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Einrichtung zum Erlernen der Buchführung Die vorliegende Erfindung
bezieht sich auf eine Einrichtung, die zum Erlernen der Buchführung dienen soll.
Ihr Zweck ist, dem Schüler die Kontenvorgänge bei der doppelten Buchführung sichtbar
zu machen und auf einfache Weise die getrennten Vorgänge auf den einzelnen Konten
und die gesamten Vortänge dieser zu registrieren.
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Wie schon zur Lösung von algebraischen Gleichungen vorgeschlagen,
besitzt die Einrichtung nach der Erfindung eine Mehrzahl an einem gemeinsamen Träger
angeordneter, je mit einer Anzeigevorrichtung zusammenwirkender Waagebalken und
ist dadurch gekennzeichnet, daß jeder der Waagebalken mit einer Feder verbunden
ist, die bestrebt ist, ihn in die Mittellage zu bringen, und däß an jedem Waagebalken
Übertragungsglieder, z. B. Sperrklinken, vorgesehen sind, die auf beiderseits der
Mittellinie der Einrichtung lotrecht längs einer Teilung verschiebbar angeordnete,
durch Gegengewichte im Gleichgewicht gehaltene Zahnstangen in der Weise einwirken,
daß das Auflegen einer Gewichtseinheit auf eine der Waagschalen jeweils das Weiterschalten
der zugehörigen Zahnstange um einen Zahn zur Folge hat.
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Zur Betwirkung des @ Gleichgewichtes der Zahnstange und um die Bewegung
der Zahnstange um jeweils nur einen Zahn zu gewährleisten, ist nach der Erfindung
am unteren Teil der Einrichtung ,ein zur Führung dienender Querbalken angebracht,
der zwei Wellen trägt, auf deren jeder eine Kabelrolle und ein Sperrad angeordnet
ist, mit dem .eine Sperrklinke und ein Bremsklotz zur Regelung der Abwärtsbewegung
der Zahnstange zusammenwirken.
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Die Zeichnungen zeigen ein Ausführungsbeispiel der Einrichtung nach
der Erfindung, und zwar zeigt Fig. i eine Ansicht der Einrichtung, Fig.2 die W.#agebalken
in ihrem Zusammenwirken mit den Zahnstangen in vergrößertem Maßstab, Fig. 3 einen
Schnitt nach der Linie III-III der Fig. 2 und Fig. q. eine Einzelheit der Einrichtung.
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In den Abbildungen ist i der Fuß oder die Grundplatte der Einrichtung
mit zwei Stützplatten 2, auf welchen zwei Tragleisten 3 und ¢ im Abstand voneinander-
angeordnet sind; zwischen den Leisten befinden sich die Achsen 5 der Waagebalken
6. Diese Achsen tragen u. a. Zeiger 8, die mit Skalen 9, die auf den Tragleisten
befestigt sind, zusammenwirken.
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Jeder Waagebalken 6 trägt zwei um Achsen i o drehbare Sperrklinken
i i, die an lotrecht verschiebbaren Zahnstangen 12, 13 angreifen. In Verbindung
mit jeder Sperrklinke i i steht ein Hebelarm 14. mit einem als Gegengewicht dienenden
Knopf 15, der die Klinke i i an die
Verzahnung drückt. Wenn die
einzelnen Waagebalken. waagerecht liegen, stehen . die Sperrklinken außer Eingriff
mit den Zahnstangen und befinden sich in einer Stellung; in der sie sich gegen Federn
16, die an dr Waagebalken angebracht sind, stützen.
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Jeder Waagebalken steht mit einer Blatt= feder 17 in kraftschlüssiger
Verbindung, die bestrebt ist, den Waagebalken in der Mittellage zu halten. Die Blattfeder
ist an ihrem freien Ende zwischen zwei Stiften 18, die in den Tragleisten
3 und q. befestigt sind, gehalten..
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Nach unten hin trägt jeder Waagebalken einen Ansatz 19 mit
einer Lasche 2o. Durch die Lasche ist ein mit Gewinde versehener Stift
2I gesteckt, an dem eine Feder 22 befestigt ist, die mit ihrem anderen Ende
mittels eines Winkelstückes 23 an der Tragleiste 3, q. befestigt ist. Die Spannung
dieser Feder wird durch Schraubenmuttern 24. geregelt.
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Die Zahnstangen sind bei ihrer Aufwärtsbewegung durch zwei Querbalken
25 und 30 geführt. Auf diesen Querbalken sind Führungsrollen 26 angebracht, die
in Rinnen 27 der Zahnstangen eingreifen. Die Querbalken 25 tragen Skalen 28, längs
deren Zeiger 29 laufen, die an den Zahnstangen angebracht sind.
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Ein Querbalken 30, der ebenfalls mit Führungsrollen 26 versehen ist,
trägt zwei Achsen 3I, auf denen Kabelrollen 32 und Sperräder 33 Sitzen. Mit den
Sperrädern 33 wirken mit Bremsklötzen 35 versehene Sperrklinken 34 zusammen. Die
Zahnstangen 12, 13 sind mittels über die Rollen 32 geführter Kabel 36 mit
Gegengewichten 37 verbunden. Wird beirn Gebrauch der Einrichtung z. B. eine Gewichtseinheit,
z. B. 200 g, auf eine Waagschale aufgelegt, so bewirkt dieses Gewicht einen kleinen
Ausschlag des Waagebalkens, z. B. um 2°. Jede weitere Gewichtseinheit bewirkt bis
zu einer durch die Grenzlage der Waagebalken bestimmten Höchstzahl den gleichen
Ausschlag, so daß die Größe des Ausschlages der Anzahl der aufgelegten Gewichte
entspricht. Ebenso bewegt sich der Waagebalken wieder nach der entgegengesetzten
Richtung, wenn auf die gegenüberliegende Waagschale entsprechende Gewichte aufgelegt
werden. Die Federn 17 und 22 sind in ihrer Spannung so bemessen, daß jeder
Gewichtseinheit ein ganz bestimmter Ausschlag des Waagebalkens, z. B. 2°, :entspricht.
Bei dieser Schwingbewegung wird die Klinke i i mitgenommen, die ihrerseits die Zahnstangen
12, 13 auf der Seite, auf der der Ausschlag stattfindet, bewegt, z. B. um
6 mm für jeden Ausschlag.
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Wie die Abbildungen erkennexi lassen, ist die Lage von zwei aufeinanderfolgenden
Waagebalken so gewählt, daß der eine nahe der Tragleiste 3, der andere nahe der
Tragleiste q. angeordnet ist.
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Einrichtung nach der Erfindung kann #M-Ui:- in folgender Weise verwendet
werden: io Gewichte, die nacheinander auf eine bestimmte Waagschale gelegt worden
sind, bewirken, daß sich der zugehörige Zeiger 8 auf der Skala 9 von Punkt i nach
Punkt i o bewegt. Gleichzeitig bewegt sich nacheinander der Zeiger 29 auf der Skala
28 der gleichen Seite von Punkt i auf Punkt io.
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2. Wenn auf jede Waagschale derselben Seite; z. B. links, ein Gewicht
gelegt wird, so machen alle Zeiger 8 eine Bewegung um einen Teilstrich nach dieser
Seite, wobei gleichzeitig der Zeiger 29a sich von Punkt i auf Punkt 12 bewegt, wenn
zwölf Waagebalken vorhanden sind. Der Zeiger 29b wird ;dabei nicht beeinflußt. -3.
Wenn sich die Einrichtung in der eben beschriebenen Lage befindet; und man legt
ein Gewicht auf jede der gegenüberliegenden Waagschalen, also in diesem Fall auf
die rechten, so werden .die Zeiger 8 wieder auf Null zurückkehren, und der Zeiger
29b wird gleichzeitig vom Punkt i auf Punkt 12 rükken, ohne den Zeiger 29a zu beeinflussen.
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Wenn .die Rechenoperationen richtig durchgeführt sind, so werden die
auf den Skalen 28 angezeigten Bewegungen gleich sein.
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Wie sich leicht erkennen läßt, ermöglicht es die Einrichtung nach
der Erfindung, die Rechnungsvorgänge beispielsweise in der doppelten Buchführung
sichtbar und "verständlich zu machen. Die Belehrung läßt sich durch die Ausbildung
der Einrichtung selbst noch trweitern, indem die Gewichte geeignete Formen und verschiedene
Farben erhalten.