DE63570C - Häkelmaschin» für Zierfadenposamente - Google Patents

Häkelmaschin» für Zierfadenposamente

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DE63570C
DE63570C DENDAT63570D DE63570DA DE63570C DE 63570 C DE63570 C DE 63570C DE NDAT63570 D DENDAT63570 D DE NDAT63570D DE 63570D A DE63570D A DE 63570DA DE 63570 C DE63570 C DE 63570C
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DE
Germany
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needles
needle
decorative
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pattern
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Expired - Lifetime
Application number
DENDAT63570D
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English (en)
Original Assignee
SANDER & GRAFF in Chemnitz, Turnstrafse 35
Publication of DE63570C publication Critical patent/DE63570C/de
Anticipated expiration legal-status Critical
Expired - Lifetime legal-status Critical Current

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    • DTEXTILES; PAPER
    • D04BRAIDING; LACE-MAKING; KNITTING; TRIMMINGS; NON-WOVEN FABRICS
    • D04BKNITTING
    • D04B33/00Crocheting tools or apparatus

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Decoration Of Textiles (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Die durch Patent No. 53480 geschützte Häkelmaschine für Zierfadenposamente — bei welchen immer nur diejenigen Nadeln zur Bildung von Maschenstäbchen gelangen, deren Bahn die Zierfäden beim Einlegen kreuzen, demnach nicht nothwendig alle Nadeln gleichzeitig arbeiten — soll durch vorliegende Erfindung, welche mit der Jacquard-Vorrichtung des Patentes No. 53480 in Verbindung gebracht ist, in der Mannigfaltigkeit der Mustererzeugung bedeutend leistungsfähiger gemacht werden.
Bei der in Patentschrift No. 53480 beschriebenen Maschine wird ein Schieber, an welchem ein Trichter sitzt, durch '. den der Zierfaden geleitet wird, in der Weise bewegt, dafs derselbe den Trichter mit dem Zierfaden unterhalb der Nadeln vorüberführt, wobei alle Nadeln arbeiten und den Zierfaden einbinden; alsdann werden bestimmte Nadeln, welche durch einen Jacquard-Apparat nicht beeinflufst worden, aufser Thätigkeit belassen und der Zierfaden nur an den arbeitenden Nadeln vorübergeführt und von denselben eingebunden; diese Manipulationen wiederholen sich dann, bis wieder sämmtliche Nadeln arbeiten und der Zierfaden vor denselben vorübergeführt wird; hierdurch entsteht das Muster, wie in Fig. ι ο der Patentschrift No. 53480 gezeichnet ist.
Durch eine andere Anordnung der Musterkarten, wodurch die arbeitenden und nichtarbeitenden Nadeln bestimmt werden und der Zierfaden in bestimmten Absätzen an sämmtlichen Nadeln vorübergeführt wird, wird ein Muster erzielt, wie es in Fig. 15 der Zeichnung dargestellt ist. Sämmtliche auf diese vorbeschriebene Weise hergestellten Muster zeigen ein ziemlich nacktes Aussehen, und es ist der Zweck vorliegender Erfindung, zwischen die leeren Stellen des Musters besondere Verzierungen einzulegen.
Auf beiliegender Zeichnung ist:
Fig. ι ein Grundrifs, aus welchem der besondere Zierfadenführer m mit seinem Bewegungsmechanismus ersichtlich ist.
Fig. 2 zeigt eine Vorderansicht desselben mit dem Bewegungsmechanismus.
Fig. 3 ist ein Querschnitt, aus welchem das Umlegen der Nadel mit Zierschnur ersichtlich wird.
Fig. 4, A, B, C zeigt unter A das den Fadenführerapparat bethätigende Rad S1 im Querschnitt, mit einem geschlossenen Musterring x, umlegt; unter B ein Glied des Musterringes X1, dessen einzelne Glieder χ nach Mafsgabe des zu erzeugenden Musters mit Erhöhungen und Vertiefungen versehen sind; ferner unter C die Vorderansicht des Rades S1 mit umlegtem Musterringe X1 und mit Hebel ho.
Fig. 5, D, E, F zeigt eine Anzahl von Nadeln, welche durch den Schnurenführer Ot1 links und rechts und über und unter denselben mit Zierschnur umlegt werden; bei D und E ist die Einwirkung des Jacquard-Apparates dadurch ersichtlich, dafs die Figuren arbeitende und nichtarbeitende Nadeln zeigen.
Fig. 6 und 7 zeigen zwei Muster nach Patent No. 53480, die in Verbindung mit dem neueren Zierfadenführer hergestellt worden sind.
In den Fig. 8 bis 13 ist die Verbindung der Zierschnur, b mit den von den Zungennadeln gebildeten Maschenstäbchen in der Seitenansicht, sowie die zu jeder der vorgenannten
Figuren gehörige Vorderansicht, welche mit den Buchstaben des kleinen lateinischen Alphabets, von ax b\sfx bezeichnet, dargestellt, und es ist angenommen, dafs,' der Arbeitsweise in Patentschrift No. 53480 entsprechend, der Zierfaden k des Grundmusters bereits gebunden und die Zierschnur b durch den Schnurenführer Mi1 auf und zwischen das Grundmuster in verschiedenartigen Verschlingungen gelegt wird.
In Fig. 8, ax ist die Nadel in ihre tiefste Stellung zurückgezogen, es soll der Zierfadenführer m behufs Schlingenbildung in Thä'tigkeit treten.
Schnurenführer m, und Lochnadel / stehen links seitlich der Nadel in gesenkter Lage.
Die Bewegung des Schnurenführers m, mit Zierschnur b, Nadel η und Lochnadel / ist nun folgende:
Fig. 9, bxi. Die Nadel η rückt so weit vorwärts, dafs die Häkelmasche die Zunge öffnet, aber noch auf der Zungenspitze liegt, Schnurenführer WJ1 legt die Zierschnur b über die Nadel η in der Pfeilrichtung in bx, Lochnadel b steht noch in tiefster Stellung.
Fig. ι o, Cx. Die Nadel ist weiter vorgerückt, so dafs die Häkelmasche 'hinter die Zunge geschlüpft, der Schnurenführer In1 umschlingt die Nadel η mit Zierschnur in der Pfeilrichtung in Cx und die Lochnadeln / werden gehoben und über die vorstehenden Nadeln bewegt.
Fig. 11, dx. Die Nadel ist in ihre äufserste Stellung gelangt, der Schnurenführer Wi1 wird über die Nadelhöhe gehoben, die Zierschnur b ist, gleich der alten Häkelmasche, hinter die Zunge geschlüpft, die Lochnadel Z mit dem Häkelfadeh senkt sich und geht unter der Nadel η zurück in die tiefste Lage.
Fig. 12, e.v Die Nadel η bewegt sich aus der äufsersten Stellung wieder nach rückwärts und befindet sich in der Lage, in welcher die Zierschnur b und die alte Häkelmasche im Begriffe stehen, die Nadelzunge zu schliefsen, Lochnadel / und Schnurenführer m} haben ihre Stellung wie in Fig. dx.
Fig. 13, fx. Die Nadel η ist so weit zurückgezogen, dafs Zierschnur b und die Häkelmasche über die Nadelzunge und Nadelkopf geschlüpft sind und die neue Häkelmasche y die Zierschnur b einbindet, der Schnurenführer Ot1 hat sich wieder in seine tiefste Stellung gesenkt, die Lochnadel I steht ebenfalls in der tiefsten Lage.
Bei der vorbeschriebenen Nadelbewegung ist der untere Theil der Schlinge der Zierschnur eingebunden, der obere Theil jedoch noch frei; derselbe wird aber bei der nächsten Nadelbewegung ebenfalls durch Häkelmasche eingebunden, so dafs zur Bindung einer Schlinge immer zwei Häkelmaschen erforderlich sind.
Fig. 14 zeigt ein Muster, welches ohne Jacquard-Einrichtung gearbeitet ist, jedoch mit dem besonderen Zierfadenführer; der breite Zierfaden ist hierbei gerade laufend und die eingelegten Verzierungen können nur einseitig ausgeführt werden, im Gegensatz zu Fig. 7.
Fig. 1.5 zeigt ein Muster, welches mit der Jacquard-Einrichtung nach Patent No. 53480 gearbeitet worden ist, jedoch ohne den besonderen Zierfadenführer; das Muster hat ein nacktes Aussehen, im Gegensatz zu Fig. 7.
Fig. 16 zeigt ein Muster, welches ohne irgend welches Grundmuster nur allein mit dem neueren Fadenführer nach Patent No. 53480 gearbeitet worden ist.
Der Apparat m mit Schnurenführer 7W1, welcher vor der Arbeitsbreite der Nadeln liegt, ist seitlich verschiebbar eingerichtet, und zwar über eine und mehr Nadeln; die Länge der Schlingen richtet sich nach der Anzahl Nadeln, welche' mit Zierschnur umlegt werden sollen.
Die seitliche Verschiebung wird bewirkt durch die Glieder x, welche je nach Mafsgabe des zu erzeugenden Musters verschiedenartig Erhöhungen und Vertiefungen besitzen, scharnierartig und lösbar mit einander verbunden einen geschlossenen Ring bilden, den man beliebig durch Hinzufügen oder Entfernen von Gliedern χ verändern kann (Fig. 4, A, B, C).
Der Mechanismus zur Bethätigung des Apparates m functionirt in folgender Weise:
Es bewege sich das Rad i, welches mit drei Zähnen versehen, in der Pfeilrichtung P, Fig. 2, und greife in das mit 24 Zähnen versehene Rad g ein, welches sich in der Pfeilrichtung P1 bewegt. Auf derselben Welle, auf der das Rad g sitzt, befindet sich ein Scheibenrad S1, Fig. 4, A, C, welches in der Mitte derart ausgespart ist, dafs an beiden Seiten erhöhte Wände entstehen; in diese Aussparung legt man die zu einem Muster erforderlichen Glieder x; die die Glieder scharnierartig verbindenden Stifte s 0 legen sich hierbei in die zu beiden Seiten durchbrochenen Wände, so dafs die Glieder im Moment des Arbeitens eine Verschiebung nicht erleiden können.
Ein Hebel h 0, Fig. 2 und 4 C, welcher bei 10 seinen Drehpunkt hat, kommt durch eine an seinem unteren Theil., befestigte Rolle r0 mit den Erhöhungen und Vertiefungen der Glieder χ während der absatzweise erfolgten Bewegung des Scheibenrades S1 in Berührung und überträgt die hierdurch auf den Hebel h 0 hervorgebrachten Schwankungen auf eine Zugstange % und durch dieselbe auf Führungsstange ^1, welche in eine geradlinige Bewegung gebracht und mit einem an seinem Vordertheil befestigten flachen Stabe ^2 auf das verlängerte Ende der Welle d0 einwirkt, wodurch dem Apparat m die erforderliche seitliche Verschiebung ertheilt wird (Fig. 1, 2 und 4 C). Den
nöthigen Gegendruck auf den Apparat m ertheilt die Feder_/, welche ihn nach jeder stattgehabten Verschiebung wieder in seine ursprüngliche Lage zurückdrängt.
Das Auf- und Abschwingen des Fadenführerapparates Ot, Fig. i, 2 und 3, wodurch die Schnur über und unter die Nadel gebracht wird, erfolgt dadurch, dafs der HebelJr1 ruckweise auf die mit dem Apparat verbundene Stange c drückt, den Gegendruck ertheilt die Federfx, welche den Apparat wieder in seine Stellung unterhalb der Nadel bringt.
Behufs einer noch gröfseren Mannigfaltigkeit in der Mustererzeugung kann man auch mehrere derartige Apparate anordnen und wie in der vorbeschriebenen Weise arbeiten lassen.
Diejenigen Nadeln, welche vom Jacquard-Apparat aufser Thä'tigkeit gebracht worden sind, können weder eine Bindemasche erhalten, noch vom Zierfadenführer mit Zierschnur umlegt werden; an dieser Stelle, wo also Nadeln nicht arbeiten, werden auch keine Schlingen entstehen und eingebunden, die Zierschnur b wird dann eine Figur bekommen, wie in Fig. 7 gezeichnet, es entsteht an Stelle der nicht arbeitenden Nadel ein Bogen 0, und je nachdem die Nadel ein oder mehrere Mal aussetzt, entsteht ein längerer oder kürzerer Bogen; während auf der entgegengesetzten Seite alle Nadeln arbeiten wird, die Schleife q gebildet.
Eine Maschine ohne Bethätigung der Nadeln durch Jacquard-Apparat, wo also stets alle Nadeln arbeiten, Fig. 14, kann niemals eine Gestaltung bekommen wie in Fig. 7; der Unterschied beider Figuren ist offenbar in die Augen fallend, denn während in Fig. 14 die Verschlingungen O1 ql auf beiden Seiten ganz gleiche Figur bilden, ist dies bei Fig. 7 nicht der Fall, indem stets dem Bogen 0 eine Verschlingung (Schleife) q gegenübersteht. Ebenso auffallend ist der Unterschied zwischen den Fig. 7 und 15, wo erstere ein neues Muster und letztere ohne Muster gearbeitet worden ist. Ein wesentliches Merkmal in der Verbindung des besonderen Fadenführerapparates mit der Jacquard-Vorrichtung besteht noch darin, dafs man auch ohne das Grundmuster, Fig. 1 5, mit breitem Zierfaden u ganz selbstständige Muster nur allein mit dem Fadenführerapparat, jedoch nur mit der Anwendung eines Jacquard-Apparates nach Patent No. 53480, durch dessen Einwirkung beliebig Nadeln in oder aufser Thätigkeit gebracht werden können, Fig. 16, anfertigen kann.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Eine Häkelmaschine der durch Patent No. 53480 geschützten Art, sofern dieselbe mit einer Zierfadenführereinrichtung versehen ist, welche gestattet, den Zierfaden nicht allein längs der Nadelreihe beliebig hin und her, sondern auch über und unter die Nadeln zu führen, so dafs eine vollständige oder theilweise Umschlingung der Nadeln durch den Zierfaden ermöglicht wird.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
DENDAT63570D Häkelmaschin» für Zierfadenposamente Expired - Lifetime DE63570C (de)

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