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Vorrichtung zum Mischen von Brennstoff mit einem flüssigen Bindemittel
Bekannt ist eine.Vorrichtung zum Mischen von Brennstoff mit einem flüssigen Bindemittel
für die nachfolgende Brikettierung, bei welcher das Gut durch das fein verteilte,
nach unten gelangende, aus einem Rohr ausströmende Bindemittel mittels .einer Schleuderwalze
hindurchgeschleudert wird. Das Bindemittel wird hierbei aus einer abwärts gerichteten
Düse unter Überdruck ausgeblasen und bildet einen Sprühstrom, dessen feine Teilchen
sich mit dem Brennstoff mischen. Hierbei übt aber der Sprühstrom eine starke Blaswirkung
aus und verursacht eine starke Staubbildung, auch sind die feinen, in der Luft schwebenden
Bindemittelteilchen für die Atmungsorgane schädlich. Daher müssen diese Mischvorrichtungen
völlig eingekapselt werden, was aber die Überwachung erschwert oder gänzlich unmöglich
macht. Genaue überwachung ist aber unerläßlich notwendig, da die Güte und Haltbarkeit
der erzeugten Preßlinge neben der innigen Mischung des Bindemittels mit dem Brennstoff
sehr weitgehend davon abhängig ist, daß die zugesetzte Bindemittehnenge das zulässige
Mindestmaß nicht unterschreitet. Mehr Bindemittel als notwendig zuzusetzen, ist
infolge des verhältnismäßig hohen Preises desselben unwirtschaftlich. Nun bleibt
aber trotz ursprünglich genauer Einstellung der Ausflußdüse die ausströmende Bindemittelmenge
in der Zeiteinheit nicht gleich, da sich die Düse leicht verstopft oder verkrustet.
Abgesehen von der infolge der Verkapselung erschwerten überwachung, ist bei Verwendung
der bekannten Düse :eine etwaige Änderung der Ausflußmenge des Bindemittels wenig
augenfällig und wird meist erst dann .erkannt, wenn diese Änderung das zulässige
Maß überschritten hat. Zur Vermeidung dieses Übelstandes war man daher genötigt,
aus Sicherheitsgründen mehr Bindemittel zuzusetzen als notwendig, wodurch die Preßlinge
verteuert wurden.
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Gegenstand der Erfindung ist daher eine Verbesserung der diesem Mischverfahren
dienenden Vorrichtung, durch welche die geschilderten Nachteile weitgehend beseitigt
werden und durch die @es ermöglicht wird, sehr erheblich an dem teuren Bindemittel
zu sparen, ohne die Güte und Haltbarkeit der erzeugten Preßlinge zu verschlechtern.
Erfindungsgemäß wird an - Stelle der Düse, aus. welcher das Bindemittel in Gestalt
eines abwärts gerichteten Sprühstromes ausgeblasen wird, eine waagerechte Ausströmdüse
verwendet, aus welcher das Bindemittel unter mäßigem Druck in geschlossenem Strahl,
also ohne Sprühwirkung, gegen ein verstellbares Prallblech strömt, sich auf diesem
verbreitert und von der Unterkante dieses Prallbleches in Gestalt eines sehr dünnen
Bindemittelschleiers herabströmt. Unterhalb des Prallbleches wird der Brennstoff
auf einem Förderband in dünner Schicht vom Kohlenbunker aus zum Mischbehälter geführt.
Oberhalb des Förderbandes und unmittelbar vor dem Prallblech befindet sich die Schleuderwalze,
deren Breite der Breite der Brennstoffschicht bzw. der
Breite des
Bindemittelschleiers entspricht und die den Brennstoff auf dem Förderband erfaßt
und in im wesentlichen waagerechter: Richtung durch den Bindemittelschleier unter:;
halb der Prallblechunterkante so hindurcet.: schleudert"daß er wieder auf das Förderband.:
zurückfällt und auf diesem dem Mischbehälter zugeführt wird. Die einzelnen Teilchen
des Brennstoffes, welcher zweckmäßig auf etwa ioo° C erwärmt wird, werden hierbei
mit einem außerordentlich feinen und dünnen Film des auf etwa i 5o' C erwärmten
Bindemittels umgeben, so daß eine innige Mischung des Bindemittels mit dem Brennstoff
erreicht wird. Das fertige Mischgut kann, wenn keine Zerkleinerung des Brennstoffes
mehr erfolgen soll, den Knetwerken der Pressen auch unmittelbar zugeführt werden.
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Bei Verwendung der neuen Vorrichtung ist es auch möglich, den Brennstoff
nach Absichtung der staubförmigen Bestandteile unter i mm zu brikettieren. Auf diese
Weise entstehen poröse Preßlinge, die rascher und vollständiger verbrennen als diejenigen
mit Staubzusatz, da die Verbrennungsgase leichter in ihr Inneres eindringen können.
Es können daher in der Zeiteinheit auf i qm Rostfläche größere Wärmemengen erzeugt
werden, wodurch der Wirkungsgrad der Feuerung verbessert wird.
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Eine Umkapselung der neuen Vorrichtung ist nicht mehrerforderlich,
da insbesondere bei Absichtung der staubförmigen Bestandteile des Brennstoffes die
Staubbildung sehr gering ist, auch bildet ich kein Bindemittelstaub mehr, der für
die Bedienungspersonen gesundheitsschädigend sein könnte. Das erleichtert die Überwachung
des Bindemittelzusatzes, und zwar um so mehr, als sich bei Verwendung der neuen
Vorrichtung auch die geringste Änderung der Bindemittelzufuhr durch eine sehr augenfällige
Änderung der Breite des gebildeten Bindemittelschleiers bemerkbar macht. Die Bedienungsperson
hat daher nur durch entsprechende Einstellung des Ausflußhahnes die Breite des Bindemittelschleiers
gleich zu erhalten, dann ist das richtige Mischungsverhältnis zwischen Bindemittel
und Brennstoff gewährleistet.
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Der Gegenstand der Erfindung ist auf --der Zeichnung in einem Ausführungsbeispiel
;:-scljematisch veranschaulicht. Es zeigen: gAAbb. r eine Gesamtdarstellung der
Mischvorrichtung in Seitenansicht, Abb. a eine Draufsicht auf das Förderband. Die
Kohle wird vom Kohlenbunker/ aus über den mit Abstreifer! versehenen Aufgabeteller
g und die Rutsche k dem Förderband 7z zugeführt und gelangt von diesem aus über
die Rutsches zu den Knetwerken der Presse. Oberhalb des Förderbandes k befindet
sich die durch den Zuteilungsschieber e einstellbare und verschließbare Zuführungsleitung
d für das auf etwa 150' C erwärmte Bindemittel. Der Auslaufstelle des Bindemittels
gegenüber ist das verstellbare Prallblech p angebracht. Unmittelbar vor dem Prallblech
p ist gleichfalls oberhalb des Förderbandes k die Schleuderwalze r angebracht, die
beim Betrieb sich in rascher Umdrehung befindet. Hierbei wird das auf dem Förderband
befindliche Brikettiergut von der Schleuderwalze r erfaßt und unterhalb des Prallbleches
p durch den Bindemitttelschleier geschleudert. Die Breite des Prallbleches und der
Schleuderwalze entspricht der Breite des Kohlenbandes. Es ist zweckmäßig, den Brennstoff
auf etwa i oo° C zu erwärmen, was die Mischung mit dem Bindemittel erleichtert.