DE641007C - Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von Flocken oder Mehlen aus oel- bzw. fetthaltigen Samen, insbesondere Sojabohnen - Google Patents

Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von Flocken oder Mehlen aus oel- bzw. fetthaltigen Samen, insbesondere Sojabohnen

Info

Publication number
DE641007C
DE641007C DEK131622D DEK0131622D DE641007C DE 641007 C DE641007 C DE 641007C DE K131622 D DEK131622 D DE K131622D DE K0131622 D DEK0131622 D DE K0131622D DE 641007 C DE641007 C DE 641007C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
flakes
fat
soybeans
flours
production
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DEK131622D
Other languages
English (en)
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Neufeld & Co M
Original Assignee
Neufeld & Co M
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Neufeld & Co M filed Critical Neufeld & Co M
Priority to DEK131622D priority Critical patent/DE641007C/de
Application granted granted Critical
Publication of DE641007C publication Critical patent/DE641007C/de
Expired legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • AHUMAN NECESSITIES
    • A23FOODS OR FOODSTUFFS; TREATMENT THEREOF, NOT COVERED BY OTHER CLASSES
    • A23LFOODS, FOODSTUFFS OR NON-ALCOHOLIC BEVERAGES, NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; PREPARATION OR TREATMENT THEREOF
    • A23L11/00Pulses, i.e. fruits of leguminous plants, for production of food; Products from legumes; Preparation or treatment thereof
    • A23L11/30Removing undesirable substances, e.g. bitter substances
    • A23L11/34Removing undesirable substances, e.g. bitter substances using chemical treatment, adsorption or absorption
    • A23L11/35Removing undesirable substances, e.g. bitter substances using chemical treatment, adsorption or absorption combined with heat treatment

Landscapes

  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Physics & Mathematics (AREA)
  • Thermal Sciences (AREA)
  • Agronomy & Crop Science (AREA)
  • Botany (AREA)
  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • Nutrition Science (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Food Science & Technology (AREA)
  • Polymers & Plastics (AREA)
  • Beans For Foods Or Fodder (AREA)

Description

Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von Flocken oder Mehlen aus ölhaltigen Samen, insbesondere aus Sojabohnen. In bezug auf die Verarbeitung von Sojabohnen findet das Verfahren auch Anwendung im Anschluß an das Veredelungsverfahren, bei welchem die unzerkleinerten Sojabohnen in geschältem oder ungeschältem Zustand der Einwirkung säurehaltigen Wassers bei einer Temperatur von nicht über 750C ausgesetzt werden, wobei vor Beendigung dieser nassen Veredelungsbehandlung auch eine Neutralisation vorgenommen werden kann.
Das Verfahren der Flocken- oder Mehlhersteüung gemäß der Erfindung findet unter Anwendung erwärmter, gegeneinander umlaufender Walzen statt und ist dadurch gekennzeichnet, daß 'die unzerHeinerten, gequollenen Samen mit Hilfe einer auf das Gut drückend wirkenden Vorrichtung, z.B. von Stampfern, dem Einzugsspalt zugeführt werden zwecks gleichzeitiger Trocknung und VerfLockung, wobei hernach das flockige Gut gemahlen werden kann.
Es ist schon vorgeschlagen worden, geschrotete Sojabohnen mit Essigsäure zu behandeln, zu waschen, in Breiform überzuführen und den Brei mittels erwärmter gegenläufiger Walzen zu trocknen und zu Flocken aufzubauen. Abgesehen davon, daß ein solches Gut infolge Verlustes großer Mengen von Eiweiß und Fett während der Naßbehandlung im geschroteten Zustand eine andere Zusammensetzung als die Ursprungliehe Sojabohne aufweist, ist dessen Verarbeitung zu gebrauchsfertigen Flocken unvollkommen. ^Solches Gut neigt dazu, auf den Walzen eine festhaftende Schicht zu bilden, die zu gänzlichem Unterbinden des Einziehens von Breimasse in den Walzenspalt führt, so daß das Gut schließlich über den Walzen anbrennt. Eine einwandfreie Verflockung des vollfetten Gutes auf den erhitzten Walzen ist insbesondere deshalb unmöglich, weil die Walzen sich mit einer Fetthaut füberziiehen, die schmierend wirkt und den Walzen die Griffigkeit nimmt.
Wird dagegen gemäß der Erfindung öl- bzw. fetthaltiges Gut im gequollenen, unzerkleinerten Zustand unter Anwendung eines Pxeßdruckes dem Einzugsspalt' der Walzen zugeführt, so erfolgt regelmäßiges und gleichmäßiges Erfassen und Mitnehmen des Gutes, und dieses kann, ohne eine Geschmacksveränderung zu erleiden, über die Walzen laufen und als gebrauchsfertige und lagerfähige Flocken vom Walzentrockner anfallen. Es läßt sich, also auf diese Weise in einem einzigen Arbeitsgang Zerkleinerung,
Trocknung1 und Verflockung der nassen öl- bzw. fetthaltigen Samen erzielen, außerdem auch, eine Aufscbließung der Zellen sowie der Stärke.
Das Quellen der unzerkleinerten Samen bedingt selbsttätig eine Abstimmung des Wassergehaltes. Da nämlich die Samen nur eine bestimmte Menge Quellflüssigkeit aufzunehmen vermögen, ist die Höchstmenge an ίο Flüssigkeit stets festgelegt. Der Mindestgehalt an Wasser ist so zu wählen, daß das Gut von den heißen Walzen zuverlässig erfaßt wird. Gleichgültig ist es, in welcher Weise das Quellen vorgenommen wird, ob z. B. durch Behandlung mit Wasser, mit Dampf o. dgl. Für Sojabohnen empfiehlt sich die eingangs erwähnte Behandlung mit säurehaltigem Wasser, da diese gleichzeitig die Gewinnung eines geschmacklosen Sojabohnengutes ermöglicht. In der Regel genügt eine i- bis 2 stündige Behandlungsdauer für diesen Zweck. Es ist zweckmäßig, bei Sojabohnen für einen Wassergehalt von beispielsweise 50 o/o zu sorgen.
Die zu verarbeitenden öl- oder fetthaltigen Stoffe, wie neben Sojabohnen z. B. Erdnüsse, Kopra, Baumwollkerne, Pahnkerne, Sesamsamen, Wal- und Haselnüsse, können allgemein, wenn es erwünscht oder erforderlich ist, mit der nassen Vorbehandlung zwecks Quellung einer Entbitterungs- oder sonstigen Verbesserungsbehandlung unterworfen werden, indem man die Quellung je nach Erfordernis mit schwach sauren oder schwach alkalischen oder Salzlösungen vornimmt, gegebenenfalls auch neutralisiert, bevor die Weiterverarbeitung des gequollenen Gutes geschieht.
Bei oder nach der Behandlung des Gutes
mit Wasser oder wäßriger Lösung zwecks Quellung des Gutes können auch besondere lösliche oder emulgierbare Aufbaustoffe, Nährstoffe, wie z. B. Zucker, Kakao, oder Arzneistoffe u.dgl. dem Gut zugeführt wer-
- den, indem man solche Stoffe der Behand- +5 lungsflüssigkeit zugibt.
Durch das Stampfen zwecks Einbringens des gequollenen Gutes in den Einzugsspalt der beheizten Walzen läßt sich zwangsläufig gleichzeitig eine zweckdienliche Vorzerkleinerung des Naßgutes erreichen. Statt durch Stampfen kann die Einbringung des Gutes in den Walzenspalt auch z. B. durch eine mechanische Preßvorrichtung oder durch Luftdruck erfolgen.
Das Gut kann auch längere Zeit, als zum Trocknen erforderlich, auf dem Walzentrockner belassen werden, bis zur Erreichung einer Earb- und Geschmacksveränderung, z. B. eines Biskuitgeschmackes, bei der Verarbeitung von Sojabohnen. Bei dampfbeheizten Walze.ntrocknefti ist dazu nur eine entsprechende Regulierung des Dampfes und der Walzenumlaufgeschwindigkeit vorzunehmen.
Der Umfang des Wasserentzuges kann unmittelbar den jeweiligen Bedarfsansprüchen angepaßt werden.
Wird nur ein trockenes bzw. hinreichend getrocknetes Flockengut angestrebt, so lassen sich z. B. aus Sojabohnen, die nach obigen Ausführungen der Behandlung mit säurehaltigem Wasser bei nahe, aber nicht über 75° C unterworfen waren, neutral schmeckende Flocken gewinnen, welche zu einem geschmacklosen Sojamehl vermählen werden können.
Vor einer Vermahlung der Flocken zu Mehl kann dem Gut in einer an sich bekannten Weise Öl bzw. Fett entzogen werden. Der dabei verbleibende Rückstand kann alsdann zu einem mehr oder weniger fettarmen Mehl vermählen werden.
Die Durchführung des Verfahrens kann beispielsweise mit Hilfe der in der Zeichnung in Quer- und Längsschnitt dargestellten Vorrichtung geschehen, die einen an sich bekannten Zweiwalzentrockner mit in den Auf? gabewiiikel wirkendem Preßwerk darstellt und dadurch gekennzeichnet ist, daß als Preßwerk eine Stampf vorrichtung dient.
α sind die beiden Walzen, die zweckmäßig mit Dampf beheizt werden, b Stampfer, welche mittels Nockenwellen betätigt werden.
Zweckmäßig wird man über dem Spalt der Walzen eine Vielzahl von Stampfern, die durch eine gemeinsame Nockenwelle betrieben werden, nebeneinander vorsehen.
d sind Messer, welche das Gut als Flocken von den Walzen abnehmen.

Claims (4)

  1. Patentansprüche:
    i. Verfahren zur Herstellung von Flocken ader Mehlen aus öl- bzw. fetthaltigen Samen, insbesondere Sojabohnen, auch im Anschluß an ein Veredelungsverfahren, bei welchem unzerkleinerte Sojabohnen der Einwirkung säurehaltigen ' Wassers bei einer Temperatur nahe, aber nicht über 750C ausgesetzt werden, wobei vor Beendigung der Naßbehandlung eine Neutralisation vorgenommen werden kann, unter Anwendung erwärmter, gegeneinander umlaufender Walzen, dadurch gekennzeichnet, daß die unzerkleinerten, gequollenen Samen mit Hilfe einer auf das Gut drückend wirkenden Vorrichtung, z. B. von Stampfern, dem Einzugsspalt zugeführt werden zwecks gleichzeitiger Trocknung und Verflockung, wonach das flockige Gut gemahlen werden kann.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Gut längere Zeit, als zum Trocknen erforderlich, auf dem
    Walzentrockner belassen wird bis zur Erreichung einer Färb- und Geschmacksveränderung.
  3. 3. Verfahren nach Anspruch ι oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß vor der Vermahlung den Flocken Öl oder Fett entzogen wird.
  4. 4. Vorrichtung zur Durchführung des
    Verfahrens nach einem der Ansprüche 1 bis 3, bestehend aus einem Zweiwalzen- to trockner mit in den Aufgabewinkel wirkendem Preßwerk, gekennzeichnet durch eine Stampfvorrichtung als Preßwerk, die gegebenenfalls eme Vielzahl nebeneinander angeordneter und durch Nockenwelle betriebener Einzelstampfer besitzt.
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen
DEK131622D 1933-09-23 1933-09-23 Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von Flocken oder Mehlen aus oel- bzw. fetthaltigen Samen, insbesondere Sojabohnen Expired DE641007C (de)

Priority Applications (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DEK131622D DE641007C (de) 1933-09-23 1933-09-23 Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von Flocken oder Mehlen aus oel- bzw. fetthaltigen Samen, insbesondere Sojabohnen

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DEK131622D DE641007C (de) 1933-09-23 1933-09-23 Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von Flocken oder Mehlen aus oel- bzw. fetthaltigen Samen, insbesondere Sojabohnen

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE641007C true DE641007C (de) 1937-01-18

Family

ID=7247400

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DEK131622D Expired DE641007C (de) 1933-09-23 1933-09-23 Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von Flocken oder Mehlen aus oel- bzw. fetthaltigen Samen, insbesondere Sojabohnen

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE641007C (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE970264C (de) * 1940-10-20 1958-09-04 Dr Richard Hempel Verfahren zur Verarbeitung von Huelsenfruechten, Getreidearten und sonstigen Samen

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE970264C (de) * 1940-10-20 1958-09-04 Dr Richard Hempel Verfahren zur Verarbeitung von Huelsenfruechten, Getreidearten und sonstigen Samen

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE2609705B2 (de) Verfahren zum Entschleimen von Triglyceridölen
DE2641143A1 (de) Verfahren und vorrichtung zum gewinnen von oelen aus oelhaltigen rohstoffen
DE641007C (de) Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von Flocken oder Mehlen aus oel- bzw. fetthaltigen Samen, insbesondere Sojabohnen
DE820048C (de) Verfahren zur Gewinnung von pflanzlichen und anderen Fetten
DE641344C (de) Verfahren zur Herstellung von Flocken und Mehlen
DE2520012C3 (de) Verfahren zur Gewinnung einer loslichen Sojabohnenproteinfraktion
DE713621C (de) Verfahren zur Herstellung von Sojabohnenmehl
DE682912C (de) Verfahren zum Extrahieren von Stoffen aller Art, insbesondere von oel- oder fetthaltigen Stoffen
DE3023270C2 (de) Verfahren zum Behandeln von Sojabohnen für die Verwendung als Taubenfutter
DE936946C (de) Verfahren und Einrichtung zur Loesungsmittelextraktion fester Stoffe
DE975132C (de) Verfahren zur Herstellung von fettarmem Fischmehl aus Fettfischen
DE741873C (de) Verfahren zur Herstellung von Futtermitteln aus Rapssaat, aus deren Presskuchen oder ihrem Extraktionsschrot unter Entfernung des Senfoels
DE625981C (de) Verfahren zum Entwaessern stark wasserhaltiger oelenthaltender Stoffe, im besonderen Walfleisch
DE940620C (de) Verfahren zur Herstellung von Fischmehl
DE653629C (de) Verfahren zur Behandlung von Teeblaettern fuer die Extraktion
DE599639C (de) Verfahren zum Entwaessern von frischem Sojaschlamm
DE650844C (de) Verfahren zum Veredeln von Staerke
DE747449C (de) Verfahren zur Herstellung eines eiweissreichen Futtermittels aus Hautleimleder
DE111914C (de)
DE92533C (de)
AT146984B (de) Verfahren zur Veredelung von Sojabohnen und deren Abfall-Produkten bzw. Rückständen.
DE562918C (de) Verfahren zur Herstellung von Knochenleim
DE767379C (de) Verfahren zur Gewinnung von Vitaminpraeparaten
DE634043C (de) Verfahren zum Bleichen und Entsaeuern fettsaeurehaltiger OEle und Fette
DE976613C (de) Verfahren zur Entbitterung von Sojabohnen