DE296117C - - Google Patents

Info

Publication number
DE296117C
DE296117C DENDAT296117D DE296117DA DE296117C DE 296117 C DE296117 C DE 296117C DE NDAT296117 D DENDAT296117 D DE NDAT296117D DE 296117D A DE296117D A DE 296117DA DE 296117 C DE296117 C DE 296117C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
credit
self
gear
wheel
amount
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Active
Application number
DENDAT296117D
Other languages
English (en)
Publication of DE296117C publication Critical patent/DE296117C/de
Active legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • GPHYSICS
    • G07CHECKING-DEVICES
    • G07FCOIN-FREED OR LIKE APPARATUS
    • G07F15/00Coin-freed apparatus with meter-controlled dispensing of liquid, gas or electricity
    • G07F15/06Coin-freed apparatus with meter-controlled dispensing of liquid, gas or electricity with means for prepaying basic charges, e.g. rent for meters

Landscapes

  • Physics & Mathematics (AREA)
  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Coin-Freed Apparatuses For Hiring Articles (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
In elektrischen und Gasbeleuchtungsanlagen, ebenso bei Wasserleitungsanlagen werden Zähler mit Selbstverkäufern angewendet, die dem Verbraucher gestatten, nach Einwurf einer Münze eine dem Wert dieser Münze entsprechende Menge des Verbrauchsmittels zu entnehmen. Diese Selbstverkäufer können mit Einrichtungen versehen sein, die den Verbraucher zwingen, zuerst einen bestimmten
ίο Betrag (Grundgebühr, Miete) zu entrichten; erst dann wird nach Einwurf mindestens eines Geldstückes das Abschlußorgan des Verbrauchsmittels geöffnet. Solche Selbstverkäufer mit Vorausbezahlung der Miete haben für das die Energie liefernde Werk den Vorteil, daß es mit keinerlei Arbeit wegen der Abrechnung der Zählermiete belastet wird. Für derartige Zähler ist bereits die Anwendung eines Leerganges vorgeschlagen worden, der durch den monatlich den Zähler ablesenden und die Münzkassette leerenden Beamten jedesmal eingeschaltet und durch Einwurf der für die Miete erforderlichen Zahl von Geldstücken wieder ausgeschaltet wird.
Bei solchen Zählern können beispielsweise bei Elektrizitätsverkäufern jedoch unter gewissen Umständen Streitigkeiten mit den Abnehmern entstehen. Hat nämlich ein Verbraucher zu Zeiten geringen Stromverbrauchs, beispielsweise im Sommer, kurz vor dem Eintreffen des Überwachungsbeamten eine größere Anzahl von Münzen in den Selbstverkäufer hineingesteckt, so kann es vorkommen, daß er für diesen Betrag während des ganzen Monats Strom bekommt. Das Versagen des Lichtes zwingt ihn daher nicht, Münzen in den Selbstverkäufer einzuwerfen, mit denen er. dann in erster Linie die fällige Miete bezahlen würde. Vielmehr findet der Überwachungsbeamte bei der um einen Monat später erfolgten Prüfung den Leergang noch eingeschaltet. Es versteht sich von selbst, daß in vielen Fällen die größten Schwierigkeiten entstehen würden, die Abnehmer zur Nachzahlung der Miete zu veranlassen.
Man könnte als Abhilfsmittel vielleicht in Aussicht nehmen, daß in einem solchen Falle von dem Überwachungsbeamten der Leergang verdoppelt wird, so daß nach einer Stromunterbrechung erst durch Zahlung der doppelten Miete die Stromlieferung wiederhergestellt wird. Abgesehen von den technischen Schwierigkeiten, die darin liegen, den Zähler für die Einstellung zweier verschiedener Leergänge einzurichten, die immerhin nur in seltenen Ausnahmefällen ausgenutzt werden, sprechen hiergegen auch psychologische Bedenken, da insbesondere der weniger gebildete Teil der Abnehmer daran Anstoß nehmen wird, daß er einmal, beispielsweise bei einem Mietsbetrag von 40 Pf., bereits nach Einwurf des fünften Geldstückes Strom erhält, während er ein anderes Mal erst neun Münzen einwerfen muß.
Gemäß der Erfindung werden die angegebenen Schwierigkeiten dadurch vermieden, daß das Einziehen der Miete durch Zurückstellen des Guthabenanzeigewerkes erfolgt, und daß
im Falle des Zurückstellens desselben' über den Nullpunkt hinaus ein Leergang eingeschaltet wird, der erst nach Einwurf einer der Zurückstellung entsprechenden Zahl von Münzen wieder ausgeschaltet wird, so daß dann für den Einwurf jeder einzelnen weiteren Münze die Ausgabe von Gas usw. beginnt. Es wird somit die Miete von dem vorhandenen Guthaben in Abzug gebracht oder, falls
ίο das Guthaben nicht groß genug ist, dieses für die Bezahlung eines Teiles der Miete verwendet. Der verbleibende Rest wird durch den Selbstverkäufer mit Hilfe des angegebenen Leerganges in der Weise eingezogen, daß der Abnehmer erst Gas 0. dgl. erhält, nachdem er die Münzen für den Mietsrest und eine weitere Münze eingezahlt hat.
In den Zeichnungen sind verschiedene Ausführungsbeispiele der Erfindung dargestellt, und es sei zuerst an Hand der Fig. 1 und 2 die Erfindung grundsätzlich für einen Selbstverkäufer für Elektrizität erläutert. Hier wird zum Erzielen des Leerganges eine Sperrscheibe, die einen Schalthebel in der Schließlage hält, über die Sperrstellung nach der • Freigabeseite hin, um Winkelbeträge zurückgedreht, von denen jeder der Zahlung einer Münze entspricht. Da der Schalthebel beim Vereinnahmen jeder Münze in die Schließlage mitgenommen wird, wird demgemäß bei der Zahlung der Münze für den rückständigen Teil der Gebühr der Schalthebel so lange nicht in der Schließlage festgehalten — die Einrichtung läuft leer —, bis die Gebühr voll bezahlt ist. Nach Einwurf der nächsten Münze wird erst ein dauernder Stromschluß hergestellt, und es erfolgt die Stromlieferung.
11 ist die an dem Zahnrad 12 sitzende
Münztrommel, die nach jedem Einwurf einer Münze um 180 ° gedreht wird. Das" in das Rad 12 eingreifende Zahnrad 13 hat die halbe Zähnezahl des Rades 12, dreht sich also bei der angegebenen halben Drehung des Rades 12 einmal vollständig herum; ebenso das kleine Zahnrad 14, das mit dem Zahnrad 13 fest verbunden ist. In das kleine Zahnrad 14 greift das große Zahnrad 15 ein, welches mit dem Sonnenrad 16 des Differentialgetriebes fest verbunden ist. Das andere Sonnenrad 17 des Differentialgetriebes wird vom Zähler angetrieben. Beide Sonnenräder 16, 17 sind auf der sogenannten Kreuzwelle 18 lose gelagert, die sich entsprechend dem Planetenrad 19 einstellt, welches mit den Sonnenrädern 16 und 17 kämmt. Mit der Kreuzwelle 18 ist beispielsweise durch eine Kegelradübertragung der Zeiger 20 eines Zählwerkes verbunden, welches angibt, wie groß das Guthaben an eingeworfenen Münzen ist.
In dem gewählten Beispiel des Zählwerkes ist angenommen, daß für den Verbrauch höchstens zehn Münzen mit einem Male hintereinander eingeworfen werden können, und daß anderseits die Miete höchstens zehn Münzen beträgt. Der beschriebene Selbstverkäufer ist nun mit einer Vorrichtung versehen, die dem Uberwachungsbeamten gestattet, den Zeiger 20 um den der Miete entsprechenden Winkel rückwärts zu drehen. Hierzu ist das Rad 21 angebracht, welches die gleiche Zähnezahl wie das Rad 13 und ferner einen Vierkant 22 besitzt, der für den Verbraucher unzugänglich angeordnet ist. Bei der monatlichen Prüfung steckt der Uberwachungsbeamte einen Schlüssel in den Vierkant 22 und dreht mit jeder Umdrehung die Zahnräder 12, 13, 15, 16, 19 und damit auch den Zeiger 20 um den der Zahlung einer Münze entsprechenden Betrag zurück. Betrug das Guthaben sechs Münzen und sind für die Miete vier Münzen zu entrichten, so muß der Überwachungsbeamte das Rad 21 viermal herumdrehen, und es geht alsdann der Zeiger 20 von sechs auf zwei; das Guthaben ist infolgedessen auf zwei Münzen zurückgegangen.
Betrug das Guthaben dagegen nur noch zwei Münzen, so muß bei viermaliger Umdrehung des Rades 21 nach der zweiten Umdrehung der den Speisestromkreis des Verbrauches schließende Schalter geöffnet werden; nach Beendigung der vierten Umdrehung steht dann der Zeiger 20 auf dem Teilstrich 2 der Schuldenseite, und es muß alsdann zwischen die Münztrommel und die Einrichtung zum Schließen des Schalters ein Leergang eingeschaltet sein, so daß erst nach dem Einwurf der dritten Münze der Schalter wieder geschlossen werden und der in die Schließlage gebrachte Schalter in.dieser festgehalten werden kann.
Das Einschalten dieses Leerganges sei an den Fig. 3 und 4 erläutert.
Auf der Kreuzwelle 18 sitzt ein Sperrkörper 23, der mit der Sperrnase 24 an der Sperrklinke 25 zusammenarbeitet. Diese Sperrklinke 25 kann sich um die Achse 26 frei, und zwar infolge der Belastung durch das Gewicht 27 im Sinne des Uhrzeigers drehen. Die Sperrklinke 25 trägt ferner eine Feder 28, hinter deren Oberkante der Haken 29 am Schalthebel 30 sich in der Einschaltlage legt.
Der Schalthebel 30 trägt isoliert die Kontaktbrücke 31, die in der Schließlage die Kontaktfedern 32, 33 leitend miteinander verbindet und hierdurch den Stromkreis für den Verbraucher schließt. Der Schalthebel dreht sich um die Achse 34, wird mit Hilfe von einem nur aus zwei Zähnen 35 bestehenden Zahnsektor bewegt und trägt einen Stift 36, der in der Ausschaltlage die Klinke 37 nach unten drückt.
Auf der Welle 38 der Räder 13, 14 sitzt
fest eine Mitnehmernase 3g, ferner frei beweglich ein Schaltsektor 40, der einmal drehbar um die Achse 41 die bereits erwähnte Schaltklinke 37 und ferner nach der anderen Seite ·. herausragend die Stifte 42 trägt, die mit den Zähnen 35 an dem Schalthebel 30 nach Art einer Punktverzahnung zusammenarbeiten. Der Schaltsektor 40 wird durch eine Feder 43 für gewöhnlich in der gezeichneten Lage gehalten. Den Schalthebel 30 sucht eine der Übersichtlichkeit Wegen nicht gezeichnete Feder ständig in Richtung des Uhrzeigers zu drehen (ihn zu öffnen).
In der Zeichnung nehmen die Teile die
Lage ein, welche entsteht, wenn der Überwachungsbeamte beim Abziehen des Mietsbetrages von dem Guthaben einen Schuldbetrag eingestellt hat.
Die Wirkungsweise beim Einzahlen von Münzen ist dann folgende:
Nach Einwurf einer Münze in die Münztrommel wird diese von Hand um 180° gedreht, wodurch die Achse 38 (Fig. 3) eine volle Umdrehung im Uhrzeigersinne macht.
Hierbei nimmt die Nase 39 die Klinke 37 und damit den Schaltsektor 40 unter Anspannung der Feder 43 mit, wobei die Stifte 42 in die Zähne 35 eingreifen und den Schalthebel 30 entgegengesetzt dem Uhrzeigersinn bewegen, der mit der Nase 29 hinter die obere Kante der Feder 28 greift.
Gleichzeitig wird der Sperrkörper 23 um den einer Münze entsprechenden Winkelbetrag entgegengesetzt dem Uhrzeigersinn gedreht.
Solange sich nun die Sperrnase 24 links von dem Sperrkörper 23 befindet, wird die Sperrklinke 25 durch die Nase 29 des Schalthebels 30 entgegengesetzt dem Uhrzeigersinn gedreht. Die Nase 29 und damit der Schalthebel 30 werden wieder freigegeben und gehen wieder in die Ausschaltlage zurück.
Dieses Spiel wiederholt sich nach jedem Einwurf einer Münze, bis die Schuldsumme für die Miete gezahlt und der Zeiger 20 die Nullstellung erreicht hat. Hierbei ist die Aussparung am Sperrkörper 23 in eine solche Lage gelangt, daß die durch die Schwerkraft im Uhrzeigersinne gedrehte Sperrklinke 25 nach rechts in die Aussparung an dem Sperrkörper 23 hineinschlüpfen kann. Wird jetzt noch eine Münze eingeworfen und hierbei der Sperrkörper 23 wieder um den einer Münze entsprechenden Winkel gedreht, so findet die Sperrnase 24 an dem Sperrkörper 23 einen Widerhalt, der eine Bewegung entgegengesetzt dem Uhrzeigersinn verhindert. Infolgedessen wird der hinter die Feder 28 gelangte Haken 29 und damit auch der Schalthebel 30 in der Einschaltlage festgehalten, und der Schalter 31, 32, 33 bleibt geschlossen.
Wird jetzt Strom verbraucht, so dreht das vom Zähler angetriebene Rad 45 (Fig. 2) das Sonnenrad 17 im entgegengesetzten Sinne, wie bei der Münzeinzahlung das Sonnenrad 16 gedreht wurde. Infolgedessen wird das Planetenrad 19 und damit der Sperrkörper 23 im Uhrzeigersinn zurückgedreht, bis nach Verbrauch der Strommenge, die der eingeworfenen Münze entspricht, die Sperrklinke 25 und damit auch der Schalthebel 30 wieder freigegeben werden.
Es sei darauf hingewiesen, daß bei dem Ausführungsbeispiel ein besonders großer Verstellungswinkel für den Sperrkörper 23 dadurch erreicht ist, daß er beim Zurückstellen durch die Nullage nach der Schuldenseite hin die Sperrnase 24 nach links mitnimmt. Trotzdem der Sperrkörper in demselben Maße wie in den Sperrstellungen in die Bahn der Sperrnase 24 hineingreift, findet eine Sperrung nicht statt, da diese nur erfolgen kann, solange sich die Sperrnase rechts von dem Sperrkörper 23 befindet. Die Folge hiervon ist, daß die bei anderer Ausführung mögliche Verstellung um knapp 180° nach beiden Seiten auf etwa 300 ° vergrößert ist.
Anstatt daß die Münztrommel bei jedem Vereinnahmen einer Münze den Schalthebel in die Schließlage mitnimmt, kann die Einrichtung auch so getroffen sein, daß durch g0 die Einstellung des Mietsrestes eine Kupplung zwischen der Münztrommel und dem Schalthebel ausgerückt wird, die erst wieder eingerückt wird, wenn der volle Mietsbetrag eingezahlt ist.
Stellt der Uberwachungsbeamte beim Zurückdrehen des Guthabenwerkes dieses um mehr als den Mietswert zurück, und wird hierbei gleichzeitig das Zählwerk für die eingeworfenen Münzen mit zurückgestellt, so kann sich ein ungetreuer Überwachungsbeamter den Mehrbetrag aneignen. Um dies zu verhindern, empfiehlt es sich, das Münzenzählwerk mit dem Guthabenwerk ausrückbar zu kuppeln, so daß es beim Zurückstellen des Mietsbetrages abgeschaltet ist. Das Guthaben, das nach Zurückstellung des Mietsbetrages vorhanden sein muß, kann dann aus dem Zählerwerk ermittelt werden.
Es könnte jedoch auch versehentlich das Guthabenwerk um einen zu großen oder zu kleinen Wert zurückgestellt werden, wenn der Überwachungsbeamte sich in der Zahl der Umdrehungen des Rades 21 irrt. Um dies zu verhindern, wird erfindungsgemäß eine Sperrung vorgesehen, die die Zahl der Rückwärtsdrehungen auf die Zahl der für die. Miete erforderlichen Münzen beschränkt.
Ein Ausführungsbeispiel für eine derartige Sperrung zeigen die Fig. 5 und 6.
13 ist hierbei das Zahnrad, welches in das mit der Münztrommel 11 verbundene Rad 12 eingreift und die halbe Zähnezahl dieses Ra-
des besitzt. Es dreht sich also beim Einwurf einer Münze einmal vollständig dem Uhrzeigersinn entgegengesetzt herum. Es trägt einen Stift 46, der in das Sternrad 47 eingreift. Mit dem Sternrad 47 ist ein Sperrad 48 fest verbunden, und beide sitzen lose auf einer Welle 49, die außerdem die Scheibe 50 (Fig. 6) darüber trägt. An der Unterseite der Scheibe 50 ist auf dem Zapfen 51 der Sperrkegel 52 gelagert; ferner trägt die Oberseite die Stifte 53) 54> m deren Bewegungsbahn der am Zählwerk festgelagerte Anschlag 55 hineinragt.
Werden Münzen eingezahlt, so dreht sich, wie bereits angegeben wurde, das Rad 13 entgegengesetzt dem Uhrzeigersinn, das Sternrad 47 dementsprechend im Uhrzeigersinn. Es wird durch Reibung das Rad 50 mitgenommen, bis der Stift 53 an den Anschlag 55 stößt. Hierdurch wird eine weitere Bewegung der Scheibe 50 verhindert; das Rad 47 kann sich jedoch weiterdrehen, da der Sperrkegel 52 diese Bewegung nicht hindert.
Wird durch Rückwärtsdrehen des Rades 12 der Mietsbetrag von dem Guthabenwerk abgezogen, so dreht es sich entgegengesetzt dem Uhrzeigersinn, das Rad 13 dreht sich im Uhrzeigersinn und das Sternrad 47 mit dem Sperrrad 48 entgegengesetzt dem Uhrzeigersinn. Hierbei wird durch den Sperrkegel 52 die Scheibe 50 entgegengesetzt dem Uhrzeigersinn mitgenommen, bis diesmal der Stift 54 sich gegen den Anschlag 55 legt. Die hierbei mögliche Winkeldrehung der Scheibe 50 ist so bemessen, daß sie dem Mietsbetrag entspricht.
(Zweckmäßig werden in die Scheibe 50 eine Reihe von Löchern eingebohrt, damit der Stift 54 bei einer Änderung des Mietsbetrages in ein anderes Loch eingesetzt werden kann.) Ist einmal der Stift 54 bis an den Anschlag 55 gelangt, so kann die Münztrommel nicht weiter zurückgedreht werden, und Irrtümer in dem Betrage der abzuziehenden Miete sindinfolgedessen ausgeschlossen.
Ein anderes Mittel, um die Zurückdrehung des Guthabenwerkes um einen bestimmten Mietsbetrag sicherzustellen, ist in den Fig. 7 und 8 dargestellt.
Es ist dies eine an einem Schlüssel 56 sitzende Kurbel 57, die sich vermöge einer Nase 58 nur in einer einzigen bestimmten Stellung ihrer Teile auf den Zähler aufstecken läßt. Die Schlüsselachse trägt hierbei frei drehbar eine Platte 59 mit einem Ausschnitt 60 für die Nase 58; die Platte 59 trägt auf einer Welle ein Sternrad 61. An der Schlüsselachse ist ferner ein Stift 62 gegenüber einer Aussparung einer zylindrischen Fläche 63 angeordnet. Das Sternrad besitzt einen Ausschnitt 64 für die Nase 58 und eine Reihe von Zahnlücken, durch die sich der Stift 62 unter Verschiebung des Sternrades um einen entsprechenden Winkel hindurch bewegen kann. Die Spitzen des Sternrades legen sich dann gegen die zylindrische Fläche 63 und sind in ihrer Lage festgehalten. Ferner haben zwei Zahnlücken eine geringere Tiefe, so daß der Stift 62 in ihnen festgehalten wird.
Ist der Schlüssel in der gezeichneten Stel-s lung auf den Zähler aufgesteckt, so können bei dem vorliegenden Ausführungsbeispiel nur sechs Umdrehungen der Kurbel ausgeführt werden und daher der Zähler entsprechend einem Mietsbetrag von sechs Münzen zurückgestellt werden. Es kann aber auch nicht etwa eine Umdrehung weniger gemacht werden, da dann der Ausschnitt 64 des Sternrades 61 noch nicht unter die Nase 58 gekommen ist und der Schlüssel nicht abgezogen werden kann.
Selbstverständlich läßt sich der Schlüssel auch für jeden anderen Mietsbetrag einrichten. Schließlich kann ein entsprechend gebauter Schlüssel auch zum Zurückdrehen einer Scheibe um einen Winkelbetrag verwendet werden. In diesem Falle sitzt an dem Sternrad 61 der Vierkantschlüssel, und Zähnelücken geringerer Tiefe begrenzen die Winkelverstellung.
Bei den in den Fig. 1 bis 6 dargestellten Ausführungsbeispielen muß immer die Münztrommel selbst und sämtliche mit ihr zusammenarbeitenden Zahnräder zurückgestellt werden. Sind Zählwerk, Guthabenwerk und das Unterbrechungsorgan für die Abgabe des Verbrauchsmittels durch ein Planetengetriebe miteinander gekuppelt, so kann die Zurückstellung auf einen sehr geringen Teil des Guthabenwerkes dadurch beschränkt werden, daß ein Sonnenrad mit seinem normalen Antrieb oder das Planetenrad mit dem Zähler oder schließlieh die Kreuzwelle mit dem Planetenrad oder mit dem Sperrorgan für den Schalter durch Reibung gekuppelt ist. Es wird dann für die Zurückstellung ein besonderer Antrieb benutzt.
Ein Ausführungsbeispiel hierfür zeigt die Fig. 9, in der die mit der Fig. 2 übereinstimmenden Teile wieder mit denselben Bezeichnungen versehen sind.
Der Unterschied gegenüber der zuerst beschriebenen Anordnung besteht darin, daß in das Sonnenrad 17 nicht mehr das vom Zähler kommende Rad 45 eingreift. Vielmehr ist mit dem Sonnenrad 17 ein Rad 65 durch Reibung gekuppelt, indem es durch die Plattenfeder 66 an das Sonnenrad 17 angepreßt wird. In dieses Rad 65 greift das vom Zählwerk kommende Rad 45 ein; ferner ist auf der Kreuzwelle 18 selbst oder, wie es im Ausführungsbeispiel gezeichnet ist, auf der Zeigerachse, die mit der Kreuzwelle durch eine Kegelradübersetzung starr gekuppelt ist, ein
Zahnrad 67 aufgesetzt, in das ein Zahnsektor 68 eingreifen kann.
Das Zurückstellen des Guthabenwerkes um den Mietsbetrag geschieht dann einfach durch einmalige Umdrehung des Rades 68. Der Zahnsektor greift dann in das Zahnrad 67 ein und stellt den Zeiger 20. und die Kreuzwelle um den dem Mietsbetrag entsprechenden Winkel zurück. Das Zahnrad 65 bleibt hierbei, durch das vom Zähler kommende Rad 45 festgehalten, in seiner Lage stehen. Auch hierbei ist sichergestellt, daß durch eine Umdrehung des Rades 68 nur der für die Miete erforderliche Münzbetrag abgezogen wird, und daß Irrtümer um einzelne Münzen ausgeschlossen werden. Ferner bietet diese Anordnung durch entsprechende Bemessung der Zähnezahl des Rades 67 und. des Zahnsektors 68 die Möglichkeit, Mietsbeträge einzuziehen, die ■ sich aus einer Zahl voller Münzen und einem Bruchteil einer Münze zusammensetzen.
An Stelle des Zahnsektors kann auch ein volles Zahnrad benutzt werden, welches verschiebbar gelagert ist und zur Zurückstellung des Guthabenwerkes eingerückt wird. Hat dieses Zahnrad nur die dem Mietsbetrag entsprechende Anzahl Zähne, so wird der letztere durch eine volle Umdrehung des Zahnrades abgezogen. Bei einem Rad mit größerer Zähnezahl muß dieses um einen entsprechenden Winkel gedreht werden, zu dem die vorstehend beschriebene Abänderung des Schlüssels nach den Fig. 7 und 8 benutzt werden kann.
Es sei noch darauf hingewiesen, daß das Zurückstellen auch von der Zählerseite in der Weise erfolgen kann, daß ζ. Β. das Rad 45 (Fig. 2) vom Zähler abgekuppelt wird, und daß durch Drehen von Hand entsprechend einer der vorstehend angegebenen Weisen das Zurückstellen der Kreuzwelle um den Mietsbetrag erfolgt.
Ist schließlich an Stelle eines Planetengetriebes nur eine Reibungskupplung zwischen dem Zählwerk und dem Guthabenwerk vorhanden, so kann das Zurückstellen auf eine der für Fig. 9 angegebenen Weisen erfolgen.

Claims (7)

  1. Patent-Ansprüche:
    i. Selbstverkäufer für Elektrizität, Gas, Wasser o. dgl., der selbsttätig neben der Abgabe für den Verbrauch eine Abgabe für Miete o. dgl. vereinnahmt, gekennzeichnet durch eine Einrichtung, die ein Verstellen des Zeigers des Vorgabewerkes rückwärts über den Nullpunkt der Skala gestattet und eine Leerlaufkupplung ein- bzw. ausschaltet, so daß der Abnehmer nur bei Einlegung wenigstens des geschuldeten Geldbetrages mittels des Münzwerkes das Guthabenwerk wieder auf die Guthabenseite stellen ' und damit den Selbstverkäufer wieder abgabebereit machen kann, zu dem Zwecke, durch Rückstellung des Guthabenwerkes um den einzuziehenden Betrag für Miete o. dgl. diesen Betrag entweder von einem vorhandenen Guthaben abziehen oder zum Teil durch Entnahme des Guthabens, zum anderen Teil mit dem Leergang einziehen zu können.
  2. 2. Selbstverkäufer nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß für die Rückwärtsdrehung des Guthabenwerkes mittels des Münzwerkes (11 bis 16) ein mit einem Rad des Münzwerkes in Eingriff stehendes, für die Drehung mittels eines Schlüssels
    o. dgl. eingerichtetes Hilfsrad (21) vorhanden ist, zweckmäßig von solcher Größe, daß die dem einzuziehenden Geldbetrag entsprechende Rückwärtsbewegung des Guthabenwerkes durch eine ganze Zahl von Umdrehungen des Hilfsrades herbeigeführt wird.
  3. 3. Selbstverkäufer nach Anspruch 1, bei dem die Rückwärtsdrehung des Guthabenwerkes mittels des Münzwerkes erfolgt, im besonderen bei der Ausführung nach Anspruch 2, gekennzeichnet durch ein Gesperre (Fig. 5, 6), das den Betrag der möglichen Rückwärtsdrehung des Münzwerkes festlegt.
  4. 4. Selbstverkäufer nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch ein Sperrad (61), welches zusammenarbeitend mit einem Mitnehmer (62) an einer Schlüsselkurbelwelle (56) nur eine bestimmte Anzahl Umdrehungen der letzteren zuläßt (Maltesergesperre) und sowohl für das Einstecken als auch für das Herausziehen des Schlüssels eine bestimmte Lage des Sperrades zu dem Mitnehmer erfordert, wobei der Antrieb für die Rückstellung an der Kurbelachse oder an der Sperradachse sitzen kann, je nachdem die Zurückstellung mehrere vollständige Umdrehungen oder Bruchteile einer Umdrehung erfordert (Fig. 7, 8J.
  5. 5. Selbstverkäufer nach Anspruch 1, bei dem ein Planetengetriebe dazu benutzt ist, den Zähler, das Guthabenwerk und das Unterbrechungsorgan für die Abgabe no des Verbrauchsmittels miteinander zu kuppeln, dadurch gekennzeichnet, daß das eine Sonnenrad (17, Fig. 9) mit dem Zählerantrieb (45) durch Reibung gekuppelt ist-, und ferner ein unmittelbare'!1 Antrieb (67, 68) für dieses Sonnenrad oder für die das Planetenrad tragende Kreuzwelle (18) vorhanden ist, der zum Zurückstellen des Guthabenwerkes benutzt wird.
  6. 6. Selbstverkäufer nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß der unmittelbare Antrieb des mit Reibung gekuppel-
    ten Sonnenrades (17) oder der Kreuzwelle (18) ein Zahnrad (67) trägt, welches durch ein Zahnsegment (68) oder ein ausrückbares Zahnrad von entsprechender Zähnezahl um den der Miete o. dgl. entsprechenden Winkel zurückgedreht wird.
  7. 7. Selbstverkäufer nach Anspruch i, bei . dem das Guthabenwerk mit einer Sperrscheibe (23, Fig. 3, 4) versehen ist und ein Sperrklinkenwerk (24 bis 29) für den durch Eingriff zweier Teile (28, 29) in der Schließstellung zu haltenden Schalter oder Hahn
    (30) sich bei Einstellung des Guthabenwerkes auf der Guthabenseite gegen den Umfang der Sperrscheibe (23) legt, beim Übergang des Guthabenwerkes^ von der Guthabenseite zur Schuldenseite aber von der Sperrscheibe (23) losgelassen wird und den Schalter oder Hahn freigibt, dadurch gekennzeichnet, daß die Sperrscheibe bei Weiterbewegung des Guthabenwerkes nach der Sehuldenseite hin das Sperrklinkenwerk in einer Lage erhält, bei der es den ' Schalter oder Hahn nicht sperren kann.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
DENDAT296117D Active DE296117C (de)

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE296117C true DE296117C (de)

Family

ID=550534

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DENDAT296117D Active DE296117C (de)

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE296117C (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE296117C (de)
DE1532670C3 (de) Flüssigkeitszapfvorrichtung mit Zapfvorwahl
DE607569C (de) Selbstverkaeufer fuer Elektrizitaet, Gas, Wasser o. dgl. mit Grundgebuehr-Einzugsvorrichtung
DE597844C (de) Selbstverkaeufer fuer Gas, Wasser oder Elektrizitaet mit einer Vorrichtung zur Einkassierung einer Grundgebuehr
DE683121C (de) Selbstverkaeufer fuer Elektrizitaet, Gas, Wasser o. dgl.
DE337788C (de) Vorgabewerk fuer Selbstverkaeufer fuer Elektrizitaet u. dgl.
DE707338C (de) Selbstverkaeufer fuer Elektrizitaets o. dgl. mit Grundgebuehreinzug
DE641222C (de) Selbstverkaeufer fuer Elektrizitaet mit Grundgebuehreinzug
DE1474805B2 (de) Selbstkassierender Mietzeitmesser, insbesondere Parkuhr
DE594017C (de) Selbstverkaeufer mit Gebuehreneinzugsvorrichtung
DE599214C (de) Kontrollvorrichtung fuer den Gasverkauf nach Pauschaltarif
DE668513C (de) Selbstverkaeufer fuer Elektrizitaet, Gas o. dgl. fuer Muenzen verschiedener Werte
AT139572B (de) In eine Verbrauchsmittelleitung einzuschaltende selbsttätige Kassiervorrichtung, welche das Absperren der Leitung als Zahlungszwang benutzt.
DE604305C (de) Selbstverkaeufer fuer Gas, Wasser oder Elektrizitaet mit Grundgebuehreinzug
DE694156C (de)
DE693256C (de) . dgl.
DE623206C (de) Selbstverkaeufer fuer Gas, Elektrizitaet o. dgl. mit Grundgebuehrkassiervorrichtung
AT65490B (de) Rechnungsdruckvorrichtung für Zählwerke von Verbrauchsmessern.
DE652303C (de) Selbstverkaeufer fuer Elektrizitaet
EP0016453A2 (de) Münzzählwerk für einen Selbstverkäufer
DE294255C (de)
AT78804B (de) Vorrichtung an Selbstverkäufern für Elektrizität, Gas oder dgl. zum Einheben einer Grundgebühr.
DE536315C (de) Selbstverkaeufer mit Grundgebuehr-Einrichtung fuer Verbrauchsmittel
DE332897C (de) Selbstverkaeufer fuer elektrischen Strom, Gas, Wasser o. dgl.
DE540908C (de) Selbstverkaeufer fuer Elektrizitaet, Gas, Benzin o. dgl.