DE62386C - Köpfmaschine - Google Patents
KöpfmaschineInfo
- Publication number
- DE62386C DE62386C DENDAT62386D DE62386DA DE62386C DE 62386 C DE62386 C DE 62386C DE NDAT62386 D DENDAT62386 D DE NDAT62386D DE 62386D A DE62386D A DE 62386DA DE 62386 C DE62386 C DE 62386C
- Authority
- DE
- Germany
- Prior art keywords
- model
- machine
- frame
- cutter
- milling
- Prior art date
- Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
- Expired - Lifetime
Links
Classifications
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B44—DECORATIVE ARTS
- B44B—MACHINES, APPARATUS OR TOOLS FOR ARTISTIC WORK, e.g. FOR SCULPTURING, GUILLOCHING, CARVING, BRANDING, INLAYING
- B44B1/00—Artists' machines or apparatus equipped with tools or work holders moving, or able to be controlled, three-dimensionally for making single sculptures or models
- B44B1/02—Artists' machines or apparatus equipped with tools or work holders moving, or able to be controlled, three-dimensionally for making single sculptures or models wherein three-dimensional [3D] copies are made
Landscapes
- Machine Tool Copy Controls (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
Diese Kopirmaschine dient zur naturgetreuen Wiedergabe von Statuen, Reliefs oder sonstigen
künstlerischen oder gewerblichen Gegenständen von beliebiger Form. Der auf dem Modell
gleitende Taster sowohl, wie auch der das Werkstück bearbeitende Fräser sind an einem
gemeinsamen Rahmen befestigt und mit diesem Rahmen an einem Gestell derart vertical verschiebbar
angebracht, dafs, falls das Gestell genügend hoch und breit gewählt wird, die Nachbildung beliebig grofser Gegenstände möglich
ist. Durch diese Anordnungsweise ist der Yortheil geboten, dafs man von einem Taster
aus gleichzeitig mehrere von einem gemeinsamen Träger gehaltene, entweder horizontal
neben einander oder vertical über einander befindliche Fräser auf die Werkstücke einstellen,
und auf diese Weise nach einem einzigen Modell gleichzeitig mehrere Werkstücke bearbeiten kann.
In der beiliegenden Zeichnung ist eine derartige selbstthätige Kopirmaschine in den Fig. 1
bis 6 als Ausführungsbeispiel veranschaulicht, und zwar stellt die Fig. 1 eine Ansicht der
Maschine dar, während die Fig. 2 einen Grundrifs derselben im Schnitt nach der Linie x-x
der Fig. 1 in der Richtung des Pfeiles y gesehen
vorstellt: Die Fig. 3 zeigt eine Seitenansicht, und in der Fig. 4 ist die'Art des Antriebs
für den Fräser dargestellt. Die Fig. 5 und 6 veranschaulichen eine Lage des Fräsers
in der Arbeitsstellung bezw. die Art und Weise, in welcher das Modell und das Werkstück
zwischen Drehbankkörnerspitzen gehalten werden.
Die den Rahmen der Maschine bildenden Streben b b b1 b1 werden am unteren Ende
durch eine gufseiserne Platte a, am oberen Ende dagegen durch einen Rahmen a1 zusammengehalten. Die hinteren Streben bx b1
tragen zwei durch geeignete Stellvorrichtungen in wechselnder Höhenlage zu befestigende
Querstege cc1, von denen der erstere zwei
durch Schneckentrieb in Drehung zu versetzende Tische d d1 für das zu bearbeitende
Werkstück und das zu kopirende Modell trägt, während in dem letzteren die zum Festhalten
des Modelies und des Werkstückes und zum Drehen derselben um eine bestimmte Achse
dienenden Körnerspitzen g gl angebracht sind. Der Antrieb der Scheiben d d\ welche naturgemä'fs
ebenfalls mit je einer Drehbankkörner-. spitze sowie mit einem Schraubengewinde versehen
sind, durch welches eine Schraube zum Festhalten in das Modell bezw. den zu bearbeitenden
Block eingetrieben wird, erfolgt entweder von Hand durch ein Handrad oder
aber durch Maschinenkraft mittelst der Riemscheibe f.
Der auf dem Modell gleitende Taster 0 sowohl wie auch der das Werkstück bearbeitende
Fräser ρ sind starr auf einer gemeinsamen und nach Bedürfnifs von Hand
horizontal verschiebbaren Welle η angebracht und werden beim Arbeiten der Maschine durch
die mittelst einer Schnurscheibe m angetriebene Spindel / entweder von unten nach oben
oder aber von oben nach unten derart bewegt, dafs dieselben das Modell bezw. das Werkstück
bei der Rotation derselben in einer
Spirallinie umkreisen. Der Rahmen h ist in einer beliebigen Weise (z. B. durch mittelst
Rollen und Schnüre wirkende Gegengewichte oder aber durch einen über die Drehachse i
hinaus verlängerten, ein Gewicht tragenden Hebelarm) derart sorgfältig ausbalancirt, dafs
derselbe nur mit ganz geringem Druck den Taster und den Fräser gegen das Modell bezw.
gegen das Werkstück anlegt. Der Fräser wirkt daher nur durch seitlichen Druck, d. h. durch
die infolge der Rotation des Tisches d auf den gegen seitliche Verschiebung gesicherten Fräser
ausgeübte Druckwirkung. Der Rahmen k k hält während seiner Auf- und Abbewegung
den Fräser sowohl wie den Taster in der gewünschten Lage fest, und durch den um die
Achse i drehbaren Rahmen h werden Taster und Fräser durch die Schwerkraft unter sanftem
Druck gegen das Modell bezw. das Werkstück bewegt, so dafs 'eine Beschädigung des ersteren
selbst dann ausgeschlossen ist, wenn dasselbe aus Gyps oder einem sonstigen wenig widerstandsfähigen
Material bestehen sollte. Der Antrieb des Fräsers ρ erfolgt durch die Schnurscheiben
r und r1, von welchen aus eine Schnur um die auf der Welle des Fräsers
sitzende Rolle ql unter Zuhülfenahme einer Gegenrolle q gelegt wird. Auf diese Weise
ist es möglich, dem Fräser unabhängig von der Neigung des Rahmens h gegen die Horizontale
und unabhängig von der Höhenlage des Rahmens k k einen sicheren Antrieb zu
ertheilen.
Um je nach der Form und Widerstandsfähigkeit des nachzubildenden Modelles dem
Fräser eine besonders für diese Form geeignete Stellung zu geben, ist an der Welle η
ein Hebel ι angebracht, durch welchen die Neigung des Tasters ο und des Fräsers ρ
gegen die Horizontale beliebig verändert werden kann.
Durch den gleichzeitig als Gegengewicht wirkenden Hebel s wird bei dem bezeichneten
Ausführungsbeispiel der Rahmen h so ausbalancirt, dafs der Taster bezw. Führungsstift
nur mit leisem Druck auf dem Modell aufliegt.
Handelt es sich um die Nachbildung eines mehr oder minder grofsen Körpers in Marmor,
Elfenbein; Holz oder anderen organischen oder anorganischen Materialien, so nähert oder
entfernt man die Querstege c und c1 so weit von einander, dafs das Modell auf den Tisch dl
aufgesetzt und durch Herabkurbeln der Körnerspitze g1 auf die auf dem Tisch befindliche
zweite Körnerspitze festgehalten werden kann.
In ähnlicher Weise wird das zu bearbeitende Werkstück auf dem Tisch d von zwei Körnerspitzen festgehalten (s. Fig. 6). Alsdann stellt
man mittelst des Hebels s und des Handgriffes ι oder einer sonstigen Vorrichtung den
Taster und den Fräser in eine bestimmte, für die Nachbildung des betreffenden Gegenstandes
geeignete Lage fest und setzt, indem man durch Riemen und Schnüre die Scheiben/r r1
und m antreibt, die Maschine in Thätigkeit. Der Taster ο gleitet darauf in dicht neben
einander liegenden Spirallinien je nach dem Drehungssinn der Scheibe m am Modell
herauf oder herab und veranlafst so den durch die Rolle ^1 angetriebenen Fräser p, aus dem
Werkstück eine dem Modell genau entsprechende Form herauszuarbeiten. Das Andrücken
des Fräsers geschieht hierbei, wie erwähnt, lediglich in seitlicher Richtung, und
zwar durch die bei der Rotation des Tisches d auf den Fräser ausgeübte seitliche ,Druckwirkung,
während der Taster nur wenig auf das Modell drückt. Die . zweckmäfsigste Neigung,
welche dem Rahmen h und dem Fräserp während der Arbeit der Maschine gegeben
wird, ist in der Fig. 5 dargestellt. Es können indessen auch andere Neigungswinkel gewählt
werden.
Um stets eine gute und selbst in den feineren Theilen naturgetreue Nachbildung des
Modells zu erreichen, ist es erforderlich, der Spitze des Tasters stets eine dem Fräser entsprechende
Gestalt zu geben. Benutzt man also einen Fräser mit breiter Messerfläche, so
mufs auch die Tasterspitze dementsprechend stumpf und abgerundet sein, während bei der
Ausarbeitung feiner Contouren (namentlich Vertiefungen) der spitzeren Form des Fräsers entsprechend
auch ein spitzerer Taster verwendet werden mufs. Ferner ist es vorteilhaft, wenn
es sich um die Nachbildung von Modellen aus Gyps oder einem sonstigen wenig widerstandsfähigen
Material handelt, als Tasterspitze eine Kugel von je nach Bedürfnifs wechselnder
Gröfse zu verwenden, welche aus Hartgummi oder dergleichen hergestellt und derart in
Scharnieren am Tasterarm gelagert wird, dafs die Mittelachse dieser Scharniere ungefähr parallel
zur Achse der Körnerspitzen zu liegen kommt. Die Tasterkugel greift das Modell nicht sehr an und ermöglicht die wiederholte
Benutzung selbst weicher Modelle.
Man kann übrigens auch an ein und derselben Welle η mehrere Fräser ρ anbringen,
welche, einer dementsprechenden Anzahl von Werktischen d gegenüberstehend, gleichzeitig
mehrere Werkstücke bearbeiten.
Die sämmflichen Fräsern gemeinsame Welle η kann entweder horizontal und von Hand seitlich
verschiebbar sein, oder aber die Fräser können auch, namentlich wenn es sich um
die Nachbildung sehr kleiner Gegenstände, handelt, vertical über einander liegen.
Claims (2)
- Pate ν τ-Ansprüche:ι . Eine selbstthätige Köpfmaschine zum Nachbilden von körperlichen Gegenständen, be-, stehend aus einem vertical durch eine Spindel (I) selbsttätig an dem Maschinengestell (b b) sich verschiebenden Rahmen (h), welcher den mit dem Taster gemeinsam auf einer achsial verschiebbaren Welle (n) befestigten und durch eine Stellvorrichtung gegen die Horizontale beliebig verstellbaren Fräser (p) trägt und am unteren Ende derart im Scharnier (i) drehbar gelagert ist, dafs der Fräser selbstthätig gegen das dem Modell entsprechend schnell rotirende Werkstück seitlich angedrückt und, eine Spirallinie beschreibend, zum Fräsen einer dem Modell entsprechenden Form veranlafst wird, wobei der Fräszapfen durch eine auf demselben sitzende Scheibe (q1) und eine das Zugorgan gespannt erhaltende Gegenrolle (q) angetrieben und der Werktisch dem Modeiltisch entsprechend ebenfalls selbstthätig von der Riemscheibe (f) aus mittelst Schneckentrieb oder dergleichen bewegt werden kann.
- 2. Bei der unter i. gekennzeichneten Maschine die Anordnung eines Tasters, bestehend aus einer am Tasterarm gelagerten, als Tasterspitze dienenden Kugel, welche sich um eine parallel zur Achse der Körnerspitzen (g gl) liegende Achse dreht, zum Zweck, eine Abnutzung oder Beschädigung der Modelle zu vermeiden.Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE62386C true DE62386C (de) |
Family
ID=336377
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT62386D Expired - Lifetime DE62386C (de) | Köpfmaschine |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE62386C (de) |
-
0
- DE DENDAT62386D patent/DE62386C/de not_active Expired - Lifetime
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