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Verfahren zur Herstellung von metallhaltigen Disazofarbstoffen Es
wurde ;gefunden, daß man zu wertvollen, Metall in komplexer Bindung enthaltenden
Disazofarbstoffen gelangt, wenn man sekundäre, durch Kuppeln von di.azotierten Anunoazoverbindungen
aus Nitrodiazoverhindungen, die in o-Stellung zur Diazogruppe keine Hydroxylgruppe
enthalten, und Äthern des i-Amino-2-:oxynaphthalins: ,oder deren Sulfons.äuren mit
Sulfonsäuren von N-Aryl-oder N-Acylderivaten des 2-Amino-5:,oxynaphthalins erhältliche
Nitrodisazofarbstoffe mit metallabgebenden Mitteln behandelt.
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Diese Disazöfarbstoffe sind, soweit sie unter Verwendung von Sulfonsäuren
von N-Arylderivaten des 2-Amino-5-@oxynaphthalins hergestellt worden sind, den Farbstoffen
der Patentschrift 566103 ,ähnlich, unterscheiden sich aber auch dann von diesen
durch das Vorhandensein einer Nitrogruppe. Es ist nun sehr überraschend und steht
im Widerspruch zu allen bisherigen Erfahrungen, daß die vorliegenden Nitrodisazofarbsitoffe
nach Überführung in Metallkomplexverbiudungen sich allen bisherigen, vergleichbaren
Disazofarbstoffen ohne Nitrogruppe in der Lichtechtheit ,überlegen zeigen.
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Die neuen Metallkomplexverbindungen färben die Faser, insbesondere
pflanzliche Fasern, im Gegensatz zu den aus der Patentschrift 5661o3 bekannten Farbstoffen
in grauen, sehr lichtechten Tönen von guten Echtheits: eigenschaften. Beispiel i
i3,8kg i-Amino-q.-nitrobenzol werden mit 35 kg Salzsäure vom spez. Gewicht 1,15
und 6,9 kg Natriumnitrit, wie üblich, dianotiert. Die Diazolösung läßt man dann
bei o' C in eine mit Natriumacetatlösung versetzte Lösung von 28,9 kg i-amino-2,äthoxynaphthalin-6-sulfonsaurem
Natrium fließen. Dann wärmt man auf 70°C an, stellt durch Zusatz von Natriumcarbonat
deutlich alkalisch, fltrIert den gefällten Aminoazofarbstoff ab und befreit ihn
durch Auswaschen mit Salzwasser von der Mutterlauge. Daraufhin löst man die Paste
in. 2ooo 1 Wasser und dianotiert erneut mit Hilfe von 7 kg Natriumnitrit
und 35 kg Salzsäure vom spez. Gewicht l,15. Nach beendeter Diazo;tierung kuppelt
man unter gutem Rühren in der üblichen Weise mit 41 kg 2-benzoylamino-5-oxynaphthaün;-7-s@ulfons.aurem
Natrium. Nach beendeter Umsetzung wird angewärmt, und der Farbstoff wird durch Zusatz
von Natriumchlorid" gefällt, abfltriert und ,gewaschen. Die Paste wird nun in Wasser
gelöst und @es.siigs:auer mit 3 5 kg kristallisiertem Kupfersulfat einige Stunden
unter Rühren zum Sieden :erhitzt. Der entstandene metallhaltige Farbstoff wird abgesaugt,
mit Wasser gewaschen, dann mit Natriumcarbonät in Wasser angerührt und w der abgetrennt.
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le Der neue Farbstoff stellt getrocknet Bein dunkles Pulver dar, das
sich in Wasser mit
grüngrauer und in konzentrierter Schwefelsäure
mit grüner Farbe löst und Baumwolle in hervorragend lichtechten grüngrauen Tönen
färbt.
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Beispiel e . Eine in gleicher Weise aus 13,8 kg 1Amino-3-nitrobenzol
bereitete Diazoverbin= dung gibt man in eine mit einer Natriumacetatlösung versetzte
Lösung von 28,9kg i - amino - 2 -äth oxy naphth:alin - 6 - sulf onsaurem Natrium.
Die Kupplung zum Aminoazofarbstoff ist sofort beendet. Der Farbstoff wird abfiltriert
und mit etwas Salzwasser nachgewaschen. Daraufhin wird die Paste mit Eis an.geschlämmt
und mit 35 kg Salzsäure und 6,9 kg Natriumnitrit in die Diazoazoverbindung übergeführt,
die dann einer mit Pyridin versetzten Lösung von ao kg 2-(3'-carboxyphenylamino)
- 5 - oxynaphtlralin -7 - sulfOnsaurem Natrium zugesetzt wird. Der durch Natriumcliloridzusatz
abgeschiedene Disazofarbstoff wird abgesaugt und ausgewaschen. Dann wird die Farbstoftpaste
in. Wasser gelöst und essigsauer mit 35 kg kristallisiertem Kupfersulfat durch mehrstündiges
Kochen unter Rückflußkühlung und gutem Rühren in die Kupferk,omplexverbindung übergeführt.
Diese wird a.bfiltriert, mit kaltem Wasser gewaschen und dadurch. von überschüssigem
Kupfersulfat befreit. Die Paste wird mit verdünnter Natriumcarbonatlösung angerührt
und getrocknet.
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Der Farbstoff ist ein schwarzes Pulver. Er löst sich in Wasser grüngrau
und in konzentrierter Schwefelsäure grün und färbt Baumwolle in außerordentlich
lichtechten grüngrauen Tönen.
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Beispiel 3 29 kg 6-nitro-2-aminonaphthalin-8-sulfonsaures Natrium
werden mit 35kg Salzsäure und 6,9 kg Natriumnitrit dianotiert. Man löst 28 kg i-amino-2-äthoxynaphthalin-6-s.ulfonsaures
Natrium in Wasser und kuppelt unter Rühren mit obiger Diazoverbindung wie üblich.
In wenigen Minuten. ist die Kupplung beendet, worauf man den Aminoazofarbstoff abfiltriert.
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Der Farbstoff wird nun mit 6,9 kg Natriumnitrit und 35 kg Salzsäure
vom spez. Gewicht 1,15 dianotiert. Darauf nimmt man die überschüssige Salzsäure
durch Eintragen von Natriumacetat weg und kuppelt die Diazoazoverbindung mit 36
kg 2-benzoylamino-5 - oxynaplithalin - 7 - sulfonsaurem Natrium. Nach beendeter
Kupplung wird der Disazofarbstoff ausgesalzen, abfiltriert, gewaschen und in Wasser
gelöst. Die Lösung wird mit Essigsäure angesäuert. Dann wird eine -..Lösung von
35k,8 kristallisiertem Kupfer-@uifat zugesetzt. Das Reaktionsgemisch wird ,# einige
Stunden unter Rühren und Rückflußkühlung gekocht. Der entstandene metallhaltige
Farbstoff wird dann abfiltriert, gewaschen, mit Natriumcarbonat angerieben und getrocknet.
Das dunkle Pulver löst sich in Wasser grüngrau und in konzentrierter Schwefelsäure
grün und färbt Baumwolle in hervorragend lichtechten grüngrauen Tönen.
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Beispiel q.
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16,8 kg i-Amin,o-2-methoxy-q.-nitrobenzol werden mit 36kg Salzsäure
vom spez. Gewicht 1,15 angeteigt, bis das gesamte Amin in das salzsaure Salz übergeführt
worden ist, und mit 6,9 kg Natriumnitrit diazo.tiert. Die Diazoverbindung kuppelt
man dann, wie ini Beispiel i beschrieben, m.it i-amino-2-äthoxynaphthalin-6-sul.fonsaurem
Natrium, scheidet den Aminoazofarbstoff ab und dianotiert ihn mit 35 kg konzentrierter
Salzsäure und 7 kg Natriumnitrit weiter und kuppelt die Diazoazoverbindung
mit 2-(3'-carboxyphenylamin,o)-5-oxynaphthalin-7-sulfonsaurem Natrium in pyridinhaltiger
Lösung. Der Disazofarbstoff wird, wie üblich, abgetrennt und dann mit Wasser angerührt.
Es wird noch Essigsäure und eine Lösung von 35 kg kristallisiertem Kupfersulfat
in wenig Wasser zugesetzt, und das Gemisch wird einige Stunden unter Rückflußkühlung
und Rühren gekocht. Dann wird -der entstandene metallhaltige Farbstoff abfiltriert,
gewaschen und getrocknet. Das schwarze Pulver löst sich in Wasser mit blauer und
in konzentrierter Schwefelsäure mit graublauer Farbe und färbt Baumwolle in außerordentlich
lichtechten grauen Tönen.