DE640370C - Verfahren zur Herstellung von Stickstoff und Magnesium- oder Calciumcarbonat enthaltenden Duengemitteln - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Stickstoff und Magnesium- oder Calciumcarbonat enthaltenden Duengemitteln

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DE640370C
DE640370C DEK130003D DEK0130003D DE640370C DE 640370 C DE640370 C DE 640370C DE K130003 D DEK130003 D DE K130003D DE K0130003 D DEK0130003 D DE K0130003D DE 640370 C DE640370 C DE 640370C
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C05FERTILISERS; MANUFACTURE THEREOF
    • C05CNITROGENOUS FERTILISERS
    • C05C3/00Fertilisers containing other salts of ammonia or ammonia itself, e.g. gas liquor

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Fertilizers (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung von Stickstoff und Magnesium- oder Calciumcarbonat enthaltenden Düngemitteln Ältere Untersuchungen des Erfinders haben Verfahren zum Gegenstand, nach welchen man aus Magnesiumsalze enthaltenden Kalisalzen sowie aus einfachen Magnesium-'und Calciums.alzen dadurch Stickstoff und Magnesiumcärbonat oder Calciumcarbo:nat enthaltende Düngemittel herstellt, daß man' diese Salze in festem Zustande ohne vorherige Auflösung in Wasser mit Ammoniak und Kohlendioxyd im Überschuß behandelt, darauf das bei dieser Behandlung, im Überschuß aufgenommene Ammoniumcarbonat aus den Reaktionsprodukten durch längeres Liegenlas:sen an der Luft in dünner Schicht odar'durch Erhitzen oder Behandeln mit einem erhitzten Gasstrom austreibt und sie noch gegebenenfalls streufähig macht.
  • Während nun der Erfinder diese Behandlung der Salze mit Ammoniak und Kohlendioxyd so vornahm, daß er die Gase über die ruhenden Salze hinwegleitete, oder auch so, daß er die Gase mit den Salzen unter gleichzeitiger Bewegung durch eine Rührvorrichtung zur Reaktion brachte, stellte sich bei der Fortsetzung seiner Versuche heraus, daß es besonders vorteilhaft ist, die Gase -mit oder ohne gleichzeitige Bewegung. der Salze - in einem geschlossenen Gefäß auf die Salze zur Einwirkung zu bringen und dabei gegebenenfalls die Reaktion zwischen den Gasen und den Salzen noch unter erhöhtem Druck durchzuführen, Man verfährt gemäß der vorliegenden Erfindung also z. B. so, daß man das zu behandelnde Salz in eine Trommel bringt, die axial t.ngeordnetie Eintrittsöffnungen für die Gase besitzt. Man verdrängt dann die Luft aus der Trommel durch das Gasgemisch und läßt nun in dem geschlossenen Gefäß, gegebenenfalls unter Überdruck und unter Bewegung des Salzes, durch eine in der Trommel angebrachte Rühfvorrichtung dass Gasgemisch auf das Salz einwirken.
  • Bei dieser Art der Durchführung der Behandlung der Salze .mit Ammoniak- und Kohlendioxydgasen verbleibt das gesamte Ammoniumcarbonat, das sich durch die Reaktion der Gase mit dem Kristallwasser der Salze oder mit dem zur Durchfeuchtung der Gase benutzten Wasser bildet, im Reaktionsraum, während es beim Überleiten oder Durchleiten der Gase durch oder über die Salze zum guten Teil aus dem Reaktid:nsraum hinausgeführt wird. Es geht dabei also die Umwandlung der Magnesium- oder Calciumsalze in Gegenwart eines besonders großen Überschusses an Ainmoniumcarbonat vor sich, wodurch eine wesentliche Verkürzung der Reaktionszeit erzielt wird. Ein weiterer wichtiger Vorteil der Behandlung der Salze, mit Ammoniak und Kohlendioxyd in geschlossenen Gefäßen ergibt sich dadurch, daß das lästige Umleiten der unverbrauchten Gase -wegfällt, was seinerseits wieder eine sparsamere Verwendung der Gase ermöglicht und eine genauere Dosierung der Gase gestattet. In den anfallenden Reaktionsprodukten ist allerdings zunächst stets noch einbesonders großer Überschuß an Ammoniuiii-#.#,. carbonat vorhanden, der dazu führt, das;.' ihnen große Mengen von Ammoniak entströR men. Um praktisch verwendbare Düngemittel aus den Reaktionsprodukten zu machen, müssen sie daher noch von diesem Überschuß an Ammoniumcarbonat befreit werden. Das geschieht entweder dadurch, daß man sie längere Zeit hindurch in dünner Schicht ausgebreitet an der Luft liegenläßt oder so, daß man sie erhitzt oder mit einem erhitzten Gasstrom behandelt. Erst nach dieser Austreibung des überschüssigen Ammoniaks können die Reaktionsprodukte als Düngemittel Verwendung finden.
  • Ausführungsbeispiel i ioo g Carnallit werden in etwa i cm hoher Schicht in einem einseitig geschlossenen Glasrohr, das von einem drucksicheren Mantel umgeben ist und das durch druckfeste Leitungen mit den das Ammoniak und das Kohlendioxyd enthaltenden Stahlflaschen verbunden ist, bei 2 at Überdruck der Behandlung mit diesen Gasen unterworfen. Nach 2stündiger Behandlung ist eine Gewichtszunahme von 68,4 g zu beobachten, und das gewonnene Produkt enthält nach der vollständigen Vertreibung des überschüssig .aufgenommenen Am:moniumcarbonats N H,-N und 15,1()1()C O,.
  • Führt man den Versuch ohne Anwendung von Überdruck durch, so beträgt die Gewichtszunahme nur 52,3 g, und das vom überschüssigen Ammoniumcarbonat befreite Salz enthält nur 9,4'1, N Hs-N und 14,4'/, C 02.
  • Beim Arbeiten in einem beiderseits offenen Glasrohr und in strömendem Gas schließlich erhöht sich das Gewicht in 2 Stunden nur um 45,3 g, und das Endprodukt enthält nur 8,7 ()f() N H,- N und 13,4 ()/()C 02.
  • Ausführungsbeispiel e 5oo g Carnallit werden in einem geschlossenen, mit Rührwerk versehenen Gefäß, das durch druckfeste Leitungen mit den das Ammoniak und das Kohlendioxyd enthaltenden Stahlflaschen verbunden ist, mit den Gasen unter einem Druck von 2 Atmosphären behandelt. Nach 3 Stunden wird das Reaktionsprodukt aus dem Gefäß entnommen. Die Ausbeute beträgt 850g. Das fast trockene Reaktionsprodukt riecht intensiv nach Ammoniak. Auch nach einem 16stündigen Ausbreiten in dünner Schicht an der Luft enthält es noch einen beträchtlichen Cberschuß an Ammoniumcarbonat, wie aus der Analyse hervorgeht. Der Gehalt an Stickstoff und an Kohlendioxyd beträgt nämlich 12,9°j() rä.;Hs-N, 26,o ()/()C 02.
  • ty'_@1us dem Gehalt an Kohlendioxyd berechsich ein Gehalt an Magnesiumcarbonat n 49,6 ()(),während ein vollkommen umgewandelter reiner Carnallit nur 31,8 ()1() daran enthalten kann. Diese Unstimmigkeit wird bedingt durch das überschüssig vorhandene Ammoniumcarbonat. Durch Erhitzen des Reaktionsproduktes während 16 Stunden auf 1o5° wird dieser Überschuß an Ammoniumcarbonat vertrieben. Es enthält danach das Reaktionsprodukt 10,3 %N H,- N, 15,6 ()1() C 02, 29,7 ()/() Mg C 03. Das Endprodukt stellt somit einen so gut wie quantitativ umgewandelten Carnallit dar.
  • Behandelt man den Carnallit unter sonst gleichen Umständen in einem mit Rührwerk versehenen Gefäß 4 Stunden lang mit den strömenden Gasen, so erhält man nur 76o g eines Roherzeugnisses, welches nach Vertreibung des überschüssigenAmmoniumcarbonats ein Düngesalz mit 9,9 11, N H3 N und 15,229, C O# liefert. Man erhält also trotz längerer Behandlung nur einen geringeren Umsatz.
  • In gleicher Weise wie Carnallit können auch andere Magnesiumsalze enthaltende Kalisalze oder Kalisalzgemische in geschlossenem Gefäß mit Ammoniak und Kohlendioxyd unter Druck in entsprechende Gemische umgewandelt werden.
  • Auch auf die Behandlung anderer Salze, wie einfacher Magnesiumsalze, z. B. Magnesiumchlorid und Magnesiumsulfat (Kieserit), oder einfacher Calciumsalze, wie Calciumchlorid, Calciumnitrat und Calciumsulfat, mit Ammoniak und Kohlendioxyd läßt sich das beschriebene Verfahren in Anwendung bringen. Auch Mischungen der verschiedenen für sich umsetzbaren Salze lassen sich nach dem Verfahren behandeln. Das aus den Salzen oder Salzgemischen ausgetriebene überschüssige Ammoniumcarbonat wird natürlich wieder in den Betrieb zurückgeführt. Dazu kann man es entweder in gasförmigem Zustande auf frische Salze zur Einwirkung bringen oder nach seiner Verdichtung in fester Form mit den Salzen vermahlen.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung von Stickstoff und Magnesium- oder Calciumcarbonat enthaltenden Düngemitteln aus Magnesiumsalze enthaltenden Kalisalzen oder aus einfachen Magnesium- oder Calciumsalzen durch Behandlung mit Ammoniak-und Kohlendioxydgasen im Überschuß und Befreiung der Reaktionsprodukte vondem dabei überschüssig aufgenommenen Ammoniumcarbonat durch längeres Liegen an der Luft in dünner Schicht oder durch Erhitzen oder durch Behandeln mit einem erhitzten Gasstrom sowie überfüh. rung derselben in den streufähigen ;u`=' stand, dadurch gekennzeichnet, daB die genannten Gase auf die in geschlossenen Gefäßen befindlichen Salze, gegebenenfalls unter Anwendung von Druck und unter Bewegung der Salze, zur Einwirkung gebracht werden.
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