DE486833C - Verfahren zur Herstellung von Druckformen, insbesondere fuer den Tiefdruck - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von Druckformen, insbesondere fuer den TiefdruckInfo
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Description
- Verfahren zur Herstellung von Druckformen, insbesondere für den Tiefdruck Die Herstellung von Tiefdruckformen ist bisher an die Chromatkolloidverfahren gebunden gewesen. Die Reliefs, die durch Entwicklung der belichteten Chromatkolloid-, insbesondere Chromatgelatineschichten erhalten worden sind, dienten entweder als Ätzgrundschicht auf der zu ätzenden Metalldruckform vermöge ihrer Eigenart, dem Ätzmittel einen mit ihrer Dicke wachsenden zeitlichen Widerstand entgegenzusetzen, oder nach Übertragung auf einen besonderen Druckschichtträger als Druckschicht selbst. Versuche, statt ChTÖmatgelatinereliefs Gelatinereliefs anderer Härtüngsart zu verwenden, z. B. solche, die durch Verwendung gerbender Entwickler entstehen, können die Herstellung von Tiefdruckformen von der Verwendung gerbender Kolloide selbstverständlich auch nicht trennen.
- Gerade an der Verwendung gerbbarer und somit quellfähiger Kolloide scheitern -alle Versuche, dem Herstellungsprozeß von Tiefdruckformen jene absolut sichere technische Grundlage zu verleihen, die dem Tiefdrucktechniker als äußerst wünschenswertes Ziel vorschwebt. Die Mängel der bisherigen Tiefdruckformerzeugung sind in der Fachliteratur oft genug und eingehend beschrieben worden (z. B. Zeitschrift für Deutschlands Buchdrucker 1927 Nr. 7q., Seite 6r2), als einzige Möglichkeit, diese Mängel zu vermeiden, der Weg angegeben worden, die Verwendung quellfähiger Kolloide bei der Tiefdruckformherstellung zu umgehen. Abgesehen von der Unsicherheit, welche durch die Verwendung von quellfähigen Kolloiden der Tiefdruckformherstellung anhaftet, haben alle bisher üblichen Formen von Tiefdruckplatten den weiteren gemeinsamen Nachteil, daß Korrekturen der angedruckten Druckform nur in äußerst beschränktem Maße ausführbar sind.
- Vorliegende Erfindung bietet die Möglichkeit, einerseits die Verwendung quellfähiger Kolloide bei-- der Herstellung von Tiefdruckformen zu umgehen, andererseits die fertige, angedruckte Tiefdruckform beliebiger Korrektur zu unterwerfen.
- Die Erfindung beruht auf der Auswertung der verschiedenen Löslichkeit von Harzen, Fetten und anderer Körper in verschiedenen Lösungsmitteln und ihrer gegenseitigen Löslichkeit. So sind Harze bekannt, wie Sandarak, die eine vollkommene Unlöslichkeit in Petroleum und ähnlichen Lösungsmitteln besitzen, andererseits Harze, z. B. Dammarharz, die in den genannten Lösungsmitteln sehr gut löslich sind. Wird nun z. B. auf eine Unterlage eine Sandarakschicht von genügender Dicke und darauf ein Halbtonumdruck nach einem der bekannten Verfahren (Lichtdruck, Bromöldruck u. dgl.) aufgebracht, und zwar mit einer Farbe, deren wesentlichen Bestandteil Dammarharz bildet, und hierauf das ganze so weit erwärmt, daß das Dammarharz zum Schmelzen kommt, so dringt letzteres in die Sandarakschicht ein, da geschmolzenes Dammarharz in Sandarak löslich bzw. damit mischbar ist. Das Eindringen der Dammarharzfarbe wird um so tiefer erfolgen, je mehr Dammarharz an einer beliebigen Stelle vorhanden war, d. h. je tiefer der Farbton des ümdruckbildes an der betreffenden Stelle war. Nach Auswaschen der erkalteten:Platte oder des Zylinders mit einem Lösungsmittel, welches den @ Farbbestandteil (Dammarharz) löst,- den Schichtbestandteil (Sandarak) nicht löst, erhalten wir Vertiefungen entsprechend den Tonwerten des Umdruckbildes, da bei der Auflösung des Dammarharzes jener Teil des Sandaraks, der mit dem Dammarharz verschmolzen war, mit weggespült wird. Das Ergebnis ist also ein Harzrelief, geeignet als Grundlage für den Tiefdruck. Außer mit dem System Sandarak i, Dammarharz -- und Petroleum 3 läßt sich das Verfahren noch mit zahlreichen anderen Systemen ausführen, sofern x in 3 unlöslich, 2 in 3 löslich, x und 2 aber unter bestimmten Bedingungen ineinander zur Lösung bzw. Mischung gebracht werden können.
- Bei der praktischen Ausübung des Verfahrens stoßen wir zunächst auf folgende zwei Schwierigkeiten i. die durch den Schmelzprozeß bedingte Erweiterung der Druckelemente, die außer der Gefahr der verwaschenen Konturen die Unmöglichkeit in sich schließt, die für die Rakelführung erforderlichen Stege auszusparen, 2. die Sprödigkeit und geringe mechanische Widerstandsfähigkeit des Harzes, die im vorherein die Rakelführung auf der Oberfläche der Harzdruckschicht als undurchführbar erscheinen läßt.
- Beide Schwierigkeiten werden behoben, wenn die ursprüngliche Harzschicht auf eine Metallunterlage aufgebracht wird, die an den Stellen der Rasterstege die Oberfläche der Harzschicht erreicht. Eine derartige Unterlage für den Umdruck läßt sich z. B. herstellen durch Rufkopieren des Rasternetzes auf die Metallunterlage, Tiefätzen der vom Rasternetz nicht bedeckten Stellen und Vollfüllen der Ätzgrübchen mit dem Harz. Die bei dem Schmelzprozeß entstehenden Vertiefungen sind dadurch von den metallischen Rasterstegen selbsttätig begrenzt, ein Auseinanderfließen der Konturen also ausgeschlossen; die metallischen Rasterstege aber können ohne weiteres als Auflage für die Rakel dienen.
- Eine solcherart hergestellte Druckform gestattet auch, in einfacher Weise die weitgehendsten Korrekturen nach dem Abdruck vorzunehmen. Die Vertiefung der Töne wird an den gewünschten Stellen durch Auftragen von Farbe, Einschmelzen und Auswaschen oder einfacher durch teilweises Herauslösen des Harzes aus den Ätzgrübchen bewerkstelligt, ein Aufhellen hingegen durch teilweises Auffüllen der Ätzgrübchen mit Harz. Letzteres ist auch der Vorgang nach dem Ausdrucken der Form zwecks Bereitstellung für die Herstellung einer neuen Druckform. -
Claims (2)
- PATEI,TTANSPRÜCI3E: i. Verfahren zur Herstellung von Druckformen, insbesondere für den Tiefdruck, dadurch gekennzeichnet, daß auf eine in bestimmten Lösungsmitteln unlösliche Schicht ein Druck mit derart zusammengesetzten Farben ausgeführt oder übertragen wird, daß bei der Einwirkung der letzteren auf die Schicht, gegebenenfalls unter veränderten Bedingungen (z. B. Erhitzen), Produkte entstehen, welche mittels Lösungsmitteln, die die unveränderte Schicht nicht lösen oder sonstwie verändern, von und aus der Schicht entfernbar sind.
- 2. Ausführung des Verfahrens nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die als Druckfläche dienende Schicht unterbrochen ist durch ein Rasternetz, welches durch die Einwirkung der unter Anspruch i gekennzeichneten Farben und Lösungsmitteln nicht verändert wird.
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