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Schaltvorrichtung für Fahrtrichtungsanzeiger Die Erfindung bezieht
sich auf eine Schaltvorrichtung für Fahrtrichtungsanzeiger, mit welcher gleichzeitig
ein im Blickfeld des Fahrers liegendes Erinnerungszeichen geschaltet wird, um den
Fahrer daran zu erinnern, daß er nach erfolgter Richtungsänderung des Fahrzeuges
die Fahrtrichtungsanzeige auszuschalten hat. Der Nachteil dieser bekannten Einrichtungen,
bei denen bei jeder Schaltung des Fahrtrichtungsanzeigers das Erinnerungszeichen
dauernd in Tätigkeit gesetzt wird, besteht darin, daß schließlich eine Abstumpfung@
des Fahrers eintritt, so daß er das Zeichen überhört bzw. übersieht und die Abschaltung
des Richtungsanzeigers vergißt. Hierdurch können leicht Verkehrsunfälle entstehen,
da die noch angezeigte Fahrtrichtung nicht der tatsächlichen Fahrtrichtung des Fahrzeuges
entspricht.
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Gemäß der Erfindung ist zur Behebung dieser Nachteile mit dem Schalter
für den Fahrtrichtungsanzeiger ein Zeitschaltwerk für das Erinnerungszeichen verbunden,
welches erst nach Ablauf einer bestimmten Zeit den Stromkreis zu dem Erinnerungszeichen
schließt. Infolgedessen tritt das Erinnerungszeichen nur ausnahmsweise, wenn der
Fahrer die Zurückschaltung des Richtungsanzeigers unterlassen haben sollte, in-
Wirkung. Dies wird jedoch bei einem aufmerksamen Fahrer, der die Abschaltung stets
sofort nach beendigter Richtungsänderung vorzunehmen pflegt, nur selten vorkommen,
so daß dann, wenn das Erinnerungszeichen einmal in Tätigkeit tritt, der Fahrer dasselbe
zweifellos bemerkt und die Gefahr eines Überhörens oder Übersehens nicht vorliegt.
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Die Zeichnung veranschaulicht ein Ausführungsbeispiel der Erfindung.
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Beim Einschalten des rechten Fahrtrichtungsanzeigers i befindet sich
der Schalterhebe13 in der rechten Schaltstellung. In dieser Schaltstellung geht
der Strom von der Masse des Wagens durch die Spule des Fahrtrichtungsanzeigers i
über die Leitungen 6 und ,5 nach der ortsfesten Kontaktfeder 4 und von hier nach
dem Kontakt 8 auf der Schaltscheibe 9, die durch den Schalterhebel 3@ gedreht wird.
Die Schaltscheibe 9 selbst ist in der üblichen Weise mit dem positiven Pol der Bätterie
verbunden, so daß bei der der Einstellung des Schalters 3 entsprechenden Lage des
Kontaktes 8 der Stromweg geschlossen ist. Wird dagegen der Schalterhebel 3 nach
unten in die Ruhestellung gedreht, dann gleitet der Kontakt 8 von der Kontaktfeder
4 ab, und der Strom ist unterbrochen, so daß nunmehr der Winkarm des Fahrtrichtungsanzeigers
i in die Ruhestellung zurückkehrt.
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Der Schalterhebel 3 besitzt eine Wellenverlängerung i o, die mit einem
Zeitlaufwerk i i
verbunden ist. Dieses Zeitlaufwerk i r ist in bekannter
- Weise so ausgebildet, daß es sowohl bei einer Rechts- als auch bei einer Linksdrehung
aufgezogen wird. Der Zeitschalter dreht mittels einer Welle i z eine Kontaktscheibe
13, auf welcher die Koixtakte 14 und 15 angeordnet sind, die beim Drehen der Kontaktscheibe
13 auf den ortsfesten Kontakten 16 und 17 schleifen. Der Kontakt 17 steht dabei
über die Leitung r8,mit der Lei tung 6 und der Kontakt i6 über die Leitung i 9 mit
der Leitung 22 in Verbindung. Wird durch das Zeitlaufwerk die Kontaktscheike 13
so gedreht, daß der Kontakt 15 mit dem Kontakt 17 verbunden ist, so kann, der Strom
von dem positiven Pol über die Leitung 2a: zum Zeichengeber 21 und von diesem zur
Masse fließen. Die Kontakte 14, 15, und 16, 17 sind nun so eingestellt, daß beim
Drehen der Scheibe 13 durch. das Zeitlaufwerk erst nach Ablauf einer solchen: Zeitspanne
der Kontakt geschlossen wird, die, ausreicht" um mit dem Schalterheber 3 einen der
beiden Fahrtrichtungsanzeiger einzuschalten und ihn nach durchgeführter Richtungsänderung
des Fahrzeuges wieder abzuschalten. Wird: diese Arbeit nicht in der hierfür vorgesehenen
Zeit erledigt, dann schalten die Kontakte 14, r7 den Zeichengeber 2 i ein. Sinngemäß
läßt sich das Schalten des Zeitlaufwerkes und damit des Zeichengebers in der verschiedensten
Weise verwirklichen, je ,nachdem, ob ein Hebelschalter oder Druckknüpfschalter benutzt
wird, ob eine mechanische Schaltung vorliegt u. dgl. m. Es ` kann auch in die Leitung
2o ein weiterer Schalter eingebaut werden, . der z. B.' durch Erwärmung nach kurzer
Betriebsdauer den Zeichengeber ausschaltet und nach einer bestimmten Abkühlung wieder
einschaltet, so daß der Zeichengeber nur unterbrochen Zeichen gibt. Der Zeichengeber
selbst kann sowohl ein hörbares als auch ein sichtbares Zeichen sein, und es können
auch zwei solcher Zeichengeber gleichzeitig eingeschaltet werden.