DE64510C - Verfahren zur Herstellung eines rothen Azo-Farbstofls auf der Faser - Google Patents

Verfahren zur Herstellung eines rothen Azo-Farbstofls auf der Faser

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DE64510C
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FARBWERKE VORM. MEISTER LUCIUS & BRÜNING in Höchst a. M
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    • D06TREATMENT OF TEXTILES OR THE LIKE; LAUNDERING; FLEXIBLE MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • D06PDYEING OR PRINTING TEXTILES; DYEING LEATHER, FURS OR SOLID MACROMOLECULAR SUBSTANCES IN ANY FORM
    • D06P3/00Special processes of dyeing or printing textiles, or dyeing leather, furs, or solid macromolecular substances in any form, classified according to the material treated
    • D06P3/58Material containing hydroxyl groups
    • D06P3/60Natural or regenerated cellulose
    • D06P3/68Preparing azo dyes on the material

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Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Die bisher in der Färberei und Druckerei zur Erzeugung von Azo - Farbstoffen auf der Faser auf Naphtol - Grund verwandten, rothe Nuancen liefernden Basen waren hauptsächlich β - Naphtylamin, Amidoazobenzol, ρ - Nitranilin u. a. Die mittels dieser Körper erhaltenen' Farben waren mit Ausnahme der mit p-Nitranilin erzeugten von sehr beschränkter Licht- und Seifenechtheit, während das echtere ρ - Nitranilinroth für die meisten Zwecke zu gelbstichig, d. h. zu orangeroth war.
Es war daher seit der Einführung der auf der Faser erzeugten Azo-Farbstoffe ein anerkanntes Bedürfnifs, einen Körper zu finden, mittels dessen man echtes und zugleich blaustichiges Roth erzielen kann. Die von uns in dieser Richtung angestellten Versuche hatten das Resultat, dafs wir in dem o-Nitro-p-Phenetidin eine Base entdeckten, welche dem genannten Zweck in jeder Beziehung entspricht. Das o-
Nitro-Phenetidin NO2- C6 i/? · NH2 · OC2 Hh erhält man aus dem Phenacetin entweder durch Erwärmen- mit verdünnter Salpetersäure oder durch Nitriren in Eisessiglösung. Es schmilzt bei 103 bis io4P C.' (vgl. Groll, Inauguraldissertation, Basel, Wiesbaden, Druck von Bechtold & Comp. 1888, p. 20). Das mit o-Nitrophenetidin herstellbare Blauroth erreicht zwar das Alizarin nicht an Echtheit, übertrifft dasselbe jedoch durch Schönheit, sowie Bläue der Nuance, und die Licht- und Seifenbeständigkeit der neuen, früher nicht herstellbaren Farben überragt die der bisher auf der Baumwollfaser herstellbaren Azo-Farben um ein Bedeutendes. Es ist somit ein doppelter Vortheil erzielt worden; die Lücke in der Reihe der rothen Azo-Farbstoffe ist ausgefüllt und zugleich die Möglichkeit geschaffen, ein relativ echtes Blauroth im Zeugdruck und in der Färberei von einer solchen Schönheit herzustellen, wie sie bisher mit keinem Farbstoff erreicht werden konnte.
Aus Nachstehendem ist die grofse Ueberlegenheit der aus o-Nitro-p-Phenetidin und ß-Naphtol erhaltenen Farbstoffe gegenüber den bis jetzt meistens für Roth von ähnlicher Nuance angewandten Combinationen von β-Naphtylamin oder Amidoazobenzol mit ß-Naphtol ersichtlich. Während die beiden letzteren durch Einwirkung heifser Seifenlösungen ihre Nuance sehr stark ändern, an Intensität derselben verlieren, ist dies bei dem neuen Roth nicht der Fall, ja es gewinnt sogar durch das Seifen nur. Ebenso ist seine Lichtbeständigkeit, sobald es mit Türkischrothöl und Thonerdenatron fixirt ist, bedeutend gröfser als die der beiden zuletzt erwähnten Farbstoffe. Dieselben ändern ihre Nuance bereits nach zweitägiger Belichtung und gehen dabei in Braunroth über.
Die erwähnte Fixirungsmethode ist bei dem Phenetidinroth von derselben Wichtigkeit wie bei dem p-Nitranilinroth. Es gewinnt dadurch an Schönheit und Echtheit.
Beispiel zur Herstellung der Druckfarbe:
i. Naphtol-Grundirung:
145 g ß-Naphtol, 250 cc Natronlauge von 22° B., 500 cc Türkischrothöl von 50 pCt. und 100 g Thonerdenatron von 25 pCt. Al2 Oa in 10 1.
2. Diazo-Lösung:
18,2 g o-Nitro-p-Phenetidin werden mit 52 cc doppelt normaler Nitrit-Lösung und 50 cc Wasser zu einem feinen Brei zerrieben und in ein Gemisch von 20 cc Salzsäure von 22° B. und 80 cc Wasser bei ca. 300 C. langsam eingetragen. Man filtrirt und stellt die Lösung auf 400 cc ein.
3. Druckfarbe:
400 cc Diazo-Lösung, 550 g Verdickung und 50 g essigsaures Natron.
Man bedruckt damit den mit Naphtol grundirten Stoff und seift nach dem Trocknen bei ioo°.

Claims (1)

  1. Patent-AnSpruch :
    Verfahren zur Herstellung eines bläulichro'then Azo-Farbstoffes auf der Faser, darin bestehend, dafs man β-Naphtol auf der Faser mit oder ohne Zuhülfenahme von Türkischrothöl und Thonerdenatron oder einer ähnlich wirkenden Metallverbindung (wie zinnsaurem Natron) mit der Diazoverbindung des o-Nitrop-Phenetidins vereinigt.
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