DE645682C - Vorrichtung zum Gewinnen von elementarem Schwefel aus sulfidischen Erzen, insbesondere Pyriten - Google Patents

Vorrichtung zum Gewinnen von elementarem Schwefel aus sulfidischen Erzen, insbesondere Pyriten

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DE645682C
DE645682C DEL89016D DEL0089016D DE645682C DE 645682 C DE645682 C DE 645682C DE L89016 D DEL89016 D DE L89016D DE L0089016 D DEL0089016 D DE L0089016D DE 645682 C DE645682 C DE 645682C
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    • C01INORGANIC CHEMISTRY
    • C01BNON-METALLIC ELEMENTS; COMPOUNDS THEREOF; METALLOIDS OR COMPOUNDS THEREOF NOT COVERED BY SUBCLASS C01C
    • C01B17/00Sulfur; Compounds thereof
    • C01B17/02Preparation of sulfur; Purification
    • C01B17/06Preparation of sulfur; Purification from non-gaseous sulfides or materials containing such sulfides, e.g. ores

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Description

  • Vorrichtung zum Gewinnen von elementarem Schwefel aus sulfidischen Erzen, insbesondere Pyriterr Die Einführung der selektiven Flotation als Aufbereitungsverfahren, welches besonders zum Aufbereiten der verschiedenen sulfidischen komplexen Erze heute allgemein eingeführt ist, hat zu einer im Vergleich zu früher erheblich weitergehenden Feinzerkleinerung der Erze geführt. Für die Zwecke des Röstens und ähnlicher Vorgänge haben diese fein zerkleinerten sulfidischen Produkte daher eine größere Reaktionsgeschwindigkeit als bei Verwendung grobkörnigen Erzpulvers. Statt in ,den üblichen Etagen- und anderen mechanischen Öfen läßt sich daher das Rösten der fein zerkleinerten. sulfidischen Produkte bekannterweis ,e in einfachen schachtförmigen Verbrennungskammern ausführen,. Auch zum Gewinnen von elementarem Schwefel aus fein zerkleinerten sulfidischen Erzen ist eine solche einfache Verbrennungskammer vorgeschlagen worden.
  • Gegenstand der Erfindung ist eine Verbesserung an einer Vorrichtung zum Gewinnen von elementarem Schwefel aus. sulfidischen Erzen, insbesondere Pyriten, welche Vörrichtung in bekannter Weise aus einem schachtförmigen Verbrennungsraum besteht, in welchem von oben fein gepulvertes Erz und fein gepulverter Kohlenstoff und in der Nähe des Bodens .ein sauerstoffabgebendes Gas, z. B. Luft, ingeführt wird, so -daß die reduzierenden Ausgangstoffe, Pyrit und Koks bzw. Kohle einerseits und die oxydierenden Ausgangsstoffe anderseits, aufeinander nach dem Gegenstromprinzip einwirken, und zwar die erstgenannten festen Ausgangsstoffe in der Richtung nach unten und die gasförmigen Ausgangsstoffe in der Richtung nach oben, wobei im oberen Teil eine Reduktionszone und im unteren Teil eine Oxydationszone entsteht.
  • Bei .der bekannten, zur Durchführung dieses Verfahrens dienenden Vorrichtung waren die Seitenwände des schachtförmigen Verbrennungsraumes durchgehend glatt. Die Folge davon. war, daß es sich nicht vermeiden ließ, daß der johen eingeführte Kohlenstoff teilweise mit dem teilweise zerlegten Pyrit in die Oxydationsmasse herabsank und dort die vollständige Oxydation verhinderte, so daß an Stelle der reinen Oxydationsstufen des Eisens auch teilweise Fe S am Boden sich ablagerbe und den Wert dieses Nebenproduktes für die weitere Verwendung z. B. im Martinofen ganz erheblich herabsetzte bzw. für die Weiterverarbeitung vollständig unbrauchbar machte.
  • Anderseits wurde durch dieses Herabsinken von. Kohlenstoff aus der Reduktionszone in die Oxydationszone die Vollständigkeit des Reaktionsverlaufes auch in der Reduktionszone beeinträchtigt, was zur Folge hatte, daß durch das obere Abzugsrohr an Stelle der Dämpfe von elementarere Schwefel Schwefeldioxyd entwich. Bestenfalls konnte man den letzteren Nachtei durch Anwendung eines Kohlenstoffüberschusses in der Reduktionszone und eines Sauerstoffüberschusses in der Oxydationszone größtenteils unterbinden, jedoch bedeutet dies einen Mangel an Wirtschaftlichkeit des Verfahrens sowohl bezüglich des Kohlenverbrauches sowie auch mit Rücksicht auf die entstehenden Gasmengen.
  • Diese Nachteile werden gemäß der Erfindung durch Anordnung einer Querschnittsverminderung an derjenigen Stelle des Verbrennungsraumes beseitigt, an welcher die Grenze zwischen der Reduktionszone und Oxydationszone für die einzuhaltenden Betriebsverhältnisse liegt, -welche Stelle im wesentlichen beeinflußt wird von dem Grade der Feinheit des Erz- und Kohlepulvers einerseits und von der pro Zeiteinheit zugeführten Oxydationsgas.menge.
  • Durch diese Querschnittsverringerungwird gewissermaßen. eine Aufbereitungswirkung erzielt, indem die spezifisch schwereren Erzteilchen entgegen dem Gasstrom noch herabsinken können, nicht dagegen die spezifisch leichteren Kohlenstoffteilchen, so daß also ein Herabsinken von K ohl,enstoffteilchen nach der Oxydationszone vermieden wird, diese K ohlenstoftteilchen also ständig im Reduktionsraum schiwebend erhalten bleiben.
  • Der dadurch erzielte Vorteil gegenüber dem Arbeiten mit der bisher bekannten Vorrichtung besteht also darin, daß an Kohle gespart -wird und die Gasmengen verringert werden bzw. der Anfall von größeren Mengen unzerlegten Sulfids neben den verschiedenen Oxydationsstufen des. Eisens vermieden -wird, ebenso wie auch der Anfall von Schwefeldioxyd an Stelle von elementarem Schwefel.
  • Auf der Zeichnung sind einige Ausführungsbeispiele des neuen Verbrennungsraumes dargestellt, und zwar zeigt: Fig. i einen senkrechten Mittelschnitt durch den neuen Verbrennungsraum mixt verschiedenen Arten von Einbauten zum Zwecke der Herbeiführun:g der Querschnittsverminder ung.
  • Fig. 2 zeigt einen Schnitt nach Linie II-II der Fig. i, bei -welcher eine weitere Art von Einbauten zwecks Erzielung der Querschnittsverminderung angewendet ist.
  • Der Verbrennungsraum v besitzt in seinem oberen Teile, welcher die Reduktionszone r enthält, die Zuführungsvorrichtungen t, f, a für das Erzpulver sowie die Zuführungseinrichtung c für das Kohlenstoffpulver sowie das Gasentbindungsrohr z.
  • t ist der Aufgabetrichter für das. Erzpulver, f die Förderschnecke zur Zuteilung dieses Pulvers in gleichmäßigen Mengen pro Zeiteinheit und a das Einführungsrohr, durch welches das Erzpulver in den Verbrennungsraum v bzw. dessen Reduktionszone r ge- langt.
  • Der untere Teil des Verbrennungsraumes, welcher die Oxydationszone o enthält, besitzt das Zuführungsrohr ä zum Einblasen des oxydierenden Gases sowie als Boden einen Abzugstutzen u zur Entnahme. der Nebenprodukte in Gestalt der andenweit leicht verwertbaren verschiedenen Oxydationsstufen des Eisens.
  • Die, Form der Einbauten ist an sich beliebig, da es für die fortschrittliche Durchführung des Verfahrens hauptsächlich einzig und allein auf die Querschnittsverminderung e ankommt. Ein einfacher waagerechter Einbau w würde also -bereits die fortschrittliche Wirkung herbeiführen. Da sich ohnehin alsdann auf diesem Einbau oben Ablagerungen absetzen würden, kann man auch gleich schräge Einbauten w2 verwenden. Um die Strömungswiderstände für den aufsteigenden Gasstrom möglichst gering zu halten, wird man zweckmäßig stromlinienförmige Einbauten w1 anwenden. Auch können Einbauten w3 zur Verwendung gelangen, welche ein Aufsteigen des Gasstromes nicht nur in der Mitte, sondern auch an den Seiten ermöglichen.
  • Es ist zweckmäßig, das Erzpulver bereits vor dem Einiführen in die Verbrennungskammer mit einer gewissen Menge Kohlenst-offpulver zu mischen. In diesem Falle dient die Zuführungseinrichtung e nur zum Regeln der gesamten Kohlenstoffzufuhr. Das Einführen des Erzpulvers und/oder das Mischen von Erzpulver und Kohlenstoff kann auch in bekannter Weise durch Einblasen mittels Druckluft erfolgen.

Claims (1)

  1. PATE@INTANSPui`,CF1L: i. Vorrichtung zum Gewinnen von eleinentarem Schwefel aus sulfidischen Erzen, insbesondere Pyrit, bestehend aus einem schachtförmigen Verbrennungsraum, in welchem von oben feinpulvriger Pyrit und feinpulvriger Kohlenstoff und in der Nähe des Bodens ein sauerstoffabgehendes Gas eingeführt wird, so daß die reduzierenden und oxydierenden Ausgangsstoffe aufeinander nach dem Gegenstromprinzip einwirken, und zwar die festen Ausgangsstoffe in der Richtung nach unten, die gasförmigen Ausgangsstoffe dagegen. in aufsteigender Richtung, und wobei im oberen Teil der Verbrennungskammer eine Reduktionszone und im unteren Teil desselben eine Oxydationszone entsteht, dadurch gekennzeichnet, daB im Verbrennungsraum (v) in der gewünschten Höhe der Grenze zwischen RReduktions- (r) und Oxydationszone (o) seine Querschnittsverengung (e) des Verbrennungsraumes vorgesehen ist, welche durch die dort eintretende ;höhere Strömungsgeschwindigkeit .des aufsteigenden Gasstromes ein Hindurchfallen des Kohlenstoffes in die Oxydationszone, (o) verhindert. a. Vorrichtung nach Anspruch r, dadurch gekennzeichnet, daB die die Querschnittsverengung (e) bewirkenden Einbauten (w1) stromlinienförmige Gestalt haben.
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