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Klammerheftvorrichtung, insbesondere für Schuhzwickmaschinen Die Erfindung
bezieht sich auf Klammerheftvorrichtungen und ist beispielsweise in einer Schuhzwickmaschine
verkörpert. Jedoch ist die Erfindung keineswegs auf Zwickmaschinen beschränkt.
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Die Erfindung bezweckt, derartige Klammerheftvorrichtungen zu vereinfachen
und ihre Wirkungsweise zu verbessern, insbesondere derart, daB die Klammern immer
gleichtief in das Werkstück eingetrieben werden, ganz gleich welche Dicke das Werkstück
hat oder welcheArbeitslage dieTreiberführung bzw. das Mundstück in Anpassung an
die jeweilige Werkstückdlicke einnimmt. Ferner soll der Bruch von Maschinenteilen
durch das Verklemmen von beschädigten oder unvollkommen geformten Klammern in dem
Mundstück .soweit wie möglich vermieden werden und das Entfernen solcher Klammern
im Arbeitsgang ermöglicht werden.
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Erfindu.rngsgemäB werden nun die bewegliche Treiberführung und der
Treiber dureh Kniehebel betätigt, die dabei durch an ihren Kniebolzen angreifende
Steuerteile in ihre Strecklagen bewegt werden. Ein Antriebsteil mit konstantem H.ub
dient zum Betätigen beider Steuerteile. Dabei sind die
Steuerteile
so .mit clem.Antriebsteil. verbunden, daß sie unabhängig voneinander- betätigt werden,
und diese Betätigung hängt von einer Kurvensteuerung ab, die auf die Steuerteile
einwirkt und dien Beginn, sowie die Länge ihrer Ar4h,#itshübe bestimmt. Zwischen
den Kniehebeln ist eine Verbindung eingeschaltet, die so durch den einen oder den
anderen Kniehebel verschoben werden kann, diaß entweder der den Treiber betätigende
Kniehebel der Einstellung der Treiberführung entsprechend verstellt wird oder daß
die Treiberführung von dem Werkstück hinweg zurückgezogen wird, wenn der Treiber
infolge eines Hindernisses in der Treiberführung seinen Arbeitshub nicht beenden
kann. Ferner wird beim Verschieben der =Veribindung zwischen den Kniehebeln durch
den die Treiberführung betätigenden Kniehebel der den Treiber betätigende Kniehebel
so verstellt, Aaß der Treiber am Ende seines Arbeitsh.ul@es immer mit seinem Vorderende
am Vorderende des Mundstückes eingestellt ist.
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In den Zeichnungen ist Fig. i eine linke Seitenansicht des. Kopfteiles
einer selbsttätigen Schwhsei.tenzwickmaschine, auf der die Erfindung veranschaul'ücht
ist, Fig. 2 ,eine linke Seitenansicht der in Fig. i dargestellten linken Zwickvorrichtung,
Fig. 6 eine der Fig. 5 entsprechende Ansicht, in der jedoch gewisse Maschinenteile
abgebrochen sind, Fig. 4 eine rechte Seitenansicht .der i'n iFig. i dargestellten
Zw ickvorrichtung, Fig. 5 eine der Fig. 4 entsprechende Ansicht, in der jedoch gewisse
Maschinenteile augebroeehhen sind, Fig. 6 eine der Fig. 5 entsprechende Ansicht,
in der jedoch die Maschinenteile in ihren am Ende des Klammerheftvorganges erreichten
Lagen dargestellt sind, Fig.7 eiirre Schnittansicht nach der Linie VII-VII der Fig.5
und Fig. 8 eine Endansicht der Drahtvorschubvorrichtung.
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Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung zum Formen und Eintreiben
von Befestigungsmitteln und ist beispielsweise irr einer selbsttätig arbeitenden
Schu.hsei-tenzwickmaschine verkörpert.
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Nur die Turm Verständnis der Erfindung nötigen Maschinenteile sind
infolgedessen hier angeführt. Die Maschine zwidkt gleichzeitig beide Seiten eines
auf einen Leisten L (Fig. 6) aufgezogenen Schuhschaftes U, wobei auf dem Leistenboden
eine beispielsweise beim Herstellen von Rahmenschuhen verwendete, mit einer Rippe
oder Lippe versehene Brandsohle I befestigt ist. Zum Aufzwic'ken des Schiuhschaftes
U über den LeistenL und dieBrandsohle I auf beiden Schuhseiten und zum Befestigen
des Zwickrandteiles des Schuhschaftes in der Zw icklage auf der Brandsohle I hat
die Maschine zwei getrennte Werkzeugsätze A und B (Fig. i), die im folgenden
als Zwickvorrichtun.gen bezeichnet werden. Da -beide Zwickvorrichtungen
A und B
übereinstimmen, ;braucht nur eine ausführlich beschrieben zu
werden, nämlich die Zwickvorrichtung A. Jede Zwickvorrichtung besteht aus einer
Schuhschaftspannvorrichtung, einschließlich einer Zwickzange, und' einer Klammerform-
und -trei.bvot.richtung. Ein nicht dargestellter, zylinderförmiger Träger für die
Zwickvorrichtung ist -in einer Muffe io (Fig. 1, 2, 4 bis 6) ,gelagert., Am Unterende
des zylinderförmigen Trägers ist ei'n mit Flanschen versehener Teil 12 befestigt,
an dessen abgeflachten, sieh gegenüberliegenden Seiten zwei. Sei:2enplattea 14 (Fig.
7) befestigt sind. Die Unterenden der Platten 14 sind durch ein Verbindungsstück
16 miteinander befestigt. Infolgedessen bilden die Platten 14 und das Verbindungsstück
16 ein Gehäuse, in :dem die Vorrichtungen zum Spannen des Schuhschaftes und zum
Formen und Eintreiben der Klammern gelagert sind. ' Die Zwiekzange 18 i(Fig. i bis
6) ist ein Teil der Schuhschaftspannvorrichtung. Die Klammerform- und -treibvorrichtung
besteht aus einer bewegbaren Treiberführung 20 (Fig. 2 bis 7) mit Klammerform- und
K'lammerführungsteilen und einem in der Führung 20 bewegbaren Klammertreiber 22.
An der Treiberführung 2o ist ein- Mundstück 24 befestigt. Die Treiberführung wird
hin und fier bewegt, wobei das Mundstück sich gegen das Werkstück ansetzt ' oder
sich von diesem hinwegbewegt., Bei der Bewegung der Treiberführung 20 nach dem Werkstück
hin wird- das Mundstück zum Einwärtswaliken des Schuhschaftrandteiles über die Abfaßkante
der Brandsohle 1 und Andrücken .desselben gegen .die aufrechte Rippe oder Lippe
(Fig. 6) der Brandsohle im Eingriff mit dem durch die Zange 18 in Spannliäge gehaltenen
Schuhschaftrandteil bewegt, worauf durch den Schulischaftrandteil und die Rippe
eine Klammer :getrieben wird, die dien Schuhschaft in der Zwicklage mit der Brandsohlle
verbindet. Die Rippe der Brandsohle wird an jeder Schuhseite durch einen Amboß oder
ein Nietwideri.ager 26 abgestützt, gegen das die Kliammerschenkel nach Eintreiben
der Klammer durch den Schuhschaftrandteil und die Brandsohlenlippe umgenietet werden.
Die gegen die Innenflächen der Brandsohlenrippe anliegenden Nietwiderlager dienen
ferner dazu, den Schuh bezüglich der Zwickvorric'htungen einzustellen.
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Zum Führen der Treiberführung 20 (und -des einen Tei'1 der Klammerführung
bildenden 24) während ihrer Bewegung nach dem Werkstück hin und von dem @\'erkstück
hinweg bewegen sich Seitenflanschen 28 (Fig. 7) der Treiberführung 20 in Führungen
30 in den Innenwänden der Seitenplatten i.1. Der Antrieb der Treiberführung
wird unten ausführlich beschrieben werden.
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Das Mundstück 24 'hat ungefähr die Form eines rechteckigen Blockes..
Zwei parallele. in einem Abstand voneinander nach oben zeigende Flanschen32 (Fig.
7) des Mundstückes 24 greifen in eine Ausnehrnung der Treiberführung 20 ein. Die
Vorderenden der Flanschen sind abgeschrägt" Der Flanschenverlauf wird durch eine
:lusnehmu.ng 34
(Fig. 5 und 6) unterbrochen, in der die Klammern
von Drahtlängen gebildet werden, wobei der Draht in die Ausnehmung durch eine zu
beschreibende Vorrichtung vorgeschoben und die nötige Drahtlänge durch ein Messer
36 (Fig. 5 bis 7) abgeschnitten wird. Das Messer 36 ist an dem Mundstüek 24 befestigt
und wirkt scherenartig mit dem Innerlen.de einer Drahtführung 37 (Fig. 7) zusammen,
die in einer Querbohrung des Verbindungsstückes 16 gelagert und befestigt ist. In
der Ausgangslage (Fig. 3, 4 und 5) der Teile wird, der Draht quer zur Bewegungsrichtung
des Mundstückes 24 durch die Ausnehmung 34 zwischen einen senkrecht bewegbaren Dorn
38 und die Hinterwand der Ausnehnlung vorgeschoben.. In das Hinterende der Ausnehmung
34 mündet eine Aussparung ein., in der sich der Treiber hin und her bewegt. Die
Aussparung 'hat die Form eines auf dem Kopf stehenden T und setzt sich in
dem Vorderende-,des Mundstüdkes 24 fort.
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Der Dorn 38 ist muffenförmig ausgebildet und ist in einer Vertiefung
40 in dem Mittelteil des Verbindungsstückes senkrecht bewegbar. Eine Feder 42 ist
bestrebt, den Dorn 38 in seiner Hochlage zu halten, in der eine spindelförmige Verlängerung
44 des -Dornes 38 sich durch einen Schlitz des :Mundstückes 24 und in die Ausnehmung
34 hinein erstreckt. Ferner ist in der Ausnehmung 34 eine senkrecht bewegbare Klammerführung
46 gelagert, die nach deal Formen der Klammer durch eine Feder nach unten geschoben
wird, um die Klammerschenkel' abzustützen und zu führen. Eine in einer Bohrung der
Klammerführung 46 sitzende Spindel 48 hat eine muffenartige Verlängerung 5o, in
der eine Feder 52 gelagert .ist. Das Oberende der Feder 52 steht mit dem Oberende
einer in der Treiberführung ausgebildeten Bdhrung 54 im *Eingriff, in der die Verlängerung
5o gleitbar gelagert ist. Eine Nocke 56 (F.ig. 3) ist auf dem Verbindungsstück 16
vorgesehen und dient dazu, die Klammerführung 46 gewöhnlich in ihrer Hochlage zu
halten.
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Nach Vorschieben einer Drahtlänge in die Ausnehmung 34 wird das Messer
36 durch die Vorwärtsbewegunig der Treiberfiihrung 20 und des 'vfu;nd#stiickes 24
zum Abschneiden der Drahtlänge von dem Drahtvorrat betätigt. Das abgeschnittene
Drähtstück wird dann durch das Mundstück 24.uun den Dorn 38 gebogen, wobei das Mundstück
am Vorderende der Aussparung für den Treiber, d. h. am Hinterende der Ausnehmung
34 mit dem Drahtstück in Eingriff tritt. Die Ausnehmung 34 ist breit genug, um ein
Einschwingen der Klammerschenkel während der Klammerbi'hdung zu gestatten, wobei
die Klammer in die Aussparung am, Hinterende der Ausnehmung 34 eingezogen wird.
Durch die fortgesetzte Vorwärtsbewegung der Treiberführung 20 und des Mundstückes
24 wird die Klammerführung 46 außer Eingriff mit der Nocke 56 bewegt, so daß die
Feder 52 die Klammerführung nach unten in die Ausnehmung 34 schieben kann. Wie in
Fig. 7 dargestellt, ist in der Unterfläche der Klamrnerführwng 46 eine Aussparung
ausgebildet, in der sieh die Klammer und der Treiber bewegen. Vor dem Einxrei@ben
dier Klammer in das Werkstück durch den Treiber 22 muß nun der Dorn 38 erst aus
der Bahn. der Klammer abwärts bewegt werden. Infolgedessen hat das Mundstück 24
eine Nocke58 (Fig.5 und 7), ,die mit einer Nockenfläehe 6o an dem Dorn 38 zusammenwirkt.
Bei. der fortgesetzten Bewegung der Treiberführung 20 und des Mundstückes 24 wird
der Dorn 38 somit nach unten geschoben, so daß die Bewegung der Klammer mach dem
Werkstück hin nicht verhindert werden, kann.
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Um ein Einknicken der KPammerschenkel zu verhindern, besonders beim
Anschlagen der Klammerenden gegen die Werkstückfläche, werden die Innenseiten.der
Klammerschenkel :durch zwei Finger 62, 64 (Eig. 5) abgestützt, die an das Mundstück
24 angelenkt sind und durch mit der Treiberführung 20 verbundene flache Federn 66,
68 ,lach unten geschoben werden. Die Vorderenden der Finger 62, 64 sind in der Vorschubrichtun.g
gestaffelt, so daB die Klerrnmerschen:kel vom Anfang bis zum Ende des KLammertreibvorganges-
auf ihren Innenseiten abgestützt sind. Wenn. der die Klammerschenkel verbindende
Steg der Klammer sich. an den Fingern 62, 64 vorbeibewegt, "wird jeder Finger durch
den Steg hochgeschoben.
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Zum Antrieb der Treiberfü'hrung 20 und, des Mundstückes 24 gehört
ein Kniehebel riiit einem Vorderarm 70 und einem Hinterarm 72 (Fig. 4 bis
6). Die Arme 70 und 7 2 sind durch einen Dreh, 1>olze@n 74 verbunden, der
von einem G'leit'blodk 76 getragen wird. Der Vorderarm 70 ist bei 77 -drehbar
mit einem Ansatz der Treiberführung 20 verbunden. Der Block 76 gleitet .in'einer
Führung 78, die in einem durch einen Bolzen 82 mit einem Winkelhebel 84drehbar verbundenen
Hebe1,8o ausgebildet ist. Der Winkelhebel 84 ist schwingbar -auf einer Stange oder
Welle 86 .gelagert, deren beide Enden in den Seitenplatten 14 eingesetzt sind, und
wird durch ein Verbindungsstück 88 (Fig. 2 bis 5) ,betätigt, das zum Betätigen der
Klammerform-und -treibvorrichtung dient und dem Winkelhebel, 84 Sohwingbe«vegungen
gleichmäßiger Länge erteilt.
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Der Beginn und die Länge der Bewegung des Hebels 8o wird dadurch 'bestimmt,
da'B der Hebel 8o eine auf einem Bölzeri 92 gelagerte Rolle 9o trägt, die sich in
einer Kurvennut 94 in der Innenfläche einer Platte 96 ibewegt,. Die Platte 96 ist
in eine Ausnehmung der rechten Seitenplatte 14 eingesetzt. Der Hinterarm 72 des
Kniehebels ist )ei 99 drehbar mit einem Block ieo verbunden-, der zwischen den Hinterenden
der beiden Seitenplatten 14 bewegbar gelagert ist und, gewöhnlich durch eine Feder
io2 gegen Bewegung festgelegt wird. Die Feder ist in eine Bohrung des Blockes ioo
eingesetzt, und das Hinterende der Feder stützt sich gegen einen mit den, Hinterenden
der Seitenplatten 14 verbundenen Träger 104 ab. Beim Schwingen des Winkelhebels
84 im Zeigersinn (F,ig. 4 und- 5) durch das Verbindungsstück 88 wird der Hebel 8o
um seinen Drehbolzen 82 nach vorn und abwärts geschwungen, wobei .der Beginn
und
die Länge seiner Bewegung durch die Rolle 9o in Anpassung an die Form der Kurvenmut
94 geregelt wird. Durch diese Abwärtsbewegung des Hebels 8o wird der Kniehebel 70,
72 aus seiner Knicklage (Fig.4 und 5) in Strecklage (Fig.6) bewegt, und die Treiberführung
20 und das Mundstück 24 werden nae'h dem Werkstück 'hin vorgeschoben. Das Mundstück
24 walkt den angespannten Randteil des Schuhschaftes einwärts über die Ablaßkante
der Brandsohle und drückt denselben gegen die aufrechte Bramdsohlenrippe, wobei
die Rippe und' der Schaftrandteil zwischen dem Vorderende des Mundstückes 24 und
dem Nietwiderlager 26 zusammenge.drüc!kt werden. Beim Bearbeiten eines Werkstückes
von Durchschnitts- oder Normaldicke verbleibt in Arbeitstage des Mundstückes ein
Abstand von ungefähr i bis 2 mm zwischen dem N ietwiderlager 26 und dem Mundstück
24. Ist das Werkstück beträchtlich -dicker, so wird durch die Bewegung des Kniehebels
70, 72 in sehne Strecklage der Block ioo gegen den Druck der Feder 102 nach 'hinten
bewegt, denn das Mundstück 24 tritt mit dem Werkstück in Eingriff, ehoe der Kniehebel
seine Strecklage erreicht hat, und der Block ioo wird somift .nach Angreifen des
Mundstückes an dem Werkstück durch die weitere Knie-'hebelbewegutrg nach hinten
verschoben,. Diese Verschiebung des Bloelaes ist von einer bestimmten Länge lind
entspricht dem Dickenunterschied zwischen einem dicken und einem Durchschnittswerkstück.
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Der Treiber 22 ist in einem Schlitten, io6 gelagert und wird von demselben
betätigt. Seitenflanschen des Schlittens io6 greifen in Führungen in den Innenflächen
der Seitenplatten i4 ein. In die Unterfläche des Schlittens 1o6 ist eine Führung
eingeschnitten, die die Form eines auf seinem Kopf stehenden T ihat und den
Treiber 22 aufnimmt. Jedoch liegt die Unterfläche des Treibers nicht in gleicher
Flucht mit der Unterfläche des Schlittens, sondern der Treiber steht etwas über
dieser Schlittenfläche hervor. Der Treiber 22 ist auf folgende Weise mit dem Schlitten
loh verbunden. In einer senkrechten Bohrung des Schlittens io6 ist ein Schraubenbolzen
io8 eingesetzt, dessen Kopfteil auf zwei. Seiten abgeflacht ist, so d aß er in eine
viereckige Ausnehmung ,in der Oberfläche des Schlittens io6 einpaßt und eine Drehbewegung
des Bolzens in dem Schlitten verhindert. Der Treiber 22 erstreckt sich durch eine
Radialbohru.ng i io dies Bolzens io8. Eine Vorsteckscheilye 112 auf dem Unterende
des Bolzens io8 liegt gegen den über die Unterfläche des Schlittens io6 hinausragenden
Teil des Treibers an, wobei eine Mutter 114 den Treil)er gegen den Schlitten
io6 anklemmt. Diese Treiberverbindung hat den Vorteil, daß der Treiber umgekehrt
werden kann, d. h. jedes Ende des Treibers kann als das mit der Klammer in Eingriff
tretende Arbeitsende verwendet --erden. Hierdurch wird die Lebensdauer des Treibers
22 verlängert.
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Zum Betätigen des Schlittens io6 und des Treibers 22 dient ein Kniehebels,
der aus einen \@or<ierarm i 16 und einem Hinterarm i 18 (Fig. 2 und 3) besteht.
Die Arme i 16. 118 sind durch einen Drehbolzen 120 miteinander verbunden. Der Vorderarm
116 ist durch einen Bolzen 122 an. den Schlitten 1o6 angelenkt, und der Hinterarm
118 ist durch einen Bolzen 124 mit dem oben beschriebenen Block ioo verzapft. mit
dem auch der zum Betätigen der Treiberführui1g 2o dienende Knieliebe l 70, 72 verbunden
ist. Der Bolzen 12o des Knieliebels 116, 118 wird vone,ineni Block 126 getrag@en,
der in einer Führung eines Hebels 130
gleitet. Der Hebel 130 ist lies
132 finit dem Winkelhebel 8.I verzapft, der, wie beschrieben, auch den Kniehebel
70, 72 betätigt. Infolgedessen ist der Wi-iikelhebel84 ein gemeinsamer Antriebsteil
für beide Kniehebel 70, 72 und 116, 118 und somit auch für die Treiberführung 20
und den Treiber 22. Die Kniehebel werden, wie noch beschrieben wird, nacheinander
betätigt, und zwar so, daß erst die TreiJ>erfüihrung und dann der TreiI>e-r vorgeschoben
wircG. Zum Bestimmen des Leitpunktes und der Länge der Bewegung 'des Hebels
130 ist eine Rolle 13:I auf einem Bolzen 136 des Hebels 130 gelagert.
Die Rolle 134 bewegt sich ,in einer Kurvennut 138, die eine vorherbestimmte Form
hat und in der Innenfläche einer Platte i4o ausgebildet ist. Die Platte i4o ist
in eine Ausnehmung 142 der linken Seitenplatte 14 eingesetzt.
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Die beiden durch den Winkelhebel 84 betätigten Hebel 8o und 132 werden
durch den Verlauf der Kurvennuten 94 und 138 so gesteuert, daß die Treiberführung
20 mit dem Nlundstiick 24 zuerst vorbewegt wird und der Arbeitshub des Treibers
22 erst nach Abwärtsbewegung des Dornes 38 einsetzt. Die Treiberbewegung -wird nach
Ineingrifftreten des Mundstückes 24 finit dem Werkstück zum Eintreiben der in dein
@luiidstück geformten Klammer fortgesetzt.
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Wenn, wie schon erwähnt, der Zwischenraum zwischen dein l\ltindstiicl:
24 Lind dein N ietw-iderlager 26 laei,m Angreifen des Mundstücke: an dein Werkstück
infolge einer Verstärkung in der Dicke der Brandsolilenlippe und desZwickrandteiles
mehr als i bis 2 mim beträgt, so wird der das Hinterende des Kniehebels 70, 72 tragende
Block ioo nach hinten verschoben,. Da nun der Block ioo ebenfalls das Hinterende
des Knielrel>els 116, 118 trägt, wird der 'letztere Kniehebel i 16, 118 auch verstellt
oder nach 'hinten verschoben, so daß bei der Bewegung dieses Kniehebels 116, 118
in seine Strecklage das Vorderende des Treibers immer ;d'iesel'be Endlage hinsichtfich
des Mundstückes 24 einnimmt, d. h. es bis zum Außenende des 'Mundstückes bewegt
wird. Wenn also das '.\-lundstiick 24 und somit die Treiberführung 2o bei Dickenveränderungen
des Werkstückes in verschiedene Endlagen eingestellt werden, so wird der Treiber
am Ende seines Arbeitshubes immer am Ende des :Mundstückes 24 und nie hinter oder
vor dem Mundstuckende eingestellt sein.
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Diese Betätigung des Mundstückes und des Treibers hat einen weiteren
Vorteil,. Wird nämlich nach Beginn des Arbeitshubes des Treibers eine Klammer aus
irgendiw"elclieni Grund in dem --Mundstück
beschädigt, so wird
ein Bruch der\Iasclii.nenteile durch den seinen Arbeitshull ausführenden Treiber
auf folgende Weise vermieden. Der den Treiber betätigen de Kniehebel 116, 11,',
verschiebt bei einem starken, der Vorwärtsbewegung des Treibers entgegen gerichteten
Widerstand den Block ioo nach hinten und zieht vermittels des Knie-hebel's 70, 72
die Treiberführung 2o und das .NI unxistiick 24 bezüglich des Treibers 22
zurück, wodurch die beschädigte Klammer aus dein 'Mundstück-24 tierausgestoßen wird.
Da der Kniehebel 70, 72 hierbei Tiber seine Totputiktlage (Fig.6) hinauslaewegt
wird, so wird das Zurückziehen des Mund stiickes 24 beschleunigt. Sollte die Klammer
beim Eindringen. in das Werkstück auf Widerstand stoßen, beispielsweise indem sie
gegen einen Ülxrholtäck stößt, so wenden dieTreitterführung2o und das Mundstück
ebenfalls unter dem Einfluß des Kniehebels 116, 118 zurückgezogen.
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Das :\ ietwiderlager 26 ist an einem Träger 144 (Fig. 2 bis 6) ausgebildet.
Eine Verzahnung auf der Hinterfläche des Trägers 144 steht mit einer Verzahnung
auf der Vorderfläche eines Blockes 146 im Eingriff, der in der linken Seitenplattma
14 bezüglich der Zwickvorrichtung nach vorn und 'hinten gleitbar gelagert ist und
durch einen Sperrbolzen 148 in eitigestef1ter Lage gehalten wird. Der Träger 144
ist bezüglich dKs Blockes 146 in der Höhenrichtung der \laschine sowie parallel
zur Vorschubrichtung des N-\'erkstiickes verstellbar und wird in eingestellter Lage
durch Schrauben i 5o (Fig. 2) gehalten, die den Träger 144 mit dem Block 146 verbinden.
Das Nietwiderlager 26 ist infolgedessen in drei verschiedenen Ric'litungen verstellbar.
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Eine biegsame Drahtleitung 152 (Fig. 4 und '8) ist mit der Dralitfülirutlg
37 verbunden, wobei die Leitung durch eitle bekannte, den Draht gerade biegende
Kemnie 134 verläuft. Die den Draht schrittweise vorbelvegende Drahtvorschubvorricbtung
bestellt aus eitler Vorschultrolle 1.36. in deren Umfang eine V-förmige F iihrungsnut
für den Draht eingeschnitten ist. Die Rolle 156 ist auf einer Welle 157 frei drehbar,
die in Lagern des Maschinengestelles drehbar ist. \,lit der \"orschubrolle wirkt
eine Druckrolle i ,5,S zusammen und der auf eine nicht @dargesteflte, von dein Maschinengestell
getragene Haspel aufgewickelte Draht läuft zwischen den Rolleu 156, i 5g
hindurch. Die Vorschubrolle 156 wird schrittweise durch ein Schaltrad 16o gedreht,
das mit der Rolle 156 verbunden ist oder einen Teil derselben bildet. Eitle Klinke
162 greift in das Schaltrad 16o ein und dreht d'i'eses schrittweise in bekannter
Weise, wodurch die Vorschubrolle 156 zum Vorschieben eines Drahtstückes in das \lurndstück
24 der Zwickvorrichtiing gedreht wird. Die Klinke 162 sitzt an einem mit der Welle
1.57 verbundeben Arm 164.
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Der -Arbeitsgang der \laschiiie ist wie folgt: Ein 1-eisten L, auf
den ein Schuhschaft t' aufgezogen und auf dessen Boden eitle gerippte Brandsohle
1 vorgesehen ist, wird so in die -Maschine eingesetzt. ctaß die Zwickvorriclitungen
A und B auf beiden Seiten des Schuhes angeordnet sind. Die Nietwi<Ierlager 26
der Zw ickvorrichtung liegen hierbei gegen die Innenflächen der Brandsohlenlippe
auf beiden Seiten der Brandsohle, und zwar vorzugsweise am Gelenkteil der Brandsohle,
so daß derZwickvorgang nach dem Spitzenende ,der Brandsohle hin ausgeführt wird.
Vor Beginn des Zwiekvorganges werden die Randteile des Schuhschaftes an beiden Seiten
des Brandsohlengefenikteiles in die offenen Zwickzangen 18 eingelegt. Die Maschine
arbeitet dann selbsttätig und. zwickt den Schuh gleichzeitig auf beiden Schuhseiten.
Da beide Zwickvorrichtungern A und B in gleicher Weise betätigt werdierr,
braucht nur der Arbeitsgang einer Vorrichtung ausführlich beschrieben zu werden.
Beim Spannen des Schuhschaftes durch dieZwickzange wird durch die in Fi.g. 8 dargestellte
Drähtvorschubvorrich.tung eine Drahtlänge in die Ausnehmu,ng 34 des Mundstückes
24 vorgeschdben, worauf durch Schwingen des Winkelhebels 84 im Zeigersinn (Fig.
4 und 5) der Kniehebel 70, 72 in Strecklage und somit die Treiberführung 2o nach
dem Werkstück hin bewegt wird. Infolge der N"orwärtsbewegung der Treiberführung
20 und, des Mundstückes 24 wird erst das Messer 36 zum Abschneideneines Drahtstückes
von dem Draht betätigt und dann das Drahtstück zum Bilden einer Klammer um Iden
Dorn 38 .gebogen. Nach Abwärtsschieben des Dornes 38 durch die Nocke 58 all
dem sich vorwärts bewegenden 'Mundstück 24 tritt das Mundstück mit dem .durch die
"Lange 18 in Spannlage gehaltenen Randteil des Schubschaftes in Eingriff und walkt
den Randteil iil>er die Ablaßkante der Brandsohle und gegen die Brandsohlenlippe.
Inzwischen ist auch die Klammerführung 46 von der Nocke 56 hinwegbewegt und durch
ihre Feder in Arbeitslage nach unten geschoben worden. Wenn der Dorn 38 ungefähr
gänzlich abwärts geschoben ist, fängt der Vorwärts-oder Arbeitshub des Treibers
22 unter der Steuerung des Kniehebels 116, 118 an. Obgleich der Kniehebel i 16,
118 und der Kniehebel 70, 72 durch denselben @\'irnkel'hebel84 betätigt werden,
so wird die Betätigung des Kniehebels 116, 118 bezüglich der l:etätigung des Kniehebels
70, 72 durch die Form der den Beginn und die Länge der Bewegungen der Hebel 80,
130 bestimmenden Kurvennuten 94 und 138 verzögert. Der Treiber 22 bewegt sich bei
seinem Arbeitshub durch die Aussparung in dem Mundstiic@k1 24, tritt dabei mit dem
Steg der in dem Mundstück geformten Klammer in Eingriff und treibt die Klammer aus
dem Mundstück heraus durch den Randteil des Schuhschaftes und die Brandsolilenlillpe.
Beim Hervortreten aus der Innenfläche der Brandsohlenlippe werden die KlIaminerschenkel
in bekannter Weise umgenietet.
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Wie schon beschrieben, beträgt der normale Abstand zwischen dem Vonderend..e
des Mundstückes 24 und der gegenüberliegenden Fläche des Nietwiderlagers 26 ungefähr
i mm, wenn das Mundstück seine Arbeitslage erreicht hat. Dies i-st etwas weniger
als die Durchschnittsdicke des aus Brandsohlenl-ippe und Schuhschaftrandteil bestehenden
.Werkstück-es. Ist nun .das Werkstück wesentlich dicker, so wird das Mundstuck während
seines
Arbeitshubes eher als bei einem Werkstück normaler Dicke
durch das Werkstück angehalten, und durch die fortgesetzte Bewegung des Kniehebels
70, 72 in Streoklage wird der Block ioo um eine vorherbestimmte Wegstredloe zuri.ickgeschoben,
wodurch der den Treiber betätigende Kniehebel 116, i 18 entsprechend, nach hinten
verschoben wird. Das Vorderende des Treibers liegt infolgedessen nach Ausführung
seines Arbeitshubes immer in gleicher Flucht mit dem Vorderende des Mundstückes,
und die Klammer wird immer richtig, d. h. niemals zu tief oder nicht tief genug
in das Werkstück eingetrieben, ganz gleich, ,welche Einstellung das Mundstück einnimmt.
Ferner wird nicht nur der den Treiber betätigende Kniehebel 116, 118 durch den die
Treiberführung 20 und. das Mundstück 24 betätigenden Kniehebel 7o, 72 zum Anpassen
des Arbeitshubes des Treibers an die Einstellung des Mundstuckes 24 gesteuert, sondern
umgekehrt wird auch der Kniehebel 70, 72 durch den Knieliel>el 116, 118 gesteuert
und die Einstellung der Treiberführung und des \iundstückes verändert, wenn der
Treiber 22 während seines Arbeitshubes auf unerwarteten Widerstand stößt. Ein Widerstand
wird beispielsweise dadurch erzeugt, daß eine Klammer in dem Mundstück beschädigt
wird, sich festsetzt oder die Klammerschenkel beim Austreten aus dem Mundstück eventuell
gegen einen Überholtäck in dem Schuh anstoßen. Die Klammer wird infolgedessen zu
einem Ballen aufgerollt und klemmt sich im Vorderende des Mundstückes fest. Durch
das Anstoßen des Treibers gegen den Ballen könnten der Treiber oder ein Teil des
Mundstückes leicht zerbrochen werden. In der dargestellten Zwickvorrichtung wird
jedoch ein Bruch dies Trägers oder irgendeines Maschinenteiles dadurch verhindert,
daß ein Anstoßen des Treibers gegen den Ballen ein Rüakwärtsverschieben des Blockes
ioo herbeiführt, mit dem der Treiber durch den Kniehebel i 16, 118 verbunden ist.
Das Mund:stüCk 24 und die Treiberführung 20 werden in diesem Fall durch den die
Treiberführung mit dem Block ioo verbindenden Kniehebel 7o, 72 schnell zurückgezogen,
wobei die Rückwärtsbewegung des Mundstückes und der Treiberführung noch dadurch
(beschleun:igt wird, daß der Kniehebel 70, 72, wie beschrieben, nicht nur als Ganzes
zurückbewegt wird, sondern auch nach unten über seine Totpunktlage hinausbewegt
wird. Die zu einem Ballen aufgerollte Klammer wird aus dem sich zurückbewegenden
Mundstück ausgestoßen und kann leicht von ,der Werkstückfläche entfernt werden,
in der die scharfen Kanten des Ballens sich giewöhnlich etwas festsetzen.
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Nach Eintreiben einer Klammer in das Werkstück oder mach dem Ausstoßen
einer beschädigten Klammer aus dem Mundstück werden die Treiberführung 20 mit deren
Mundstück 24 und,der Treiber 22 durch eine Schwingbewegung des Winkelhebels 84 im
Gegenzeigersinn (Feg. 6) und durch die dadurch erzeugte 13ewegnng ihrer l#,iiielie'l).el
in Knicklage in ihrer Ausgangslage zurückbewegt.