DE62207C - Ein einem zu sichernden Eisenbahnzüge vorgeschobener Sicherheitszug - Google Patents
Ein einem zu sichernden Eisenbahnzüge vorgeschobener SicherheitszugInfo
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Classifications
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B61—RAILWAYS
- B61D—BODY DETAILS OR KINDS OF RAILWAY VEHICLES
- B61D15/00—Other railway vehicles, e.g. scaffold cars; Adaptations of vehicles for use on railways
- B61D15/06—Buffer cars; Arrangements or construction of railway vehicles for protecting them in case of collisions
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Description
KAISERLICHES///^
PATENTAMT. \%
KLASSE 20: Eisenbahnbetrieb.
Vorliegende Sicherungseinrichtung für Eisenbahnzüge besteht aus einem vorgeschobenen
Wagenzug, der von der Lokomotive desjenigen Zuges den Antrieb erhält, welcher
gegen Zusammenstofs gedeckt werden soll.
Jener vorgeschobene Wagenzug trägt eine Reihe teleskopartig in einander verschieblicher
Röhren, die bei auftretendem Stofs sich zusammenschieben.
Das Aufsenrohr A ist mit der vorderen Traverse der Lokomotive verbunden, an welche
zu diesem Zweck ein Bolzengelenk F anschliefst. An seinem vorderen Ende wird das
Rohr durch eine Achse D mit zwei Rädern getragen, die auf den Schienen des Geleises
laufen.
Unter Auflagerung auf einer Rolle e pafst in das offene Ende dieses weiten Rohres A das
erste Zwischenrohr B, deren vorn gelegenes Ende wiederum in der bezeichneten Weise
auf einem die Achsel?1 aufnehmenden Wagengestell festliegt.
Die Verbindung der beiden Rohre A und B wird hergestellt durch zwei Hebelorgane el
und e2.
Der Hebel oder Knaggen e1 bildet einen Anschlag,
um das Zwischenrohr nach vorn zu stofsen und in dieser Stellung zu halten, so lange der an der Spitze fahrende Bremswagen
ein gefahrbringendes Hindernifs nicht vorfindet, während dieser Anschlag bei der ersten Berührung
sofort zurückweicht, wenn sich ein Hindernifs, welches einen bestimmten Widerstand
bietet, entgegenstellt; der andere der beiden Hebel e2 dient dem einfachen Zweck
eines das Zwischenrohr angreifenden Mitnehmers für den Fall, dafs sich der Zug nach
rückwärts bewegt.
Jener Knaggen e1 ist scheibenförmig gestaltet
(Fig. 1) und hat auf dem Umfang eine Nuth zur Aufnahme einer Zugkette g, welche den
Anzug der Bremsen und die Stellbewegung des Lokomotivhebels vermitteln kann. Der Knaggen
ist um die horizontale Achse α drehbar, die in einem Aufsatz α1 oben auf dem- weiten
Rohr A gelagert ist, und trägt am oberen Ende einen Haken e3, der durch einen Zerreifsdrahty
von bestimmter Widerstandsfähigkeit mit dem Oberende eines auf dem Rohr A festgestellten
Bockes A1 in einiger Entfernung diesseits des Knaggens e1 verbunden ist.
Der zweite am Rohre A gelagerte Hebel e2 stützt sich mit seinem oberen Arm gegen einen
Vorsprung und mit seinem unteren Arm gegen den hinteren Endrand eines Ausschnittes an dem
Zwischenrohr B, in welchen er hineingreift. Somit verhindert der Hebel e2, dafs sich das
Rohr B auf dem Rohr A herauszieht, während derselbe in die unwirksame Lage umgelegt
wird, sobald diese beiden Rohre sich zusammen einschieben.
Die Zwischenräume zwischen den zusammenpassenden Rohrwandungen sind der Art bemessen
, dafs die Einrichtung leicht auch die Curven befahren kann.
In die vordere Mündung des Rohres B pafst das Vorderende des Zwischenrohres B', doch
ist die Knaggenscheibe e1 in diesem Falle durch
einen vertical wirkenden Riegel c ersetzt, der im unteren Theil in Form einer Gabel endigt,
und welcher, während er unten theilweise in einen Schlitz des Rohres B hineinreicht, oben
durch einen Ständer i>4 geführt wird, der auf
diesem Rohre befestigt ist; die bei dem Ständer eingefügte Feder bs drückt den Riegel
dauernd nach unten.
Zwischen den beiden Wangen jener unteren Gabelung ist eine Rolle b2 eingelagert, welche
sich auf der Lauffläche eines untergeschobenen stählernen Keils b des Riegels mit schräger
Bahn stützt, dessen Ende trotz Verschiebbarkeit in Längsrichtung stets unterhalb der Rolle b'2
in Eingriff bleibt, während die Unterfläche auf einer Gleitbahn b5 aufruht. Ein hinterer
stangenförmiger Fortsatz bildet die Führung an geeigneten, auf dem Rohr B angebrachten
Führungsstücken und endigt mit einer als Trefffläche wirksamen Verstärkung bl. Diese
Trefffläche stöfst, wenn das Rohr B beinahe ganz in das Rohr A eingetreten ist, gegen vorerwähnten,
an letzterem festsitzenden Anschlag e*. Die Länge des diese Endverstärkung aufweisenden
Fortsatzes ist derart bemessen, dafs die Berührung mit e4 eintritt, ehe die Buffer der
beiden an einander fahrenden Achsgestelle beider Rohre auf einander, treffen, so dafs
unter Einschiebung des Keilriegels b zeitweise der Kupplungsriegel c aufser Eingriff gehoben
wird und infolge dessen das vorhergehende Zwischenrohr B1 in das rückwärts folgende B
eintreten kann.
Das vorderste Zwischenrohr schliefst in möglichst fester Verbindung an einem vierrädrigen
Wagen, dessen Bauart mit Geleisräumer auf starke Beanspruchung durch Stöfse u. dergl. berechnet
ist. Der Wagen besteht aus drei Längsträgern CC1C2, Fig. 3, von denen der
erste gerade in der Längsachse des Geleises liegt und welche insgesammt durch Verstrebungen
sowie zwei Querträger verbunden sind. Der vordere der beiden Querträger trägt die
die Stöfse übertragenden Buffer und der hintere nimmt seinerseits das vordere Ende des vordersten
Zwischenrohres auf.
In seiner verticalen Mittelebene trägt dieser Wagen einen eisernen, sehr widerstandsfähigen
Rahmen D D1, der unter der Wirkung einer Doppelfeder R R steht, welche einerseits bei R1,
Fig. i, am Rahmen angreift und andererseits bei R2 an dem hinteren Querträger des Wagens
befestigt ist. Durch schräg angeordnete Stangen HH ist der Rahmen aufserdem mit den
Buffern JJ in Verbindung gebracht.
Wenn demgemä'fs ein Stofs auf die Buffer oder auch auf den ebenfalls mit dem Rahmen
verbundenen Geleisräumer ausgeübt wird, so tritt eine Verschiebung des Rahmens D D1 entgegen
der Spannung der Federn RR1 ein.
Dieser Rückstofs wird zur Feststellung des Wagens wie folgt ausgenutzt: Der Rahmen
enthält in seinem unteren Theil eine Keilfläche K, Fig. 2, welche auf eine als Mitnehmer
für ein Schubstück M dienende Rolle L derart wirkt, dafs sich genannte beiden Theile bei
eintretender Rahmenverschiebung senken. Das Stück M erhält seine Führung an zwei Gleitschienen
NN und drückt bei seinem Niedergange zwei angelenkte Klauen O O1, wie aus
Fig. 3 ersichtlich, gegen die Schienen, wobei diese Klemmwerkzeuge mittelst der Zwischenstangen
P beweglich aufgehängt sind.
Claims (1)
- Patent-Anspruch:Ein einem zu sichernden Eisenbabnzug vorgeschobener Sicherungszug, bestehend aus teleskopartig in einander zu schiebenden Röhren, die je an einem Ende auf Rädergestellen gelagert, sind und von denen das vorderste auf einem Bremswagen- ruht, das letzte an die vorschiebende Lokomotive gelenkig anschliefst, gekennzeichnet durch das gleichzeitige Vorhandensein folgender drei Einrichtungen:erstens: die Einrichtung, dafs der Bremswagen einen längs verschieblichen Rahmen DD1 enthält, der, wenn er durch die Buffer eine Verstellung erfährt, mittelst des Keiles K das Anstemmen zweier Greif hebel O,-Fig. 3, an die Schieneninnenseiten unter Vermittelung des gemeinsamen Theilstückes (M) veranlafst;zweitens: die Kupplung der letzten Zwischenröhre B mit der äufseren Röhre A mittelst einer durch einen Zerreifsdraht f gehaltenen Knaggenscheibe e1, welche durch eine Kette g (nach etwaiger Auslösung des Eingriffs) die Bremsen mittelbar zur Wirksamkeit veranlafst und gleichzeitig die Dampfabsperrung bei der Lokomotive herbeiführt;drittens: behufs successiver Auslösung der die einzelnen Rohre verbindenden Kupplungsriegel c die keilförmigen Schubriegel b, welche durch je einen Anschlag nahe der Einschiebungsgrenze· bewegt werden.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE62207C true DE62207C (de) |
Family
ID=336211
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT62207D Active DE62207C (de) | Ein einem zu sichernden Eisenbahnzüge vorgeschobener Sicherheitszug |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE62207C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1076730B (de) * | 1957-05-22 | 1960-03-03 | Dr Erhart Wilisch | Prellbock-Pufferbohle |
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0
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Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1076730B (de) * | 1957-05-22 | 1960-03-03 | Dr Erhart Wilisch | Prellbock-Pufferbohle |
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