DE618644C - Verfahren zur Herstellung von Magnesiumcarbonat enthaltenden Stickstoffduengemitteln - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Magnesiumcarbonat enthaltenden Stickstoffduengemitteln

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DE618644C
DE618644C DEK128396D DEK0128396D DE618644C DE 618644 C DE618644 C DE 618644C DE K128396 D DEK128396 D DE K128396D DE K0128396 D DEK0128396 D DE K0128396D DE 618644 C DE618644 C DE 618644C
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C05FERTILISERS; MANUFACTURE THEREOF
    • C05CNITROGENOUS FERTILISERS
    • C05C3/00Fertilisers containing other salts of ammonia or ammonia itself, e.g. gas liquor

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Fertilizers (AREA)

Description

  • 'Verfahren zur Herstellung von 1V(agnesiumcärbonat enthaltenden Stickstoffdüngemitteln Gegenstand des Hauptpatents 586 5z9 ist ein Verfahren zur Herstellung von Kali und Stickstoff enthaltenden Düngemitteln aus Magnesiumsalze enthaltenden Kalisalzen und Kalisalzgemischen,bei dem diese Salze in festem Zustande mit Ammoniak -und Kohlendioxyd im Überschuß behandelt werden, worauf das. dabei überschüssig von den Salzen aufgenommene Ammoniak oder Ammoniumcarbanat zur Verdunstung gebracht und das Reaktionsprodukt gegebenenfalls streufähig gemacht wird.
  • Der Erfinder fand nun, daß gemäß der vorliegenden weiteren Ausbildung des Ver-MgClz#6H20+2NH3+COz=2NH@C1+MgC03+5Hz0 Mg S 04 # 7H2.0 + .2 N H3 -J- C 02 - (N H4)2 S 0¢ + M9C03 + 6H2 0 . Es beteiligt. sich bei dieser Art der Umsetzung also das Kristallwasser - der Salze, und 'entsprechend .dem- Fortschreiten der Umwandlung in das Carbonat und das Ammoniumsalz kommt, ohne daB eine Verflüssigung der Masse eintritt, das -Kristallwasser zur Verdunstung, so daß am Schluß der Umwandlung ein fast trockenes Gemisch von Ammoniumsalz und Magnesiumcarbonat erhalten wird. fahrens der Ansprüche r und a des Hauptpatents auch einfache Magnesiumsalze, sofern sie einen Kristallwassergehalt aufweisen, verarbeitet werden können; man erhält auf diese Weise gut wirksame, hochwertige Magnesiumcarbonat enthaltende Stickstoffdüngemittel, die den Boden nicht versauern und den Pflanzen das sehr wichtige Magnesium in besonders geeigneter Form zuführen. Es gelingt nach dem. vorliegenden Verfahren, _ diese sonst für Düngezwecke allein kaum verwendbaren Magnesiumsalze im Sinne der folgenden Gleichungen zur Umsetzung zu bringen: -Die Umwandlung der festen Magnesiumsalze im Sinne der obigen Gleichungen geht ebenso wie die Umwandlung der nach dem Hauptpatent zu verarbeitenden Salze nur dann restlos vor sich, wenn man die Salze mit dem Ammoniak und der Kohlensäure oder mit den diese Stoffe enthaltenden Gasgemischen längere Zeit im t`Tberschuß behandelt, also viel mehr Ammoniak und Kohlendioxyd mit den Salzen in Berührung bringt, als sie bei dem ziemlich langsamen Verlauf der Reaktion-zu binden vermögen. Man erreicht durch diese Überschußbehand-Jung, daß -die Reaktionsprodukte selbst Ammoniak oder Ammoniumcarbonat im Überschuß aufnehmen und nach dem Ausbringen aus dem Reaktionsraum so stark nach Ammoniak riechen, daß ihre praktische Verwendung als Düngemittel in dieser Form ganz unmöglich ist. Um diese zunächst überammonsierten Produkte in streufähige Düngemittel zu überführen, muß man sie entweder an der Luft in dünner Schicht -ausgebreitet längere Zeit liegenlassen, oder man müß das überschüssig aufgenommene Ammoniak oder Ammoncarbonat durch Erhitzen oder Behandlung mit einem erwärmten Gasstrom austreiben. Man erhält dabei Produkte, die Gehalte an Ammoniakstickstoff aufweisen, die dem theoretisch möglichen Gehalt weitgehend entsprechen.
  • Das vorliegende Verfahren. gestattet eine wirtschaftliche Verarbeitung von fast wertlosen, oft lästigen und als Düngemittel für sich kaum brauchbaren Nebenprodukten der Kaliindustrie, z. B. der in den Endlaugen der Kalisalzgewinnung vorliegenden Magnesiumsalze, auf wertvolle - trockene -Mischdünger, in welchen die Magnesiumsalze vollständig in ein Gemisch aus Ammonsalz und Magnesiumcarbonat übergeführt sind.
  • Gegenstand eines älteren Vorschlages des Erfinders ist, die Behandlung von Magnesiumsalzen und Calciumsalzen mit -Ammoniak und. Kohlendioxyd in geheizten Reaktionsräumen vorzunehr%en. - Gegenstand der vorliegenden Erfindung- ist dagegen die Behandlung von kristallwasserhaltigen Magnesiumsalzen mit Ammoniak und Kohlendioxyd im Überschüß nach dem Verfahren des Patents 58.6 519. Die Behandlung mit Ammoniak und Kohlendioxyd in geheizten Reaktionsräumen wird hier nicht beansprucht, desgleichen nicht die Umwandlung von Magnesiumsalzen mit . Ammoniak und Kohlendioxyd unter Zusatz won - kleinen, zur schwachen Durchfeuchtüng ausreichenden Wassermengen. Die vorliegende Erfindung beruht vielmehr auf der Erkenntnis, daß der Kristallwassergehalt der Magnesiumsalze ausreicht, um. eine weitgehende Umwandlung in ein Magnesiumcarbonat-Ammonsalz-Gemisch zu bewirken.
  • Ausführungsbeispiele i. ioo g fein gemahlenes kristallisiertes Magnesiumchlorid (Mg C12 # 6H2 O) werden in festem Zustande ohne Wasserzusaiz in einem Glasrohr in i bis a cm dicker Schicht mit Ammoniak und Kohlendioxyd behandelt, die aus Bomben entnommen und zur Kontrolle der Strömungsgeschwindigkeit durch mit Wasser beschickte Waschflaschen geleitet werden. Unter gelegentlichem Umrühren wird die Behandlung des Salzes mit Ammoniak und Kohlendioxyd so lange fortgeführt, bis die aus dem Rohr entnommene, fast trockene Reaktionsmasse stark nach Ammoniak riecht. Das überschüssig aufgenommene Ammoniak oder Ammoncarbonat wird durch Ausbreiten des Salzes an der Luft während 48 Stunden zur Verdunstung gebracht. Das dann noch kaum merkbar nach `Ammoniak riechende Reaktionsprodukt wird dann auf seinen Gehalt an Ammoniakstickstoff untersucht. Es enthält daran 14,7 °/o, während der theoretische Gehalt 14,6 °/n ausmacht.
  • 2. ioo g .fein gemahlene kristallisierte schwefelsaure Magnesia Mg S 04 # 7H,0 werden in. gleicher Weise wie im Beispiel i mit Ammoniak und Kohlendioxyd im Überschuß behandelt. Das stark nach Ammoniak riechende Produkt wird zur Verdunstung des überschüssig aufgenommenen Ammoniaks 48 Stunden an der Luft ausgebreitet und darauf untersucht: Der Gehalt an Ammoniakstickstoff beträgt 12,1 % und erreicht damit also fast den theoretischen Gehalt von 1a,9 °/o.
  • . Statt daß man das überschüssig aufgenommene Ammoniak oder Ammoncarbonat aus dem Reaktionsprodukt durch Ausbreiten an der Luft entfernt, kann man es durch Erhitzen des Reaktionsproduktes auf Temperaturen bis ioo° oder durch Behandlung des Reaktionsproduktes mit einem heißen Luft- oder sonstigen Gasstrom austreiben. Man führt es dann natürlich wieder zu erneuter Verwendung in den Betrieb zurück. Ebenso wird das überschüssig über die Salze geleitete Gasgemisch wieder in den Betrieb zurückgenommen und wiederverwendet.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Herstellung von Magnesiumcarbonat enthaltenden Stickstoffdüngemitteln, weitere Ausbildung- des nach Patent 5865r9 (Ansprüche i und 2) geschützten Verfahrens, dadurch gekennzeichnet, daß an Stelle der Magnesiumsalze enthaltenden Kalisalze einfache Magnesiumsalze mit Kristallwassergehalt als Ausgangsstoffe verwendet werden.
DEK128396D 1932-12-29 1932-12-29 Verfahren zur Herstellung von Magnesiumcarbonat enthaltenden Stickstoffduengemitteln Expired DE618644C (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE920793C (de) * 1949-05-12 1954-11-29 Gewerk Victor Chem Werke Verfahren zur Herstellung von Stickstoffduengemitteln aus Kieserit

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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DE920793C (de) * 1949-05-12 1954-11-29 Gewerk Victor Chem Werke Verfahren zur Herstellung von Stickstoffduengemitteln aus Kieserit

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