DE64579A - Concertina - Google Patents

Concertina

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DE64579A
DE64579A DE1891G7156 DEG7156 DE64579A DE 64579 A DE64579 A DE 64579A DE 1891G7156 DE1891G7156 DE 1891G7156 DE G7156 DEG7156 DE G7156 DE 64579 A DE64579 A DE 64579A
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DE
Germany
Prior art keywords
tones
keys
instrument
concertina
attached
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Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DE1891G7156
Other languages
English (en)
Original Assignee
Dr. med. F. M. GERL, prakt. Arzt, in Hindelang, bayer. Aligäu
Filing date
Publication of DE64579A publication Critical patent/DE64579A/de
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Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Vorliegende Erfindung betrifft ein Musikinstrument, genannt » Gerl's Handharmonium«, „welches eine Erweiterung und Verbesserung der sogenannten Handzuginstrumente, als Concertinas, Harmonikas, Bandoneons u. dergl., vorstellt. Es unterscheidet sich von diesen wesentlich und vornehmlich dadurch, dafs es eine gröfsere Anzahl von Tönen aufweist, welche in chromatischer Reihenfolge geordnet sind. Sodann charakterisirt es sich durch eine Anordnung der Drucktasten, welche es ermöglicht, dafs mehr Töne, als wie z. B. auf einem Klavier befindlich, angebracht und leichter gespielt und beherrscht werden. Infolge dessen können auf dem Instrument alle nur möglichen Musikstücke, getragene und heitere, wiedergegeben werden, was bei allen bisherigen Constructionen dieser Art gar nicht bezw. nur sehr bedingt möglich war.
In der beiliegenden Zeichnung ist das ganze Instrument in Ansicht und theilweisem Schnitt, sowie die Tastenanordnung für linke und rechte Hand dargestellt. Die Tasten sind in schrägen parallelen Reihen zu je drei halben Tönen hinter einander angebracht, deren tiefster vorn liegt, so dafs also immer die nächste Reihe, vorn beginnend, der chromatischen Tonleiter entsprechenden Anschlufs an den letzten, nach hinten liegenden Ton der vorhergehenden Reihe hat.
Diese Reihen sind also in schräger paralleler Richtung nach hinten ansteigend angeordnet; sie können aber auch in geraden parallelen oder gekrümmten parallelen Linien verlaufen. Auf diese Weise sind in dem gezeichneten Beispiel auf jeder Handseite 51 Tasten untergebracht -worden, im Ganzen also eine chromatische Tonscala von 102 Tönen. Es können natürlich auch weniger oder mehr vorhanden sein, je nach der Gröfse des Instrumentes. Die Tastenhebel ft'2 /?3 der mittleren und hinteren Reihe sind nach hinten in entsprechender Zwischenlage zu den Schalllöchern Z2 Is der Stimmenplattenrahmen r2 r3 geführt, während die Hebel ft1 der vorderen Reihe entgegengesetzt liegen. Die Stimmenplattenrahmen sind in entsprechender Weise unter den Schalllöchern angebracht und in Fächer eingetheilt, über welchen je zwei gleiche Töne wechselweise auf der unteren und oberen Seite neben einander liegen, wie aus den Einzeldarstellungen 5 und 6 der Zeichnung ersichtlich. Den Stimmen gegenüber sind Deckleder angebracht, welche die eine Stimme zuhalten, wenn die zugehörige Stimme ertönt, je nach dem Auf- oder Zuzug des Blasebalges, in welchen beiden Fällen der Ton immer der gleiche bleibt. Um den Ton zu verstärken bezw. schwächer werden zu lassen während des Spielens, ist eine sogen. Druckstange D unter der Stange R1 für die rechte Hand angebracht und in den Lagern dieser Stange mittelst der Arme α auf- und abklappbar gelagert; sie bethätigt einen Stift s, welcher die Luftklappe k entsprechend hebt. Die spielende Hand gleitet nun mit der Innenfläche auf der Stange R1, während der Daumen unter ihr auf der Druckstange D liegt und diese überall bequem bethätigen kann.
Weiter hervorzuheben ist die Gestaltung der Tastenköpfe bezw. ihrer Oberflächen. Dieselben sind mit Erhebungen bezw. Vertiefungen von bestimmter Figur versehen, um für die spielenden Finger Gefühlsunterschiede zu schaffen, wodurch die Tasten nicht nur mit der Zeit sicherer gegriffen, sondern auch in Bezug auf die einzelnen verschiedenen Töne leichter dem Gedä'chtnifs eingeprägt werden; so sind z. B. die ersten drei Tasten glatt und schwarz, die folgenden haben einen Knoten in der Mitte, die weiteren dritten sind mit einem Kreuzeinschnitt versehen; statt des letzteren kann auch, wie aus den Querschnitten der Köpfe zu ersehen, eine scharfkantige Kreuzrippe auf letzteren angebracht sein. Eine vierte Reihe endlich trägt einen Ring oder eine entsprechende ringförmige Vertiefung. Die nächste Gruppe von vier Reihen ist ebenso beschaffen u. s. w. .
Es ist klar, dafs diese »Gefühlsunterschiede« in weiten Grenzen abgeändert werden können. Diese Anordnung ermöglicht auch Blinden leicht das Spielen des Instrumentes. Zur Erleichterung des Lernens können vor den Tastenreihen der Länge nach Streifen mit entsprechenden Notenbezeichnungen vor den einzelnen Tasten angebracht sein.

Claims (1)

  1. Pa te nt-Anspruch:
    Concertina, gekennzeichnet durch die Anordnung der Tasten in geraden oder gekrümmten , parallelen Reihen von immer drei auf ' einander folgenden halben Tönen der chromatischen Tonscala, deren tiefster immer in der vordersten Reihe des Instrumentes liegt.
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
DE1891G7156 1891-12-05 Concertina Pending DE64579A (de)

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