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Schaltungsanordnung zur Herbeiführung verschiedener Schaltvorgänge
durch Aussendung von Stromstößen verschiedener Länge über Fernmeldeleitungen Die
Erfindung bezieht sich auf eine Schaltungsanordnung zur Herbeiführung verschiedener
Schaltvorgänge durch Aussendung von Stromstößen verschiedener Länge über Fernmeldeleitungen.
_ Wenn in Fernmeldeanlagen verschiedene Schaltvorgänge durch Aussendung von Stromstößen
herbeigeführt werden sollen, so kann dies z. B. durch entsprechend verschiedene
Bemessung der Länge der Stromstöße bewirkt werden. Sind nur zwei Arten von Schaltvorgängen,
z. B. Einstellen und Auslösen von Wählern, mittels verschiedener Stromstoßgabe durchzuführen,
so kann man sich darauf beschränken, kurze und lange Stromstöße zu diesem Zweck
zu benutzen. Die erforderlichen Schalteinrichtungen sind dann verhältnismäßig einfach.
Sollen jedoch mehr als zwei verschiedene Stromstoßlängen zur Durchführung von Schaltvorgängen
Verwendung finden, so treten erhebliche Schwierigkeiten auf.
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Die vorliegende Erfindung überwindet diese durch eine einfache Lösung,
die darin besteht, daß das am ankommenden Ende der Fernmeldeleitung angeordnete
Stromstoßempfangsrelais bei Aufnahme von Stromstößen mittlerer Länge den Abfall
eines zur Herbeiführung eines bestimmten Schaltvorganges (z. B. Rufen) dienenden
Hilfsrelais und im Zusammenwirken mit diesem beiAufnahme von Stromstößen größerer
Länge durch Beeinflussung eines weiteren Hilfsrelais einen anderen Schaltvorgang
(z. B. Auslösen) bewirkt.
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In den Zeichnungen ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung, welches
sich auf Fernsprechanlagen init Wählerbetrieb bezieht, dargestellt, und zwar zeigt
Fig. i zwei an den Enden einer zweiadrigen Verbindungsleitung angeordnete Übertrager
für doppelgerichteten Verkehr und Fig. 9- einen nachgeordneten Leitungswähler.
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Die Anordnung arbeitet wie folgt: Wird in Fig. i der Übertrager Uel
durch Einstellung der vorgeordneten Verbindungseinrichtung mittels Aussendung von
Stromstößen in bekannter Weise über seinen Zugang I belegt, so spricht das Relais
C über die c-Ader, Kontakt i c, Wicklung I des Relais C, Batterie, Erde an. Es legt
dabei seinen Kontakt i c in die Lage :2 c und hält sich dann über seine beiden Wicklungen
I und II. Außerdem schließt es seinen Kontakt 3 c und bringt dadurch die Relais
A1 und Ei zum Ansprechen über: Erde, Kontakte 3 c, 491, Wicklung I des Relais El,
Wicklung II des Relais N1, Wicklung I des Relais Al, Batterie, Erde. Relais El schließt
den Kontakt 31 e1 und legt den Kontakt 5 e1 in die Lage 6 e1, so daß Relais
G1 anspricht über: Erde, Wicklung I des Relais G1, Kontakt 6 ei, Kontakt
7 a1, Batterie, Erde und sich zusammen mit Relais El nach Abfallen des Relais
A1 in diesem Stromkreishält. Relais Gi öffnet den Kontakt 8 g1. Da Relais Al seinen
Kontakt 9 a1 geschlossen
hat, spricht Relais T1 an über: Erde, Kontakte
io c1, g a, Wicklung I des Relais V" Batterie, Erde. Relais G1 hat bei seinem Ansprechen
ferner den Kontakt 49, in die Lage i i gi gelegt. Es ist daher der Stromkreis für
Relais A1 wieder unterbrochen. Während der Erregungszeit des Relais Al waren die
-Kontakte 12 d1 und 13 a1 in -die Lagen 14a1 und 15 a1 umgelegt und damit die Wechselstromquelle
W,, über den Sprechstromübertrager Spl an die Verbindungsleitung V1 vorübergehend
angeschaltet. Es ist also ein kurzer Wechselstromstoß über diese Leitung, den SprechstromübertragerSp2
und die Kontakte 16 a2 und 17 cal auf das Relais 1, des Übertragers Ue, gelangt.
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Relais T2 schließt bei seinem Ansprechen den Kontakt 18i2 und schaltet
damit vorübergehend die Relais H2 und V2 ein über: Erde, Kontakt i8 i2, Wicklung
II des Relais Relais H2, Batterie, Erde. Relais H2 schließt den Kontakt 191a2, so
daß Relais C4 über: Erde, Kontakte 20 c3, 2i c5, 191a2, Relais C4, Batterie, Erde
anspricht. Relais C4 schließt die Kontakte 2-4c4 und 94c4 und schaltet mit Kontakt
24c4 das Relais G2 über seine Wicklung I ein. Relais G2 schließt bei seinem Ansprechen
den Kontakt -5 g2. Dadurch wird Relais C5 über: Erde, Kontakte 36 c4,
2592,
Relais C" Relais C4, Batterie, Erde eingeschaltet, und es halten sich
dann diese beiden Relais C4 und C5 über: Erde; Kontakte 27c5, 25 g2, Relais C5,
Relais C4, Batterie, Erde. Relais C5 legt seinen Kontakt 21 c5 in die Lage 5 i c5.
Außerdem schließt es - seine Kontakte 28 c5, 32 c5 und 95 c5. 1121t Kontakt 28 cs
legt es Erde an die zum Leitungswähler abgehende c-Ader des Ausganges IV. In diesem
Wähler, der in Fig. 2 dargestellt ist, spricht daher das Relais C6 an über den Kopfkontakt
29k und seine Wicklung I und betätigt seine Kontakte.
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Wird nun von der Fernbeamtin eine weitere Stromstoßreihe, die der
Nummer des gewünschten Teilnehmers entspricht, ausgesandt, so wird in Fig. i in
dem Übertrager Uel das Relais A1 über die a-Ader, Kontakt 3101,
Wicklung II
des Relais Al, Batterie, Erde wiederholt erregt und aberregt. Es schließt bei seinem
jedesmaligen Ansprechen die Kontakte 14d1 und 15a1, und es gelangen daher Wechselstromstöße
über die Verbindungsleitung VL zu dem Relais 12 im übertraget Ue, Relais T2 bringt
das Relais H2 wiederholt zum Ansprechen, und dieses legt seinen Kontakt 2212 entsprechend
oft in die Lage 23h, , so daß bei jedesmaligem Schließen des Kontaktes z312 Erde
an die zum Leitungswähler abgehende a-Ader angeschaltet wird über: Erde, Kontakte
32 c., 23h2, 33r2, aAder, Widerstand, Wicklung I des Relais A, im Leitungswähler,
Batterie, Erde. Relais As legt bei seiner Erregung den Kontakt 34a3 in die Lage
35 a3 und schaltet damit den Hubmagneten H ein über: Erde, Kontakt 35 as, Wicklung
I des Relais V3, Kontakt 36 u, Wellenkontakt 37 w, Hubmagnet H,
Batterie,
Erde. In diesem Stromkreis spricht auch Relais V3 an und öffnet seinen Kontakt 38w3.
Während der Stromstoßreihe hält sich Relais h3, da es als Verzögerungsrelais ausgebildet
ist. Die Schaltarme des Leitungswählers werden nun durch die wiederholte Erregung
des Hubmagneten auf eine bestimmte Dekade gehoben, wobei der Kopfkontakt
39k geschlossen und der Kopfkontakt z9 k . geöffnet wird. Am Schluß der Stromstoßreihe
fällt Relais L's ab und schließt seinen Kontakt 38v3. Dadurch ist ein Stromkreis
für Relais U hergestellt über: Erde, Kontakte 39k, 38v3, , 4o c,;, Wicklung I des
Relais U, Wellenkontakt 37 zu, Hubmagnet H,
Batterie, Erde,
Relais U spricht an und legt seinen Kontakt 361a in die Lage 412i und öffnet den
Kontakt 4r u. Der Hubmagnet spricht in dem Stromkreis für Relais U nicht an.
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Wird nun die nächste Stromstoßreihe von der Beamtin ausgesandt, so
werden diese Stromstöße bei jedesmaliger Erregung des Relais A3 auf den Drehmagneten
D übertragen über: Erde, Kontakt 35 a3, Wicklung I des Relais Vs, Kontakte
4114 43 p, Drehmaghet D, Batterie, Erde. Relais V, spricht in diesem Stromkreis
wieder an und legt seinen Kontakt 44v, in die Lage 45 v,. Hierdurch ist ein Haltekreis
für Relais U hergestellt über: Erde, Kontakte 46 e fi, 47 lt, 45 v3, Wicklung
II des Relais U, Batterie, Erde, so daß der Kontakt 41 u während der ausgesandten
Stromstoßreihe geschlossen bleibt. Durch die wiederholte Erregung des Drehmagneten
D werden die Schaltarme des Leitungswählers, bei deren erstem Drehschritt der Wellenkontakt
37w geöffnet und der Wellenkontakt 48w geschlossen wird, auf die gewünschte Anschlußleitung
eingestellt. Ist diese erreicht, so fällt Relais V3 ah, und bei Annahme, daß der
gewünschte Teilnehmer frei ist, spricht RelaisP an über: Erde, Kontakte 46c, 47u,
44v3, Wicklungen I und II des Relais P, c-Arm des Leitungswählers, nicht dargestellte
Batterie und Erde an der c-Ader. Relais P schließt seine Kontakte 49p und 5op und
legt den Kontakt 96p in die Lage 97p, so daß damit die hochohmige Wicklung I des
Relais P ausgeschaltet und die. belegte Teilnehmerleitung gegen nochmalige Belegung
gesperrt ist. Außerdem legt es seinen Kontakt 43 p in die Lage 98p.
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Legt nun die Beamtin ihren Rufschlüssel wiederholt um und damit Wechselspannung
an die a-Ader und Batterie an die b-Ader, so
werden bei jedesmaliger
Anschaltung der Spannungen über die a-Ader und den Kontakt 31 e1 das Relais A1 und
über die b-Ader und den Kontakt 81f, das Relais KI zum Ansprechen gebracht. Relais
Al schließt seinen Kontakt 7a, und stellt damit seinen Kurzschluß für die Wicklung
II des Relais EI her, so daß dieses abfällt. Obwohl Kontakt 31 e1 damit geöffnet
wird, bleibt jedoch Relais Al noch erregt über: Erde, Batterie, Wicklung I des Relais
Al, Wicklung III des Relais Ni, Kontakte i z i k1, i 12 rl, 85 cl, Erde. Da beim
Abfallen von Relais EI der Kontakt 5 ei geschlossen wird, spricht Relais
R1 an über: Erde, Kontakte 3 c, i i gl, 8o r1, Wicklung Il des Relais R1, Kontakte
5 e1, 7a1, Batterie, Erde. Relais R1 öffnet Kontakt ii2ri und unterbricht damit
den Stromkreis für die Wicklung I des Relais Al, so daß dieses abfällt. Hierdurch
wird der Kontakt 7a1 geöffnet und der Kurzschluß für Relais EI aufgehoben,
so daß es, da Relais G1 infolge seiner Verzögerungswirkung trotz Öffnens des Kontaktes
6 e1 nicht abgefallen und Kontakt ii g1 geschlossen ist, über die Kontakte 3 c,
i i gl, Wicklungen I und II des Relais R1, Kontakt 5 el wieder anspricht und den
Kontakt 31 ei von neuem schließt. Relais Al kann daher wieder ansprechen, und da
Kontakt 112 r1 wegen der Verzögerungswirkung des Relais R1 offen bleibt, wiederholt
sich das Zusammenarbeiten nur zwischen den Relais Al und El, und zwar so lange,
bis die Beamtin ihren Rufschlüssel endgültig in die Ruhelage zurücklegt.
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Es werden also auf diese Weise nach Übertragung eines Wechselstromstoßes,
dessen Länge durch die Summe aus der Abfallzeit des Relais El, der Ansprechzeit
des Relais R1 und der Abfallzeit des RelaisAl bestimmt ist und der als Stromstoß
mittlerer Länge bezeichnet werden mag, Stromstöße, deren Länge gleich der Summe
aus den Abfallzeiten der Relais EI und Al ist, über die Verbindungsleitung
gesandt. In dem Übertrager Ue2 wird durch diese Stromstöße nieder das Relais J2
erregt, Relais J2 bringt über seinen Kontakt 18 i2 die Relais H2 und V2 zum Ansprechen.
Dadurch wird der Kontakt 19h2 geschlossen und über diesen Kontakt und den Kontakt
51 c5 ein Kurzschluß für Relais C4 hergestellt. Dieser Kurzschluß bewirkt jedoch
nur bei seiner erstmaligen Herstellung einen Abfall des Relais C4, da nur der Stromstoß
mittlerer Länge dazu ausreicht, das Abfallen hervorzurufen. Am Ende dieses Stromstoßes
spricht Relais C4 wieder an über: Erde, Kontakte 27c5, 2592, Relais C5, Relais
C4, Batterie, Erde, da sich Relais G2 während der ganzen Stromstoßgabe hält und
der Kontakt 25g2 geschlossen bleibt. Während der ersten Abfallzeit des Relais C4
sprechen die Relais F2 und R.. an über: Erde, Kontakte a7 c5, 52 c4, 53 %,
54rjh, Wicklung I des Relais F2, Wicklung III des Relais R2, Batterie, Erde. Relais
R2 schließt die Kontakte 55r2 und 59r2 und Relais FZ die Kontakte 56f2 und io6 f2.
Ferner legt es den Kontakt ioi f2 in die Lage zog f.=. Es hält sich während der
Stromstoßgabe über: Erde, Kontakte zog f2, 7592, Wicklung III des Relais
F., Batterie, Erde.
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Da angenommen war, daß der gewünschte Teilnehmer frei ist, spricht
jetzt im Leitungswähler das Relais Y und im übertrager Ue2 das Relais K2 an über:
Erde, Relais Y,
Widerstand Wil, b-Ader, Kontakt 95c5, Relais K2, Kontakte
57 n12, 56f2, 55r2, Widerstand Wie, Batterie, Erde. Relais K2 öffnet
den Kontakt 62 k2 und schließt gi k2. Relais Y
schließt den Kontakt 58y und
legt damit über den Drehmagneten D den Kontakt 98p, Batterie an die b -Ader. Da
jedoch mit Rücksicht auf den Widerstand TfPi. im Übertrager Ue2 zwischen beiden
an den Enden über Relais K2 verlaufenden Stromkreis liegenden Batterien eine Spannungsdifferenz
besteht, so hält sich Relais K2 in diesem Stromkreis. Relais Y hält sich über: Erde,
Relais Y, Widerstand Wil, 58y, 98p, Magnet D, Batterie, Erde.
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Während dieser Betätigung der Relais K2 und Y ist ein Stromkreis für
Relais N2 hergestellt über: Erde, Kontakte 27c5, 59r2, Wicklung I des Relais N2,
Kontakt 54yfa2, Wicklung I des Relais F2, Wicklung III des Relais R2, Batterie,
Erde. Relais N2 spricht verzögert an, schließt den Kontakt 63 zag, legt den Kontakt
53 "t, in die Lage 64n2 und den Kontakt 6o st, in die Lage 617a2. Durch letztere
Kontaktbetätigung ist über den Widerstand Wi3 Erde an den oben angeführten, zwischen
den beiden Batterien verlaufenden Stromkreis des Relais K2 angelegt, so daß der
bisher in demselben bestehende Spannungsabfall aufgehoben ist. Das Relais K2 fällt
also ab und schließt seinen Kontakt 62 k2. Dadurch wird Relais 192 zum Ansprechen
gebracht über: Erde, Kontakte 27 c5, 59 r2, Wicklung II des Relais N2, Kontakte
62 k2, 63 aal, Wicklung I des Relais !112, Kontakt 641t2, Wicklung
I des Relais F2, Wicklung III des Relais R2, Batterie, Erde. In diesem Stromkreise
kommt die als Gegenwicklung ausgebildete Wicklung II des Relais N2 derart zur Wirkung,
daß dieses Relais abfällt und den Kontakt 727t2 schließt. jetzt spricht Relais K2
von neuem an über: Erde, Kontakte 72 n2, room2, Relais K2, Kontakt 95c5,
b-Ader, Kontakte 58y, 98p, 'Magnet D, Batterie, Erde und schließt seinen Kontakt
gi k2. Da mit Ansprechen des Relais 1112 der Kontakt 541yt2 geöffnet
ist,
kann Relais N2 nicht wieder ansprechen. Relais M2 hält sich über den Kontakt
99m, und Relais R2 wegen seiner Verzögerungswirkung, trotz des wiederholten
Öffnens des Kontaktes 104h2, über die Kontakte 27c5, 1o3 1n2, 1041a2 und
1o5 v2. Die Relais V2, 1Y12, R2 und K2 haben bei ihrer Erregung die Kontakte 66
v2, 65 m2 und 67 v2 und 68 h2 geschlossen. Es liegt also jetzt die Wechselstromquelle
W¢ an der a-Ader, und der Wecker des gewünschtetl Teilnehmers wird so oft betätigt,
als die Beamtin ihren Rufschlüssel umlegt.
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Meldet sich der Teilnehmer, so spricht das in der Rufpause abgefallene
Relais Y im Leitungswähler an über: Erde, Relais Y, Kontakt 50p, b-Arm des Leitungswählers,
geschlossene Teilnehmerschleife, z-Arm des Leitungswählers, Kontakt 49 p, Wicklung
I des Relais A3, Batterie, Erde. Relais Y schließt den Kontakt 58y von neuem und
legt damit über den Drehmagneten D Batterie an die b-Ader. Im Übertrager spricht
daher Relais K2 in der nächsten Rufpause an über: Erde, Kontakte 72 7z2,
ioo iiz2, Relais K2, b-Ader, Kontakte 58y, 98p, Magnet D,
Batterie,
Erde. Da in diesem Augenblick die Relais H2 und R2 aberregt sind, sprechen die Relais
A2 und 22 an über: Erde, Batterie, Wicklung I des Relais A2, Wicklung III des Relais
N2, Kontakte 69 k2, 701--2, 71 s2, 22 h2, 32 c5, Erde. Relais
A2 schließt bei seinem Ansprechen Kontakt 75 a2, so- daß Relais h2 erregt
wird über: Erde, Kontakte 1o7 c4, 75 a2, Wicklung I des Relais V2, Batterie,
Erde. Kontakt i o8 g2 ist geöffnet, da Relais C'r2 wegen seiner starken Verzögerung
in der Ruhepause nicht abfällt. Relais N2 legt den Kontakt 72 % in die Lage
73 %, so daß Relais S2 erregt wird über: Erde, Kontakt 73 n2, Widerstand Wi4, Relais
S2, Batterie, Erde. Relais S2 legt beim Ansprechen den Kontakt 71 s2 in die Lage
74s, Daher spricht Relais F2 an über: Erde, Kontakte 32 c5, 22 h2, 74321
7592, WicklungIII des RelaisF2, Batterie, Erde und schließt den Kontakt 1o6
f2, so daß sich Relais S2 über diesen Kontakt und den Kontakt 33r2, geschlossene
Teilnehmerschleife nach Erde am Relais Y während des Gespräches hält. Mit Öffnen
des Kontaktes 7i s2 ist aber der Stromkreis für die Relais A2 und N2 unterbrochen,
so daß sie abfallen. Es ist also auf dieseWeise bewirkt, das Relais A2 nur vorübergehend
anspricht und daher seine Kontakte 16a., und 17a2 vorübergehend in die Lagen 76
n2 und 77 a.2 legt. Dadurch wird die Wechselstromquelle W2 an die Verbindungsleitung
VL angeschaltet und ein Stromstoß über diese Leitung gesandt.
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Dieser bewirkt im Übertrager Uel das vorübergehende Ansprechen des
Relais f1. Relais I1 schaltet die Relais V1 und Hl mit seinem. Kontakt 78 il ein.
Relais Hi schließt den Kontakt 79 h1, so daß die Relais F, und R erregt werden
über: Erde, Batterie, Wicklung Il des Relais F1, Kontakt 79 1,4, Wicklung
II des Relais R1, Kontakte 8o r1, 1 i g1, 3 c, Erde. Relais F1 legt bei seinem Ansprechen
den Kontakt 81 f1 in die Lage 82 f1 und hält sich über Erde, Kontakte 8:2f" ioggl,
WicklungIII des Relais F1, Batterie, Erde. Nach Beendigung des Stromstoßes und Abfallen
des Relais V1 liegt Erde an der a-Ader über die Kontakte 82 f1, 83v" Widerstand,
Wicklung II des Relais A1, Kontakt 31 ei. Dadurch wird in der nicht dargestellten
vorgeordneten Verbindungseinrichtung das Schlußzeichenrelais betätigt, welches dann
in bekannter Weise der Fernbeamtin ein Zeichen übermittelt, woraus sie erkennt,
daß der Teilnehmer sich gemeldet hat. Die Beamtin legt darauf ihren Rufschlüssel
endgültig in die Ausgangslage zurück und schaltet die Verbindung zwischen anrufenden
und gerufenen Teilnehmer durch, so daß das Gespräch beginnen kann.
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Legt nach der Beendigung des Gespräches der gerufene Teilnehmer seinen
Hörer auf, so fällt Relais S2 im übertrager-Ue2 ab, und der Stromkreis für die Relais
A2 und 1T2 ist wieder hergestellt über: Erde, Kontakte 32 c5, 22 j22, 71
s2, 70 r2, 69 k2 Wicklung III des Relais N2, Wicklung
I des Relais A2, Batterie, Erde. Relais N2 schließt seinen Kontakt 73 1z2,
so daß Relais S2 wieder anspricht. Dadurch wird der Kontakt 71 s2 geöffnet und der
Stromkreis für die Relais A2 und 11T2 unterbrochen. Hierdurch wiederum wird aber
auch Kontakt 73112 beim Abfall des Relais N2 geöffnet und damit Relais S2 zum Abfallen
gebracht. Infolge erneuten Schließens des Kontaktes 71 s2 sprechen dann wieder die
Relais A2 und N2 an, so daß sich das Zusammenarbeiten zwischen den Relais A2, N2
und S2 wiederholt. Es wird auf diese Weise die Wechselstromquelle W2 infolge des
wiederholten Ansprechen des Relais A2 entsprechend oft an die Verbindungsleitung
VL angeschaltet, so daß Stromstöße über die Leitung gesandt werden.
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Im Übertrager Uei wird dadurch das Relais 11 wiederholt erregt und
aberregt und schaltet mit seinem Kontakt 78 i1 die Relais Hl und Vi ein. Da während
der Stromstoßgabe das Relais V1 infolge seiner Verzögerungswirkung erregt bleibt,
wird jetzt der Kontakt 83 vl geöffnet und damit die über den Kontakt 82 f1 an der
a-Ader liegende Erde von dieser Ader abgeschaltet. Dadurch wird das Schlußzeichenrelais
in der vorgeordneten Verbindungseinrichtung von neuem beeinflußt und übermittelt
der Beamtin ein Signal, woraus sie erkennt, daß das Gespräch beendet ist.
Die
Beamtin löst darauf die Verbindung aus, indem sie durch Ziehen des nicht gezeigten
Verbindungsstöpsels die vorgeordnete Verbindungseinrichtung in die Ruhelage und
damit das Relais C im Übertrager Uel zum Abfallen bringt. Relais C schließt -daher
seinen Kontakt 84c. Dadurch ist ein Stromkreis hergestellt für Relais A1 über: Erde,
Kontakte 85 ci, 84c, 86e1, Wicklung III des Relais N1, Wicklung I des Relais Al,
Batterie, Erde. Relais A1 schließt den Kontakt 9 a1, so daß Relais T, anspricht
über: Erde, Kontakte io cl, 9 a1, Wicklung I des Relais Batterie, Erde. Da Relais
Al bei seinem Ansprechen auch den Kontakt 7 a1 geschlossen hat, ist ein Kurzschluß
für die Wicklung II des Relais .El hergestellt und dieses -Relais fällt ab. Hierdurch
öffnet der Kontakt 6 e1, so .daß auch Relais-GI abfällt. Dadurch wird aber über
den Kontakt 8g, ein Kurzschluß für Relais T, hergestellt und dieses fällt
ebenfalls ab. Da dadurch der Kontakt 87 v1 geÖffnet wird, ist auch der Stromkreis
für Re-IaisAl unterbrochen und dieses wird ebenfalls aberregt. Es ist auf diese
.Weise erreicht, daß das Relais Al verhältnismäßig lange erregt und dadurch ein
entsprechend langer Wechselstromstoß über die Verbindungsleitung ausgesandt wurde.
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Durch diesen wird im Übertrager Ue, wieder das Relais 1.
erregt,. welches durch den Kontakt 18 i. die Relais H., und Ih einschaltet. Durch
Ansprechen des Relais H2 wird der Kontakt igh, geschlossen und stellt den Kurzschluß
für Relais C4 wieder her. Dieser wird jetzt infolge der Länge des Stromstoßes so
lange aufrechterhalten, daß Relais G2 abfallen und seinen Kontakt 25 g4 öffnen
kann. j,elais C4 kann nun nicht wieder, wie oben ßei der Beschreibung des Rufens
auseinandergesetzt, von neuem ansprechen und Relais G2 einschalten. Der Kontakt
25 g2 bleibt daher geöffnet und Relais C5 fällt auch ab. Durch Abfall des Relais
C5 wird Kontakt z8 c5 geöffnet und damit die zum Leitungswähler führende c-,4der
unterbrochen.
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In diesem fällt Relais Ca ab. Relais Q öffnet seine Kontakte
30 ce und 46 ce, legt den Kontakt 4o c, in die Lage 88 c, und schließt den
Kontakt 89 ca. Durch die zuletzt genannte Kontaktbetätigung wird Relais Y kurzgeschlossen
und fällt .ab. Durch öffnen des Kontaktes 46 c6 fällt Relais P ab. Durch Schließen
des Kontaktes 88 c8 ist ferner ein Stromkreis für den Drehmagneten D hergestellt
über: Erde, Kopfkontakt 39 k, Kontakte 38v3, 88c" 4224 43p, Drehmagnet
D,
Batterie, Erde. Der Magnet spricht an und schließt den Kontakt 9o d, wodurch
ein Stromkreis für Relais U geschlossen wird- über: Erde, Kopfkontakt 39 k, Kontakte
38 v3, 9o d,
Wicklung II des Relais U, Batterie, Erde. Relais U unterbricht
durch öffnen seines Kontaktes q.2 u den Stromkreis für den Drehmagneten, so .daß
Kontakt god wieder geöffnet wird und auch Relais U abfällt. Dadurch wird aber wieder
über Kontakt 42 ii der Stromkreis für den Magneten D geschlossen, so daß
dieser abermals anspricht. Die Schaltarme des Leitungswählers werden daher durch
das Zusammenarbeiten zwischen Magnet D und Relais U so lange weitergeschaltet, bis
der Leitungswähler seine Ruhelage erreicht hat; womit auch die Kontakte 37w und
29k geschlossen und 39k und q.8 w geöffnet werden. Die Anordnung befindet
sich dann wieder in der Ruhelage: Es sei nun angenommen, daß, nachdem die Fernbeamtin
sich mit der Leitung des gewünschten Teilnehmers verbunden hat, derselbe besetzt
sei. Die Beamtin erhält darauf, da Relais P im Leitungswähler nicht angesprochen
und Kontakt 96p geschlossen ist, ein Besetztzeichen über: Erde, Kontakte 46c6 96p,
i ioy, Wicklung II des Relais A3, Kontakt 48 w, Besetztzeichenspule, Erde. Siebetätigt
jetzt wieder nur ihren Rufschlüssel, und es werden dadurch, wie oben bei Erklärung
des Rufenden beschrieben, wieder Stromstöße über die Verbindungsleitung ausgesandt.
Dadurch treten dann die an jener Stelle bis zum Ansprechen der Relais K2 und Y auseinandergesetzten
Vorgänge ein. Da je-
doch jetzt der gewünschte Teilnehmer besetzt ist und
daher Relais P im Leitungswähler nicht angesprochen hat, ist Kontakt 98p nicht geschlossen,
und es wird daher beim Ansprechen von Relais Y die Batterie an die b-Ader nicht
angeschaltet. Wenn dann Relais N., im Übertrager Ue2, wie ebenfalls oben angegeben,
anspricht, wird zwar auch wieder Erde über den Kontakt 6111, an den die Relais K=
und Y enthaltenden Stromkreis angelegt, jedoch hat diese Anschaltung jetzt keine
Wirkung auf das Relais K2. Dies bleibt vielmehr erregt und hält sich zusammen mit
Relais Y über: Erde, Batterie, Widerstand TiTi2, Kontakte 55y2 56f2 9i k2, Relais
K2, b-Ader, Kontakt 9h5 c5, Widerstand Wil, Relais 1,', Erde. Relais Y legt den
Kontakt iioy in die Lage i 15 y und schließt die Kontakte 92y und 93y. Es sind damit
die Kontakte 94p und 5op überbrückt und eine Sprechverbindung zwischen der Beamtin
und dem gewünschten Teilnehmer ist hergestellt. Die Beamtin teilt dann dem Teilnehmer
das Vorliegen eines Ferngespräches mit und trennt die bestehende Ortsverbindung
in folgender Weise: Durch. Bedienung des Trennschlüssels wird Erde an die c-Ader
und Spannung an die b-Ader angeschaltet und damit Relais Al über Kontakte 31e1 und
Relais K1 über Kontakt
8i f, erregt. Es gelangen dann wieder wie
beim Rufen Stromstöße über die Verbindungsleitung, welche im Übertrager Ue2 folgende
Vorgänge bewirken: Bei dein durch Stromstöße mittlerer Länge bewirkten vorübergehenden
Abfall des Relais C4 sprechen die Relais R2 und F2 an über: Erde, Kontakte
27 es, 52 c4, 53 -i22, 54n22, Wicklung I des Relais F2, Wicklung III
des Relais R2, Batterie, . Erde. Kontakt 59r2 wird geschlossen, und Relais iN2 spricht
an über: Erde, Kontakte 27 c5, 59y2, Wicklung I des Relais 1T2, Kontakt 54m"
Wicklung I des Relais F, Wicklung III des Relais R2, Batterie, Erde. Es "schließt
seinen Kontakt Gi%. Da sich Relais K2 über Relais Y hält, ist Kontakt
62 k2 offen und Relais N2 bleibt erregt über: Erde, Kontakte 27c5 59r2 647"
Wicklung I des Relais F2, Wicklung III des Relais R2, Batterie, Erde. Außerdem spricht
Relais 1Y12 an über: Erde, Kontakte 27 cs, 52 c4, Wicklung I des Relais M2,
Kontakt 64n2, Wicklung I des Relais F2, Wicklung III des Relais R2, Batterie, Erde.
Relais il, schließt Kontakt 65 in, und hält .sich über seine Wicklung II. Damit
besteht, so lange Stromstöße ausgesandt werden, folgender Stromkreis über der a-Ader,
Erde, Kontakte 61 n2, 67 y2, 65 %, 66v2, 94c4 -a-Ader, Widerstand, Wicklung
I des Relais As, Batterie, Erde.
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Relais A3- schließt die Kontakte ii3-aä und 114a, und schaltet damit
sowohl Erde an die b-Ader über die Kontakte 46 c-, 96p,
1.13a,
als auch Erde an die c-Ader über die ontakte 46 cs, 9.6 p, i 1 5
y, r 14 a" so daß dadurch die bestehende Ortsverbindung in bekannter Weise getrennt
wird.
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Die erfindungsgemäße Einrichtung arbeitet in der gleichen Weise wie
oben beschrieben, wenn die Verbindungsleitung in entgegengesetzter Richtung benutzt
wird, also der Übertrager Ue2 über den Zugang III belegt und über den Ausgang II
des Übertragers Uel die Verbindung weitergeleitet wird. Die dann wirksam werdenden
Relais sind in der Fig. i dargestellt. Von einer Beschreibung dieser Verbindung
ist jedoch Abstand genommen; da die Wirkungsweise der Anordnung im wesentlichen
mit der oben auseinandergesetzten übereinstimmt.