DE620604C - Selbstverkaeufer fuer Elektrizitaet, Gas o. dgl. - Google Patents

Selbstverkaeufer fuer Elektrizitaet, Gas o. dgl.

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DE620604C
DE620604C DEN35467D DEN0035467D DE620604C DE 620604 C DE620604 C DE 620604C DE N35467 D DEN35467 D DE N35467D DE N0035467 D DEN0035467 D DE N0035467D DE 620604 C DE620604 C DE 620604C
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    • G07F15/00Coin-freed apparatus with meter-controlled dispensing of liquid, gas or electricity
    • G07F15/04Coin-freed apparatus with meter-controlled dispensing of liquid, gas or electricity in which the quantity mechanism is set forward automatically by the insertion of a coin

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Description

Die Erfindung bezieht sich auf einen Selbstverkäufer für Elektrizität, Gas ο. dgl., bei dem eine axial verschiebbare, vom Münzwerk und Verbrauchsmesser gesteuerte Drehscheibe das Absperrorgan (elektrischer Schalter, Gasventil) durch ihre axiale Verschiebung betätigt, indem sie sich bei ihrer beim Einschleusen einer Münze bewirkten Drehung mittels einer schrägen Gleitfläche in der einen Richtung axial verschiebt und das Absperrorgan öffnet, bei Drehung jedoch in derselben Richtung durch den Messer der mit der Scheibengleitfläche zusammenwirkenden Gegenfläche mit dieser mit ihrer schrägen Gleitfläche wieder in Übereinstimmung gelangt, dabei sich in entgegengesetzter Richtung axial verschiebt und das Absperrorgan schließt.
In Abb. ι ist ein solcher bekannter Selbst-Verkäufer mit einem als Nachlaufgetriebe ausgebildeten Vorgabewerk dargestellt. Auf der Achse 1 befindet sich das Zahnrad 2, das durch die eingeworfenen Münzen oder ein von diesen angetriebenes Zahnrad um einen
«5 bestimmten Winkel in der Pfeilrichtung gedreht wird. Auf der gleichen Achse ist axial verschiebbar das breite Zahnrad 3 (Meßrad) gelagert, welches über ein Zahnrad 4 vom Gasmesser angetrieben wird. Am Nabenkopf S des Meßrades 3 liegt der das Münzventil betätigende Hebel 6 federnd an. Das Münzrad 2 besitzt stirnseitig eine versenkte Gleitbahn 7, in die ein entsprechend ausgebildeter Vorsprung 8 des Rades 3 paßt. In der gezeichneten Stellung ist das vom Hebel 6 betätigte Münzventil offen. Wird nun Gas verbraucht und das Meßrad 3 in der Pfeilrichtung gedreht, so nähert sich der Vorsprung 8 der Vertiefung 7 und gleitet schließlich in dieselbe hinein. Dabei wird durch die axiale Verschiebung des Meßrades 3 das Münzventil geschlossen. Wird eine Münze eingezahlt, so wird hierdurch das Münzrad 2 in der Pfeilrichtung gedreht; das Meßrad 3, das durch den messerseitigen Antrieb an der Mitdrehung gehindert ist, hebt sich mittels seines Vorsprunges 8 aus der Vertiefung 7 heraus, wird nach rechts verschoben und öffnet so das Münzventil. Werden weitere Münzen eingezahlt, so läuft das Münzrad 2 dem Meßrad 3 voraus; die Vertiefung 7 wird von dem Vorsprung 8 erst nach einer größeren Drehung des Meßrades, also einer entsprechend größeren Gasabgabe erreicht.
Die Zahl der Münzen, die bei einem solchen bekannten Selbstverkäufer hintereinander eingeworfen werden kann, ist beschränkt. Der Hub des Münzventils und damit der axiale Hub des Meßrades 3 dürfen, wenn ein ungehinderter Gasdurchgang durch das geöffnete Ventil gewährleistet sein soll, einen bestimmten Wert nicht unterschreiten. Damit ist die Tiefe der Vertiefung 7 festgelegt. Die Neigung der Gleitfläche darf aber auch nicht zu
steil gewählt werden,, da.sonst die Betätigung bei Münzeinwurf-einen zu großen Kraftaufwand erfordert.;LPJe Äbrnessungen der Vertiefung 7 bzw. des Vorsprunges 8 können also nicht beliebig klein gewählt werden. Andererseits besteht die Forderung, daß bei geschlossenem Ventil bereits die Einzahlung einer einzigen Münze ausreicht, um das Münzventil voll zu öffnen, bzw. daß das ίο Münzventil erst anfängt zu schließen, wenn das Guthaben des Verbrauchers nur noch eine Münze beträgt. Aus diesem Grunde muß der dem Münzrad 2 bei Durchschalten einer Münze erteilte Winkelweg so groß sein, daß ihm ein Umfangsweg entspricht, der mindestens ebenso lang ist wie die Vertiefung 7· Die ZahL der Münzen, die als Vorauszahlung eingezahlt werden können, bestimmt sich also — danach, wie oft die Länge der Vertiefung 7 auf dem Umfang,, der mit dem Münzrad 2 verbundenen Scheibe abgetragen werden kann. Würden mehr Münzen eingezahlt werden, so würde das Münzrad, wenn es nicht durch Anschläge daran gehindert wäre, das Meßrad 3 überrunden, der Vorsprung 8 würde einschnappen und der vorausbezahlte Betrag für den Verbraucher verloren sein.
Um die Vorausbezahlung einer größeren Anzahl von Münzen zu ermöglichen, wird erfindungsgemäß zwischen das Meßrad und seinen messerseitigen Antrieb eine Kette von Anschlagelementen geschaltet, die durch Schleppkupplungen mit weitem Spiel miteinander verbunden sind. Zweckmäßig werden die Elemente der Kette als um die Achse ϊ, aber in verschiedenen Ebenen drehbare Hebel oder Scheiben ausgebildet, die mittels je eines Zahnes oder Vorsprunges aneinanderstoßen.
Abb. 2 zeigt schematisch die erfindungsgemäße Anordnung. Das Münzrad 2 ist lose drehbar auf der längsverschiebbaren Welle 10 gelagert, mit welcher die Schältscheibe 11 fest verbunden ist. Die Schaltscheibe 11 ist mit einem Vorsprung 8 versehen, der in die Vertiefung 7 des Münzrades 2 paßt. Ebenfalls mit der Welle 10 fest verbunden ist der Mitnehmerarm 12. Die Mitnehmerscheiben 13 bis 17 laufen Jose auf der Welle 10. Die letzte Mitnehmerscheibe 13 ist als Zahnrad ausgebildet und wird über das Zahnrad 4 vom Gasmesser angetrieben. Die Scheiben 13 bis 17 sind durch die Zähne 22 lose gekuppelt; die erste Scheibe 17 betätigt mit einem Arm 23 den Mitnehmer 12.
Das Münzrad 2 sowie die Schaltscheibe 11 besitzen zusätzliche Anschläge 25, 26, die beim Drehen des Münzrades 2 eine Kupplung beider bewirken. Man denke sich die Schaltscheibe 11 durch eine (nicht dargestellte) Bremse o. dgl. in der Mitdrehung behindert, so daß beim Vordrehen des Münzrades 2 in der Pfeilrichtung aus der Nullage die Schaltscheibe 11 sich leicht axial abhebt und den Ventilhebel 6 verstellt. Dreht man dann das Münzrad 2 weiter, so wird die Schaltscheibe 11 durch die Anschläge 25, 26 mitgenommen. Die Scheiben kann so viele Umdrehungen ausführen, als Mitnehmerscheiben vorhanden sind. Jn Abb. 2 ist das Vorgabewerk in der Stellung dargestellt, die es einnimmt, wenn die größtmögliche Zahl von Münzen eingezahlt ist.
Läuft dann das Meßwerk des Gasmessers ab, so werden vom Rade 13 (in der Pfeilrichtung) aus alle Scheiben 14 bis 17 so weit gedreht, bis ihre Zähne 22 wieder, jedoch an entgegengesetzten Seiten aneinander anliegen. Alsdann erfolgt die Mitnahme der Schaltscheibe 11 sowie das Wiedereinschieben des Vorsprunges 8 in die Gleitbahn 7 und der Abschluß.
Es ist dem beschriebenen Getriebe eigentümlich, daß seine sämtlichen drehenden Teile sich auf einer gemeinsamen Achse befinden und nur in ein und demselben Sinne umlaufen. Hierdurch ergibt sich größte Einfachheit und ein sehr geringer Raumbedarf. Die Verwendung solcher Schubketten bei Münzwerken ist für einen anderen Zweck bereits vorgeschlagen worden: Bei diesen Anordnungen ist die Schubkette jedoch als Getriebeverbindung zwischen dem Vorgabewerk und seinem münzwerkseitigen Antrieb angeordnet und dient zum Einzug einer Grundgebühr, einer als Zählermiete o. dgl. anzusehenden Gebühr, die nach jedesmaliger Entleerung der Geldkassette oder nach Einschaltung des Leerweges der Schleppkupplung durch einen Gasanstaltsbeamten vom Verbraucher zu entrichten ist, für die also kein Gas verabfolgt wird.
Um die durch das an der Schaltscheibe 11 erforderliche Bremsglied, das die Anschläge 25 und 26 zum Anliegen bringt, bedingte Unsicherheit zu vermeiden, ist ferner erfindungsgemäß eine Kupplung zwischen der Schaltscheibe 11 und der vom Messer unmittelbar angetriebenen letzten Mitnehmerscheibe 13 vorgesehen, die. durch den axialen Schub der Schaltscheibe 11 nach Durchschalten der ersten Münze gelöst wird. Eine solche Anordnung ist in den Abb. 3 bis 8 dargestellt. Auf der Welle 30 ist das Münzrad 2 und für Zweimünzenwerke zugleich ein zweites Münzrad 31 durch Bolzen o. dgl. befestigt. Das Münzrad 2 trägt eine vorspringende ■leitfläche 7. Die Nabe der Schaltscheibe 11 umfaßt axial verschiebbar das Ende der Welle 30 und dient zugleich als Lagerung derselben in der Rahmenwand 32. Die Schaltscheibe 11 ist mit einer einspringenden Gegen-
gleitfläche 8 versehen. Lose drehbar auf der Welle 30 befindet sich zwischen den Antriebsrädern 2 und 31 die einseitig offene Trommel 13, deren Zahnung 34 vom Meßwerk angetrieben wird. Sie enthält um ihre Kernhülse drehbare Mitnehmerscheiben 14 bis 21, von denen jede mit einem Vorsprung 35 die benachbarte überlagert. Die innerste Mitnehmerscheibe 14 stößt mit ihrem Vorsprung gegen einen entsprechenden Vorsprung der Trommel 13. Die Trommel 13 ist an ihrer offenen Seite an einer Stelle des Umfanges mit einem axial gerichteten schmalen Ausschnitt 36 versehen. In diesen ragt ein Arm J5 37 der Schaltscheibe 11, der durch eine öffnung 39 des Münzrades 2 mit genügendem Spiel hindurchfaßt und gegen den zugleich der Vorsprung 38 der ersten Mitnehmerscheibe 21 stößt. In der in den Abb. 3, 4 und S gezeigten Stellung ist das Münzventil geschlossen. Wird nun eine Münze eingezahlt und dadurch das Münzrad 2 entweder direkt oder über Zahnrad 31" und Welle 30 in der Pfeilrichtung (Abb. 4 und 5) gedreht, so drängt die vorspringende Gleitfläche 7 die Schaltscheibe 11 an deren Gleitfläche 8 nach rechts und öffnet so das Ventil. Während dieser Bewegung wird die Schaltscheibe 11 an ihrem Arm 37 durch den Ausschnitt 36 der Trommel 13 gehalten und am Mitdrehen verhindert. Beim Abheben der Schaltscheibe 11 wird der Arm 37 aus dem Ausschnitt 36 gezogen, so daß die Schaltscheibe 11 sich nunmehr frei drehen kann. Dieselbe wird beim Durchschalten weiterer Münzen an ihrem Arm 37 von der hinteren Begrenzung 40 des Schlitzes 39 vom Münzrad 2 mitgenommen, wobei die Gleitflächen 7 und 8 sich nicht mehr gegeneinander bewegen. Die Stellung nach Durchschalten der ersten Münze zeigt Abb. 6. Nach fast neunmaliger Drehung des Münzrades 2 entsprechend den neun Mitnehmerscheiben 13 bis 21 nehmen diese die in Abb. 1J gezeigte Stellung ein, bei welcher die größtmögliche Anzahl von Münzen eingezahlt ist. Bei Gasverbrauch wird die Trommel 13 in der gleichen Richtung gedreht wie das Münzrad 2 beim Einbezahlen und so die aus den Mitnehmerscheiben 13 bis 21 gebildete Schubkette wieder ineinandergeschoben, bis schließlich wieder die Stellung nach Abb. 6 erreicht ist. Während dieser Zeit ist das Münzventil dauernd geöffnet. Erst wenn die der letzten unverbrauchten Münze entsprechende Gasmenge verbraucht wird, legt sich der Vorsprung 38 der ersten Mitnehmerscheibe 21 gegen den Arm 37 und bewirkt so eine Drehung der Schaltscheibe 11 gegenüber dem Münzrad 2. Die Gleitfläche 8 legt sich über die entsprechende Fläche des Vorsprunges 7, und die Scheibe 11 wird nach links verschoben. Dadurch wird das Münzventil geschlossen und gleichzeitig die durch den Arm 37 und die Aussparung 36 bewirkte Kupplung der Schaltscheibe mit dem letzten unmittelbar vom Messer angetriebenen Glied 13 der Schubkette wiederhergestellt.
Damit beim Berühren des Armes 37 durch den Vorsprung 38 der obersten Mitnehmerscheibe während der Verbrauchsperiode nicht ein vorzeitiges Einschieben der Schaltscheibe 11 in die Grundstellung erfolgt, falls die noch nicht geschlossene Kette der Mitnehmerscheiben einiger Reibung unterliegt, kann für die Spitze des Abhebers 7 hinter der Gleitbahn 8 noch eine kleine Rast 42 vorgesehen werden. Ebenso können die Schaltscheibe 11 und das Rad 2 durch eine Feder etwas auseinandergedrückt werden, soweit die Gegenfederung des Ventilhebels dies erlaubt.
An Stelle des Ausschnittes 36 der Trommel 13 kann, wie in Abb. 8 dargestellt, auf der Trommel eine Klinke 40 angeordnet werden, die mit dem -Arm 37 der Schaltscheibe 11 zusammenarbeitet. Die Klinke weicht bei Drehung der Trommel 13 durch das Meßwerk dem Arm 37 aus, bewirkt aber die Kupplung zwischen der Schaltscheibe 11 und der Trommel 13, wenn das Münzrad 2 gedreht wird, und sichert so die axiale Verschiebung der Schaltscheibe 11 bei Einzahlung der ersten Münze nach Abschluß des Münzventils.

Claims (4)

  1. Patentansprüche:
    i. Selbstverkäufer für Elektrizität, Gas ο. dgl., bei dem eine axial verschiebbare, vom Münzwerk und Verbrauchsmesser ' gesteuerte Drehscheibe das Absperrorgan durch ihre axiale Verschiebung betätigt, indem sie sich bei ihrer beim Einschleusen einer Münze bewirkten Drehung mittels schräger Gleitflächen in der einen Richtung axial verschiebt und das Absperrorgan öffnet, bei Drehung jedoch in derselben Richtung durch den Messer der mit der Scheibengleitfläche zusammenwirkenden Gegenfläche mit dieser mit ihrer schrägen Gleitfläche in Übereinstimmung gelangt, sich in entgegengesetzter Riehtung axial verschiebt und das Absperrorgan schließt, gekennzeichnet durch eine in den messerseitigen Antrieb der Drehscheibe (11) geschaltete Schubkette von Anschlaggliedern, die durch Schleppkupplungen mit weitem Spiel miteinander verbunden sind.
  2. 2. Selbstverkäufer nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Anschlagglieder der Kette als koaxiale Scheiben (13 bis 17 bzw. 13 bis 21) mit je einem in den Bereich der Nachbarscheibe
    hinüberreichenden Anschlagzahn (22 bzw. 35) ausgebildet sind.'
  3. 3. · Selbstverkäufer nach Anspruch 1 und 2, gekennzeichnet durch Anschläge (25, 26 bzw. 37, 40) an der Drehscheibe (11) und an der mit dem Münzrad (2) verbundenen Scheibe, mittels welcher beide Scheiben gekuppelt werden, nachdem sich die Drehscheibe (11) von der mit dem Münzrad (2) verbundenen Scheibe abgehoben hat.
  4. 4. Selbstverkäufer nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Drehscheibe (11) in nicht abgehobenem Zustand mit dem vom Meßwerk angetriebenen Glied (13, Abb. 3) der Schubkette beispielsweise mittels eines in eine Aussparung (36) dieses Gliedes ragenden', fest mit der Drehscheibe (2) verbundenen Armes (37) gekuppelt ist und .daß diese Kupplung durch die axiale Verschiebung der Drehscheibe (11) gelöst wird.
    Hierzu ϊ Blatt Zeichnungen
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