DE640757C - Verfahren zum Zeichnen von Rindenkaese - Google Patents
Verfahren zum Zeichnen von RindenkaeseInfo
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- A—HUMAN NECESSITIES
- A01—AGRICULTURE; FORESTRY; ANIMAL HUSBANDRY; HUNTING; TRAPPING; FISHING
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- A01J27/00—After-treatment of cheese; Coating the cheese
- A01J27/005—Marking cheese
Landscapes
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Description
Die Erfindung- bezieht sich auf ein Verfahren zum Zeichnen von Rindenkäse.
Es ist bekannt, zum Zeichnen von Käse aus Kasein oder einem anderen Stoff hergestellte
Marken beim Pressen der frischen Käsemasse in diese einzudrücken, so daß die Marke, sich beim Reifen der Käse mit der
Käsemasse mehr oder weniger verbindet. Dieses bekannte Verfahren hat eine Reihe von
Nachteilen, die nur eine beschränkte Verwendung dieser Käsemarken zulassen. Um eine
' genügende Verbindung der Käsemarke mit dem Käse zu gewährleisten, ist es erforderlich,
die aufzubringende Marke mit einer großen Anzahl von Durchlochungen zu versehen,
damit* die Marke genügend fest mit der Käsemasse verbunden wird. Derartige Durchlochungen beeinträchtigen erheblich
das Bild der Käsemarke. Der Zeichner der Marke ist stark von den Durchlochungen abhängig
und kann nicht jede beliebige Zeichnung anbringen. Ferner findet keine glatte Verbindung der Marke aus Kasein o. dgl. mit
der Käsehaut statt, da die Marke aus Kasein oder anderem Stoff einen anderen Ausdehnungskoeffizienten
als die Käsehaut hat. Es bilden sich daher ,vielfach Risse oder Öffnungen
am Rande der Marke, die ein Eindringen von Schimmelpilzen oder Mikroben in das Innere des Käses ermöglichen. Terner ist
es nicht möglich, mit Kaseinmarken beliebig große Zeichnungen aufzubringen. Die Größe
der Kaseinmarken ist ziemlich beschränkt, man kann nur vergleichsweise kleine Kaseinmarken
benutzen. Auch ist man in der Auswahl der Farben beschränkt, und es ist z. B.
mit Schwierigkeiten verbunden, Zeichnungen mit Mehrfarbendruck aufzubringen. Schließlich
ist es zuweilen nicht erwünscht, schon die frische Käsemasse zu zeichnen, da man an
dieser noch nicht die Qualität des fertigen Käses beurteilen kann. Erst wenn der Käse
eine gewisse Reife erlangt hat, läßt sich praktisch die Qualität feststellen. Die Anbringung
der Kaseinmarken ist jedoch nur auf der frischen Käsemasse möglich.
Bei dem Verfahren gemäß der Erfindung wird zum Zeichnen von Rindenkäse ein mit
einer aus vorzugsweise in Wasser und in Fettsäure löslichem Farbstoff hergestellten Zeichnung
versehenes dünnes, poröses Blatt auf die Oberfläche des Käses, gegebenenfalls unter Anwendung eines Klebstoffs, geklebt.
Die Zeichnung befindet sich entweder auf der Blattunterseite, d. h. auf der mit der Käseoberfläche
in Berührung kommenden Seite, oder geht ganz oder teilweise an den die Darstellung
tragenden Stellen durch das Blatt hindurch, das also mit Farbstoff durchtränkt wird. . Die Darstellung kann auf das dünne,
poröse Blatt oder Blättchen mittels Ein- oder Mehrfarbendruck aufgetragen werden. Sie
kann aber auch nach irgendeinem anderen beliebigen Verfahren auf das Blatt aufgebracht
werden.
Durch die Erfindung ist es möglich, Käse aller Art und Krümmung sowohl mit rauher
als auch mit 'glatter Oberfläche mit einer ein-
wandfreien Zeichnung oder Darstellung zu versehen. Die Blätter selbst werden nach dem
Aufbringen auf die Käse vollkommen durch;**
sichtig und verschwinden praktisch optige&i;
und zwar in erster Linie dadurch, daß "~~ aus der Käsemasse durch das Blatt hi tritt. Wenn, gegebenenfalls zusätzlich, das
auf den Käse aufgebrachte Blatt mit einer Klebstofflösung, wie einer Lösung von Leim,
to Gelatine, Kaseinklebstoff o. dgl., bestrichen wird, so wird dadurch eine ähnliche Wirkung
erzielt. Dadurch, daß die Blätter ganz durchsichtig werden, tritt die Zeichnung auf dem
Käse in aller Schärfe hervor. Die Verwendung eines solchen Klebemittels ist aber nicht
unbedingt erforderlich, da in vielen Fällen bereits die z. B. in der Rinde eines in Reifung
befindlichen Käses befindlichen Stoffe (Kaseinverbindungen) genügen, um das Blatt vollkommen,
durchsichtig zu machen. In diesem Fall findet ebenso wie bei Anwendung eines Klebemittels eine sehr innige Verbindung
der einzelnen Teile oder Faserchen des dünnen Blattes mit der Käseoberfläche statt.
Zur Erreichung der beschriebenen Wirkung genügt schon ein beliebiger, ganz normaler
Aufdruck auf einem porösen, dünnen Blatt. Dafür kann man die verschiedenartigsten
Farbstoffe verwenden, die selbstverständlich nicht gesundheitsschädlich sein dürfen. Öfter
empfiehlt es sich aber, Farbstoffe zu nehmen, welche sich entweder in Wasser oder in Fettsäuren
(Fetten) oder in beiden lösen. Man kann gegebenenfalls auch ein Gemisch von Farbstoffen anwenden, in dem der eine
wasser-, der andere fettsäurelöslich ist. Derartige Farbstoffe werden durch das Wasser
bzw. das Fett des Käses gewissermaßen aus der (Zeichnung ausgelöst, so daß der Käse
schnellstens unaustilgbar angefärbt wird. Dadurch bleibt die Zeichnung gut sichtbar erhalten,
selbst wenn durch mechanische Beschädigung das dünne, poröse Blatt an der Oberfläche mehr oder weniger zerstört werden
sollte. Zu gleicher Zeit wird bei einer derartigen Ausführungsform gemäß der Erfindung
die Möglichkeit einer Auswechselung der einmal auf den Käse aufgebrachten Marke verhindert, so daß Fälschungen praktisch
ausgeschlossen sind.
Die Menge des für die Zeichnung und
Einfärbung der Käseoberfläche erforderlichen Farbstoffs läßt sich leicht durch entsprechende
Bemessung der auf das dünne, poröse Blatt aufzubringenden Farbmassen regeln.
Die Art und Weise, in der man das Zeichnen des Käses im einzelnen ausführt, ist am
besten entsprechend dem Zustand des Käses zu wählen; insbesondere spielt das Alter des
So Käses eine Rolle.
Frisch geformter Käse ist noch sehr weich und reich an Wasser, so daß sich leicht ein
Gegenstand einpressen läßt. Daher verwendet ι vorzugsweise zum Zeichnen dieses Käses
Blatt, auf das die Zeichnung in erhabener prm durch eingefärbte Harz- und'oder Ka-Xjijjjinteilchen
aufgetragen ist. So sind z. B. "'Kolophoniumteilchen sehr zweckmäßig. Man
erhält in dieser Weise eine rauhe Oberfläche der Zeichnung, wodurch eine gute Verankerung
der Zeichnung mit der Käsemasse herbeigeführt wird. Die erwähnten Teilchen klebt man als Körnchen auf der Oberfläche
der Blätter z. B. durch Anwärmen fest. Vorzugsweise bindet man die erforderlichen
Farbstoffe an die erwähnten Teilchen, d. h. man verwendet sie in eingefärbtem Zustand,
da sie dann die Farbstoffe besser festhalten und ein zu starkes Eindringen der Farbstoffe
in den weichen Käse verhindern. Zweck-' mäßig wird beim Zeichnen von frisch geformtem
Käse ein Blatt verwendet, bei dem die Darstellung von fixierter Farbe aufgetragen
ist, d. h. einer solchen Farbe, die sich möglichst wenig in Fettsäure oder Wasser löst.
Schon in der Reifung befindlicher Käse weist
eine ganz andersartige Beschaffenheit auf, insbesondere an der Außenseite, worauf es
hier ankommt. Da die Außenseite hier schon ziemlich geschlossen ist, kann man am besten go
eine Zeichnung verwenden, die freien Farbstoff zur Verfügung hat, und zwar solchen,
der in Fettsäure oder in Wasser oder in bei-" den Stoffen löslich ist. Es ist also zweckmäßig,
sich für diesen Fall bei der Herstellung der Zeichnung nicht mit einer Lösung des Farbstoffs in dem Druckfirnis zu begnügen,
sondern dem Firnis noch so viel Farbstoff zuzusetzen, daß über die gesättigte Lösung ein Überschuß an unfixiertem, also
noch lösbarem Farbstoff verbleibt.
Auch das Auftragen der, Zeichnung auf den Käse geschieht hier zweckmäßig anders als
bei frisch geformter Käsemasse. Es empfiehlt sich nämlich, die Rinde erst mit einem Klebemittel
zu bestreichen. Der Klebstoff soll vorzugsweise schnell trocknend sein und kann z. B. Kasein und eine Fettsäureemulsion enthalten.
Erst dann wird das Blatt aufgeklebt und vorzugsweise nochmals mit dem Klebemittel
bestrichen. Dadurch wird erreicht, daß das Blatt vollständig in eine durchsichtige
Schicht eingehüllt wird, wobei gleichzeitig das Papier durchsichtig wird. Es entsteht in
dieser Weise eine sehr homogene Verbindung, welche nie mit einem Etikett zu erreichen
wäre.
Unbedingt nötig ist die Verwendung eines Klebstoffs nicht; dann muß man aber die
Rinde des Käses vorher, z. B. mit warmem Wasser, reinigen und gegebenenfalls etwas
aufrauhen.
Es ist vielfach zweckmäßig, daß die Darstellung auf die mit der Käseoberfläche in
Berührung kommende Seite des dünnen, porösen Blattes aufgetragen ist. Hier liegt
ein grundsätzlicher Unterschied zu gewöhnlichen Papieretiketts vor. Jedenfalls soll der
Farbstoff in unmittelbare Berührung mit dem Käse treten, was auch bei Durchtränkung des
Blattes mit Farbstoff eintritt, was aber ebenfalls nicht bei gewöhnlichen Etiketts erreicht
wird, bei denen das Papier gerade eine Zwischenschicht zwischen Farbstoff und Käse
bildet.
Die dünnen, porösen Blättchen aus z. B.
Seidenpapier können, bevor die Zeichnung aufgebracht wird, mit Fett oder öl getränkt
werden. .Zu diesem Zweck können sie z. B. mit einer Lösung von Wollfett oder Lanolin
in Benzin behandelt werden. Eine derartige Tränkungsbehandlung erhöht, wie gefunden
wurde, die Haftfähigkeit des dünnen, porösen Blattes an der Käseoberfläche, was wahrscheinlich
darauf zurückzuführen ist, daß die Fasern fettig Werden und dadurch eine erhöhte
Affinität zu der Käsemasse zeigen. Die Tränkungsbehandlung soll selbstverständlich
so sein, daß nur die Fasern fettig werden, aber nicht etwa untereinander durch das Fett
verbunden werden. Es sind daher im allgemeinen stark verdünnte Lösungen erforderlich.
Jedenfalls soll darauf geachtet werden, daß die Porosität beibehalten bleibt. In ähnlicher
Weise kann gegebenenfalls auch das Material für die dünnen, porösen Blätter vor seiner Fertigstellung, d. h. z. B. die Papiermasse
mit Fett oder öl oder einer. Lösung dieser ,Stoffe behandelt werden.
Die fertigen Käse können in bekannter Weise mit einem Paräffinüberzug oder einem
sonstigen Schutzüberzug versehen werden. Es findet dadurch keine Beeinträchtigung des
aufgebrachten Zeichens statt.
Dem bekannten Zeichnen von Käse durch einfaches Aufkleben .eines Papieretiketts bzw.
durch Aufstempeln eines Zeichens ist das Verfahren gemäß der Erfindung weit überlegen.
Bei dem nach dem Verfahren gemäß der Erfindung gezeichneten Käse kommt praktisch kein Ablösen der aufgebrachten
Marke in Fx-age, da sich das dünne Blatt sehr fest mit der Käsehaut verbindet. Auch ist ein
Auswechseln der Zeichen, mit denen einmal die Käse versehen sind, insbesondere dann"
nicht möglich, wenn eine örtliche Anfärbung der Käsehaut mit der auf dem dünnen, porösen
Blatt befindlichen Zeichnung stattfindet.
Bei dem Zeichnen von Käse mittels eines Stempels kann man keine genau bestimmte
Farbstoffmenge auf die Käseoberfläche aufbringen. Ferner ist es nicht möglich, eine
scharfe und genaue Zeichnung zu erhalten, da die Käseoberfläche stets verhältnismäßig ungleichmäßig
ist. Demgegenüber gibt das Verfahren gemäß der Erfindung die Möglichkeit, selbst feine und große Zeichnungen scharf auf
der Käseoberfläche auch an ihren Rundungen zu erhalten.
Durch die Verwendung eines porösen Stoffes für die Blätter ist im. übrigen die
Möglichkeit geschaffen, daß bei der Reifung des Käses entstehendes Gas frei austreten
kann, so daß die übliche Reifung des Käses in keiner Weise nachteilig beeinflußt wird.
Man kann daher die Blätter zu jeder gewünschten Zeit auf den Käse aufbringen.
Wenn sie auf frisch geformte Käse aufgebracht werden, so werden auch die Molken
durch das poröse Material beim Pressen hindurchtreten, was z. B. bei Papieretiketten
nicht möglich ist, die von der Käserinde abgehoben werden könnten und daher nicht
haften würden. Nicht präpariertes Papier würde außerdem fortgeschwemmt werden, wenn die Käse in das Solebad eingetaucht
werden. Für die Blätter kann jedes beliebige poröse, faserige oder nicht faserige Material
benutzt werden, daß bei hoher Feinheit eine genügende Festigkeit besitzt und als Träger
für- die obengenannten Farbstoffe geeignet ist, und zwar eines solchen Trägers, der nach
dem| Aufbringen optisch praktisch verschwindet und so beschaffen ist und so gut haftet,
daß er nie mehr im ganzen entfernt werden kann.
Claims (6)
1. Verfahren zum Zeichnen von Rindenkäse, dadurch gekennzeichnet, daß ein
mit einer aus vorzugsweise in Wasser und in Fettsäure löslichem Farbstoff hergestellten
Zeichnung versehenes dünnes, poröses Blatt auf die Oberfläche des Käses, gegebenenfalls unter Anwendung eines
Klebstoffs, geklebt wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß zum Zeichnen von
frisch geformter Käsemasse ein poröses Blatt verwendet wird, auf das die Zeichnung
in erhabener Form durch eingefärbte Harz- und/oder Kaseinteilchen aufgetragen ist.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß das· Blatt vor
Aufbringung der Zeichnung mit Fett oder Öl, z. B. mit einer Lösung von Wollfett
in Benzin, derart getränkt wird, daß seine Porosität beibehalten wird.
4. Blatt zum Zeichnen von Käse, ins'-besondere von frisch geformter Käse- iao
masse, dadurch gekennzeichnet, daß es aus dünnem, porösem Stoff, wie Seidenpapier,
besteht, auf dem eine Zeichnung aus einer Mischung von Farbstoff und einem eine
erhabene Form ergebenden Material, wie eingefärbten Harz- und/oder Kaseinteilchen,
aufgetragen ist.
5. Blatt zum Zeichnen von Käse zur Ausführung des Verfahrens nach einem
der Ansprüche 1 bis 3 oder nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß das
Blatt aus dünnem, porösem Stoff, wie Seidenpapier, vor Aufbringen der Zeichnung
mit Fett oder öl, gegebenenfalls in Lösung, z. B. mit Wollfett in Benzin, getränkt
worden ist.
6. Blatt zum Zeichnen von Käse zur Ausführung des Verfahrens nach einem
der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß es aus dünnem, porösem
Stoff, wie Seidenpapier, besteht, auf dem eine aus vorzugsweise in Wasser und in
Fettsäure löslichem Farbstoff hergestellte Zeichnung derart aufgetragen ist, daß die
Bildseite des Blattes auf der Käseoberfläche zu liegen kommt.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEW96436D DE640757C (de) | 1935-04-27 | 1935-04-27 | Verfahren zum Zeichnen von Rindenkaese |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEW96436D DE640757C (de) | 1935-04-27 | 1935-04-27 | Verfahren zum Zeichnen von Rindenkaese |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE640757C true DE640757C (de) | 1937-01-12 |
Family
ID=7614545
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEW96436D Expired DE640757C (de) | 1935-04-27 | 1935-04-27 | Verfahren zum Zeichnen von Rindenkaese |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE640757C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| EP0329250A1 (de) * | 1988-02-16 | 1989-08-23 | Tekon Holding B.V. | Verfahren zum Befestigen einer Banderole am Umfang eines Käses |
-
1935
- 1935-04-27 DE DEW96436D patent/DE640757C/de not_active Expired
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| EP0329250A1 (de) * | 1988-02-16 | 1989-08-23 | Tekon Holding B.V. | Verfahren zum Befestigen einer Banderole am Umfang eines Käses |
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