DE6458C - Verfahren zur Anfertigung von Büchern direkt aus endlosem Papier - Google Patents

Verfahren zur Anfertigung von Büchern direkt aus endlosem Papier

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DE6458C
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R. grimshaw aus Philadelphia z. Z. in Paris
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B42BOOKBINDING; ALBUMS; FILES; SPECIAL PRINTED MATTER
    • B42CBOOKBINDING
    • B42C19/00Multi-step processes for making books
    • B42C19/06Multi-step processes for making books starting with webs not provided for elsewhere

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  • Folding Of Thin Sheet-Like Materials, Special Discharging Devices, And Others (AREA)

Description

1879.
Klasse 11.
ROBERT GRIMSHAW in PHILADELPHIA. Verfahren zur Anfertigung von Büchern direct aus endlosem Papier.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 19. Januar 1879 ab.
Die Erfindung besteht darin, endloses Papier oder ähnliches Material, welches liniirt oder gedruckt oder ungedruckt sein mag, zu Büchern, Heften etc. direct fertig zu falten und auf irgend eine Weise zu binden.
Das Verfahren ist folgendes: Man wendet je nach den Umständen eine oder mehrere Rollen oder Stücke endlosen Papiers etc. an, faltet dasselbe zickzackförmig der Länge oder Breite nach und verbindet die gefalteten Kanten durch Heften, Kleistern, Klammern u. s. w. oder läfst sie lose. Der durch das Falten gewonnene Papierstofs kann in der Mitte oder daneben ein oder mehrere mal längs oder quer durchschnitten werden, und bildet dann zwei oder mehrere Bücher, oder er bildet nur ein Buch im Format der Falte, wenn man nur eine Kante bindet und die andere beschneidet.
Fig. ι zeigt eine Rolle endlosen Papiers zickzackförmig in der Quere gefaltet. Der Stofs kann, um zwei Hefte zu bilden, nach der Linie E-F in der Mitte oder daneben durchschnitten werden, in welchem Falle die Kanten A B und CD gebunden werden, oder der Stofs wird, um nur ein Buch zu bilden, an einer Kante gebunden und an der anderen beschnitten. Es steht aber immer noch frei, die so gebildeten. Bände durch fernere Schnitte senkrecht zur Naht noch weiter zu zertheilen.
Fig. 2 zeigt das Falten eines Stückes der Länge nach.
Fig. 3 zeigt das Falten mehrerer Rollen zu gleicher Zeit im Zickzack der Quere nach.
Fig. 4 zeigt das Falten mehrerer Stücke endlosen Papiers zu gleicher Zeit im Zickzack der Länge nach.
Das Falten mehrerer, z. B. sieben, Stücke zu gleicher Zeit wird, entweder so bewerkstelligt, dafs das Papier der sieben Stücke in eine Falte wie in Fig. 3 zusammen zu liegen kommt, oder dafs man von sechs Rollen zusammen mehrere Falten bildet, und aus der siebenten, die vielleicht farbig ist, einen Umschlag herstellt. Man erhält dann Stöfse, wie in Fig. 5 und 6 angegeben.
Hefte von 24 Seiten weifsen Papiers und farbigem Deckel werden schon gewonnen, wenn man, wie in Fig. 3, sieben Rollen, von denen die letzte farbig ist, in eine Falte knickt. Geschnitten und gebunden kann immer auf die schon früher beschriebene Art werden.
Es ist klar, dafs man abwechselnd Rollen von Löschpapier, farbigem Papier oder ähnlichem Material verwenden kann, z. B. Mousselin zur Anfertigung sogenannter unzerreifsbarer Bilderbücher für Kinder, und ebenso weifses, liniirtes, geprefstes, auf irgend eine Art gedrucktes oder zubereitetes Papier oder ähnliches Material, ebenso auch Rollen, welche mehrere Stücke endlosen Papiers enthalten. Wenn liniirte Bücher angefertigt werden sollen, kann man entweder längs oder quer liniiren und dem angemessen, je nachdem die Linien laufen sollen, falten.
Am besten wird das Papier oder sonstige Material zu obigem Zwecke direct von der Papier- etc. Maschine genommen und nachdem es je nach Bedarf liniirt, geprefst, gedruckt oder sonst zubereitet ist, fertig gehalten, geschnitten und gebunden. Alles das geschieht ohne wesentliche Handarbeit.
Die Maschine, um das endlose Papier in der Länge zu liniiren, ist nicht wesentlich von der gewöhnlichen Bogenliniirmaschine verschieden. Sie besteht aus einem über zwei Rollen b laufenden endlosen Tuche a, einer quer darüber Hegenden, die gewöhnlichen Federn tragenden Stange c, welche Federn durch mit dünner Farbe getränktem Flanell gespeist werden, einer Axe e, um die zu liniirende Rolle Papier aufzunehmen und einer Axe /, welche das liniirte Papier wieder aufrollt, sowie einer oder mehrerer Leitrollen d. Die Maschine kann entweder vertical, wie in Fig. 7, oder horizontal, wie in Fig. 8, angeordnet werden.
Die Maschine zum Liniiren des Papiers in der Quere weicht indessen von der Construction jeder anderen Liniirmaschine bedeutend ab, da sie die Linien nicht mit Federn, sondern mit dünnen Fäden oder Drähten herstellt. Diese Fäden oder Drähte sind entweder in einen Rahmen gespannt, welcher sich zwischen dem Papier und einer färbenden Fläche hin- und herbewegt, oder sie sind, wie in Fig. 9 angegeben, auf zwei Scheiben gespannt, welche in Contact mit einer Farbwalze und dem sich weiter bewegenden Papier rotiren und sich auf dem Papier abdrucken. Um schräg zu liniiren, wird der sich hin- und herbewegende Rahmen
oder die Axe des liniirenden Cylinders schräg zu der Richtung der Bewegung des Papiers angebracht. Es ist klar, dafs man eine beliebige Entfernung der einzelnen Querlinien von einander durch beliebige Anordnung der Fäden oder Drähte erzielen kann. Bei allen diesen Maschinen kann die Bewegung der einzelnen Elemente, z. B. die zunehmende Schnelligkeit der abgebenden Rolle, die abnehmende Schnelligkeit der empfangenden Rolle u. s. w. durch einfaches Frictionsgetriebe auf das Genaueste justirt werden.
Die Maschine zum Querfalten besteht hauptsächlich aus zwei Stockwalzen, Sternwalzen oder zwei Paar Scheiben, auf denen Drähte oder Fäden ausgespannt sind, oder ähnlichen Elementen, welche, wie in Fig. ι ο und 11 angegeben, das vorrückende Papier knicken. Fig. io zeigt das Falten einer Rolle, Fig. 11 das Falten mehrerer Rollen zu gleicher Zeit. Fig. 4 zeigt das Falten des Papiers in der Länge.

Claims (2)

Patent-Ansprüche:
1. Die Fabrikation von geprefsten, gedruckten oder ungedruckten, liniirten oder unliniirten Büchern oder Heften aus Rollen von endlosem, weifsem oder farbigem, löschendem oder nicht löschendem Papier oder anderen passenden oder ähnlichen Stoffen bezw. Verbindungen, anstatt aus einzelnen Bogen, wie gezeichnet und beschrieben.
2. Das beschriebene Verfahren des Quer-Liniirens von endlosem Papier oder ähnlichen Stoffen.
Hierzu I Blatt Zeichnungen.
DENDAT6458D Verfahren zur Anfertigung von Büchern direkt aus endlosem Papier Active DE6458C (de)

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DE (1) DE6458C (de)

Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1019156B (de) * 1952-12-19 1957-11-07 Windmoeller & Hoelscher Verfahren zum Herstellen heissverklebter Flachbeutel
DE1107640B (de) * 1955-02-10 1961-05-31 Matuschke Walter Verfahren zum fortlaufenden Herstellen von fertigen Heften, ausgehend von im Rotationsverfahren bedruckten Papierrollen

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DE1019156B (de) * 1952-12-19 1957-11-07 Windmoeller & Hoelscher Verfahren zum Herstellen heissverklebter Flachbeutel
DE1107640B (de) * 1955-02-10 1961-05-31 Matuschke Walter Verfahren zum fortlaufenden Herstellen von fertigen Heften, ausgehend von im Rotationsverfahren bedruckten Papierrollen

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