DE617166C - Verfahren zum Konservieren von Haeuten und Fellen - Google Patents

Verfahren zum Konservieren von Haeuten und Fellen

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DE617166C
DE617166C DEB163581D DEB0163581D DE617166C DE 617166 C DE617166 C DE 617166C DE B163581 D DEB163581 D DE B163581D DE B0163581 D DEB0163581 D DE B0163581D DE 617166 C DE617166 C DE 617166C
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DE
Germany
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skin
skins
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pelts
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Expired
Application number
DEB163581D
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English (en)
Inventor
Dr Ludwig Seligsberger
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MAX BERGMANN DR
Original Assignee
MAX BERGMANN DR
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Publication date
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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C14SKINS; HIDES; PELTS; LEATHER
    • C14CCHEMICAL TREATMENT OF HIDES, SKINS OR LEATHER, e.g. TANNING, IMPREGNATING, FINISHING; APPARATUS THEREFOR; COMPOSITIONS FOR TANNING
    • C14C1/00Chemical treatment prior to tanning
    • C14C1/02Curing raw hides

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • General Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Agricultural Chemicals And Associated Chemicals (AREA)

Description

  • Verfahren zum Konservieren von. Häuten und Fellen Es hat sich in der Praxis wiederholt gezeigt, daß die bisher gebräuchlichste Methode der Konservierung- von Häuten und Fellen durch Einsalzen mit Kochsalz nicht ausreicht, um die Häute für lange Zeit vor Beschädigungen zu bewahren, die meist auf die Tätigkeit von Bakterien zurückzuführen sind. Dies hat seine Ursache darin, daß die .auf den Rohhäuten und in den Lagerräumen naturgemäß reichlich vorhandenen Bakterien sich mit der Zeit auch an Kochsalz gewöhnen und dann ihre zerstörende Wirkung auf der Haut entfalten. Es werden daher immer wieder, namentlich bei empfindlicher Ware und unter schlechten Lagerungsbedingungen, besonders in der wärmeren Jahreszeit, die bekannten Konservierungsschäden, wie Salzflecken, rote oder violette Verfärbungen; oder sogar auch ausgesprochene Fäulnisschäden beobachtet.
  • Man hat verschiedentlich versucht, durch geeignete Zusätze zum Häutesalz diesen übel.-stand zu beseitigen, ohne daß dies jedoch bisher gelungen ist. Die meisten der hierfür vorgeschlagenen Mittel bringen neue INTachteile mit sich, so daß ihre praktische Einführung auf Schwierigkeiten stößt. Einige von ihnen, z. B. Formaldehyd, haben gerbende Wirkung, andere greifen die Hautfaser chemisch an und beeinflussen dadurch die Qualität des fertigen Leders in ungünstigem Sinne. Manche wirken nur nach einer Richtung. So vermag z. B. Naphthalin nur rote und violette Verfärbungen, nicht aber die Bildung von Salzflecken zu unterbinden. Viele Zusätze von guter konservierender und desinfizierender ZVirkung kommen deshalb nicht in Betracht, weil sie aus den Häuten, die sie durchdrungen haben, durch einfaches Auswaschen nicht wieder zu entfernen sind -und alsdann bei der Einarbeitung zu Beschädigungen der Hautfaser oder auf dem fertigen Leder zur Fleckenbildung Anlaß geben. Oft finden derartige Zusätze deshalb keinen Eingang in die Praxis, weil sie die Gesundheit der Arbeiter beeinträchtigen, die das Zumischen zum Häutesalz oder das Einsalzen der Häute zu besorgen haben.
  • Es hat sich nun gezeigt, daß alle die genannten Übelstände vermieden werden können, wenn man dem zum Konservieren benutzten Häutesalz farblose Peroxyde oder Salze von Piersäuren zusetzt, die in Berührung mit der Haut eine genügende Beständigkeit besitzen. Als besonders -geeignet haben sich für diesen Zweck die Peroxyde und Perborate der Erdalkalien und des Zinks sowie die Salze der Perchlorsäure erwiesen. Wie durch besondere Versuche an Gelatinenährböden. festgestellt wurde, haben diese Stoffe, auch wenn sie in sehr geringen Mengen angewendet werden, eine ausgezeichnete bakterizide und Fungizide Wirkung, und sie behä,ltan dies vorzüglichen konservierenden Eigenschaften auch beim Einsalzen von Häuten und Fe@1en bei, selbst wenn sie dem Häutesalz in Meiigeü von weniger als z % zugemischt werden. Wie weiter festgestellt wurde, zeichnen sich diese Präparate durch eine außerordentlich lange Wirksamkeit aus, was sich damit erklärt, daß sie sich bei dek Berührung seit der Haut und an der Luft nur sehr langsam zersetzen. So erleidet z. B. Zinkperoxyd innerhalb von 3 Monaten auf der Haut fast keine Zersetzung.
  • Häute, die mit Kochsalz unter Mitverwendung der ob:engenanmten Zusätze konserviert wurden, hielten sich monatelang unter ungünstigen Lagerungsbedingungen in. tadellosem Zustand. Irgendwelche nachteiligen Folgen der Beimischung machen sich bei der Weiterverarbeitung der Häute nicht geltend.
  • Wenn die Peroxyde oder Persalze schwer löslich sind, so haben sie überdies .den Vorteil, daß sie von der Haut nur in seht- geringen Mengen aufgenommen werden. Sie verursachen infolgedessen keine Störung in der Wasserwerkstatt, und die Hautfaser wird von ihnen in keiner Weise angegriffen oder verändert.
  • Die genannten Stoffe können selbstverständlich nicht nur für sich, sondern auch in Mischung miteinander .oder mit anderen schon als Salzzusätze bekannten Mitteln, wie Soda, Naphthalin o. dgl., angewendet werden. A-usführungs.beispi,el 1 iobo kg Steinsalz werden mit io kg techniächern Zinkperoxyd (53%ig) in bekannter Weise gründlich durchgemischt; dann werden iiätnit 2ooo bis 3ooo kg frische Kalbfelle eingesalzen. Die so konservierten Häute lassen sich monatelang aufbewahren, ohne daß irgendwelche auf die Tätigkeit von Bakterien zurückzuführende Beschädigungen an der Ware zu bemerken sind. Auch bei der Einarbeitung geben die Häute keinerlei Anlaß zu irgendwelchen Beanstandungen.
  • Ausführungsbeispiel 2 i.ooo kg Steinsalz r#erden mit io kg technischem Caldumperborat innig gemischt und 3ö bis 5o kg dieses .Salzgemisches zum Konservieren von roo kg Rohhaut verwendet.

Claims (2)

  1. PATENTANSPRÜCHE: 1.. Verfahren zum Konservieren von Häuten und Fellen, .dadurch gekennzeichnet, daß dem Häutesalz farblose Peroxyde oder Salze von, Persäuren zugesietzt werden, die in Berührung seit der Haut genügende Beständigkeit aufweisen, wie insbesondere solche der schwer löslichen Erdalkalien oder :des Zinks.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch i, gekennzeichnet durch die verwemdung von Perboraten oder Pierchloraten.
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