DE64402C - Galvanoplastische Herstellung von Münzentafel- u. dergl. Matrizen - Google Patents

Galvanoplastische Herstellung von Münzentafel- u. dergl. Matrizen

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DE64402C
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W. HALLER in Pasing b. München
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    • C25ELECTROLYTIC OR ELECTROPHORETIC PROCESSES; APPARATUS THEREFOR
    • C25DPROCESSES FOR THE ELECTROLYTIC OR ELECTROPHORETIC PRODUCTION OF COATINGS; ELECTROFORMING; APPARATUS THEREFOR
    • C25D1/00Electroforming
    • C25D1/10Moulds; Masks; Masterforms

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Description

KAISERLICHES
Die Vervielfältigung von Münzen, Medaillen u. s. w. geschieht bis jetzt ausscjiliefslich in der Weise, dafs die einzelnen Stücke in Wachs, Guttapercha, Gips, leicht schmelzbarem Metall u. s. w. abgeformt, und auf den so erhaltenen Matrizen galvanische Kupferniederschläge erzeugt werden. Die Umständlichkeit, welche die einzelne Abformung einer jeden Münze bedingt, sowie der Umstand, dafs zum Zweck des Einhängens in das galvanische Bad jede Form mit einem Leitungsdraht versehen werden mufste, ferner die bedeutende Nacharbeit, welche derartige Münzencopien nach Vollendung des Kupferniederschlages — insbesondere das Beieilen und Ebenen der Ränder — nothwendig machen, vertheuert die Sache beirächtlich, besonders wenn es sich um Reproduction einer gröfseren Anzahl Münzen oder, ganzer Sammlungen handelt.
Diese Üebelslände werden durch vorliegendes Verfahren beseitigt. Das bisherige Verfahren der Reproduction der einzelnen Münzstücke wird vollständig unberücksichtigt gelassen und statt dessen der Formungsprocefs mittelst einer gröfseren Anzahl von Münzen gleichzeitig aus^ geführt und von der so erzeugten Matrize eine zusammenhängende Reihenfolge von Münzen (Münzentafeln) abgenommen, welche jede Nacharbeit entbehrlich machen. Da bei diesem Verfahren die Tafeln aufserdem mit beliebiger Schrift, Gravirung, Erläuterungen der einzelnen Münzen versehen werden, ferner die Münzen sowohl flach, als auch mit Handschrift erzeugt werden -können, so eignet sich dieses Verfahren vorzüglich zur Herstellung von Münzen für numismatische und Lehrzwecke. Die bei Anwendung des neuen Verfahrens hergestellten Matrizen gestatten nicht nur eine Vervielfältigung durch galvanische Niederschläge, sondern eignen sich auch für Abdrücke auf Papier, Papiermache und ähnlichem Material, z. B. für Illustration (numismatische Werke). "*
Das Verfahren ist folgendes:
Auf eine Platte a, Fig! ι, von Metall, Holz
•>u. dergl., welche glatt oder mit beliebiger Schrift, Gravirung etc. versehen sein kann, werden die Münzen b der Reihenfolge nach gelegt und auf irgend eine Weise befestigt.
Die Gröfse dieser Platte α richtet sich nach. der Anzahl und- Gröfse der zu vervielfältigenden Münzen. Sollen letztere mit Vorder- und Rückseite hergestellt werden, so sind von jeder Münze zwei Stücke erforderlich, welche entweder neben einander oder unter einander, und zwar eine mit Vorderseite, die zweite mit Rückseite nach oben gelegt werden. Die Platte α mit den Münzen b kommt nun in den Formenrahmen bezw. Kasten. Derselbe besteht aus einem Metall- oder dergleichen Rahmen c, welcher mittelst Schrauben auf einer gleichfalls metallenen Platte d befestigt ist. Nach Einlegen der Platte α mit den Münzen b in den Kasten kommt auf jede Münze sodann ein Cylinder g von Holz oder Metall zu liegen. In den Formkasten giefst man sodann Wachs, Paraffin, Gips oder dergleichen und zieht, nachdem der Eingufs fest geworden ist, die eingesetzten Cylinder heraus; der Formrahmen wird geöffnet und die nun so gebildete Platte (Form, aus der Gufsmasse und den Münzen bestehend) herausgenommen.
In die durch die eingesetzten Cylinder entstandenen Oeffnungen werden Drahtspiralen aus Messing gx etc. von entsprechender Länge eingesetzt. Auf diese Spiralen kommt eine Kupfer- oder Messingplatte h zu liegen, an welcher ein Kupferdraht zum Einhangen in das Bad angelöthet ist. Diese Platte h wird mit der Formplatte e entsprechend befestigt und ihre Rückseite durch Lack, Wachs oder dergleichen isolirt. Die Münzenseite wird nun in bekannter Weise mit Graphit überstrichen und sodann die ganze Platte in das Bad eingehängt. Infolge der eingesetzten Spiralen, sowie deren metallischen Berührung mit den Münzen und der Kupferplatte h erfolgt der Niederschlag auf der ganzen Platte bezw. sämmtlichen Münzen gleichzeitig; jede Oxydirung derselben ist dadurch ausgeschlossen und ebenso jede Beschädigung des Originals. Der gebildete Niederschlag —: die Matrize — la'fst sich mit' Leichtigkeit ablösen und kann nun sowohl zur Vervielfiiltigung auf galvanische Weise, als auch zu Abdrücken auf Papiermache und ähnlichem Material durch Aufgufs oder Pressendruck verwendet werden; dadurch, dafs diese Matrizen durch Kupfer-' niederschlag auf die Originale gewonnen, resultirt auch eine gröfsere Scharfe und Feinheit, als es durch sonstige Abformung möglich ist.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Galvanoplastische Herstellung von Münzentafel- oder dergleichen Matrizen durch directen Metallniederschlag auf die Münzen, dadurch gekennzeichnet, dafs auf die in einem Formrahmen auf einer Unterlagsplatte (a) liegenden Münzen (b) Cylinder oder dergleichen gesetzt werden, welche nach Eingiefsen und Erhärten ■ einer Formmasse (Gips, Wachs etc.) heraus1 genommen und durch Drahtspiralen (g1) ersetzt werden, welche die metallische Verbindung zwischen -den Münzen und einer mit der Formplatte zu verbindenden Stromzuleitungsplatte herstellen.
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
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