DE62618C - Eine elektrische Typenradschreibmaschine - Google Patents

Eine elektrische Typenradschreibmaschine

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DE62618C
DE62618C DENDAT62618D DE62618DC DE62618C DE 62618 C DE62618 C DE 62618C DE NDAT62618 D DENDAT62618 D DE NDAT62618D DE 62618D C DE62618D C DE 62618DC DE 62618 C DE62618 C DE 62618C
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carriage
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DENDAT62618D
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E. J. SlLKMAN in Baltimore, 26 Charles Street, Staat Maryland, V. St. A
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B41PRINTING; LINING MACHINES; TYPEWRITERS; STAMPS
    • B41JTYPEWRITERS; SELECTIVE PRINTING MECHANISMS, i.e. MECHANISMS PRINTING OTHERWISE THAN FROM A FORME; CORRECTION OF TYPOGRAPHICAL ERRORS
    • B41J3/00Typewriters or selective printing or marking mechanisms characterised by the purpose for which they are constructed
    • B41J3/44Typewriters or selective printing mechanisms having dual functions or combined with, or coupled to, apparatus performing other functions

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  • Accessory Devices And Overall Control Thereof (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
KLASSE 15 ν; Druckerei. Q LfD
Die vorliegende Erfindung hat Neuerungen an elektrischen Schreibmaschinen zum Gegenstande.
An der Vorderseite der Maschine befinden sich die Tasten, und diese Tasten beeinflussen elektrische Leitungen, in welchen Solenoide und Magnete enthalten sind, durch welche der Mechanismus bethä'tigt wird. Die Typen befinden sich am Umfang eines Rades, und dieses Rad sitzt auf einer waagrechten, mit dem zu bedruckenden Papier parallelen Achse.
Die Achse ist in einem Wagen gelagert, welcher sich hin- und herbewegt, um das Typenrad mit dem Papier in Berührung zu bringen, wenn ein Buchstabe gedruckt werden soll. Das Typenrad bewegt sich gleichzeitig längs der Achse, damit die Buchstaben in einer Zeile quer über das Papier zum Abdruck gelangen, und wenn die Zeile beendigt ist, geht das Typenrad zum Anfang der Zeile zurück, und das Papier wird vorwärts bewegt.
Ein anderer hin-' und hergehender Wagen oder Rahmen regelt die Drehung des Typenrades. An dem Rahmen befinden sich Zahnstangen, welche in Getriebe auf der Typenradwelle eingreifen.
Wenn eine Taste niedergedrückt wird, so geht der Rahmen mit den Zahnstangen vorwärts, bis eine an demselben befindliche Anschlagleiste mit einem Anschlag in Berührung kommt, der durch die Taste emporgeschnellt worden ist. Die Anschlagleiste ist schief, und die Tastenanschläge befinden sich in verschiedenen Abständen von ihrem Rand, so dafs die Zahnstangen um verschiedene Längen vorgehen können und das Typenrad verschiedene Ausschläge macht. Wenn das Typenrad so eingestellt worden ist, wird es festgestellt, und die beiden Wagen gehen zusammen zurück, um das Zeichen auf dem Papier abzudrucken. Hierauf wird das Typenrad ausgelöst und vom Papier zurückgezogen.
Wenn die Tastenanschläge durch das Niederdrücken der Tasten gehoben wurden, so werden sie durch Einschnappen in eine Führungsschiene festgehalten und durch das Vorgehen der Anschlagplatte gegen dieselben abgelöst.
Diese Anordnung gestattet in manchen Fällen, mehrere Tasten gleichzeitig niederzudrücken. Dann verschiebt das Vorgehen der Anschlagplatte zuerst jenen Tastenanschlag, welcher ihr die kürzeste Bewegung gestattet, und es gelangt das entsprechende Zeichen zum Abdruck; sodann gehen allsogleich beide Wagen wieder vorwärts, und der zweite Tastenanschlag bewirkt den Abdruck des entsprechenden Zeichens und so fort, bis alle Tasten ausgelöst sind, worauf die Anschlagplatte mit ihrem Wagen in die rückwärtige Stellung zurückgeht und dort verbleibt, bis wieder eine Taste niedergedrückt wird.
Um im Bedarfsfall grofse Buchstaben drucken zu können, sind die grofsen und kleinen Buchstaben abwechselnd am Typenrad angeordnet, und ein Anschlag ist angebracht, welcher, wenn in Thätigkeit gebracht, die Vorwärtsbewegung des Typenwagens aufhält, wodurch die gegenseitigen Stellungen des Typenrades
und der Triebstangen um einen Betrag geändert werden, der nothwendig ist, um zu bestimmen, ob jeweilig der kleine oder der entsprechende grofse Buchstabe, in die Druckstellung gelangt.
In den beiliegenden Zeichnungen ist:
Fig. ι eine Draufsicht der ganzen Vorrichtung in der gewöhnlichen Lage, d. h. gerade nach dem Abdruck eines Zeichens,
Fig. 2 ein senkrechter Längsschnitt durch dieselbe nach der Linie 2-2, Fig. 1;
Fig. 3 zeigt einen ähnlichen Schnitt durch den oberen Theil der Maschine nach der Linie 3-3^ Fig. 1,
Fig. 4 einen senkrechten Querschnitt nach der Linie 4-4, Fig. 1, von hinten gesehen.
Fig. 5 ist eine Draufsicht des Typenrades und des dasselbe tragenden Gestelles,
■ Fig. 6 eine Seitenansicht desselben mit Fortlassung des Rades, ■ ■ ■
Fig. 7 eine Draufsicht des das Typenrad bethätigenden Rahmens und der Tastenanschlagstange,
Fig. 8 eine schematische Seitenansicht der elektrischen und mechanischen Verbindungen zwischen den Tastenhebeln, dem Typenrade und den Sperrvorrichtungen;
. Fig. 9 zeigt eine Detailansicht (theils Aufrifs, theils Schnitt) eines der Typenrad- oder Tastenanschläge bei der vorderen Stellung, während Fig. 8 die entsprechenden Theile in der gewöhnlichen oder rückwärtigen Stellung andeutet,
Fig. 10 zeigt in der Draufsicht einige der in Fig. 8 gezeigten Theile.
Fig. 11 ist· eine perspectivische Ansicht der Sperrklaue für das Typenrad,
Fig. 12 ein Schnitt durch die Sperrklaue und einen Theil des Typenrades;
Fig. 13 zeigt schematisch einen senkrechten Längsschnitt, der die Details des Mechanismus zur Verstellung des Typenrades behufs Ueberganges von grofsen zu kleinen Buchstaben darstellt, ■ .
Fig. 14 schematisch die Schaltung;
Fig. 15 und 16 zeigen Constructionseinzelheiten in Ansicht und Draufsicht.
Der gesammte Mechanismus ist auf der Bodenplatte A angeordnet.
Die Buchstaben, Zeichen und Zahlen befinden sich am Umfang eines Typenrades B, wobei die grofsen und die kleinen Buchstaben am besten abwechseln.
Das Typenrad wird von einer Hülse b getragen, welche sich mit einer Welle B1 dreht, aber der Länge nach auf derselben verschiebbar ist. Die Welle B1, Fig. 5, ist zwischen Schrauben b1 in einem Wagen oder Rahmen I?2 gelagert, der sich in der Längenrichtung auf Führungen Bs B4, Fig. 1 und 2, im Hauptgestell hin- und herbewegt.
Zahnräder £>2 auf der Typenradwelle greifen in Zahnstangen c auf einem Rahmen C, der das Typenrad bethätigt, mit Bügeln c1 für den Typenradwagen versehen ist und eine gröfsere hin- und hergehende Bewegung machen kann als der Wagen. Seitlich vorspringende Arme c2, Fig. ι und 2, am hinteren Ende dieses Rahmens tragen Stangen d, auf welchen die Anker oder Kerne der das Typenrad bethätigenden Magnete oder Solenoide DD1D2D3 angeordnet sind.
Bei der in der Zeichnung dargestellten Normallage sind die hinteren Solenoide D Χ)1 eingeschaltet. Wenn dagegen der Strom durch die vorderen Solenoide D2 D3 geleitet wird, so bewegt sich der das Typenrad bethätigende Rahmen C nach vorwärts, während der Typenradwagen jB2 stehen bleibt, indem er sich gegen1 einen geeigneten Anschlag am Hauptgestell lehnt. Die Zahnstangen c drehen daher die Zahnräder b2 auf der Typenradwelle und somit auch das Typenrad selbst.
Eine Anschlagleiste C1 (Fig. 1, 7, 8, 9 und 10) sitzt am vorderen Ende des das Typenrad bethätigenden Rahmens C, und zwar ist dieselbe gegen dessen Bewegungsrichtung geneigt und am vorderen Rande mit Einkerbungen c3 versehen, von denen je eine je einer Type am Typenrad entspricht.
Ein Tastenhebel E, Fig. 1, an der linken Seite der Klaviatur bewirkt das Abdrucken der grofsen Buchstaben. Ein entsprechender Tastenhebel E1 auf der anderen Seite der Klaviatur beherrscht den Mechanismus zum Zurückziehen des Typenrades beim Beginn einer neuen Zeile und gleichzeitig auch den Mechanismus zum entsprechenden Verschieben des Papieres.
Die gewöhnlichen Tastenhebel E2E3 etc. zum Drucken der Buchstaben und Zeichen sind waagrecht und parallel zu einander angeordnet und drehen sich um eine gemeinsame Achse e (Fig. 2). . ,
Fig. ι zeigt eine Klaviatur, bei welcher die Buchstaben WA S von links nach rechts laufen und ebenso die Buchstaben IN, während die Buchstaben AND und THE von hinten nach' vorn laufen und neben einander liegen. Die irgend einem dieser . Worte entsprechenden Tastenhebel können daher gleichzeitig niedergedrückt und mit dieser Maschine rasch abgedruckt werden, wie nachstehend erläutert werden soll.
Jeder Tastenhebel trägt einen Anschlagarm .F (Fig. 1,2, 8,9 und 10), der senkrecht um einen Zapfen f in einer mit dem Tastenhebel parallelen Ebene schwingt und senkrecht in einer Querführung E2 im Haüptgestell beweglich ist, welche hinreichend weit ist, um eine geringe schwingende oder nachgebende Bewegung des Anschlagarmes zu ermöglichen. Jeder Anschlagarm trägt an seinem Kopf F1 Stufen Z1/2, von denen die untere f\ wenn
der Anschlag gehoben ist, am hinteren Rand der Führung F2 aufliegt, während die obere/1 zur geeigneten Zeit mit der entsprechenden Einkerbung an der Anschlagplatte e1 in Eingriff tritt. Federn /3, welche mit dem unteren Ende der Anschlagarme F verbunden sind, haben das Bestreben, deren obere Enden in der äufsersten rückwärtigen Stellung und die Tastenhebel in der gewöhnlichen waagrechten Lage zu halten.
Infolge dieser Einrichtung wird, wenn eine Taste angeschlagen, wird, das hintere Ende ihres Hebels gehoben und der zugehörige Anschlagarm in die durch die punktirten Linien in Fig. 8 angedeutete Stellung emporgeschnellt, so dafs die zweite Stufe /2 auf der oberen hinteren Stange der Führung aufruht. Der Anschlagarm (oder mehrere Anschläge, wenn -mehr als eine Taste niedergedrückt worden sind) verbleibt in dieser gehobenen Stellung, bis die schräge Anschlagleiste C1 auf ihn trifft, welche glatt über alle Anschlagarme weggeht, mit Ausnahme derjenigen, welche angehoben worden sind. Der das Typenrad bethätigende Rahmen geht nun vor, bis die zugehörige Einkerbung c3 der Stange c1 gegen diesen Anschlag stöfst. Da die Anschläge alle in einer zur Bewegungsrichtung des Rahmens C senkrechten Geraden liegen, während die zu-• gehörigen Einkerbungen der Anschlagleiste sich in einer zur Bewegungsrichtung schrägen Linie befinden, so erkennt man, dafs der von dem das Typenrad .bethätigenden Wagen C durchlaufene Weg sich bei jedem Buchstaben entsprechend ändert. Wenn die Anschlagleiste c1 gegen den Anschlagarm F slöTst, so tritt ihr vorspringender Rand unter die obere Stufe/1 und drückt den Arm vorwärts aus der in Fig. 8 punktirten Lage in die in Fig. 9 angedeutete Stellung.
Bei dieser Bewegung stöfst der Anschlagarm F gegen eine Querstange g, welche im Folgenden Schubstange genannt werden soll, und welche zwei Hebel G verbindet, die von einer anderen Querstange g-1 nahe dem oberen Ende des Gestelles herabhängen und sich um dieselbe drehen.
Jeder dieser Hebel G ist seinerseits durch eine Stange G1 mit einem Arm G2 verbunden, der sich um einen Zapfen g2 im Gestell dreht und für gewöhnlich durch eine Feder gs zurückgehalten wird. Die Arme G2 sind oben durch eine Querstange gi verbunden; diese Querstange wird von den Gabeln h eines Winkelhebels H (Fig. 8, 10, 11 und 12) umfafst, welcher waagrecht um einen senkrechten Zapfen h'1 im Gestell schwingt und einen nach rückwärts herausragenden Arm ΗΛ trägt, welcher zur geeigneten Zeit in Aussparungen h% an der Seite des Typenrades: eintritt und so das Typenrad während des Abdruckens des Zeichens feststellt. Der Arm H1 ist, wie gezeichnet (Fig. 11 und 12), an einer Stelle abgeschrägt, so dafs er mit Leichtigkeit in die Einkerbungen eintritt. Wenn dann das Rad gegen die Druckwalze bewegt wird, füllt der breitere Theil des Armes die Einkerbung vollständig aus und hält das Rad fest. Stellschrauben fi (Fig. 10) begrenzen die Rückwärtsbewegung der Schubstange g.
Wenn die Vorwärtsbewegung des das Typenrad bethätigenden Wagens C auf diese Weise aufgehalten wird, und das Typenrad festgestellt ist, so werden die rückwärtigen Druckmagnete /2 /3, wie nachstehend beschrieben werden soll, eingeschaltet. Der Anker i dieser Magnete ist auf einem nach aufwärts gerichteten Hebel /4 (Fig. i, 2 und 4) angeordnet, der senkrecht auf einem Zapfen il in einer zur Bewegungsrichtung des Typenrades parallelen Ebene schwingt.
Das obere Ende, dieses Hebels tritt in einen Bügel j auf einer Stange J, die waagrecht um einen Zapfen j' an der linken Seite der Maschine schwingt und durch eine Stange J1 mit der Klinke k (Fig. 1, 2, 3 und 4) des Sperrrades k1 verbunden ist. Das letztere ist fest verbunden mit einem Stirnrad K, welches in ein Stirnrad K1 auf einer Schraubenspindel L eingreift, welche die seitliche Bewegung des Typenrades bewirkt. Die Theile sind so bemessen, dafs die Schraubenspindel L bei jeder Schaltung eine volle Umdrehung macht. Ein zu weites Drehen wird dadurch verhindert, dafs auf der Spindel L ein Anschlag p1 (Fig. 1, 3 und 15) angeordnet ist, gegen welchen ein Zahn ρ an dem das Typenrad tragenden Wagen JB2 stöfst, wenn das Typenrad sich vom -Papier wegbewegt, nachdem ein Zeichen gedruckt, worden ist.
Der vorstehend erwähnte' Ankerarm /4 ist durch einen Bügel P (Fig. 2 und 5) mit dem Typenradwagen B2 verbunden, so dafs, wenn dieser Ankerhebel sich rückwärts bewegt,' er diesen Wagen vor sich hinschiebt und den Buchstaben abdruckt (das Typenrad ist währenddem durch den Hebel H festgestellt). Sobald dies geschehen ist, wird die Leitung wieder durch die vorderen Magnete II1 geschlossen und der Wagen vorwärts gezogen.
Es sollen nun die Mittel beschrieben werden, welche dazu dienen, das Typenrad seitlich zu .bewegen, damit die Zeichen neben einander gedruckt werden. Ein Block M ohne Muttergewinde (Fig. 1 und 2) gleitet frei der Länge nach auf der erwähnten Schraubenspindel L. Die Gabel eines nach rückwärts reichenden Armes m greift in eine Nuth in der Nabe b des Typenrades und verbindet dieses so mit dem Block. Eine nach vorn reichende Platte M1 verbindet diesen Block M mit einem Schlitten M2 (Fig. 1 und 2), der der Länge nach auf einer Drehwelle N beweg-
lieh ist. Ein Arm n, welcher frei auf der Drehwelle gleiten und sich um seine Lager im Schlitten M2 drehen kann, ist mit einer Feder versehen, die in einer Lä'ngsnuth der Drehwelle geht, so dafs der Arm η sich mit der Drehwelle drehen und sich auch längs derselben übereinstimmend mit dem Typenrad und dem Block M bewegen kann.
Jener Theil des Armes n, welcher auf der Schraubenspindel L liegt, ist mit einem entsprechenden Muttergewinde versehen und wird für gewöhnlich durch eine Feder nl gegen die Spindel gedrückt, so dafs das Typenrad und die Muffe M schrittweise vorrücken, damit die Buchstaben oder Zeichen in richtigem Abstand von einander zum Abdruck gelangen, wie nachstehend beschrieben werden soll.
Bei dieser Bewegung von links nach rechts spannt der Block eine Spiralfeder M3 (Fig. 4), welche mit demselben durch eine Schnur oder Kette m1 verbunden ist. Wenn nun die Muffe M das Ende ihrer Bewegung erreicht, wird der Arm η von der Spindel L durch Niederdrücken einer Taste E1 losgemacht und die Muffe M und das Typenrad werden auf die andere Seite des Rahmens zurückgezogen, um eine frische Zeile zu beginnen. Ein Anschlag L1 (Fig. 1) am linken Ende der Spindel regelt die Stelle, an welcher die Zeile beginnt.
Eine in der Zeichnung nicht dargestellte Glocke zeigt die Annäherung des Typenrades an das Ende der Zeile an. Hebel m2 (Fig. 1 und 4), die an der Platte Af1 drehbar sind und auf den Arm η wirken (Fig. 1 5, 16), dienen dazu, den letzteren von der Spindel abzuheben und das Typenrad nach rechts oder links von Hand aus bewegen zu können. Soll das Typenrad wieder an den Anfang einer Zeile zurückgebracht werden, so wird eine Taste E1 auf der rechten Seite der Klaviatur niedergedrückt. Hierdurch wird ein Magnet O (Fig. 2, 15 und 16) eingeschaltet, der einen Ankerhebel O1 bethätigt, welcher senkrecht und der Länge nach um einen Zapfen ο auf der Rückseite der Maschine schwingen kann. Das vordere Ende einer Stange o2, die am oberen oder freien Ende dieses Ankerhebels eingelenkt ist, ist wieder mit einem Winkelhebel o3 gelenkig verbunden, der sich um einen Zapfen o1 am Hauptgestell dreht. Der kurze Arm o2 dieses Hebels wirkt auf einen Kurbelarm n% auf der Drehwelle N und bethätigt dieselbe derart, dafs der Arm η von der Spindel L freigemacht wird. Eine federnde Klinke ra3, die waagrecht um einen Zapfen am Block M schwingt, schiebt sich zwischen diesen Block und Arm und hält den Arm empor. Die Feder M3 (Fig. 4) zieht dann den Block auf die linke Seite zurück, bis der Anschlag L1 gegen das Schwanzstück der federnden Klinke stöfst und dieselbe unter dem Arm η wegzieht, dessen Feder ihn sofort wieder mit der Spindel in Eingriff bringt, worauf die Theile zum Beginn einer frischen Zeile bereit sind.
Um zu verhindern, dafs das Typenrad zu fest gegen die Druckwalze schlage, wird ein Buffer benutzt, welcher aus einer mit Gewinde versehenen Stange R (Fig. 1,2 und 3) besteht, die durch einen Arm r am Hauptgestell und einen Ansatz r1 auf einen Ständer R1 des das Typenrad tragenden Wagens B"2 hindurchgeht. Eine Feder r ist zwischen den Arm und den Ansatz geschoben. Eine Rolle r3 am Arm geht über eine Führungsschiene B3 auf dem Gestell. Diese Theile befinden sich in doppelter Ausführung auf jeder Seite des Gestelles. Diese Rollen und Führungsschienen tragen auch das hintere Ende des das Typenrad tragenden Rahmens, dessen vorderes Ende von Rollen α3 α4 auf den Führungsschienen B* am .Hauptgestell in ähnlicher Weise geführt und unterstützt wird.
Das Papier wird nach abwärts über einen geneigten Tisch S (Fig. 1, 2 und 3) geführt, und zwar zwischen einer Leitwalze S1 und einer Druckwalze S2, die zur geeigneten Zeit gedreht werden, um eine frische Zeile zu drucken. Es geschieht dies durch eine federnde Vorschubklinke s\ die um einen Arm s drehbar ist, welcher um eine mit der Walzenachse zusammenfallende Achse schwingt. Der Arm .s λ ist mit der Stange o2 gelenkig verbunden, welche die Vorrichtung zum Beginn einer neuen Zeile bethätigt.
Das am besten benutzte Farbband t (Fig. 1 und 2) ist schmal und wird durch einen Arm oder Rahmen tl zwischen der Druckwalze und dem Typenrad in seiner Stellung gehalten. Dieser Arm oder Rahmen bildet die Verlängerung des Armes m zur Regelung der Stellung der Nabe des Typenrades. Das Farbband ist auf Spulen TT1 gewickelt, die sich um senkrechte Wellen im Hauptgestell drehen. Die betätigenden Klinken t2 ihrer Vorschubsperrräder t3 (Fig. ι) sind so auf den das Typenrad tragenden Rahmen B2 gestellt, dafs sie das Band bei jeder Hin- und Herbewegung des Rahmens B2 um ein Geringes quer zu dessen Bewegungsrichtung verschieben.
Die Klinken sind mit Griffen i* (Fig. 1) versehen, um sie auszulösen oder die Bewegung des Bandes umzukehren.
Es soll nun der elektrische Theil der Vorrichtung nebst der Schaltung beschrieben werden, und zwar von der gewöhnlichen, in der Zeichnung dargestellten Lage der Theile ausgehend.
Ein Umschalter U (Fig. 14) dient zur Ein- oder Ausschaltung der Stromquelle; zunächst soll der Stromlauf in den Solenoiden besprochen werden. Der Strom geht von der Stromquelle durch einen Draht u zu einer
Klemme F, wie durch den- vollgefiederten Pfeil (Fig. 14) angedeutet; von da aus geht, der Strom, wie durch den vollgezogenen ungefiederten Pfeil angedeutet, durch die Drähte vv1 zu den Contacten F1 der Tastenhebel E2, welche immer geschlossen sind, wenn kein Tastenhebel niedergedrückt ist (Fig. 1, 8 und 14). Von da aus fliefst er durch den Draht v2 zum Contact F2 (Fig. 1 und 2), welcher ebenso wie W2 stets geschlossen ist, wenn der Hebe] G2 sich in seiner gewöhnlichen rückwärtigen, Stellung befindet und selbsttätig durch die Schubstange g beherrscht wird. Vom Contact F2 geht der Strom durch den> Draht v3 durch das linksseitige rückwärtige Solenoid D und von da aus durch den Draht ν4 durch das rechtsseitige hintere Solenoid D1 und von da durch den Draht a>5 zur Klemme F5 und von da durch Draht M1 zur Stromquelle zurück. So fliefst ein constanter Strom durch diese Schliefsung, so lange die Maschine in ihrer gewöhnlichen Lage verbleibt, d. h. derTypenradwagen sich in seiner vorderen Stellung befindet. Um das Typenrad vorzuschieben, den richtigen Buchstaben in die Druckstellung zu bringen und das Typenrad vor dem Drucken festzustellen, wird der Strom durch Niederdrücken eines der Tastenhebel if2, wodurch, wie man aus Fig. 8 ersieht, der Contact W1 hergestellt und der Contact F1 unterbrochen wird, wie weiter unten näher beschrieben werden soll, in folgender Weise durch eines der vorderen Solenoide geleitet. Der Stromweg ist durch die punktirten ungefiederten Pfeile (Fig. 14) angedeutet. Von der Klemme F ausgehend, zweigt er zuerst vom oben erwähnten Draht ν durch einen Draht W ab, von dem ein Zweig w zu einem Contact W1 führt, der durch den Tastenhebel E2 beherrscht wird. Von da aus geht er mittelst eines Drahtes n>2 durch das vordere linksseitige Solenoid D2 und dann durch einen Draht iv3 zum Contact W2, welcher ebenso wie der zugehörige Contact F2 durch die Schubstange g beherrscht wird. Vom Contact W2 aus geht der Draht w^ durch das rechtsseitige vordere Solenoid Z)3 und von da aus geht die Verbindung durch einen Draht b>5 zum Hauptrückleitungsdraht v5 und zur Klemme F5, wie beim anderen Zweig des Stromes. Dieser Strom ruft die vorstehend angegebene Bewegung des bethätigenden Rahmens des Typenrades etc. hervor und unterbricht die Contacte F2 TF2, so dafs die Solenoide keinen weiteren Strom erhalten. Aufserdem wird hierdurch der Contact X unterbrochen und der Contact Y (Fig. 8) hergestellt, wie später beschrieben werden soll.
Es soll nunmehr der Stromweg durch die Druckmagnete beschrieben werden; derjenige durch den vorderen Satz ist durch die vollgefiederten Pfeile angedeutet und wird auch : von einem constanten Strom durchflossen, : wenn sich alle Theile in ihrer gewöhnlichen Lage befinden, ähnlich, wie es bei den rückwärtigen Solenoiden der Fall ist. Der Stromweg durch den rückwärtigen Satz ist durch ■die entsprechenden punktirten Pfeile angedeutet. Mit dem vorderen Satz beginnend, sieht man, dafs ein Draht χ von der Klemme F abzweigt, worauf die Leitung durch einen Contact X, Draht x2, den linken vorderen Druckmagneten /, den entsprechenden rechten Magneten /' und den Draht x3 zur Klemme F5 weiter geht. In dieser Leitung ist auch ein Zwischencontact x1 zu einem später zu erläuternden Zweck angeordnet. Die Leitung für die rückwärtigen Magnete zweigt vom Draht χ bei j'1 ab, geht durch einen Contact Y1 und Draht y2 zu einem gewöhnlich offenen Contact Y2 am Hebel G2, der durch die Schubstange g beherrscht wird, welche auch die Solenoidencontacte F2 W2 beherrscht, wie vorstehend angegeben wurde. Vom Contact Y2 geht die Leitung durch den Drahtj'3, den linksseitigen Druckmagneten I2, den entsprechenden rechtsseitigen Magneten P und den Draht r4 zur Klemme F5.
Es soll nun die Leitung beschrieben werden, durch welche das Typenrad von der Schraubenspindel freigemacht wird, so dafs. es zurücklaufen kann, um eine Zeile zu beginnen, und gleichzeitig, um das Papier behufs Beginnes einer neuen Zeile zu verschieben. Wenn ein Tastenhebel El (Fig. 1 und 2) an der rechten Seite der Klaviatur niedergedrückt wird, so schliefst er einen Contact Z (Fig. 14), von welchem aus die Leitung wie folgt weitergeht. Von der Klemme F geht ein Draht \ zum Contact Z, und von da aus geht es weiter durch den Draht ^1, Magneten O, Draht f und Rückleitungsdraht ν5 zur Klemme F5.
Aus der voranstehenden Beschreibung ersieht man, dafs die ganze Vorrichtung durch elektrische Ströme bethätigt wird, welche entweder selbstthätig oder einfach durch Niederdrücken von Tasten geschlossen werden.
Die Vorrichtung wirkt, von der gewöhnlichen in den Zeichnungen dargestellten Lage ausgehend, wie folgt: Wenn eine Taste E2 niedergedrückt wird,'so geht der Strom durch die vorderen Solenoide D2 Z)3 und zieht den das Typenrad bethätigenden Wagen C vorwärts, während der Typenradwagen festgehalten wird, indem er sich gegen geeignete Anschläge am Gestell stützt. Unterdessen ist durch Niederdrücken des Tastenhebels dessen zugehöriger Anschlagarm F in seiner Führung F2 emporgeschnellt worden, so dafs seine untere Stufe/2 auf der oberen hinteren Kante derselben gerade in der Bahn der gekerbten Anschlagleiste C1 liegt. Wenn sich nun diese Leiste mit dem
das Typenrad bethätigenden Wagen vorwärts bewegt, so gleitet eine ihrer Einkerbungen cs, die dem gehobenen Anschlag entspricht, unter die obere Stufe/1 des Anschlagarmes F und schiebt ihn vorwärts aus der in Fig. 8 in punktirten Linien gezeichneten Stellung in die in Fig. 9 gezeichnete Stellung. Der Anschlagarm stöfst nunmehr gegen die Vorderseite der Führung F2. Mit Rücksicht auf die in Fig. 8 angedeutete Lage des Anschlagarmes F sollten in Fig. 8 die Theile C C1 und in Fig. 9 die Theile C C1 Ff Pf um ein kleines Stück (etwa 1 mm) höher stehen, als in der Zeichnung dargestellt ist, doch ist dies, wie leicht zu ersehen, nicht wesentlich.
Eine Stange q (Fig. 1, 8 und 10), welche der Erfinder Contactstange nennt, ruht oben auf dem Tastenhebel auf und ist durch radiale Stangen Q mit der Achse e verbunden, um welche die Tastenhebel schwingen.
Wenn eine Taste niedergedrückt wird und das hintere Ende ihres Hebels emporschnellt, so hebt sie die Contactstange q und einen herabhängenden Arm q1, der damit verbunden ist. Hierdurch wird der Federcontact V1 unterbrochen, welchen dieser herabhängende Arm für gewöhnlich geschlossen hält, und hierdurch wird auch der Strom durch die hinteren Solenoide unterbrochen. Gleichzeitig schliefst ein entsprechender herabhängender Arm q2, der ebenfalls mit dieser Contactstange verbunden ist, den Federcontact W\ der für gewöhnlich offen ist, und leitet so den Strom durch die vorderen Solenoide.
Wenn der Anschlagarm F durch die Anschlagplatte C1 vorwärts geschoben wird, nimmt er die Schubstange g mit, welche ihrerseits durch die schwingenden Hebel G und Stange G1 die Arme G2 (Fig. 8 und 10) vorwärts schnellt, welche die Querstange g* tragen. Diese bethätigt die Klinke H und läfst sie in das Typenrad einschnappen.
Bevor dies indessen geschieht, hat sich das Typenrad während der Vorwärtsbewegung des dasselbe bethätigenden Rahmens C gedreht, um den der niederdrückenden Taste entsprechenden Buchstaben in die richtige Druckstellung zu bringen, und die Klinke stellt es in dieser Stellung fest.
Diese Vorwärtsbewegung der Schubstange g bethätigt die Stangen und Hebel G G1 G2 etc. und öffnet gleichzeitig die Contacte F2 W2 (Fig. ι und 2) beider Solenoidleitungen. Die Bewegung unterbricht zu derselben Zeit den Contact X, indem sie dem Haken ps (Fig. 8) gestattet, über den Stift p4 zu fallen, worauf die Feder pe den Hebel P zurückzieht. Dieselbe Vorwärtsbewegung der Schubstange g und des Hebels G2 schliefst den Contact F2 (Fig. 1, und 14) und läfst den Strom durch die hinteren Druckmagnete hindurchgehen, welche den Anker i am Hebel /4 anziehen, der mit dem Typenradwagen B2 und der radialen Stange / verbunden ist, durch welche die Spindel L bethätigt wird.
Diese Anziehung des Ankers i nimmt auch den Typenwagen mit und bringt einen Buchstaben zum Abdruck. Diese Rückwärtsbewegung des Typenradwagens unterbricht in dem Augenblick, wo das Typenrad gegen das Papier schlägt, den Contact Y1 (Fig' ι, 13 und 14) der hinteren Druckmagnetleitung und schliefst gleichzeitig den Contact X1 in der Leitung der vorderen Druckmagnete mittelst eines Stiftes x6 (Fig. 1, 4 und 13), der auf einen Arm x4 wirkt, welcher von der Gleitstange x7 herabhängt. Hierdurch wird der Typenradwagen vorwärts und vom Papier weggezogen, durch welche Bewegung der Stift x6, der auf einen von der Gleitstange x7 herabhängenden Arm x5 trifft, die Stellung der Contacte X1 und F1 umkehrt und sie in ihre gewöhnliche Stellung bringt, wobei F1 geschlossen und X1 offen ist. Gleichzeitig mit dieser Bewegung dreht die radiale Stange / durch ihre Stange J1 und die Klinke k die Spindel L (Fig. 1). Der Daumen / auf dieser Welle (Fig. 8) wirkt auf das obere Ende des dreiarmigen Hebels P, der um einen Zapfen p1 schwingt, und löst den Haken p% auf diesem Hebel vom Stift p4 am Arm G2, mit welchem er durch die Feder pe in Eingriff gehalten wird. Sobald der Hebel P in der vorstehend angegebenen Weise ausgelöst wird, zieht die Feder gs den Arm G2 zurück, wodurch die Klinke H1 aufser Eingriff mit dem Typenrad gebracht wird. Damit der Haken p3 jederzeit in festen Eingriff mit dem Stift p4 gebracht wird," auch wenn die Feder nicht hinreichend wirken sollte, stöfst der Arm G2 bei seiner Vorwärtsbewegung gegen den abwärts gerichteten Arm ps des Hebels P. Dieser Arm ps drückt auch den Arm G2 zurück, wenn die Feder g3 nicht ausgiebig wirkt.
Diese Vorwärtsbewegung des Hebels P schliefst den Contact X der vorderen Druckmagnetleitung, bevor diese Leitung bei X1 durch die Bewegung des Typenradwagens B2, wie früher angegeben wurde, unterbrochen wird; hierdurch wird der Typenradwagen in seiner gewöhnlichen vorderen Stellung festgehalten.
Wenn die Rückwärtsbewegung des Hebels G die Contacte W2 und F2 schliefst, so wird die Leitung durch die hinleren Solenoide geschlossen, so lange keine Taste niedergedrückt ist. Hierdurch wird der das Typenrad bethätigende Rahmen C in seine gewöhnliche Stellung nach rückwärts gezogen. Wenn aber eine oder mehrere Tasten niedergedrückt werden, wodurch der Contact VF1 geschlossen und der "Contact V1 unterbrochen wird, so wird die Leitung durch die vorderen Solenoide D2D3
geschlossen und der das Typenrad bethätigende Rahmen wird vorwärts gezogen, bis er durch einen Anschlagarm F aufgehalten wird, worauf die Operation des Drückens sich wiederholt, bis der letzte Anschlagarm niedergedrückt ist. Wenn der das Typenrad bethätigende Wagen C durch die Wirkung der vorderen Solenoide D2 JD3 vorwärts gezogen wird und gegen einen Anschlagarm F stöfst, so wird er mit dem Typenradwagen JB2 festgekuppelt, und zwar durch die Wirkung des Hebels H1 und des Zwischenmechanismus, und beide Rahmen C und ß2 werden zurückgezogen, um mittelst der Druckmagnete P und I3 zu drucken. Wenn der das Typenrad bethätigende Rahmen C sich beim Drucken zurückbewegt und die Anschlagplatte C1 mitnimmt, so läfst die letztere den von ihr vorhin emporgehaltenen Anschlagarm los und gestattet ihm, in die gewöhnliche Lage zurückzufallen.
Die Rückwärtsbewegung des Armes G2 führt auch die Schubstange g in ihre gewöhnliche Stellung zurück. Wiederholtes Anschlagen derselben Taste oder Niederhalten derselben würde natürlich einen wiederholten Abdruck des Buchstabens veranlassen.
. Die schiefe Anordnung der Anschlagplatte gegenüber den Anschlägen gestattet, die Zeit zu ersparen, welche der das Typenrad beihätigende Wagen benöthigt, um seinen vollen Weg zu durchlaufen, und gestattet auch, eine Anzahl von Tasten gleichzeitig niederzudrücken, beispielsweise jene, die das Wort »Wand« bilden.
Wenn die diesen Buchstaben entsprechenden Anschläge gehoben sind, kommt die Anschlagplatte mit dem ersten in Berührung. Das Typenrad wird festgestellt, wodurch auch der Typenradwagen Bz und der das Typenrad bethätigende Rahmen C festgekuppelt werden. Die Leitungen werden selbstthätig durch die rückwärtigen Druckmagnete geschlossen, wodurch beide Rahmen zurückgezogen werden, was den dem ersten Buchstaben des Wortes entsprechenden Anschlag auslöst.
Diese Rückwärtsbewegung schliefst die Contacte der vorderen Druckmagnete und unterbricht jene der hinteren Druckmagnete im Moment des Drückens, was beide Rahmen vorwärts bewegt.
Diese Vorwärtsbewegung schliefst die Contacte für die vorderen Solenoide, sobald das Typenrad und die Rahmen durch die Drehung der Spindel L freigemacht werden, und schiebt den das Typenrad betätigenden Rahmen wieder vorwärts, bis er an den nächsten Anschlag stöfst, ohne dafs er in seine gewöhnliche Stellung nach dem Abdruck jedes Buchstabens zurückkehren müfste. Dieser Vorgang setzt sich so lange selbstthätig fort, als ein oder mehrere Anschläge gehoben bleiben. Man sieht, dafs beim Drucken des Wortes »Hand« es unrichtig wäre, alle vier Tasten gleichzeitig niederzudrücken, denn dadurch würde das Wort y>andh(i zum Abdruck gelangen, indem h von der linken Seite der Maschine weiter entfernt ist. Um dieses Wort richtig zu drucken, mufs zuerst h gedruckt werden und dann kann man die Tasten and niederdrücken. Wenn der letzte Anschlag herabfällt, nehmen die Theile wieder ihre gewöhnliche Stellung ein, d. h. der das Typenrad bethätigende Rahmen geht nach rückwärts, der das Typenrad tragende Wagen nach vorwärts.
Bei der gezeichneten Einrichtung wechseln die grofsen Buchstaben mit den entsprechenden kleinen Buchstaben am Typenrad ab. Beim einfachen Niederdrücken werden blos kleine Buchstaben abgedruckt. Um grofse Buchstaben drucken zu können, benutzt man eine besondere Taste E auf der linken Seite der Klaviatur. Diese Taste, welche nur mechanisch wirkt und keine leitende Verbindung besitzt, trägt einen Anschlage1 (Fig. i, 2 und 13), welcher sich auf beiden Seiten der Maschine wiederholt und sich mit einer Drehwelle dreht, auf welcher der Arm der Taste E befestigt ist. Dieser Anschlag e1 berührt für gewöhnlich den Typenradwagen I?2 nicht, der an festen Anschlägen des Hauptgestelles liegt; wenn aber diese Taste niedergedrückt wird, so stöfst der Anschlag e1 gegen diesen Wagen und schiebt ihn um ein kleines Stück zurück, von dem festen Anschlag weg, so dafs die Drehung des Typenrades nicht ganz so grofs ist als dann, wenn der Wagen desselben an den festen Anschlägen liegt. Hierdurch wird der grofse Buchstabe am Typenrad in die Druckstellung gebracht.
Um das Typenrad zurückzuziehen, damit es eine neue Zeile beginne, und gleichzeitig das Papier vorwärts zu schieben, wird eine Taste E1 an der rechten Seite der Klaviatur niedergedrückt. Hierdurch wird der Contact Z des Magneten O geschlossen und zieht seinen Anker O1 vorwärts, und durch die Stange O2 und 'den Winkelhebel O3 drückt er den Sperrkegel ο2 nieder, der sich an den Arm ra2 legt und ihn dreht.
Hierdurch wird der Arm η gedreht und aufser Eingriff mit der Spindel L gebracht, worauf die Feder M3 das Typenrad in die geeignete Stellung zurückzieht, damit es eine frische Zeile beginnen könne.
Das Papier wird gleichzeitig auf der Walze S2 durch die Klinke s1 vorwärts geschoben, welche mit der Stange O2 verbunden ist.
Das Typenrad ist mit einer oder mehreren Spatien bx (Fig. 2) zwischen einzelnen der Typen versehen, und durch entsprechende Tasten, kann das Rad längs des Papieres um die gewünschte Anzahl von Spatien vorgeschoben werden, ohne dafs gedruckt würde, und gleichzeitig kann

Claims (3)

das Spatium am Schlufs eines Wortes hervorgebracht werden, indem man die Spatiumtaste zugleich mit dem letzten Buchstaben eines Wortes anschlägt. Pa τ en τ-An sp rüche:
1. Eine Typenradschreibmaschine, bei welcher irgend eines der am Umfang des Typenrades B angebrachten Zeichen dadurch in die Druckstellung gebracht wird, dafs ein gegen den das Typenrad tragenden Rahmen B2 verschiebbarer Rahmen C um ein durch das abzudruckende Zeichen bedingtes Stück längs des Rahmens B2 verschoben wird und durch Vermittelung von Trieben und Zahnstangen b2 c das Typenrad B um ein entsprechendes Stück dreht.
2. Bei der durch Patent-Anspruch i. gekennzeichneten Schreibmaschine:
a) die Einrichtung zur Begrenzung der Bewegung des Wagens C längs des Rahmens B2 und demzufolge der Drehung des Rades B, je nach dem abzudruckenden Buchstaben, bestehend aus der mit Stufen c3 versehenen schiefen Anschlagschiene Cl am Wagen C und den in einer zur Bewegungsrichtung des Wagens C senkrechten Linie gelegenen, durch Tasten E2 zu hebenden Anschlägen F, durch welche der Wagen nach dem Durchlaufen einer durch die jeweilig gehobenen Anschläge F bestimmten Strecke aufgehalten wird;
b) die · Einrichtung zur Einstellung des Typenrades für den Druck grofser Buchstaben, wobei die grofsen Buchstaben am Umfang des Typenrades mit den kleinen Buchstaben abwechseln, bestehend aus der Taste E und den durch dieselbe bethätigten Armen e\ welche den Typenradwagen gegen den Wagen C um die halbe Höhe einer Stufe cs verschieben;
c) die Einrichtung zur Feststellung des Typenrades B und zur Kupplung des Rahmens B2 desselben mit dem Wagen C, nachdem das gewünschte Zeichen in die Druckstellung gebracht worden ist, bestehend in der Anordnung von Einkerbungen h2 an der Seite des Rades B, in deren eine, wenn der Wagen C durch einen der Anschläge F aufgehalten wird, durch Vermittelung dieses letzteren und des Hebel- undStangensystemsg· G G1G2^4 ein Arm H1 eines Winkelhebels H eintritt, der um die Achse des Typenrades nicht drehbar ist;
d) die Einrichtung zürn seitlichen Verschieben des Typenrades B längs seiner .'■ .. Achse B1, um die einzelnen Zeichen . . .. im' gehörigen Abstande neben einander zu drucken, bestehend aus dem längs einer Schraubenspindel L frei verschiebbaren Block.M, der durch eine Gabel- m mit der Nabe des Rades B verbunden, ist, und einer in diesen Block passenden, die Spiifdel L um-, fassenden ausrückbaren Halbmutter n, welche dadurch längs der Spindel L bewegt wird, dafs diese letztere durch : Vermittelung des Druckhebels /4 des
Schaltwerkes J J1 k k1 und der Ueber-■setzung KK1 schrittweise gedreht wird;
e) die Einrichtung zur Begrenzung der Drehung der das Typenrad seitlich verschiebenden Spindel L, bestehend aus dem Zahn ρ am ■ Wagen c und der Rast p1 an der im Gestell der Maschine, festen - Spindel L, durch deren Ein-
" griff die Spindel L verhindert wird, mehr oder weniger als eine volle Umdrehung bei jeder Druckbewegung des Typenrades zu machen;
f) die Einrichtung zum Uebergang auf eine frische Zeile, bestehend aus einer Taste E\ durch deren Niederdrücken ein Elektromagnet O eingeschaltet wird und seinen Anker O1 anzieht und die Stange O2 verschiebt, wodurch einerseits durch Vermittelung des Schaltwerkes ss1 die Papierwalze um einen Zeilenabstand gedreht und andererseits durch Vermittelung der Hebel O2 O3 und η η2 und Klinke na die Halbmutter η von der Spindel L freigemacht wird, so . dafs diese Halbmutter sammt Block M und Typenrad B an den Zeilenanfang zurückgeführt werden kann, worauf die Halbmutter η mit der Spindel L durch Anschlag L1 und Klinke n3 selbsttätig wieder in Eingriff tritt.
3. Bei der durch Patent-Anspruch 1. gekennzeichneten Schreibmaschine die Anordnung von zwei Solenoidpaaren D D1 D2 D3 zur Bethätigung des' Wagens C und zweier Paare von Elektromagneten//1/2/3 zur Bethätigung des Druckhebels /4, wobei die Einrichtung (Fig. 1, 2, 13 und 14) so getroffen ist, dafs durch Niederdrücken einer Taste E2 (unter Vermittelung des Hebel- und Stangensystems q Qq1 q2 und der Contacte F1 W1) die Solenoide DD1 aus- und D2 D3 eingeschaltet werden, um den Wagen C behufs Einstellung des Typenrades gegen den Typenradwagen B2 zu verschieben, dafs beim Aufhalten des Wagens C durch den durch die niedergedrückte Taste E2 gehobenen Anschlag F (durch Vermittelung des Hebel- und Stangen-
systems g G G1 G2 und Pp3 und der Contacte F2 W2 X F2) beide Solenoidpaare und das Elektromagnetpaar /71 ausgeschaltet, dagegen das Paar /2 I3 eingeschaltet wird, um beide Wagen C und B2 behufs Abdruckes gegen das Papier zu schieben, und dafs infolge dieser Bewegung (durch Vermittelung der Theile xi χ5 χ6 χΊ (Fig. 13) und Contacte X1 Y1) die Elektromagnete /2 /3 sofort wieder ausgeschaltet und die Magnete II1 eingeschaltet werden, um die Wagen C B2 in die Lage zurückzuführen, welche sie unmittelbar vor der Druckbewegung einnahmen, das Typenrad seitlich zu verschieben, und (durch Vermittelung des Daumens / auf der Spindel L, des Hebel- und Stangensystems g G G1 G2 und P ps und der Theile X4X5X6X7) die Schaltung in jenen Zustand zurückzuführen, in welchen sie sich unmittelbar nach dem Niederdrücken der Taste befand.
Bei der durch Patent-Ansprüche 1. und 3. gekennzeichneten Schreibmaschine, sofern dieselbe auch die in Patent-Anspruch 2 a) angegebene Anordnung der Anschlagschiene C1 und der Anschläge F aufweist, die Anordnung der Anschläge F in Führungen F2 und Ausstattung derselben mit zwei Stufen f1/2 und einer Feder/3 derart, dafs, nachdem ein solcher Anschlag durch Niederdrücken seiner Taste E2 gehoben worden ist und den Wagen C aufgehalten hat, er infolge der durch die Schiene C1 erfahrenen Verschiebung in die Ruhelage zurückgelangt, wenn dieser Wagen behufs Drückens sich verschiebt, wodurch, wenn mehrere Tasten E2 gleichzeitig niedergedrückt wurden, die diesen Tasten entsprechenden Buchstaben der Reihe nach abgedruckt werden, indem der Wagen C, nachdem er durch den ersten Anschlag aufgehalten wurde und hierdurch dessen Buchstabe zum Abdruck gelangt ist, infolge der Aufrechterhaltung des Gontactes W1 durch die übrigen gehobenen Tasten bis zum nächsten gehobenen Anschlag F geführt wird, wodurch der zweite Buchstabe zum Abdruck gelangt und so fort', bis alle gehobenen Anschläge F in die Ruhelage zurückgelangt sind, worauf durch Unterbrechung des Contactes W1 und Schliefsung des Contactes V1 die Solehoide D2 D3 ausgeschaltet und D D1 eingeschaltet werden, um alle Theile in die Ruhelage zurückzuführen.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen.
DENDAT62618D Eine elektrische Typenradschreibmaschine Expired - Lifetime DE62618C (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US2693908A (en) * 1947-08-26 1954-11-09 Onera (Off Nat Aerospatiale) Apparatus for the analysis of a record and the indication of the correlation factor

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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US2693908A (en) * 1947-08-26 1954-11-09 Onera (Off Nat Aerospatiale) Apparatus for the analysis of a record and the indication of the correlation factor

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