DE630153C - Druckknopfschalter mit Kippsprungwerk und selbsttaetiger Rueckfuehrung des Schaltorgans in die Ausgangsstellung - Google Patents
Druckknopfschalter mit Kippsprungwerk und selbsttaetiger Rueckfuehrung des Schaltorgans in die AusgangsstellungInfo
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- DE630153C DE630153C DES112221D DES0112221D DE630153C DE 630153 C DE630153 C DE 630153C DE S112221 D DES112221 D DE S112221D DE S0112221 D DES0112221 D DE S0112221D DE 630153 C DE630153 C DE 630153C
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- H—ELECTRICITY
- H01—ELECTRIC ELEMENTS
- H01H—ELECTRIC SWITCHES; RELAYS; SELECTORS; EMERGENCY PROTECTIVE DEVICES
- H01H13/00—Switches having rectilinearly-movable operating part or parts adapted for pushing or pulling in one direction only, e.g. push-button switch
- H01H13/68—Switches having rectilinearly-movable operating part or parts adapted for pushing or pulling in one direction only, e.g. push-button switch having two operating members, one for opening and one for closing the same set of contacts
Landscapes
- Push-Button Switches (AREA)
Description
DEUTSCHES REICH
AUSGEGEBEN AM
22. MAI 1936
REICHSPATENTAMT
PATENTSCHRIFT
JVl 630 KLASSE 21 c GRUPPE
S 112221 VIIIbJ'21 C
in die Ausgangsstellung
Patentiert im Deutschen Reiche vom 22. Dezember 1933 ab
Die Erfindung bezieht sich auf Druckknopfschalter, bei denen das Schaltorgan nach Aufhören
des Betätigungsdruckes selbsttätig in die Ausgangsstellung zurückgeführt wird. Derartige Schalter finden oft als Fußtrittschalter
Verwendung, die Stromkreise kurzzeitig einschalten. Es ist bereits vorgeschlagen
worden, solche Schalter mit einem Kippsprungwerk zu versehen, dessen elastisches
Glied aus einer Druckfeder und einem Führungsstab besteht. Das elastische Glied ist mit dem Druckorgan über einen Zwischenhebel
gekuppelt, auf den eine Rückstellfeder einwirkt. Durch diese mittelbare Ubertragung
der Bewegung des Druckorgans auf das Schaltorgan erhalten die Schalter einen verwickelten Aufbau. Vor allem haben die
bekannten Schalter eine verhältnismäßig kleine Schaltleistung, da die Bewegung des
ao Schaltorgans im Winkelbereich von höchstens 60 bis 700 stattfindet. Eine Vergrößerung
des Winkelbereichs lassen die Totpunktlagen des Kippmechanismus nicht zu.
Erfindungsgemäß ist an derartigen Druckes knopf schaltern eine Vergrößerung der Winkelbewegung
des Schaltorgans und somit eine Erhöhung; der Schaltleistung dadurch erzielt, daß das elastische Glied des Kippsprungwerks
unmittelbar an dem unter Federdruck stehenden Druckstab formschlüssig angelenkt und
die Drehachse des Schaltorgans in der Bewegungsebene der zwischen dem Druck- und Führungsstab befindlichen Gelenkachse
angeordnet ist." Durch diese Ausbildung des Schaltmechanismus wird der Winkelbereich
des Schaltorgans auf 900 und mehr gesteigert. Trotz des großen Winkelbereichs
ist für den Druckstab nur eine kleine Hubbewegung erforderlich. Dadurch, daß das
elastische Glied unmittelbar an dem Druckstab angelenkt ist, erhält der Schalter einen
einfachen Aufbau.
Die Fig. 1 und 2 der Zeichnung zeigen einen Druckknopfschalter nach der Erfindung
in einem Schnitt. Die Fig. 1 stellt den Schalter in der Ausschalt-, die Fig. 2 in der
Einschaltstellung dar. Die Fig. 3 gibt die Rückansicht des Schalters wieder.
Auf der Sockelplatte 1, die aus Eisen besteht, ist der Isoliersockel 2 und der Lagerbock
3 angeordnet. Der Isoliersockel 2 trägt die Anschlußklemmen, an die die Enden der
zu schaltenden Leitungen herangeführt werden. Die Klemmschrauben 4 sind in Winkelstücke
5 eingesetzt, deren frei stehende Sehenkel
Kontaktfedern 6 tragen. Der Lagerbock 3 dient "als Träger sämtlicher bewegten
Teile des Schalters.- Er ist von einem
*) Von dem Patentsucher ist als der Erfinder angegeben worden:
Hans H. Willmann in Berlin.
U-förmig gebogenen Stanzstück gebildet und unter Zwischenschaltung einer Isolierscheibe 7
an der Sockelplatte 1 befestigt.
greift ein Druckstab 8. Das eine Ende ; Druckstabes 8 tritt durch die Sockelplatfe?|p
und trägt einen zur Betätigung dienenden^ Druckknopf 9, der die Form einer Glocke
hat. Das andere Ende des Druckstabes ist unmittelbar mit dem Kippsprdngwerk gekuppelt.
Im Innern des glockenförmigen Druckknopfes 9 befindet sich die Rückstellfeder
10 des Druckstabes, die sich gegen den Boden der Glocke und einen vorspringenden
Kragen xi der Sockelplatte 1 abstützt. Zwischen
die Glocke 9 und den Druckstab 8 ist ein Isolierkörper 12 . eingesetzt,. um den
Druckknopf gegenüber dem Schaltmechanismus zu isolieren. Der Isolierkörper 12 dient
zugleich zur Führung des Druckstabes in dem Kragen 11 der Sockelplatte., Zweckmäßig
ist die innere Wand des Kragens mit einer Messingbüchse 13 ausgekleidet, um die
Reibung zwischen dem Isolierkörper und der Sockelplatte so klein wie möglich zu halten.
Ein Verdrehen des glockenförmigen Druckkörpers gegenüber dem Druckstab ist dadurch
verhindert, daß der vorspringende Kragen 11 der Sockelplatte eine Längsnut 14
hat und in diese Längsnut ein Vorsprung 15 des glockenförmigen Druckknopfes eingreift.
Das Kippsprungwerk des Schalters ist von dem Lagerbock 3 getragen und' besteht aus
einem elastischen' Glied 16 und einem Schaltorgan 17. Das elastische Glied 16 ist von
einem eine Sprungfeder 18 tragenden Führungsstift
gebildet, dessen eines Ende unmittelbar an dem Druckstab 8 formschlüssig angelenkt ist. Das Schaltorgan 17 ist ein
(J-förmiger Hebel und an seinen Schenkeln mit Hilfe den Zapfen 19 in dem Lagerbock 3
gelagert. Die Drehachse des Schaltorgans ist in der Bewegungsebene der zwischen dem
Druck- und Führungsstab befindlichen Gelenkachse angeordnet. An dem Mittelstück des Schaltorgans ist unter Zwischenschaltung
eines Isolierstückes 20 eine Kontaktbrücke 21 befestigt, die im eingeschalteten Zustand
die Kontaktfedern 6 des Isoliersockels 2_ ver- -bindet. Das Schaltorgan 17 trägt ferner an
dem Mittelstück einen in der Einschaltrichtung liegenden Fortsatz 22, durch den das
andere Ende des Führungsstiftes 16 hindurchgesteckt ist. 23 und 24 sind zwei Ansätze,
die die Bewegung des Schaltorgans 17 in seiner Ein- und Ausschaltstellung begrenzen.
Zum zwangsläufigen Herausnehmen des
Schaltorgans aus der Einschaltstellung ist das Schaltorgan 17 an seinen Schenkeln mit
je einem nach innen gebogenen Lappen 25, 26 versehen. Mit diesen beiden Lappen wirken zwei Anschläge 27, 28 des Druckstabes
8 zusammen, .die von gebogenem Flach-
Durch das Mittelstück des Lagerbock^ ||sisen gebildet sind" und durch den den Füh- 65
am Druckstab befestigenden Bolzen l§f mit dem Druckstab verbunden sind.
""-Die Wirkungsweise des oben beschriebenen Schalters ist folgende:
Wird der Druckknopf 9 und damit der Druckstäb 8 abwärts "bewegt, so drückt sich
die Sprungfeder 18 des Kippsprungwerkes zusammen. Die Sprungfeder 18 sucht zunächst
das Schaltorgan 17 nach links zu drehen, jedoch wird das Schaltorgan an
dieser' Bewegung durch den Anschlag 23 daran gehindert. Beim Weiterbewegen des
Druckknopfes wird die Kipplage überschritten. Nach Überschreiten der Kipplage übt die Sprungfeder 18 auf das Schaltorgan
17 einen Druck nach rechts aus und schnellt das Schaltorgan mit einer von der Bewegung
des Druckstabes unabhängigen Geschwindigkeit in die Einschaltstellung. In der Einschaltstellung
(Fig. 2) stehen die Lappen 25, 26 des Schaltorgans den Anschlägen 27, 28 ,des Druckstabes gegenüber. Wird der Druckknopf
9 losgelassen, so bewegt sich der Druckstab 8 unter Wirkung der Rückstellfeder
10 von selbst zurück. Dabei wird die Sprungfeder 18 des Kippsprungwerkes wieder
zusammengedrückt. Zugleich stoßen kurz nach Beginn der Rückbewegung die Anschläge
27, 28 des Druckstabes 8 gegen die umgebogenen Lappen 25, 26 des Schaltorgans und reißen dadurch das Schaltorgan zwangsläufig
aus der Einschaltstellung heraus. Hat das Schaltorgan die ortsfesten Kontakte 6
verlassen, so ist auch die Kipplage des Kippsprungwerkes überschritten, so daß das
Schaltorgan mit einer von der Rückbewegung des Druckstabes unabhängigen Geschwindigkeit
in die Ausgangsstellung zurückschnellen kann.
Von wesentlicher Bedeutung für die Erfindung ist die formschlüssige Kupplung
zwischen dem elastischen Glied und dem Druckstab sowie die Anordnung der Drehachse
des Schaltorgans in der Bewegungsebene der zwischen dem elastischen Glied und dem Drückstab befindlichen Gelenkachse.
Durch diese Ausbildung des Schaltmechanismus wird die Winkelbewegung des Schaltorgans
zwischen der Ein- und Ausschaltstellung wesentlich vergrößert. Diese Vergrößerung
der Lichtbogenabreißstrecke hat eine Vergrößerung der Schaltleistung zur Folge. Durch die zwangsläufige Mitnahme
des Schaltorgans beim Ausschalten wird im Vergleich zu den bekannten Druckknopfschaltern
mit selbsttätigem Rückgang des Schaltorgans eine hohe Schaltleistung erzielt.
Die Sprungfeder des Kippsprungwerks braucht nicht einen Teil ihrer aufgespeicherten
Energie zur Überwindung der Kontaktreibung aufzuwenden, sondern ihre gesamte Energie dient zur Beschleunigung des Schalt*"
organs. *.. :?j,
Unter Umständen ist es erwünscht, den Druckknopfschalter in seiner Tiefstellung,
wie bekannt, durch eine Sperrvorrichtung
ίο festzuhalten und diese Sperrung durch Betätigen
eines zweiten Druckknopfes auszulösen. Die Zeichnung zeigt den Schalter nach der Erfindung zugleich mit einer derartigen
Sperrvorrichtung. Die Sperrvorrichtung besteht aus einer an dem Lagerbock 3 gelagerten Klinke 29, die durch eine Feder
30 gegen den Druckstab 8 gepreßt wird. Hat der Druckstab seine Tiefstellung erreicht, so
greift die Klinke 29 mit ihrer Nase 31 hinter die Anschläge 27, 28 des Druckstabes und
hält daher den Druckstab 8 und damit das Schaltorgan 17 in der Einschaltstellung fest.
Diese Sperrung wird durch Betätigen eines zweiten, ebenfalls in der Sockelplatte gelagerten
Druckstabes 32 aufgehoben, der in der gleichen Weise wie der Druckstab 8 mit
einer Rückholfeder 33 versehen ist. Vorteilhaft wird, wie ebenfalls bekannt, der auf dem
Druckstab 32 sitzende Druckknopf 34 derart angeordnet, daß er in der Ausschaltstellung
des Schalters von dem Einschaltdruckknopf überragt wird. Durch diese Anordnung ist
einer Verwechselung der Druckknöpfe beim Einschalten des Schalters vorgebeugt. Es
ist nicht erforderlich, vor dem Einschalten des Schalters auf die Betätigungsorgane des
Schalters zu blicken, da der vorstehende Einschaltdruckknopf das Finden des Einschaltdruckknopfes
erleichtert. In der Einschaltstellung des Schalters können, wie die Fig. 2 zeigt, die beiden Druckknöpfe die gleiche
.Höhe über der Grundplatte einnehmen.
■-" In der Zeichnung ist der Druckknopfschalter als einpoliger Schalter dargestellt. Ohne weiteres läßt sich der Schalter auch als mehrpoliger Schalter ausbilden. Der mehrpolige Schalter kann mit gleichem Kippsprungwerk und dem gleichen Lagerbock ausgerüstet werden. Es sind lediglich an dem Schaltorgan an Stelle der einen Kontaktbrücke mehrere voneinander isolierte Kontaktbrücken anzuordnen.
■-" In der Zeichnung ist der Druckknopfschalter als einpoliger Schalter dargestellt. Ohne weiteres läßt sich der Schalter auch als mehrpoliger Schalter ausbilden. Der mehrpolige Schalter kann mit gleichem Kippsprungwerk und dem gleichen Lagerbock ausgerüstet werden. Es sind lediglich an dem Schaltorgan an Stelle der einen Kontaktbrücke mehrere voneinander isolierte Kontaktbrücken anzuordnen.
Claims (2)
1. Druckknopfschalter mit Kippsprungwerk, dessen elastisches Glied aus einer
Druckfeder und einem Führungsstab besteht und dessen Schaltorgan selbsttätig in die Ausgangsstellung zurückgeführt
wird, dadurch gekennzeichnet, daß das elastische Glied des Kippsprungwerkes unmittelbar an dem unter Federdruck
stehenden Druckstab formschlüssig angelenkt und die Drehachse des Schaltorganes in der Bewegungsebene der zwischen
dem Druck- und Führungsstab befindlichen Gelenkachse angeordnet ist.
2. Druckknopfschalter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Druckstab
Anschläge hat, die bei seinem Rückgang gegen umgebogene Lappen des
Schaltorganes stoßen und es zwangsläufig mitnehmen.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen .
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DES112221D DE630153C (de) | 1933-12-22 | 1933-12-22 | Druckknopfschalter mit Kippsprungwerk und selbsttaetiger Rueckfuehrung des Schaltorgans in die Ausgangsstellung |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DES112221D DE630153C (de) | 1933-12-22 | 1933-12-22 | Druckknopfschalter mit Kippsprungwerk und selbsttaetiger Rueckfuehrung des Schaltorgans in die Ausgangsstellung |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE630153C true DE630153C (de) | 1936-05-22 |
Family
ID=7531622
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DES112221D Expired DE630153C (de) | 1933-12-22 | 1933-12-22 | Druckknopfschalter mit Kippsprungwerk und selbsttaetiger Rueckfuehrung des Schaltorgans in die Ausgangsstellung |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE630153C (de) |
-
1933
- 1933-12-22 DE DES112221D patent/DE630153C/de not_active Expired
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