-
Zwickmaschine Die Erfindung betrifft eine Maschine zum Zwicken von
Schuhwerk mittels metallischer Befestigungsmittel oder mittels Klebstoff. Es ist
bekannt, bei solchen Maschinen ausschaltbare bzw. auswechselbare Überschieber vorzusehen,
die lediglich beim Klebstoffzwicken benutzt werden und denen nach Beendigung der
Überschiebetätigkeit ein Schlag erteilt wird, um dadurch den übergezwickten Randteil
des Schaftes in der Zwicklage zu pressen und eine bessere Klebstoffverbindung herbeizuführen.
-
Bei den bisher bekannten Maschinen dieser Art wird der Schlag auf
den Überschieber bzw. eine federnde Zunge desselben durch den Hammer der üblichen
Befestigungsrnitteleintreibvorrichtung ausgeübt. Dieser Hammer ist jedoch ein verhältnismäßig
dünnes Werkzeug, welches sicher geführt sein muß, um beim Eintreiben der Befestigungsmittel
gut arbeiten zu können. Diese sichere Führung wird aber in Frage gestellt, wenn
der Treiber verbogen oder in seinem unteren Ende glatt geschlagen wird, denn hierbei
wird sich der Treiber leicht in seiner Führung klemmen. Es ist hierbei zu berücksichtigen,
daß der Treiber oder Hammer zum Eintreiben der Befestigungsmittel bei Zwickmaschinen
aus einer ziemlich langen, dünnen Stange besteht, die, wenn mit ihr ein Schlag auf
ein Metallteil, wie beispielsweise den Überschieber oder eine federnde Verlängerung
desselben, ausgeübt wird, leicht brechen oder zum mindesten an ihrem unteren Ende
abgebogen oder abgeflacht wird. Um diesen Nachteil sicher zu vermeiden, wird gemäß
der Erfindung vorgeschlagen, neben der 'üblichen Befestigungsmitteleintreibvorrichtung
eine besondere zusätzliche Vorrichtung zum Ausüben des Schlages auf den Überschieber
vorzusehen.
-
Vorteilhafterweise wird die Hammervorrichtung, welche die Schläge
auf den Überschieber ausführt, durch den gleichen Schlaghebel beeinflußt, der auch
die Treibvorrichtung zum Eintreiben der Befestigungsmittel betätigt. Wenn bei der
angegebenen Maschine mit metallischen Befestigungsmitteln gezwickt wird, muß der
Überschieber in Ruhelage geschoben werden. Gemäß der Erfindung wird nunmehr beim
Verschieben des Überschieberträgers der Treiber ,zurückgezogen, indem die Vorrichtung
zum Betätigen des Überschiebers mit einer ein Exzenter
aufweisenden
'Muffe verbunden ist, diese verdreht und dadurch die Vet Stellung des Treibers bewirkt.
-
Der Hammer, welcher den Schlag zur Sicherung der guten Klebstoffverbindung'
ausübt, muß jedesmal nach dein Ausführlen seines Arbeitshubes zurückgezogen werden,
so daß sieh der Oberschieber frei und ungehindert in und außer ArbeitsIage bewegen
kann. Gemäß der Erfindung wird zu diesem Zweel; der Hammer bei Rückkehr des den
Überschieber tragenden Schiebers zurückgezogen, indem ein Arm eines `Vinkelhebels
bei Rückkehr des Schiebers zur Anlage an den die Bewegung des Hammers steuernden
EZ-zenterbolzen kommt.
-
Die Maschine gemäß der Erfindung ist, wie bei Zwickmaschinen üblich,
mit einem Schuhbodenwiderlager und einer Schuhseitenführung versehen. Zwischen dem
die Bewegung des Cberschiebers steuernden Glied und der Schuhseitenführung sind
hierbei Verbindungsglieder vorgesehen, wodurch die Lage der Schuhseitenführung quer
und senkrecht zu dem Schuh in Anpassung an die jeweilige Einstellung des L"berschiebers
fein- und ausgeschaltete gesteuert wird.
-
In den Zeichnungen ist Fig. i eine linke Seitenansicht der -Maschine.
-
Fig. 2 ist eine rechte Seitenansicht der Maschine.
-
Fig.3 ist eine rechte Seitenansicht eines Teiles der -Maschine.
-
Fig.4 ist eine Vorderansicht des -Maschinenkopfes, teilweise im Schnitt.
-
Fig.5 ist eine Vorderansicht des beim Klebstoffzwicken verwandten
t berschiebers. Fig. 6 ist eine Ansieht eines Schnittes nach der Linie 111-III der
Fig.3.
-
Fig. ; ist eine Ansicht der Klammerformvorrichtung im Schnitt.
-
Fig. 8 ist eine Draufsicht auf den Maschinenkopf.
-
Fit-. c) und io sind Teilansichten der -Maschine.
-
Fig.li ist eine Ansicht eines Schnittes nach der Linie 1I-1I der Fig.
io.
-
Fig. 12 ist ein Schaubild eines atifgezwickten Schulfies.
-
Die dargestellte Seitenzwickntaschine besitzt eine Schuliseitenführung
io und ein SchuhbodenwiderIager 12, gegen die der Schuh durch den Arbeiter angehalten
wird (s. Fig. i). Der Schuhschaft wird durch eine Zange i4 schrittweise in bekannter
Art und Weise aufgezwickt und durch Befestigungsmittel, z. B. Klatninern, in Zwicklage
befestigt. Ein Schlitten 16 ist längs einer Führung i8 an einem Glied i9 hin und
her beweglich und trägt eine Rolle 26, die finit einer Kurvenspur 24 in einer auf
einer Welle 22 befestigten Kurvenscheibe 2o zusammenwirkt. Der Schlitten trägt ein
Mundstück äcler Piston 28, einen Klammertreiber 30 und `.e#,ien Klammerbieger
32. Der Klammer-;bieger liegt in bekannter Weise dem unteren ende der Klammerführung
gegenüber und biegt die Klammerschenkel vor und während des Eintreibens in den Schuh
so um, daß die Klammern sich in der Brandsohle verankern, ohne diese vollkommen
zu durchdringen.
-
Der Klammertreiber 3o sitzt insbesondere an einem Träger 34 (Fig.
i), der in einer an dem Schlitten 16 befestigten Konsole 36 hin und her beweglich
ist. Der Träger 34 wird durch einen Hebel 38 gesteuert, der auf einem Bolzen 4o
des Schlittens 16 drehbar ist und mittels eines Dornes 42 in eine Ausnehmung des
Schlittens 34 eingreift. Der Hebel 38 wird durch einen Winkelhebel 44 l;etätigt,
der um eine Welle 46 des Schlittens 16 schwingt. Der Winkelhebel wird von einer
Feder 48 (Fig. 4) gesteuert. Der nach vorn ragende Arm 45 des Winkelhebels trägt
eine Rolle 5o (Fig. d und i.), die finit einem Kurvenschlitz 52 des Hebels 38 zusammenwirkt,
so daß der Hebel 38 zum Eintreiben eines Befestigungsmittels bei Aufwärtsbewegung
des Armes 45 betätigt wird. Zum Schwingen des Winkelhebels 44 gegen die Wirkung
der Feder 48, wobei der Treiber 30 zurückgezogen und die Feder aufgezogen
wird, ist ein Hebel 56 bei 54 an dem Maschinenkopf drehbar, an dem bei 58 eine Klinke
6o angelenkt ist. Die Klinke greift an dein Unterende einer an dem nach unten tagenden
Arm des Winkelhebels 44 befestigten Platte 62 an. Eine Feder 64 verbindet die Klinke
6o mit einem Stift an dem Hebel 56 und hält somit die Klinke 6o in Eingriff mit
der Platte 62, wenn der Schlitten 16 und die von ihm getragenen Maschinenteile in
ihre Ausgangslage zurückbewegt werden. Bei der Vorwärtsbewegung des Schlittens 16
gegen den Schuh hin schwingt die Klinke 6o den `'Winkelhebel. 44 gegen die
Wirkung der Feder 48, wobei der Kammertreiber gleichzeitig zurückgezogen wird. Zum
Freigeben des Hebels 44 durch die Klinke 6o und somit zum Betätigen des Klammertreibers
trägt der Schlitten 16 eine Schraube 66, die gegen die Klinke anstößt (Fig. i).
Bei der Vorwärtsbewegung des Schlittens 16 wird jedoch die Schraube nicht weit genug
nach vorn bewegt, um den Hebel 44 freizugeben. Die Freigabe selbst erfolgt durch
eine Schwingbewegung des die Klinke 6o tragenden Hebels 56, nachdem der Schlitten
16 seine Vorwärtsbewegung beendet hat. Zum Schwingen des Hebels 56 trägt dieser
eine Rolle 69, die mit einer Kurvenspur 68 in der Kurvenscheibe 20 (Fig.
i) zusammenwirkt.
Bei der Rückwärtsbewegung der Maschinenteile in
Ausgangslage wird die Klinke 6o durch eine Schulter 7o des Hebels 56 so gehalten,
daß sie wieder in Eingriff mit der Platte 62 tritt.
-
Bei der Vorwärtsbewegung des Schlittens 16 wird ebenfalls die Klammer
durch eine besondere Vorrichtung gebildet und dann in Treiblage überführt. Der Schlitten
16 trägt ein Formstück 72 (Fig.,7), das mit einer feststehenden Form 74 zusammenwirkt.
Der Draht, von dem die Klammern gebildet werden, wird selbsttätig durch eine Führung
76 in die Klammerformvorrichtung eingeschoben und durch ein Messer 78 in bekannter
Weise abgeschnitten. Nach der Bildung der Klammer wird diese durch ein Glied 8o
in Treiblage überführt. Das Glied 8o sitzt an einem Schieber 82 (Fig. i), der an
dem Schlitten 16 beweglich ist und durch einen Lenker 84 gesteuert wird. Der von
einer nicht dargestellten Haspel abgerollte Draht wird von Rädchen 86, 88 (Fig.
4) durch ein biegsames Rohr 9o der Führung 76 zugeführt. Das Vorschubrädchen 86
wird durch einen Lenker 92 und Winkelhebel 94, der mittels einer Rolle 96 mit einer
Kurvenscheibe ioo zusammenwirkt, betätigt. Zum Ausschalten des Drahtvorschubes wird
ein Schalthebel io2 mit einem Schwanzstück 104 gegen einen Anschlag io6 des Hebels
94 bewegt, so daß dieser Hebel nicht von der Kurvenscheibe ioo aus betätigt werden
kann.
-
Die Maschine besitzt weiterhin eine Vorrichtung, durch welche die
den Schaftrand überlegende und befestigende Vorrichtung nach ihrer Einwärtsbewegung
über den Schuhboden, und kurz bevor die Klammer eingetrieben wird, abwärts fest
gegen den Schuhboden gedrückt wird. Zu diesem Zwecke ist das den. Schlitten 16 tragende
Glied i9 durch Schrauben io8 (Fig. i) an einem Träger i io befestigt, dessen nach
unten ragender Teil auf einer Steuerwelle 112 festgekeilt ist. Auf der Steuerwelle
112 ist ferner ein Hebel 114 befestigt, der eine mit einer Kurvenspur 118 einer
Kurvenscheibe i 2o zusammenwirkende Rolle i 16 trägt. Durch die Kurvenspur 118 wird
somit der Schlitten 16 und die von ihm getragene Defestigungsvorrichtung gegen den
Schuhboden hin geschwungen. Nach dem Eintreiben der Klammer verharrt der Klammertreiber
30 am Ende seines Arbeitshubes, und .dem Schlitten 16 wird sodann vor seiner
Rückwärtsbewegung durch die Kurvenscheibe 118 eine Aufwärtsschwungbewegung erteilt,
die etwas größer ist als seine Abwärtsschwingbewegung vor dem Eintreiben der Klammer.
Sodann wird der Schlitten 16 in Ausgangslage zurückgezogen. Um die Maschine ebenfalls
zum Zwicken mit Klebstoff ohne Eintreiben von Befestigungsmittel zu verwenden, besitzt
sie einen Überschieber 122, der unter das Klammerpiston und den Klammerbieger in
Arbeitslage eingestellt wird und dann als Überschieber wirkt. Dieser Überschieber
122 ist an einem Träger r23 (Fig. 2, 3 und i i) befestigt, der an einem Schlitten
124 drehbar befestigt ist. Der Schlitten 124 ist in einer an dem Schlitten 16 befestigten
Konsole i26 hin und her beweglich. Der Überschieber 122 läuft in einen dünnen Teil
125 aus (Fig. 8 und i o) und besitzt eine Überschiebfläche 1 27.
Der
Träger 123 weist eine Verstellschraube 129 (Fig. ii) auf, die durch eine Feder 133
gegen eine Schulter 131 des Schlittens 124 gehalten wird. Die Feder ist zwischen
dem Schieber 124 und dem Träger 123 angeordnet. Mittels der Schraube 129
wird der Überschieber 12.2 bezüglich des Schlittens r24 in senkrechter Richtung
verstellt. Die Schraube 129 wird dabei so eingestellt, daß der Überschieber sich
parallel zu der Bewegungsbahn des Schlittens 16 bewegt. Der Schlitten 124 wird durch
einen Hebel 128 gesteuert, der an der Konsole 126 angelenkt ist und mittels eines
Armes 130 (Fig. 5, 8 und io) mit Bolzen 132, 134 an dem Schlitten 124 in Eingriff
treten kann. Die Bolzen ragen durch einen Schlitz 136 der Konsole 126. Bei Bewegung
des Hebels 128 nach vorn wird der Schlitten 124 vorwärts bewegt, so daß der Überschieber
122 unter das Piston und den Klammerbieger gelangt (Fig. 3). Bei Bewegung des Hebels
nach hinten wird der Überschieber 122 in seine wirkungslose Ruhelage zurückbewegt
(Fig. 2). Die Länge des Armes i3o ist so bemessen, daß bei Beendigung der Vorwärts-
oder Rückwärtsbewegung des Schlittens 124 das Hebelende vor den Bolzen 132 bzw.
134 zu liegen kommt, so daß der Schlitten 124 gegen Bewegung in umgekehrter Richtung
gesperrt wird. Wie in Fig.8 und io dargestellt, liegt in der Arbeitsstellung des
Überschiebers 122 der Bolzen 134 gegen das Vorderende des Schlitzes 136 und ist
durch Anschlag des Armes 130 gegen den Bolzen 134 gesperrt. Zum Schwingen
des Hebels 128 dient ein Handhebel 138 (Fig. 2, 3, 8 und 9), der bei i4o an einem
Seitenarm 142 einer festen Konsole 144 drehbar angebracht ist. Ein nach vorn ragender
Arm 146 des Handhebels 138 ist durch eine Kugelgelenkverbindung mit einer Stange
148 verbunden, auf der zwei Kragen i5o verstellbar angeordnet sind und als Anschläge
für einen Bolzen 152 dienen, durch den die Stange 148 ragt. Der Bolzen ist drehbar
an dem Arm 154 des Hebels i28 angeordnet.
Wird der Handliehel 138
aus der in Fig. 8 dargestellten Lage nach vorn geschwungen, so wird durch den Hebel
128 der Arm 130
rückwärts geschwungen. Dabei schlägt der ,Arm gegen den Bolzen
132 und bewegt den Cberschieber 122 rückwärts in Ruhestellung. Darauf bewegt sich
der Arm 13o bezüglich des Bolzens 132 so weit, daß der Schlitten 124 und der Überschieber
gegen Vorwärtsbewegung gesperrt werden. L m den Handhebel 138 gegen jegliche Bewegung
bezüglich des Seitenarmes 142 festzuhalten, greift ein federbelasteter Bolzen 156
des Hebels 138 in eine Reihe von Ausnehmungen 16o in dem Arm 14.2 ein. Soll der
Überschieber 122 in Arbeitslage eingestellt werden, so wird der Handhebel 138 bezüglich
des Armes 142 in die in Fig. 8 dargestellte Lage geschwungen. Um gleichzeitig dabei
den Drahtvorschub auszuschalten, ist an einem Arm 162 des Hebels 138 eine Stange
164. angelenkt, die durch einen Bolzen 166 und Kragen 168 an dem Hebel 1o2 drehbar
befestigt ist (Fig.4 und 8). Beim Schwingen des Handhebels 138 in die in Fig. 8
abgebildete Lage wird somit der Hebel 102 nach links in die in Fig. 4 dargestellte
Lage geschwungen, wobei der Drahtvorschub ausgeschaltet wird.
-
Zum Verbessern und Beschleunigen der Klebwirkung beim Zwicken des
Schaftes mit Klebstoff wird dem Überschieber nach Beendigung seines Arbeitshubes
noch ein Schlag erteilt, um den übergeschobenen Schaftrand fester gegen den Schubboden
anzudrücken. Der Träger 123 des Cberschiebers (Fig. 2, 3 und i i) besitzt einen
nach oben ragenden Arm 176, der ein Kopfstück 186 aufweist. Ein Hammer 188 schlägt
auf dieses Kopfstück auf und wird dabei durch einen Hebel 19o betätigt, der an dein
Bolzen 4o drehbar ist und an seinem nach oben ragenden Arm 192 einen Kurvenschlitz
19.4 aufweist, in den eine von dem Arm 45 des Winkelhebels 44 (Fig. i bis 4) getragene
Rolle 196 eingreift. Der Kurvenschlitz 19.4 ist so ausgebildet, daß bei Aufwärtsbewegung
des Armes 45 dem Hammer 188 sein Arbeitshub erteilt wird. Die Aufwärtsbewegung des
Armes 45 findet statt, nachdem der Schlitten 16 seine Vorwärtsbewegung beendet hat
und ungefähr zur gleichen Zeit, wenn der Träger i to und der Schlitten 16 abwärts
gegen den Schuhboden geschwungen oder gedrückt werden. Der Hammer 188 ist an dem
Arm 198 des Hebels 19o (Fig. 2, 3 ) verstellbar befestigt. Der obere schraubenförmige
Teil Zoo des Haniiners ragt durch ein Kleininlager des Armes 198, und der Hammerkopf
trägt eine aus Faserstoff bestehende Scheibe 2o4. Durch Verstellung des Hammers
in seinem Lager mittels einer Schraube 2o6 kann die Aufschlagkraft veriindert werden.
-
Damit der Klammertreiber 3o, bei der Aufwärtsbewegung des Armes 45
und wenn der Cberschieber 122 sich in Arbeitslage befindet, nicht gegen den Klammerbieger
32 anschlägt, besitzt die Maschine eine Vorrichtung, durch die bei der Vorwärtsbewegung
des Schlittens 124 die Lage des Treiberträgers 34 verändert wird, so daß die Bewegungsgrenze
des Treibers verlegt wird. Wie in Fig. 6 dargestellt, befindet sich zwischen dem
Bolzen 40 und den Hebeln 38 und 19o eine Muffe 2o8, auf deren Teil 21o der Hebel
19o angebracht ist. Der Muffenteil 210 ist konzentrisch mit dem Bolzen 4o, und ein
Teil 212 ist-exzentrisch zu dem Bolzen 4o. Der Hebel 38 sitzt auf dem exzentrischen
Teil 212. Die Muffe 2o8 ist auf dein Bolzen 4o drehbar und weist einen herabragenden
Arm 216 (Fig.2 und 3) auf, der durch einen Lenker 218 mit dem Arm 176 des Cberschieberträgers
123 verbunden ist. `Fenn somit der Schlitten 124 und der Träger 123 bei der entsprechenden
Betätigung des Hebels 128 vorwärts bewegt werden, wird die Muffe 2o8 auf dem Bolzen
40 gedreht, und durch die Exzentrizität des Muffenteiles 212 wird dabei dem Hebel
38 eine Schwingbewegung um die Achse der Rolle 5o erteilt, so daß der Schlitten
34 durch den Ansatz 42- nach links (Fig. 2 und 3) bewegt wird und dabei den Treiber
zurückzieht. Somit wird der Treiber in einer zurückgezogenen Lage betiitigt, wenn
der Überschieber 122 zum Klebstoffzwicken in Gebrauch ist.
-
Die Seitenführung to und die Bodenführung 12 der Maschine «erden so
mit Bezug aufeinander eingestellt, daß ein kleiner Zwischenraum zwischen der Klammertreibvorrichtung
und der Kante des Schuhbodens bei der Einwärtsbewegung der Klammervorrichtung über
den Schuh besteht. Da, wie erwähnt, der Überschieber 122 in Arbeitslage unterhalb
der Klammertreibvorrichtung liegt, tritt der Überschieber bei der Einwärtsbewegung
der Klammertreibvorrichtung über den Schuh in unmittelbarer Nähe der Schuhbodenkante
mit dem Schuhschaft in Eingriff und schiebt somit den Schaftrand von der Brandsohlenkante
aus einwärts. Beim Zwicken mit Klebstoff soll der Schaftrand in seiner gesamten
Breite kraftschlüssig über die Brandsohle geschoben werden, während beim Klammerzwicken
oder Zwikken mit Täcksen er gewöhnlich nur bis an die Eintreibstelle der Befestigungsmittel
geschoben wird. Somit wird vorzugsweise die Einstellung des Schuhes beim Klebstoffzwicken
durch Rückverstellung der Seitenführung to so geändert, daß sich das Überschiebglied
weiter einwärts über den Schuh-
Boden bewegen kann. Eine derartige
Verstellung der Seitenführung jedoch erfordert eine gleichzeitige Verstellung dieser
Führung in senkrechter Richtung, um die Winkeleinstellungdieser Führung bezüglich
des Schuhbodenwiderlagers beizubehalten. Die 'Seitenführung io ist somit bei ä2o
an einem Schlitten 222 drehbar, der längs einer Führung 224 (Fig. 1, 8 und 9) in
der Konsole 144 verstellbar ist. Die Seitenführung io besitzt einen nach hinten
ragenden Fortsatz 226 (Fig. i) mit einem Schlitz 228, in den ein von der Konsole
144 getragener Bolzen 23o ragt. Der Schlitz 228 liegt in einem Winkel zu der Waagerechten,
so daß bei der Bewegung des Schlittens 222 nach links die Seitenführung io um ihren
Drehzapfen 220 geschwungen wird und somit ihr mit dem Schuh in Eingriff stehendes
Ende senkrecht verstellt wird.
-
Zum Verstellen der Seitenführung io ist der Schlitten 222 mit der
den Überschieber 122 steuernden Vorrichtung verbunden. An dem rückwärtigen Ende
des Schlittens -222 ist ein Längsschlitz 232 (Fig. 1, 8 und 9) ausgebildet, in dem
ein Block 234 sitzt. Der Block wird gegen Bewegung bezüglich des Schlittens durch
eine Klemmschraube 236 gehalten. Der Block 234 besitzt einen Querschlitz 238 (Fig.
i), :in den ein Bolzen 240 eingreift. Der Bolzen 240 wird von einem bei z44 an einem
Ansatz 246 der Konsole 144 drehbaren Winkelhebel 242 getragen. Ein zweiter Arm 248
des Winkelhebels 242 greift mit einem Bolzen 25o in einen Schlitz 252 eines Lenkers
254 ein, der mit einem Arm 256 des Winkelhebels 138 drehbar verbunden ist. Der Schlitten
z22 wird in seiner Führung 224 durch eine Platte 258 (Fig. i) gehalten, die an der
Konsole 144 befestigt ist und einen Bolzen 26o (Fig. 3) trägt, der aufwärts in eine
Ausnehmung 262 in der Unterfläche des Schlittens 222 eingreift. In der Ausnehmung
262 sitzt zwischen dem Bolzen 26o und einer Schulter 264 des Schlittens 222 eine
Feder 266, die den Schlitten rückwärts schiebt und eine Schulter 268 des Schlittens
in Eingriff mit einer verstellbaren Anschlagschraube 27o an der Platte 258 hält.
In der rückwärtigen Lage des Schlittens 222 (Fig. 3) befindet sich der Überschieber
122 £n Arbeitslage, wobei der Handhebel 138 in der in Fig. 8 :dargestellten Lage
ist. Durch die Bolzen und Schlitzverbindung zwischen dem Arm 248 des Winkelhebels
242 und dem Lenker 254 wird ermöglicht, daß durch Bewegung der Schraube 27o die
Seitenführung io verstellt werden kann. Wie aus Fig. 3 ersichtlich, wird eine Rückwärtsbewegung
.der Seitenführung io durch Anschlag der Schulter 268 gegen die Schraube
270 verhindert, die in eingestellter Lage durch eine Sperrmutter 272 gehalten
wird. Wird der Handhebel 138 aus der in Fig. 8 in die in Fig. 9 dargestellte Lage
geschwungen, so wird, wie bereits erwähnt, der Überschieber 122 in Ruhelage bewegt,
wobei der Arm 256 des Hebels 138 zurückgeschwungen wird und dabei den Lenker 254
aus einer Schräglage in eine ungefähr waagerechte Lage bewegt. Durch diese Bewegung
des Lenkers 254 wird dem Winkelhebel 242 eine Schwingbewegung erteilt, so daß die
Seitenführung io gegen den Druck der Feder 261 in die in Fig.2 dargestellte Lage
bewegt wird. In dieser Lage wird die Führung gegen den Druck des - Schuhes durch
Anschlag des Bolzens 25o mit dem rechten Ende des Schlitzes 252 (Fig.8) gehalten.
-
Um beim Klammerzwicken die Seitenführung ebenfalls in ihre Vorderlage
verstellen zu können, wird die den Block 234 gegen :den Schlitten 222 klemmende
Schraube 236 (Fig. i) gelöst. Die Schraube ragt durch einen Schlitz 274 des Schlittens
222 und liegt mit einem Kragen 276 gegen die Unterfläche des Schlittens. Nach Lösung
der Schraube 236 kann der Schlitten 222 längs seiner Führung 224 verstellt werden,
um die Seitenführung entsprechend zu verstellen. Danach werden durch Anziehen der
Schraube 236 der Block 234 und der Schlitten 222 wieder aneinandergeklemmt. Es sei
darauf hinbewiesen, daß bei dieser -Verstellung die Seitenführung io ebenfalls um
ihren Zapfen 22o schwingt zwecks Einhaltungg ihrer Winkellage bezüglich des Bodenführungsteiles
12.
-
In der Ruhelage der Maschine ist der Schlitten 16 zurückgezogen und
damit der Handhebel 138 entweder nach vorn zum Klammerzwicken oder nach hinten zum
Klebstoffzwick en ohne Anschlag gegen den Hammer 188 und den Arm 176 des Trägers
123 geschwungen werden kann, wird durch Betätigung des Hebels 44 der Hammer 188
emporgehoben. Wie in Fig. i und 3 dargestellt, besitzt der Hebel 44 einen nach oben
ragenden Arm z78, der gegen Ende der Rückwärtsbewegung des Schlittens 16 mit einer
auf einem Exzenterbolzen 282 sitzenden Rolle 28o in Eingriff tritt. Wenn nach diesem
Ineingrifftreten der Schlitten 16 seine Rückwärtsbewegung fortsetzt, wird nun der
Winkelhebel 44 geschwungen, wobei die Platte 62 auf die Klinke 6o hinzu bewegt wird.
Durch die Abwärtsbewegung des Armes 45 wird durch entsprechende Schwingung des Hebels
igo der Hammer 188 gehoben. Die Schwingbewegung des Hebels 44 kann durch entsprechende
Verstellung der
Rolle 280 auf ihrem Etzenterbolzen 282 eingestellt
«-erden, so daß die Platte 62 mit der Klinke 6o in Eingriff tritt. wenn der Schlitten
16 seine Rückwärtsbewegung beendet.