DE63567C - Verfahren zur Ueberführung der Disazofarbstoffe aus Azoxyanilin in Trisazofarbstoffe, welche sich vom Diamidooxyazobenzol ableiten - Google Patents

Verfahren zur Ueberführung der Disazofarbstoffe aus Azoxyanilin in Trisazofarbstoffe, welche sich vom Diamidooxyazobenzol ableiten

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DE63567C
DE63567C DENDAT63567D DE63567DA DE63567C DE 63567 C DE63567 C DE 63567C DE NDAT63567 D DENDAT63567 D DE NDAT63567D DE 63567D A DE63567D A DE 63567DA DE 63567 C DE63567 C DE 63567C
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D. A. rosenstiehl in Paris
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C09DYES; PAINTS; POLISHES; NATURAL RESINS; ADHESIVES; COMPOSITIONS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; APPLICATIONS OF MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • C09BORGANIC DYES OR CLOSELY-RELATED COMPOUNDS FOR PRODUCING DYES, e.g. PIGMENTS; MORDANTS; LAKES
    • C09B43/00Preparation of azo dyes from other azo compounds

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Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 22: Farbstoffe, Firnisse, Lacke.
DANIEL AUGUSTE ROSENSTIEHL in PARIS.
sich vom Diamidooxyazobenzol ableiten.
Patentirt im Deutschen Reiche vom la. Juli 1891 ab.
Das vorliegende Verfahren beruht auf der Beobachtung, dafs die Azoxyfarbstoffe, wenn sie mit concentrirter Schwefelsäure behandelt werden, eine Umwandlung erleiden, welche ihre Eigenschaften als Farbstoffe und ihre Löslichkeitsverhältnisse bedeutend verändert.
Wie weiter unten bewiesen wird, findet hier eine Umlagerung statt, ähnlich der am Azoxybenzol durch Wallach und Belli und der am Azoxy-o-toluidin durch Limpricht beobachteten. ■
Die neuen Farbstoffe stammen von einem Oxyazoamin ab.
Beispiel I.
Von dem unter dem Namen St. Denis-Roth im Handel bekannten Farbstoff aus m-Azoxyanilin und (i-4)-Naphtolmonosulfösäure (Patente No. 44045 und No. 56456) wird ein Gewichtstheil mit vier Theilen englischer Schwefelsäure gemischt, wobei jede merkliche Temperaturerhöhung zu vermeiden ist. Nachdem der Farbstoff in der Säure gleichmäfsig vertheilt ist, wird das Gemisch auf 40 bis ioo° C. erhitzt.
Nach 4 bis ι ο Stunden ist die Umwandlung Die Masse wird in die zehnfache Menge Wasser gegossen, der ausgefällte Farbstoff auf Filtern gesammelt, gewaschen, durch Zusatz von Natronlauge oder kohlensaurem Natron in wasserlösliches Natronsalz verwandelt und getrocknet.
Der so erhaltene Farbstoff unterscheidet sich
erfolgt.
von dem ursprünglichen durch eine viel gröfsere Löslichkeit in Alkalien.
Dafs er aber nicht durch Sulfurirung entstanden ist, sondern durch Umlagerung, wird dadurch bewiesen, dafs er identisch ist mit demjenigen, der durch Combination der Diazoverbindung von Oxyazo - ο - anilin mit a-Naphtol-a-sulfosäure erhalten wird.
Der Farbstoff färbt ungeheizte Baumwolle in neutralem und in alkalischem Bade feurig roth.
Beispiel II.
Der Farbstoff aus p-Azoxyanilin und ß-Naphtol· disulfosäure (R-SaIz) wird, wie oben angegeben, in vier Theilen englischer Schwefelsäure vertheilt und 5 Stunden lang auf 6o° G. erhitzt, worauf die Masse in Wasser gegossen wird.
Der so erhaltene rohe Farbstoff wird in kochendem Wasser gelöst und auf je 1 1 Wasser 10 g kohlensaures Natron zugegeben. Auf diese Weise wird ein blauer Farbstoff abgeschieden, während in der Mutterlauge ein rothblauer Farbstoff in Lösung bleibt. Letzterer wird mit Kochsalz ausgefällt.
Der blaue Farbstoff besitzt eine viel reinere Farbe als der ursprüngliche. Weder er, noch der gleichzeitig entstehende rothblaue sind durch Sulfurirung entstanden.
Wird nämlich ρ - Azoxyanilin für sich mit Schwefelsäure behandelt, so bilden sich gleich-
zeitig zwei in Alkalien lösliche Amine, die nicht sulfurirt sind. Werden dieselben diazotirt und mit ß-Naphtoldisulfosäure (R-SaIz) gepaart, so bildet der eine einen blauen, der andere einen blaurothen Farbstoff, die mit den oben beschriebenen identisch sind.
Diese Farbstoffe färben ungeheizte Baumwolle in neutralem oder alkalischem Bade.
Nach demselben Verfahren werden aus ni - Azoxyanilin , m - Azoxy - o-toluidin oder m-Azoxy-p-toluidin und ß-Naphtoldisulfosäure (R-SaIz), Naphtionsäure (Piria) oder Naphtolsülfosäure Azofarbstoffe dargestellt, welche orangeroth bis roth sind.
Die ebenfalls nach demselben Verfahren dargestellten Azokörper aus ρ-Azoxyanilin und ß-Naphtoldisulfosäure (Rj-SaIz), Naphtionsäure (Piria) oder a-Naphtol-a-sulfosäure bilden rothblaue bis blaue Farbstoffe.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Verfahren zur Darstellung von Trisazofarbstoffen, welche sich vom Diamidpoxyazobenzol bezw. seinen Homologen ableiten, durch Behandlung derjenigen Disazofarbstoffe mit concentrirter Schwefelsäure bei Temperaturen zwischen 40 und ioo° C, welche durch Paarung von:
    m-Azoxyanilin, m-Azoxy-o-toluidin, m-Azoxyp-toluidin bezw. ρ - Azoxyanilin als Diazokörper mit ß-Naphtoldisulfosäure (R-SaIz), a-Naphtylaminsulfosäure (Piria) bezw. der entsprechenden a-Naphtol-a-sulfosäure oder aus
    m - Nitranilin, m-Nitro-o-toluidin, m-Nitrop-toluidin bezw. p-Nitranilin nach Diazotirung und Paarung mit den obengenannten Naphtol- und Naphtylaminsulfosäuren und nachheriger Reduction nach dem durch Patent. No., 56456 geschützten Verfahren entstehen.
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