2. Vorrichtung zur Ausübung des Verfahrens nach Anspruch i, gekennzeichnet durch zwei um 9o° gegeneinander versetzt angeordnete und gegenläufig zueinander arbeitende Kaliberwalzensätze (i9 und 26) und durch eine zwischen ihnen angeordnete Greiferzange (2q.), wobei der Walzenspalt der Walzensätze taktmäßig sich ändert, und dadurch gekennzeichnet, daß dem ersten Walzensatz (i9) eine unter-.. krochen arbeitende, für die Zuführung der Vorwerkstücke dienende Vorschubvorrichtung (13, 15, 16) sowie eine von dieser abhängige Schere (9) zur Ablängung der Votwerkstücke von einem langen Draht vorgeschaltet sind.
DESCH107161D 1935-05-26 1935-05-26 Verfahren zur Herstellung von im Gesenk zu Scherenschenkeln zu schlagenden Vorwerkstuecken aus Rundstaeben Expired DE647251C (de)

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