DE644161C - Bindemittel fuer Gussformen und -kerne - Google Patents

Bindemittel fuer Gussformen und -kerne

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DE644161C
DE644161C DESCH105291D DESC105291D DE644161C DE 644161 C DE644161 C DE 644161C DE SCH105291 D DESCH105291 D DE SCH105291D DE SC105291 D DESC105291 D DE SC105291D DE 644161 C DE644161 C DE 644161C
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B22CASTING; POWDER METALLURGY
    • B22CFOUNDRY MOULDING
    • B22C1/00Compositions of refractory mould or core materials; Grain structures thereof; Chemical or physical features in the formation or manufacture of moulds
    • B22C1/16Compositions of refractory mould or core materials; Grain structures thereof; Chemical or physical features in the formation or manufacture of moulds characterised by the use of binding agents; Mixtures of binding agents
    • B22C1/18Compositions of refractory mould or core materials; Grain structures thereof; Chemical or physical features in the formation or manufacture of moulds characterised by the use of binding agents; Mixtures of binding agents of inorganic agents

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Description

  • Bindemittel für Gußformen und -kerne Die Erfindung betrifft ein Gemisch von Bindemitteln für Kern- und Gußformen, wobei sich das Mittel unter Wärmeentwicklung mit dem Anmachwasser umsetzt. Das Neue des Anmachmittels besteht im wesentlichen darin, daß eine vorteilhafte Gipsbildung in angemessener Geschwindigkeit stattfindet und daß mit der Abnahme des Wassergehaltes entsprechend -eine zunehmende Klebrigkeit durch allmähliche Bildung von Tonerde erzeugt wird. Während also die Wasserentziehung deshalb in angemessener Geschwindigkeit vor sich gehen muß, damit die Verformbarkeit noch hinreichend lange anhält, muß unbedingt auch dafür Sorge getragen sein, daß die Standfestigkeit des Kernes mindestens ebensolange anhält. Kerne, die auf diese Weise angefertigt werden können, bedürfen keiner Ofentrocknung.
  • Es sind bereits Bindemittel bekannt, bei denen ebenfalls eine an sich vorteilhafte Wärmeentwicklung stattfindet. Diese Binder haben aber den Nachteil, daß sie entweder hinsichtlich der chemischen Umsetzung viel zu schnell verlaufen, so daß weder Verformbarkeit noch Standfestigkeit lange genug erhalten bleiben, oder es bilden sich höchstens nachteilige unerwünschte Nebenverbindungen, wie z. B. Soda. Es ist bekannt, daß Nag CO, schon bei etwa 70° Wasser verliert. Da man nun im Eisen- und Metallgußw esen mit Gießtemperaturen zu rechnen hat, die weit über diesem Temperaturpunkt liegen, so ist es leicht möglich, daß sich aus dem anscheinend schnell getrockneten Kern wieder Wasserteilchen und Dämpfe frei machen, wodurch der Guß sofort unruhig wird oder in den meisten Fällen explosionsartigen Verlauf nehmen wird. Letzteres wird namentlich bei Stahlguß der Fall sein. Weitere Nachteile sind bisher auch darin festzustellen, daß sich bei Umsetzungen letzterer Art auch unerwünschte Alkalien bilden, die bekanntlich der Feind jeglicher Klebrigkeit sind, die aber ein Erfordernis für die Standfestigkeit des Kernes ist. Diese und andere Nachteile vermeidet die Erfindung dadurch, daß als zusätzliches Gemisch zu Kernbindern usw. Calciumcarbonat und Aluminiumsulfat in bestimmten Anteilen der Kernsand- oder Formsandmasse zugefügt werden.' Hierbei bildet sich in angemessener Geschwindigkeit einerseits Gips, welcher die Aufgabe hat, der Kern- oder Formmasse nach und nach die Feuchtigkeit zu -entziehen, so daß vollkommene Trocknung erreicht wird; andererseits entsteht mit der Gipsbildung Tonerde, welche bekanntlich die Klebewirkung vorteilhaft unterstützt. Dieser Vorgang vollzieht sich etwa nach der Formel A12(SO4)2 ;-CaC0S=A1.,C03 ;-z (CaS04). Einem Gemisch von Sand, Chamotte, Sulfitlaug.e usw. wird zweckmäßig ein Teil Calciumcarbonat und ein größerer Teil Aluminiumsulfat zugesetzt. Nachdem man so viel Wasser zugesetzt hat, wie zur Herbeiführung der Reaktion und der Verformbarkeit nötig ist, wird abgewartet, bis 'der größte Teil der sich bildenden Kohlensäure entwichen ist; alsdann wird die Formmasse verformt. Es bildet sich nun nach und nach feuchter Gips, welcher aber dem Gemisch den Wassergehalt entzieht, der dem gebildeten Gips entspricht. Es muß also darauf geachtet werden, daß die erfor derliche Gipsmenge gebildet werden kaz;
    schwindigkeit, mit der sich nun Gips bildat4 bildet sich auch Tonerde, die bekanntlich die Klebrigkeit der übrigen Binder erhöht. Wenn also beispielsweise Sultitpulver und Kaolin allein an Klebrigkeit durch die allmähliche Wasserentziehung verlieren. so tritt nunmehr eine Wiederergänzung der Klebrigkeit durch die Tonerdebildung auf. Dieser Umstand macht sich dadurch besonders vorteilhaft bemerkbar, daß die Sandmasse auch genügend -lange verformbar und standfest bleibt, so daß .ts'also nicht nötig ist, in kürzesten Zeitabstäni@ neue Anmachungen vorzunehmen.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Bindemittel für Gußformen und -kerne, das sich unter Wärmeentwicklung mit dem Anmachwasser umsetzt, bestehend aus einem Gemisch von Calciumcarbonat und Aluminiumsulfat.
DESCH105291D 1934-10-02 1934-10-02 Bindemittel fuer Gussformen und -kerne Expired DE644161C (de)

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